Betreuung und Pflege in häuslicher Gemeinschaft – sogenannte „24 Stunden Pflege“     

Ein vielversprechendes Modell für die Pflege älterer Menschen in den eigenen vier Wänden stellt die sogenannte „24-Stunden-Pflege“ durch ausländische Pflegekräfte dar. Dabei zieht die betreffende Pflegekraft in den Haushalt der pflegebedürftigen Person ein und ist dort rund um die Uhr verfügbar. Deshalb heißt diese Form der Pflege auch „Betreuung in häuslicher Gemeinschaft“.

 

 

 

24-Stunden-Pflege – Betreuung zu Hause

Der Begriff „24-Stunden-Pflege“ kann schnell missverstanden werden. Er bedeutet nicht, dass die Pflegekraft rund um die Uhr arbeiten muss, sondern vielmehr, dass sie in den Haushalt der Pflegeperson einzieht und damit Teil der häuslichen Gemeinschaft wird. Vorteile davon sind eine besonders hohe Betreuungsqualität und Sicherheit.

Pflege und Betreuung selbst beinhalten vor allem folgende Tätigkeiten:

  • Die Grund- und Intimpflege (zum Beispiel waschen, Inkontinenzmaterial wechseln etc.)
  • Begleitung zu Arztterminen und bei Behördengängen
  • Hilfe bei alltäglichen Arbeiten im Haushalt (kochen, putzen etc.)
  • Die sogenannte „reaktivierende Pflege“

Letzteres heißt, dass die Pflegekraft als sozialer Kontakt und Ansprechpartner im täglichen Leben agiert. Dies fördert die geistige und körperliche Fitness der pflegebedürftigen Person und führt häufig zu engen persönlichen Bindungen, deren positive Auswirkungen nicht zu unterschätzen sind.

 

Der rechtliche Rahmen der 24h-Pflege

Um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden und die Pflegekraft legal angestellt und fair bezahlt wird, greift man am besten auf das Modell der sogenannten „Entsendung“ zurück. So ist auch garantiert, dass die Pflegekraft ausreichend qualifiziert ist. Eine Entsendung zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Sie ist für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren begrenzt.
  • Der Vertrag wird mit dem Arbeitgeber der Pflegekraft im Ausland geschlossen.
  • Dieser führt auch Sozial- und Krankenversicherungsbeiträge für die Pflegekraft ab und zahlt deren Gehalt. Ein wichtiger Nachweis dafür ist die Entsendebescheinigung A1, die zum Beispiel in Polen vom Renten- und Sozialversicherer „ZUS“ ausgestellt wird.
  • Auch Steuern fallen dort an, wo das betreffende Unternehmen im Ausland seinen Sitz hat.

Übrigens: Auch für Pflegekräfte, die im Rahmen einer Entsendung nach Deutschland kommen, gelten die deutschen Mindestarbeitsbedingungen. Dies ist im Arbeitnehmer-Entsendegesetz so festgelegt.

 

Die Kosten der 24-Stunden-Pflege

Die 24-Stunden-Pflege zu Hause durch ausländische Pflegekräfte bringt häufig einen Kostenvorteil gegenüber etablierten Formen der Altenpflege mit sich. Mit dafür verantwortlich ist die Möglichkeit, Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beziehen, vor allem:

  • Pflegegeld: Je nach Pflegegrad bekommen pflegebedürftige Menschen monatlich einen bestimmten Betrag auf ihr Konto überwiesen. Für Personen mit Pflegegrad 3 sind dies derzeit 545 Euro.
  • Verhinderungspflege: Einmal im Jahr zahlt die Pflegekasse für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen 1.612 Euro – vorausgesetzt, die Pflege besteht seit mindestens 6 Monaten. Als Ausführer wird statt der Pflegekraft die Vermittlungsagentur angegeben.
  • Kurzzeitpflege: Sie ist eigentlich für die kurzzeitige Unterbringung in einem Pflegeheim gedacht. Wer dies nicht in Anspruch nimmt, kann sich jedoch die Hälfte davon, derzeit 806 Euro auf die Verhinderungspflege aufschlagen lassen. Somit erhöht sich der Betrag auf 2.418 Euro.
  • Steuervorteil: Bis zu 4000 Euro der Kosten für die Pflegekraft lassen sich in der jährlichen Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen.

Wer Schwierigkeiten mit der Antragsstellung hat, kann sich sicher sein, dass die jeweilige Vermittlungsagentur ihn mit Rat und Tat unterstützt.

 

Ein Kostenbeispiel für die „24-Stunden-Pflege“

Die 24-Stunden-Pflege zu Hause durch ausländische Pflegekräfte bringt häufig einen Kostenvorteil gegenüber etablierten Formen der Altenpflege mit sich. Mit dafür verantwortlich ist die Möglichkeit, Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beziehen, vor allem:

 

 

  • Pflegegeld: Je nach Pflegegrad bekommen pflegebedürftige Menschen monatlich einen bestimmten Betrag auf ihr Konto überwiesen. Für Personen mit Pflegegrad 3 sind dies derzeit 545 Euro.
  • Verhinderungspflege: Einmal im Jahr zahlt die Pflegekasse für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen 1.612 Euro – vorausgesetzt, die Pflege besteht seit mindestens 6 Monaten. Als Ausführer wird statt der Pflegekraft die Vermittlungsagentur angegeben.
  • Kurzzeitpflege: Sie ist eigentlich für die kurzzeitige Unterbringung in einem Pflegeheim gedacht. Wer dies nicht in Anspruch nimmt, kann sich jedoch die Hälfte davon, derzeit 806 Euro auf die Verhinderungspflege aufschlagen lassen. Somit erhöht sich der Betrag auf 2.418 Euro.
  • Steuervorteil: Bis zu 4.000 Euro der Kosten für die Pflegekraft lassen sich in der jährlichen Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen.

Wer Schwierigkeiten mit der Antragsstellung hat, kann sich sicher sein, dass die jeweilige Vermittlungsagentur ihn mit Rat und Tat unterstützt.

Ein Rechenbeispiel:

Angenommen, eine pflegebedürftige Person mit Pflegegrad 3 nimmt die Dienste einer „24-Stunden-Pflegekraft“ in Anspruch. Diese unterstützt bei der Grund- und Intimpflege, wäscht, kocht, putzt, kauft ein, begleitet bei Arztbesuchen und ist immer für den Pflegebedürftigen ansprechbar. Gerade in Notfällen ist das buchstäblich unbezahlbar.

Der Einsatz einer solchen Pflegekraft kostet ca. 2.150 Euro monatlich. Hinzu kommen noch Fahrtkosten von 65 Euro. Zieht man alle oben aufgeschlüsselten Zuschüsse der Pflegekasse ab – Pflegegeld, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und Steuervorteil – so ergibt sich ein Betrag von 1.368,50 Euro. Zum Vergleich: Der Aufenthalt in einem Pflegeheim kostet im Monat etwa 1.800 bis 2.700 Euro Eigenbeteiligung.

Die obigen Zahlen nochmals im Schnellüberblick auf einen Monat gerechnet

LeistungenEuro
Kosten für Pflegekraft (2.150 Euro) + Fahrtkosten (65 Euro)2.215 Euro
Pflegegeld bei Pflegegrad 3 ./. 545 Euro
Verhinderungspflege 1.612 Euro jährlich = für 1 Monat    ca../. 134 Euro
50 % der Kurzzeitpflege aus 1.612 Euro jährlich (wenn diese nicht in Anspruch genommen wurde) = für 1 Monat   ca../.   67 Euro
Steuervorteil bei einem angenommenen Steuersatz von 30 % aus 4.000 Euro./. 100 Euro
Effektive finanzielle Belastung für die Pflegekraft nach Abzug aller Pflegeleistungen und steuerlichem Vorteil1.369 Euro

 

Seriösen Dienstleister und qualifizierte Pflegekräfte finden

Voraussetzung dafür, dass eine 24-Stunden-Pflege hohe Ansprüche erfüllt, ist die Auswahl eines seriösen Dienstleisters, der qualifizierte Pflegekräfte vermittelt. Doch woran lässt sich ein solcher erkennen? Zentral sind die folgenden Kriterien.

  • Das Vorliegen einer im Herkunftsland ausgestellten Entsendebescheinigung A1
  • Ein ausführlicher Lebenslauf plus eventuelle Referenzen
  • Die Möglichkeit eines Telefonats im Vorfeld, um sich von den Deutschkenntnissen der Pflegekraft zu überzeugen
  • Monatliche Kosten nicht unter 2.000 Euro

Gute Vermittlungsagenturen prüfen das Vorhandensein notwendiger Qualifikationen und rechtlicher Erfordernisse gründlich. Außerdem sind sie auch nach der Vermittlung ein ständiger Ansprechpartner, der die Kommunikation mit dem Unternehmen im Ausland übernimmt.

Vorsicht: Kein seriöser Anbieter verlangt Zahlungen im Voraus. Bei einer solchen Forderung ist es angebracht, Abstand zu nehmen.

 

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Bildquelle: Fotolia_57854388_M

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