Hilfsmittelversorgung im Pflegeheim

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Pflegehilfsmittel im Wert von 40 € pro Monat gratis

Zum Thema Hilfsmittelversorgung bekam ich vor kurzem folgende Frage gestellt:

Bekommen Pflegeheimbewohner auch Hilfsmittel verordnet und wenn ja, wer muss diese dann beantragen?

Wie die Hilfsmittelversorgung in der häuslichen Krankenpflege funktioniert, habe ich bereits in meinem Beitrag „So werden Hilfsmittel beantragt“ ausführlich beschrieben. 

Welche Hilfsmittel die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Wer krank/pflegebedürftig ist hat Anspruch auf Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel, unabhängig davon ob er in der häuslichen Umgebung gepflegt wird oder in einem Pflegeheim oder einem betreuten Wohnen. 

Gibt es Unterschiede in der Beantragung der Hilfsmittel

Einer der wichtigsten Unterschiede ist wohl der, dass das Pflegeheim gewisse Hilfsmittel vorhalten muss. Darunter fallen zum Beispiel

 

Mit Pflegestufe bis zu 4.000 Euro Zuschuss

 

Alle Hilfsmittel, die nicht vom Altenheim vorgehalten und zur Verfügung gestellt werden müssen, müssen über eine Verordnung beim Arzt beantragt werden.

Es gibt strenge Regelungen, welche Hilfsmittel die Pflegeeinrichtung vorhalten muss und welche Hilfsmittel über eine ärztliche Verordnung speziell für den einzelnen Heimbewohner beantragt werden müssen.

Für den Heimbewohner selbst ist die Abwicklung der Beantragung von Hilfsmitteln nicht viel anders als für Personen die zu Hause gepflegt werden. Entweder die Hilfsmittel werden vom Pflegeheim gestellt oder sie werden beantragt.

Für die Pflegeeinrichtung dagegen ist es etwas schwieriger, eine korrekte Abgrenzung zu finden, welche Hilfsmittel vom Altersheim/Seniorenheim vorgehalten werden müssen und welche personenbezogen beantragt werden können. Aber das ist letztendlich die Angelegenheit der Pflegeeinrichtung und weniger des Heimbewohners.

Meine Buchempfehlungen

Inkontinenzmaterial im Pflegeheim

Inkontinenzmaterial wie Windeln, Einlagen usw. sind ebenfalls Hilfsmittel. Inkontinenzmaterial muss beim Arzt beantragt werden. Viele Pflegeeinrichtungen vereinbaren mit den Krankenkassen eine Inkontinenzpauschale für alle Heimbewohner. Damit muss nicht für jeden einzelnen Pflegebedürftigen das Inkontinenzmaterial beantragt werden.

 

Einkaufen?   Zum Arzt?   Freunde besuchen?

 

Wer beantragt die Hilfsmittel

Die notwendigen Hilfsmittel beantragt in der Regel die Pflegeeinrichtung. Das heißt, weder der Pflegebedürftige noch deren Angehörigen müssen sich um die Beantragung kümmern. 

Weitere wichtige Informationen zu Hilfsmitteln

… finden Sie in meinem Beitrag: So werden Hilfsmittel beantragt

Extra-Tipp

 

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11 comments for “Hilfsmittelversorgung im Pflegeheim

  1. 2. April 2015 at 7:59

    Ich darf Sie nicht beraten. Möchte Ihnen aber kurz sagen: Der Anspruch auf Hilfsmittel ist im § 33 SGB 5 eindeutig geregelt.
    Wird Ihre Mutter tatsächlich nicht mit ausreichend Inkontinenzmaterial versorgt, können Sie sich bei der Heimleitung beschweren, wenn das nichts nützen sollte, können Sie sich mit der zuständigen Krankenkasse/Pflegekasse in Verbindung setzen. Auch der zuständige Arzt könnte informiert werden.
    Mehr zu dazu finden Sie auch in meinem Beitrag Ab mittlerer Inkontinenz werden Windeln von der Krankenkasse übernommen

  2. Cla-ri
    1. April 2015 at 22:38

    Was können wir tun, wenn offensichtlich die Pauschale für Hilfsmittel, die das Heim mit der Krankenkasse vereinbart hat, zu niedrig ist? Meine Mutter ist aufgrund einer Querschnittslähmung inkontinent und kann ihren Stuhl nicht halten. Das Heim behauptet, ihr stünden pro Tag nur zwei Windeln und zwei Einlagen zu. Das ist aber weder ausreichend noch hygienisch. Das Heim macht Druck, und meine Mutter wird immer depressiver und leidet unter diesen Zuständen. Was können wir da tun? Ist es wirklich hier in Deutschland so, dass hilfsbedürftige Menschen in ihren Exkrementen ausharren müssen, bis Ihnen nach der Uhr eine frische Windel zusteht?

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