Warum ein Seniorenbett eine Alternative zum Pflegebett sein kann

© Bild: Bur­meier GmbH & Co. KG — Stie­gel­meyer Gruppe

Anstatt Pflegebett das eigene Bett mit Einlegerahmen / Copyright: Bild: Bur­meier *

Wird ein Lebenspartner krank oder pflegebedürftig, ist das schon schlimm genug.

Aber oftmals kommt zur Pflegebedürftigkeit auch noch eine räumliche Trennung in den eigenen vier Wänden hinzu, da ein klassisches Pflegebett/Krankenbett in den wenigsten Fällen in das gemeinsame Schlafzimmer paßt.

Wer aber trotzdem auch weiterhin den Partner gerne in seiner Nähe haben möchte oder aber auch aus pflegerischer Sicht ein gemeinsamer Schlafraum geeigneter wäre, der sollte die Möglichkeit eines höhenverstellbaren Seniorenbetts ins Auge fassen. Gerade bei Pflegebedürftigen, die keine Bettgitter benötigen oder bei denen das Bett nicht zwingend von allen Seiten für die Pflege zugänglich sein muss, bietet sich diese Lösung an.

Mir selbst ist im engsten Familienkreis sehr klar geworden, wie problematisch es ist, in ein normal großes Schlafzimmer zusätzlich noch ein Pflegebett zu stellen. Um Platz für das Pflegebett zu schaffen, hätte das Ehebett auseinander genommen und zu einem Einzelbett umfunktioniert werden müssen, was aber ohne Einsatz eines Schreiners nicht möglich gewesen wäre.

Außerdem hingen an dem gemeinsamen Schlafzimmer für beide Partner so viele Erinnerungen, dass sie es einfach nicht übers Herz brachten, das Bett zu zerteilen oder ein neues zu kaufen.

Leider war uns damals noch nicht bekannt, dass es eine viel einfachere Lösung in Form eines höhenverstellbaren Einlegerahmens gibt. Diese Lösung wäre für uns ideal gewesen, hätte für den Pflegebedarf in der häuslichen Pflege voll ausgereicht und wäre zudem eine große Erleichterung für die Pflegeperson gewesen.

Ich habe extra ein Bild zu diesem Beitrag eingefügt, damit man sich besser vorstellen kann, wie einfach das eigene Bett zu einem Pflegebett umfunktioniert werden kann.

Und so funktioniert der Einlegerahmen

Aus dem vorhandenen Doppelbett wird lediglich der Lattenrost durch einen Einlegerahmen ersetzt. Ob nur in ein Bett oder in alle beiden Betten diese Pflegebett-Technik integriert wird, ist egal. Der große Unterschied zwischen einem elektrisch verstellbaren Lattenrost und einem Einlegerahmen ist, daß der Einlegerahmen auch in der Höhe verstellbar ist.

 

 

Bei Bedarf kann jetzt die Matratze mit dem gesamten Rahmen auf eine angenehme Höhe verstellt werden, so dass zum einen ein bequemes und sicheres Ein- und Aussteigen aus dem Bett möglich ist.

Zum anderen kann der Hebepflegerahmen aber bis auf eine Höhe von ca. 74 Zentimetern hochgefahren werden, (was der Höhe eines Standard-Esszimmertisches entspricht) und somit ein Arbeiten/Pflegen direkt am liegenden Patienten möglich ist.

Der Einlegerahmen ist nicht nur in der Höhe, sondern auch an der Liegefläche elektrisch verstellbar. 

Extra-Tipp: Pflegebetten sind Hilfsmittel und können bei der Krankenkasse beantragt werden. Sollte das Hilfsmittel abgelehnt werden, haben Sie die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen.

Meine Buchempfehlung

Vorteile der Seniorenbetten

Der Begriff Seniorenbett löst in unseren Köpfen immer noch das Bild eines Pflegebetts/Krankenhausbetts aus. Ein kalter weißer Metallrahmen, Rollen an den Bettfüßen und womöglich noch Matratzen mit Gummibezug. Wer will so ein Monster schon im ehelichen Schlafzimmer haben, wenn es nicht unbedingt sein muß.

 

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Die modernen, multifunktionsfähigen Seniorenbetten bieten nahezu den gleichen Komfort, sind dabei aber wesentlich moderner im Design. Mir sind bei diesem Produkt folgende Vorteile wichtig:

  • Es wird kein separates Pflegezimmer benötigt, was oftmals auch gar nicht vorhanden ist
  • Das gemeinsame Schlafzimmer kann auch weiterhin benutzt werden
  • Es wird im Normalfall kein neues Bett benötigt, sondern nur ein Einlegerahmen
  • Je nach Wunsch kann in nur einem Bett oder in beiden Betten jeweils ein Einlegerahmen eingebaut werden.
  • Die Höhe der Liegefläche kann so verstellt werden, daß ein bequemes Ein- und Aussteigen ins Bett möglich ist und somit eine perfekte Aufstehhilfe ist. Dadurch wird selbst für Menschen ohne große körperlichen Einschränkungen ein normales Bett zu einem Komfortbett
  • Kopf- und Fußteile sind verstellbar, was der Pflegeperson die Pflege sehr erleichtert
  • Ein bequemes Sitzen zum Essen oder Lesen ist durch die Verstellmöglichkeiten der Rückenlehne gewährleistet
  • Auf dem Betteinsatz können spezielle Pflegematratzen, z. B. Dekubitus-Matratzen verwendet werden. Somit wird aus einem komfortablen Seniorenbett ein Pflegebett, das nicht nur funktional sondern auch sehr modern im Design sein kann.
  • Sieht so schick, modern und ansprechend wie ein normales Bett aus (zum Beispiel durch einen Echtholz-Rahmen oder gar einen Lederrahmen), hat aber die Vorteile eines komfortablen, multifunktionalen Pflegebetts.
  • Dadurch, dass nahezu jedes handelsübliche Bettgestell verwendet werden kann, paßt sich das Bett dem eigenen Geschmack und dem Style der Wohnung an
  • 24-Volt-Kleinspannung für hohe Sicherheit, da die spannungsführenden Elemente außerhalb des Betts angebracht sind (keine Brandgefahr)
  • Für ältere Personen ist ein Heberahmen auch ganz besonders geeignet um die Betten neu zu beziehen. Das tiefe Bücken und hochheben der schweren Matratzen wird wesentlich erleichtert.

Mein Fazit ist:

Es muss nicht immer ein teures Boxspringbett sein, das eine bequeme Ein-/Ausstiegshöhe hat. Bevor man sein liebgewonnenes Bett, an dem unter Umständen viele Erinnerungen hängen, gegen ein klassisches Pflegebett austauscht, lohnt sich ein prüfender Blick, ob es nicht doch ausreicht, nur den Lattenrost gegen einen höhenverstellbaren Einlegerahmen zu tauschen.

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* Quelle Bildmaterial: Die Bilder wurden mit Erlaubnis der Firma Burmeier GmbH & Co. KG – StiegelmeyerGruppe verwendet

 

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Betreuung und Begleitung für pflegebedürftige Menschen

Betreuung und Begleitung für pflegebedürftige Menschen

23 comments for “Warum ein Seniorenbett eine Alternative zum Pflegebett sein kann

  1. 24. November 2016 at 15:02

    Der Einlegerahmen wird ja in den Bettkasten gestellt. Deshalb kann der Einlegerahmen maximal bis auf Höhe des Bettkastens nach unten gefahren werden. Für Menschen mit Bettflucht sind dagegen Niederflurbetten, die relativ weit nach unten gefahren werden können, besser. Die Wahl des richtigen „Pflegebettes oder Seniorenbettes“ ist vom Einzelfall abhängig.

  2. 22. November 2016 at 17:57

    wäre es auch nicht sinnvoll wenn das Bett nicht nur höherverstellbar wäre sondern auch nach unten hin tiefer verstellbar wäre?

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