Wie kann man Mangel- und Unterernährung bei älteren und kranken Menschen entgegenwirken

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Leider ist es oft so, dass ältere und kranke Menschen zu wenig essen und trinken. Die zugeführten Kalorien reichen für die Versorgung von Körper und Geist nicht mehr aus. Es entsteht eine Mangelernährung.

Das Problem bei der Unterernährung/Mangelernährung im Alter ist, dass nicht mehr genügend Kalorien und Vitalstoffe aufgenommen werden.

Gründe dafür sind oft:       

⊕ Hunger- und Durstgefühl lassen nach
⊕ Kau- und Schluckbeschwerden (Dysphagie) behindern die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme
⊕ Kochen und einkaufen ist oft beschwerlich
⊕ Menschen mit Demenz vergessen auch schon mal das Essen oder wissen einfach nicht mehr, warum sie essen sollen.

Sehr schnell folgt aufgrund nicht ausreichender Energiezufuhr eine Mangel- und Unterernährung. Muskeln und Knochen schwinden und das Risiko von Stürzen und Brüchen nimmt zu. Das Immunsystem wird schwächer, somit wird der Körper anfälliger für Krankheiten. Oft resultiert von Unterernährung Teilnahmslosigkeit, Depressionen und Verwirrtheit.

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Was tun bei Mangel- / Unterernährung?

Das Problem bei Mangel- und Unterernährung ist, daß die Essensportionen, die von den Patienten aufgenommen werden, von der Menge und der Nährstoffe her viel zu klein sind. Andererseits können diese nicht erhöht werden, da die Lust am Essen und Trinken nachlässt oder Schluckbeschwerden dies einfach nicht mehr in ausreichendem Maße zulassen.

Deshalb müssen in eine kleine Menge Nahrung so viel wie möglich an Kalorien und Nährstoffe eingebaut werden. Und das ist nicht immer so einfach. Denn manche Lösung, die einfach erscheint, ist im Endeffekt kontraproduktiv.

 

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1. Erhöhte Kalorienzufuhr durch fetthaltige Nahrung wie Sahne, Butter oder Öle.

Nahrungsmittel stark mit Sahne, Butter oder Ölen anzureichern, um die Kalorienzufuhr zu erhöhen, ist nur bedingt zu empfehlen. Ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen neigen oftmals zu Unverträglichkeit von fetthaltigen Produkten. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind dann die Folge. Langfristig führt dies nicht zu einer Gewichtserhöhung.

Auch hat die lange Verweilzeit von fetthaltigen Speisen im Magen zur Folge, dass das Sättigungsgefühl lange anhält und die wichtigen Anschlußmahlzeiten nicht gegessen werden. Wurde zum Beispiel das Mittagessen mit zu viel fetthaltigen Nahrungsmitteln zubereitet, fehlt der Hunger für eine Zwischenmahlzeit bzw. das Abendessen.

2. Anreicherung der Nahrung mit zusätzlichen Kohlenhydraten wie Maltodextrin oder Dextrose.

Eine weitere Möglichkeit der erhöhten Energiezufuhr ist die Verabreichung von Maltodextrin oder Dextrose. Doch diese Stoffe bewirken, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt aber auch schnell wieder abfällt. Sinkt der Blutzuckerspiegel beispielsweise nachts stark ab und man muss nachts aufstehen, kann es zu Schwindel kommen und die Sturzgefahr steigt enorm.

Für Diabetiker ist diese Art der Energiezufuhr nicht zu empfehlen.

3. Anreicherung von Speisen und Getränken mit Aufbaunahrung mit Isomaltulose.

Aufbaunahrung mit Isomaltulose hat den Vorteil, dass der Blutzuckerspiegel gleichmäßig ansteigt und lange vorhält. Die Aufbaunahrung mit Isomaltulose ist auch für Diabetiker sehr gut geeignet. Mit dem geschmacksneutralen Isomaltulose-Pulver können Speisen und Getränke die Sie Ihrem Angehörigen verabreichen, schnell zu hochkalorischen Speisen angereichert werden.

Das Pulver ist völlig geschmacksneutral und kann in allen flüssigen und breiigen Speisen oder Getränken verarbeitet werden. Mit 2 Esslöffel (ca. 20 g) können über 100 kcal Energie zur Essens- oder Trinkportion hinzugefügt werden.

Körper und Geist werden lang anhaltend mit Energie versorgt.

Es ist durchaus möglich, Mangel- und Unterernährung den Kampf anzusagen.

Wir haben ein paar einfache Tipps zusammengestellt, um Menschen mit Mangelernährung zum Essen zu animieren:

  • Lieber mehrmals am Tag kleinere Portionen reichen und die Teller nicht zu voll laden, anstatt 3 große und üppige Mahlzeiten am Tag.
  • Essen in Gesellschaft macht mehr Spaß.
  • Gerichte mit Aufbauprodukten anreichern.
  • Bewegung regt das Hungergefühl.

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1 comment for “Wie kann man Mangel- und Unterernährung bei älteren und kranken Menschen entgegenwirken

  1. Uthke, Renate
    18. August 2016 at 22:16

    alles gut gemeinte Tipps was aber wenn der Ehemann kocht und sich nicht belehren lässt.
    Er macht eben Butter und Sahne drann und denkt er macht es richtig.
    wenn man ihm sagt das das nicht richtig ist wird er richtig böse.

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