Pflege durch Angehörige

Homelift – Die Alternative, wenn im Alter das Treppensteigen zum Problem wird

Formschöner Senkrechtlift

Wer keine Treppen mehr überwinden und seine Wohnung nicht ebenerdig begehen kann oder über mehrere Etagen wohnt, ist auf technische Hilfe angewiesen.

Gerade auch in der häuslichen Pflege tritt oft die Frage auf, ob die Pflege überhaupt in der eigenen Wohnung machbar oder ob ein Umzug in ein Pflegeheim notwendig ist. Aber wer will schon gerne seine eigenen vier Wände verlassen.

Nur ein ganz geringer Prozentsatz der deutschen Wohnungen und Häuser ist behindertengerecht oder barrierefrei. Deshalb müssen Lösungen gefunden werden, wie der Wohnraum auf das Alter und die Pflegebedürftigkeit angepaßt und umgestaltet werden kann.

Eine Möglichkeit wäre ein Treppenlift, was aus baulichen Gründen aber nicht immer möglich ist.

 

 

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Eine weitere Alternative wäre ein Aufzug/Behindertenaufzug. 

Mit einem Aufzug für Privathäuser, auch Homelift oder Senkrechtlift genannt, können problemlos mehrere Etagen überwunden werden. Oftmals sind die Zimmer in einem Haus über zwei oder drei Stockwerke verteilt. Ein Erreichen aller Etagen ist in diesem Fall mit einem Treppenlift schlecht umsetzbar. Denn ein Treppenlift reicht meist nur für eine Etage. Jede weitere Etage müßte dann neu mit einem Treppenlift angelegt werden und es wäre jedes Mal ein Umsetzen vom einen Treppenlift in den anderen erforderlich.

Und genau hier greift das Konzept der Homelifts. Ein Homelift ist genauso geeignet für ein Einfamilienhaus wie auch für ein Mehrfamilienhaus.

Vorteile eines Homelifts

  • Mehr Flexibilität und Lebensqualität trotz Pflegebedürftigkeit durch einfaches Überwinden mehrerer Etagen
  • Optimale Lösung auch für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und das Treppensteigen zwar noch geht, aber sehr beschwerlich ist.
  • Mit einem Senkrechtlift können Sie auch schwere Lasten wie Einkäufe, einen Koffer usw. von einem Stockwerk zum anderen transportieren.
  • Nicht nur bei einem Neubau kann ein Homelift installiert werden. Auch bestehende Häuser und Altbauten können mit einem Homelift nachgerüstet werden.
  • Je nach Platzangebot kann der Senkrechtlift an der Außenfassade des Hauses angebracht werden oder über einen Deckendurchbruch im inneren des Hauses.
  • Nicht zuletzt bedeutet ein Aufzug auch eine Wertsteigerung für das Haus
  • Für die Installation eines Homelifts wird eine relativ kleine Grundfläche benötigt
  • Fragen Sie nach Modellen, die ohne Maschinenraum und Schachtgrube auskommen

 

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Was ist der Unterschied zwischen einem Homelift und einem Aufzug

Ein Homelift

  • wurde speziell für Privathäuser konzipiert und kommt meist mit einer einfacheren Technik aus, das heißt, dass zum Beispiel kein Maschinenraum benötigt wird
  • ist in der Anschaffung ist der Senkrechtlift meist günstiger als ein klassischer Aufzug und er
  • hat geringere Wartungskosten/Betriebskosten als ein Aufzug
  • ist besonders geeignet für die nachträgliche Anbringung an bestehendenGebäude

Ist eine Baugenehmigung für den Einbau eines Homelifts notwendig

Egal welche Variante Sie wählen, der Einbau eines Homelifts stellt immer eine bauliche Veränderung dar. Fragen Sie Ihr zuständiges Bauamt, in welcher Art Sie einen Aufzug an oder in Ihrem Haus anbringen dürfen und welche Genehmigungen dafür notwendig sind.

Ein gutes Unternehmen hilft Ihnen bei der Planung, Beratung und dem Informieren über bauliche Vorschriften.

Welche Zuschüsse gibt es für diese Umbaumaßnahme

Wer pflegebedürftig ist und eine Pflegestufe / einen Pflegegrad hat, kann für eine Umbaumaßnahme bis zu 4.000 Euro von der Pflegekasse als Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bekommen. Der Zuschuss muss beantragt und genehmigt werden.

Mehr dazu finden Sie in diesem Beitrag der Stiftung Warentest. Die Bezuschussung ist im §40 Abs.4 Satz 1 SGB XI geregelt.

Ansonsten bekommen Sie Zuschüsse und finanzielle Unterstützungen wie für einen Treppenlift. Mehr dazu in meinem Beitrag „Treppenlift bezuschussen lassen – Diese Möglichkeiten haben Sie“.

Weitere Informationen über behindertengerechtes Wohnen

 

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© Otto Beier - www.Pflege-durch-Angehoerige.de
 

Quelle Bildmaterial: Wokon

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KOMMENTARE

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