Die Gedanken auf Reise schicken

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Die Pflege eines Angehörigen ist mit vielen schönen Momenten, aber auch mit sehr viel Kraftaufwand in physischer als auch psychischer Art verbunden. Manchmal zehrt auch das schlechte Gewissen an einem, nicht genügend Zeit oder auch manchmal die notwendige Geduld aufgebracht zu haben. Aber man kann nicht rund um die Uhr für die zu pflegende Person da sein.

Man muss auch nach sich selbst schauen und mal abschalten können, sich selbst etwas Gutes tun, die Seele baumeln lassen, sich eine ganz persönliche Auszeit nehmen. Denn nur wer gesund ist, kann einen anderen Menschen pflegen. Und zu unserer eigenen Gesundheit können wir viel beitragen.

Ich habe für mich eine ganz simple Entspannungsmethode entdeckt, die mich auf meine „ganz persönliche Wolke“ entführt, zu der nur ich Zutritt habe. Immer wenn es hektisch oder stressig ist und ich einfach nur abschalten möchte, wende ich diese Technik an. Es gibt mir das Gefühl von Urlaub, Ausflug, Wellness oder was auch immer ich mir gerade wünsche, wonach ich mich sehne.

Es ist eine Gedankenreise, ein Flug in meine ganz persönliche Welt. Wichtig ist, sich an schöne Ereignisse zu erinnern, von ihnen erneut zu zehren, sich wieder darüber zu freuen, als wäre es erst gestern gewesen.

Und so funktioniert die Methode:

Ich ziehe mich an einen ruhigen Ort zurück, setze mich, schließe die Augen und entspanne mich. Für diese Art von Gedankenreise ist es gar nicht nötig, in eine klassisch tiefe Entspannung zu kommen, wie es zum Beispiel beim Yoga oder autogenen Training der Fall ist.

Wenn doch, ist das natürlich auch nicht schlimm. Wichtig ist jedoch die Ruhe, das Alleine sein. Nun überlege ich mir, mit was ich mich erfreuen möchte, mit was ich mir etwas Gutes tun möchte. Das können Flüsse und Bäche sein, schöne Urlaubserinnerungen, Berge, die eigene Hochzeit, eine Farbe und vieles mehr. Nun gebe ich meinem Gehirn das von mir ausgesuchte Stichwort, von dem ich denke, dass es mich jetzt in eine angenehme und glückliche Stimmung versetzen kann, dass es mich dahin entführt, wo ich jetzt gerne wäre.

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Ich sage mir in Gedanken nur einmal das Stichwort. Mich hat zum Beispiel das Stichwort „Fluss“ schon an so viele Orte geführt, an denen ich schon selbst war. Es ist, als ob das Gehirn auf Kommando beginnt, in seinem Archiv alles abzusuchen, was es an abgespeicherten Bildern zum Thema „Fluss“ findet. Wie ein Film kommen die einzelnen Bilder. Sie bewegen sich, sie entwickeln sich, kommen näher, gehen weiter weg. Es sind Flüsse an denen ich schon selbst war, aber auch Flüsse, die ich aus Dokumentarfilmen kenne.

Bei dem einen Fluss verweilt das Gehirn länger, beim anderen nur ganz kurz. Ich lasse diese Bilder kommen, ohne darauf Einfluss nehmen zu wollen. Und das ist das ganz Wichtige an dieser Bilderreise. Ich habe immer das Gefühl, als würde mir mein Kopf nur das schicken, was mich auch wirklich erfreut. Phantastisch ist bei dieser Methode, dass Bilder und wunderschöne Erinnerungen aufleben, die man schon vergessen geglaubt hat. Hat man den Eindruck, das Gehirn „findet“ zu dem gewünschten Stichwort nichts mehr, gibt man ganz einfach ein neues Schlüsselwort ein und schon sucht das Gehirn hierzu nach Eindrücken und Bildern.

Experimentieren Sie mit den Stichworten. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. Es ist unglaublich, was Ihrem Gehirn zu ganz banalen „Suchbegriffen“ einfällt. Ich gebe zum Beispiel auch gerne mal nur eine Farbe vor. Sie werden überrascht sein, was Ihr Kopf Ihnen zu „grün“ alles zeigt. Oder wie wäre es mit „Pinguin“.

Ihr Gehirn zeigt Ihnen vielleicht Ausschnitte eines Tierfilms, vielleicht Sie werden an einen Besuch im Zoo erinnert, oder ein Bild, das Ihr Kind für Sie gemalt hat. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Diese Methode schenkt einem so viel Entspannung und Glücksgefühle, dass man für die nächsten Stunden bestens ausgestattet ist und wieder mit ganz neuem Schwung an die Arbeit gehen kann, den Alltag gelassener sieht und merkt, dass das Leben auch sehr viele schöne Seiten haben kann.

Lassen Sie sich überraschen, was Ihnen Ihr Kopf alles anbietet. Was Sie zu sehen bekommen. Genießen Sie die Bilder. Wenn Sie mit der Bilderreise aufhören möchten, öffnen Sie wieder die Augen. Lassen Sie aber die Gedankenreise noch ein bisschen auf sich nachwirken. Schwelgen Sie noch ein bisschen in den schönen Erinnerungen. Versuchen Sie, die glücklichen Emotionen aus diesen wunderschönen Ereignissen wieder in sich aufzunehmen, festzuhalten und zu genießen.

Und noch ein ganz wichtiger Tipp.

Erzwingen Sie nichts. Versuchen Sie nicht krampfhaft sich die Bilder selbst „aufrufen“ zu wollen. Überlassen Sie alles getrost Ihrem Gehirn. Es weiß ganz genau wonach es suchen muss. Nur wenn Sie nichts erzwingen, können Bilder und Erinnerungen auftauchen, die Sie schon lange nicht mehr „gesehen“ haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

 

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3 comments for “Die Gedanken auf Reise schicken

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