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Eine Dialysebehandlung (Blutwäsche) ist anstrengend und nicht jeder Dialysepatient ist in der Lage, selbst zur Behandlung zu fahren. Oftmals müssen die Patienten mehrfach in der Woche zur Dialyse und die Angehörigen können auch nicht immer die Fahrten übernehmen und es muß ein Krankentransport organisiert werden? Doch wer übernimmt die Kosten für die Taxifahrt zur Dialyse? Oder müssen die Patienten gar selbst für die Fahrtkosten aufkommen? 

Nein, Dialysepatienten müssen nicht – bzw. nicht komplett – für die Fahrkosten aufkommen. Die Fahrtkosten werden – wenn Sie medizinisch erforderlich sind – unter bestimmten Voraussetzungen und nach Abzug der Selbstbeteiligung von der Krankenkasse übernommen.

 

 

Unter diesen Voraussetzungen werden die Kosten für die Taxifahrt übernommen!

Um die Krankentransportkosten erstattet zu bekommen, muß eine zwingende medizinische Notwendigkeit und eine ärztliche Verordnung vorliegen.

  • Es muss eine dauerhafte Mobilitätseinschränkung vorliegen.
  • Pflegegrad 3, 4 oder 5 vorliegen (Beim Pflegegrad 3 entscheidet der Arzt, ob eine Mobilitätseinschränkung vorliegt, bei den Pflegegraden 4 und 5 geht man davon aus, dass eine Mobilitätseinschränkung gegeben ist). 

 

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Gilt diese Fahrkosten-Regelung auch für andere Krankheiten?

Ja, sofern einer der oben genannten Punkte zutrifft und eine Verordnung vom Arzt die Notwendigkeit bescheinigt. Dies können dann zum Beispiel Fahrten zum einem Facharzt, Zahnarzt oder in eine Fachklinik usw. sein.

 

Wie hoch ist die Eigenbeteiligung?

Dialysepatienten fallen unter die Regelung von chronisch kranken Patienten (muss beantragt werden). Die zumutbare Belastungsgrenze für Krankenkassenleistungen liegt deshalb bei 1 % des jährlichen Familien-Bruttoeinkommens, anstatt bei regulär 2 Prozent.

Bis zur Erreichung der Belastungsobergrenze müssen die Patienten für sämtliche Krankenkassenleistungen – und somit auch für Dialysefahrten – einen Eigenanteil von 10 % des Rechnungsbetrages, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro selbst bezahlten / Stand Dez. 2014. Ab Erreichung der Belastungsobergrenze ist keine Selbstbeteiligung mehr erforderlich. 

 

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Müssen die Krankenfahrten beantragt werden?

Die Krankenfahrten müssen vom behandelnden Hausarzt, Facharzt oder Nephrologen verordnet und von der Krankenkasse VOR Antritt der Fahrt genehmigt werden. Näheres über das Beantragen von Krankenfahrten können Sie in meinem Beitrag „So bekommen Sie Ihre Fahrten zum Arzt oder ins Krankenhaus bezahlt“ nachlesen. 

 

Werden die Fahrtkosten erstattet, wenn mit einem Privat-PKW gefahren wurde?

Wenn Sie selbst mit Ihrem eigenen Fahrzeug oder ein Angehöriger/Freund Sie zum Dialysezentrum fährt, haben Sie die Möglichkeit, die gefahrenen Kilometer bei Ihrer Krankenkasse geltend zu machen. Am besten ist es, Sie klären mit Ihrer Krankenkasse ab, wie Sie die Fahrkosten mit dem Privat-PKW beantragen und abrechnen sollen. Jede Krankenkasse hat ihre eigenen Formulare und Abrechnungsmodalitäten.

 

Werden auch Fahrten mit dem Krankenwagen genehmigt und bezahlt?

Das ist abhängig von der Schwere der Krankheit und richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit. Allerdings kann der Patient nicht selbst bestimmen, welche Transportart er gerne hätte.

 

Werden die Fahrkosten in jedes Dialysezentrum übernommen?

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nur Krankentransportkosten zur nächstgelegene Behandlungsmöglichkeit/Dialysestation.

Extra-TIPP:

Bitte alle Fahrscheine, Parkgebührenbelege und sonstige Rechnungen aufheben bzw. Fahrten quittieren lassen, damit diese dann ordnungsgemäß mit der Kasse abgerechnet werden können.

 

Mehr Informationen

Die AOK geht auf die Krankentransportkosten bzw. die Fahrkostenregelung hier nochmals separat ein

 

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Quelle Bildmaterial: Fotolia#113394038  © cameris