Medikamentengabe auf ärztliche Verordnung

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Wer regelmäßig Medikamente nimmt, muss darauf achten, dass er diese planmäßig einnimmt. Je mehr Medikamente eingenommen werden müssen und je länger der Medikamentenplan ist, umso schwieriger wird es, die Medikamente korrekt zusammenzustellen. Deshalb kann man die Medikamentengabe auf ärztliche Verordnung erhalten.

Das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, sich die Medikamente selbst zu richten oder zusammenzustellen. Zu groß wäre die Gefahr, dass die verordneten Medikamente falsch und unregelmäßig eingenommen werden.

Deshalb gibt es in der häuslichen Krankenpflege die Möglichkeit der Medikamentengabe auf Rezept. 

 

 

Was versteht man unter Medikamentengabe?

Viele Menschen sind nicht mehr in der Lage, ihre Medikamente selbst zu richten oder alleine einzunehmen und sind deshalb auf Hilfe angewiesen. Um gesundheitliche Schäden durch eine falsche oder nicht regelmäßige Einnahme zu vermeiden, kann der Arzt über eine Verordnung die Medikamentenverabreichung verschreiben/anordnen.

Somit muss der Patient seine Medikamente nicht mehr selbst besorgen, zusammenstellen und darauf achten, daß er zur richtigen Zeit die richtigen Medikamente nimmt. 

 

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Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um die Bereitstellung und Verabreichung von Medikamenten im Rahmen der häuslichen Krankenpflege verordnet zu bekommen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der behandelnde Arzt muss eine Verordnung ausstellen.
  • Es muss eine Indikation vorliegen, die eine Verordnung berechtigt.
  • Der Patient ist nicht mehr in der Lage, die Medikamente selbst zusammenzustellen bzw. diese korrekt und regelmäßig einzunehmen.
  • Im Haushalt gibt es keine weitere Person, die diese Leistung übernehmen könnte. 

 

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Welche Leistungen umfasst die Medikamentengabe?

Die Verordnung sieht vor, dass

  • die Medikamente gemäß Medikamentenplan des behandelnden Arztes bereitgestellt und gerichtet werden. Soweit möglich, geschieht das Zusammenstellen der Medikamente einmal in der Woche und wird in Medikamenten-Dispensern vorgerichtet,
  • die Medikamente gemäß ärztlicher Anordnung verabreicht werden. 

 

Wer übernimmt die Bereitstellung und Verabreichung der Medikamente?

Wenn eine durch die Krankenkasse genehmigte, ärztliche Verordnung vorliegt, werden diese Aufgaben im Rahmen der häuslichen Krankenpflege in der Regel von einem Pflegedienst ausgeführt. 

 

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Woher wissen die Pflegekräfte, welche Medikamente gegeben werden müssen?

Aufgrund des vom behandelnden Arztes (des zuständigen Krankenhauses usw.) erstellten Medikamentenplans werden die Medikamente zusammengestellt. Der Pflegedienst erhält diesen Medikamentenplan. Sollten sich Änderungen in der Medikamentenzusammenstellung ergeben, ist der Pflegedienst zu informieren.

 

Ist für die Verordnung ein Pflegegrad / eine Pflegestufe notwendig?

Nein. Häusliche Krankenpflege – und somit die Verordnung zur Verabreichung von Medikamenten – ist unabhängig von einem Pflegegrad / einer Pflegestufe.

Extra-Tipp Auch eine Leistung der häuslichen Krankenpflege ist das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen.

 

Rechtliches

Die Kostenübernahme für die Bereitstellung und Verabreichung von Medikamenten im Rahmen der häuslichen Krankenpflege ist im Sozialgesetzbuch § 37 SGB V geregelt.

 

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Quelle Bildmaterial: Fotolia#132704989  © Sandor Kacso

 

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KOMMENTARE ZU DIESEM BEITRAG

KOMMENTARE

  • .schweiger 17. Dezember 2017 at 5:24

    mein vater lebt allein im haus ist zur zeit im kranenhaus wegen zu hohen zucker wahrscheinlich muss er in zukumpft isulin spritzen meine frage macht das der caritas pflegedienst