Anschaffung eines Treppenlifts – Was Sie unbedingt beachten sollten

Leichter Treppen überwinden mit einem Treppenlift
Formschöner Treppenlift erleichtert das überwinden von Treppen

Bei der Anschaffung eines Treppenlifts ist mehr zu beachten, als man vielleicht denkt. Damit Sie nichts vergessen, habe ich Ihnen hier die wichtigsten Punkte in einer Checkliste zusammengefasst. Am schönsten ist es natürlich, Sie benötigen keinen Treppenlift. Aber leider lässt sich dies nicht immer vermeiden.

Es gibt sehr viele Anbieter von Treppenliften auf dem deutschen Markt und die Preise sind sehr unterschiedlich. Ein Preisvergleich lohnt sich auf alle Fälle!

Doch nicht immer ist der günstigste Anbieter auch der Beste. Deshalb gilt es, sich schon im Vorfeld klar zu machen, was man möchte und was nicht. Auch wenn es zum Teil gravierende Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt, sollten die Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden.

Günstig ist nicht immer besser. Dies macht sich auch oft erst nach dem Kauf bemerkbar, wenn zum Beispiel die Lieferung von Ersatzteilen mehrere Wochen in Anspruch nimmt, weil diese aus dem Ausland bezogen werden. Es macht wenig Sinn, wenn ein Lift dann über Wochen hinweg nicht einsetzbar ist.

Folgende Überlegungen sollten Sie treffen, bevor Sie sich einen Treppenlift kaufen:

Welche Art von Treppenlift wird benötigt?

Es gibt für jeden Grad der körperlichen Einschränkung ein passendes Treppenlift-Modell.

Kommt eine Person nicht mehr selbstständig die Treppen hinauf, kann sich aber mit Gehhilfen noch fortbewegen, ist ein Sitzlift die richtige Entscheidung.

Sitzt die zu pflegende Person im Rollstuhl und kann sich nicht selbstständig vom Rollstuhl auf den Sitz eines Liftes umsetzen, ist kein Sitzlift, sondern ein Plattform- oder Hublift die passende Lösung.

Bei einer Versteifung der Beine kommen weder Sitzlift noch Plattform- oder Hublift in Frage, sondern eher ein Homelift oder Sattellift. Im Homelift wie auch im Sattellift kann die Person stehend befördert werden.

Sitzlift – Wird am häufigsten gekauft

Für den Einbau eines Sitzliftes ist kein großer Aufwand nötig. Die Treppe muss lediglich eine Mindestbreite von 70 cm aufweisen, was in der überwiegenden Mehrheit der Treppenhäuser auch der Fall ist.

Einmal eingebaut, fährt der Sitzlift durch Haushaltsstrom angetrieben entlang von Schienen über die Treppen hinweg. Die Schienen werden entweder an der Wand oder direkt auf den Treppenstufen befestigt. Die Bedienung erfolgt dabei einfach über einen Handschalter an der Armlehne.

Es ist sowohl möglich, die Schienen gerade als auch – bei gewendelten Treppen – mit Kurven zu montieren.

Doch nicht nur Personen können mit dem Sitzlift befördert werden, sondern auch Gegenstände wie zum Beispiel Reisetaschen, Wäschekörbe usw.

Vorteile eines Sitzlifts:

  • Mit einem Sitzlift lassen sich Treppen komfortabel überwinden, was die eigene Mobilität enorm steigert.
  • Sitzlifte sind sehr platzsparend und können sogar auf engen Wendeltreppen installiert werden.
  • Große Farb- und Materialauswahl, so dass sich der Lift harmonisch in die Wohnumgebung einfügt.
  • Die Lifte bieten eine große Sicherheit, da sie mit Notausschalter, Sicherheitshebel, Sicherheitsgurt usw. ausgestattet sind.
  • Keine Umbauten im Haus nötig.
  • Für innen und außen geeignet.
  • Auch gebraucht erhältlich. Mit bis zu 50 % Ersparnis. Oder zur Miete, wenn der Lift zum Beispiel nur vorübergehend benötigt wird.

Rollstuhllift / Plattformlift – Die Sonderlösung für Rollstuhlfahrer

Wie der Name schon sagt, verfügt dieser Lift über eine Plattform, auf die ein Rollstuhlfahrer auffahren kann. Der Lift transportiert die Person im Rollstuhl sitzend entlang von Schienen über die Treppen.

Der Plattformlift funktioniert vom Prinzip her genau wie ein Sitzlift, indem er dem Treppenverlauf schräg nach oben folgt.

Aufgrund der Plattform benötigt er allerdings mehr Platz und eine höhere Treppenbreite als etwa ein Sitzlift. Die Mindestbreite sollte je nach Treppe zwischen 90 und 110 cm liegen. Gibt die eigene Treppensituation diese Breite her und ist auch vor der Treppe genug Platz, steht dem Einbau eines Plattformliftes nichts mehr im Wege.

Der Plattformlift kann sowohl an geraden als auch gewendelten Treppen angebracht werden.

Vorteile eines Plattformliftes:

  • Die Plattformlifte sind mit hohen Sicherheitsstandards ausgestattet.
  • Rollstuhllifte sind nahezu jeden Rollstuhl und fast jede Treppe geeignet.
  • Die Rollstuhllifte werden individuell angefertigt..
  • Auch im Freien einsetzbar (mit und ohne Treppe).
  • Der Lift wird über eine Totmannsteuerung sofort gestoppt, sobald der Steuerungsknopf nicht mehr betätigt wird.

Hublift / Rollstuhl-Hebebühne – Spezialist für geringe Höhen

Auch der Hublift ist speziell für Rollstuhlfahrer konzipiert. Er verfügt ebenfalls über eine Plattform, aber funktioniert, anders als ein Plattformlift, rein vertikal und befördert Personen im Rollstuhl über geringe Höhenunterschiede, z.B. an Absätzen vor Hauseingängen. Im Unterschied zu Sitzliften und Plattformliften sind Hublifte dabei vollkommen unabhängig von Treppenstufen. Es gibt unterschiedliche Modelle für verschiedene Höhen. Auch die Ausstattung ist je nach der individuellen Situation und den jeweiligen Nutzungsbedürfnissen wählbar.

Je nach Größe des Rollstuhls kann bei Hub- oder Plattformliften auch die Größe der Plattform angepasst werden, sodass der Nutzer über genügend Spielraum verfügt.

Diese Rollstuhl-Hebebühnen sind geeignet, um geringe Höhenunterschiede zu überwinden und sind eine günstige Alternative zu Treppenliften oder Plattformliften. Auch hier ist wieder eine Lösung für den Innen- als auch den Außenbereich möglich.

Vorteile des Hublifts:

  • Hublifte haben eine Tragkraft bis zu 260 Kilogramm und sind deshalb auch für schwere Elektrorollstühle geeignet.
  • Es können Höhen von bis zu 1,30 Meter überwunden werden.
  • Kein Montageaufwand

Unterschied zwischen Senkrechtlift und Treppenlift

Sowohl die verschiedenen Modelle von Treppenliften als auch Senkrechtliften ermöglichen dem Nutzer wieder ein selbstbestimmtes Wohnen und damit deutlich mehr Lebensqualität. Als Angehöriger gewinnen Sie eine echte Entlastung im Pflegealltag. Schließlich müssen Sie nicht jedes Mal helfend zur Stelle sein, wenn die zu pflegende Person die Treppen steigen möchte. Sie kann eigenständig jede Etage des Hauses vollumfänglich nutzen. Damit ist ein Treppenlift bei Pflegebedürftigkeit absolut sinnvoll und empfehlenswert.

Prinzipiell wird unterschieden zwischen den Formen Senkrechtlift und Treppenlift.

Der Unterschied zwischen Treppenlift und Senkrechtlift ist die Bauart. Während ein Treppenlift als Sitz- oder Plattformlift an der Treppe entlangläuft, ist der Senkrechtlift ein Kabinenlift.

Ist das Treppenhaus breit genug für einen Treppenlift?

Wenn die Treppe oder das Treppenhaus sehr eng ist, muss genau geprüft werden, ob ein Treppenlift angebracht werden kann. Es ist auch zu bedenken, dass der Lift in Ruheposition eine Art „Parkplatz“ benötigt, das heißt, er muss bei Nichtbenützung einen Platz haben, wo er so „geparkt“ werden kann, dass andere Mitbewohner nicht behindert werden und die Treppe gut passierbar ist.

Baurechtliche sowie hausinterne Belange in Mehrfamilienhäusern

  • Ist der Vermieter mit dem Einbau eines Treppenlifts einverstanden? Lassen Sie sich die Zustimmung des Vermieters schriftlich geben.
  • Sind die anderen Wohnungseigentümer mit dem Einbau eines Treppenlifts einverstanden? Auch hier eine schriftliche Zustimmung geben lassen.
  • Prüfen Sie, ob es in Ihrem Bundesland bestimmte baurechtliche Anforderungen für den Einbau eines Treppenlifts gibt.
  • Kann die Treppe noch als Fluchtweg benutzt werden?

Anbringung der Führungsschiene

Auch hier gibt es von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Lösungsansätze. Unter anderem gibt es bei manchen Anbietern die Möglichkeit, dass die Führungsschiene ausschließlich an der Wand mit Schrauben befestigt wird. Auf der Treppe werden die Träger für die Führungsschiene nur aufgestellt und nicht gebohrt. Somit wird die Treppe nicht beschädigt. Es gibt Anbieter, die dieses Einbaumodell nicht anbieten.

Treppenlift – Neu, gebraucht oder mieten?

Die Anschaffung eines Treppenlifts ist keine billige Angelegenheit. Deshalb ist zu prüfen, ob Sie sich einen neuen oder einen gebrauchten Treppenlift anschaffen oder ob Sie sich vielleicht sogar einen Lift mieten.

  • Neuer Lift: Wenn zu erwarten ist, dass Sie über Jahre hinweg auf den Treppenlift angewiesen sind und es in Ihrem finanziellen Rahmen liegt, ist es unter Umständen sinnvoll, einen neuen Treppenlift anzuschaffen. Sie sind auf dem neuesten Stand der Technik, haben die volle Garantiezeit und der Lift wird individuell an ihre örtlichen Gegebenheiten angepasst.
  • Gebrauchter Lift von einem Treppenlifthersteller: Diese Geräte haben den Vorteil, dass sie generalüberholt sind und eine Garantie haben. Sie sind günstiger als neue Geräte, aber meist nicht so günstig, als wenn Sie einen Treppenlift von einer Privatperson kaufen. Der Treppenlifthersteller baut den Lift samt Laufschiene entsprechend Ihren örtlichen Gegebenheiten ein. Sie haben auch hier immer einen Ansprechpartner, wenn der Lift defekt ist.
  • Gebrauchter Lift von einer Privatperson: Mittlerweile gibt es schon über Ebay und andere Verkaufsplattformen gebrauchte Treppenlifte zu kaufen. Privatpersonen gewähren natürlich keine Garantie oder Sachmängelhaftung. Der Einbau muss selbst vorgenommen oder über die Herstellerfirma organisiert werden. Die Laufschienen müssen unter Umständen Ihren örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Somit kann ein auf den ersten Blick gebrauchter Treppenlift schnell teurer werden als geplant.
  • Mieten: Eine Alternative die durchaus erwogen werden sollte. Ein genauer Preisvergleich ist ratsam. Vor allem aber ist Mieten auch dann eine Alternative, wenn zu erwarten ist, dass der Patient in absehbarer Zeit wieder mobil sein wird und der Treppenlift nur über einen bestimmten Zeitraum benötigt wird.
  • Je mehr Etagen, umso teurer wird der Treppenlift. Die Preise sind auch abhängig von der Ausstattung des Lifts und der Beschaffenheit des Treppenhauses. Kann der Lift ohne Biegung von einer Etage zur anderen fahren, kostet das System weniger, als wenn Treppen mit Kurven befahren werden müssen.
  • Vereinbaren Sie Termine mit den Beratern der Treppenliftfirmen bei Ihnen vor Ort. Lassen Sie sich von allen Anbietern ein schriftliches Angebot zukommen, das nicht nur den reinen Preis für den Treppenlift, sondern auch Montage-, Einbau-, Liefer- sowie sämtliche Nebenkosten enthält.
  • Vereinbaren Sie schriftlich einen Festpreis im Kaufvertrag.
  • Lassen Sie ebenfalls alle mündlichen Absprachen im Kaufvertrag aufnehmen.
  • Beim Einholen der Preise sollten auch gleich die Preise für die jährliche Wartung mit angefordert werden.
  • Verhandeln Sie mit den einzelnen Anbietern. Oft ist im Preis noch was machbar, vor allem, wenn Konkurrenzangebote vorliegen.

Hier erhalten Sie kostenlose und unverbindliche Angebote für Treppenlifte.

Was Sie vor dem Einbau eines Treppenlifts beachten sollten

  • Regale, Handläufe usw. im und oberhalb des Fahrtbereiches des Liftes sind abzumontieren.
  • Wird die Treppe auch von anderen Personen benutzt, ist aus sicherheitstechnischen Gründen darauf zu achten, dass nach dem Einbau des Lifts wieder eine Möglichkeit für das Anbringen eines Handlaufs gegeben ist.
  • Unter Umständen auf der gegenüberliegenden Seite des Laufschienenbereichs.

Auf was Sie noch bei der Anschaffung eines Treppenlifts achten sollten:

  • Standort und Auslieferungslager des Herstellers: Auch ein Treppenlift benötigt von Zeit zu Zeit eine Reparatur oder fällt sogar ganz aus. Gerade bei Firmen die ihre Produktion nicht in Deutschland haben, kann es für Ersatzteile zu Lieferzeiten von mehreren Wochen kommen.
  • Der Lift sollte TÜV-geprüft sein oder das CE-Zeichen tragen.
  • Der Lift muss auf das Gewicht des Patienten ausgelegt sein. Es ist zu prüfen, mit wie viel Kilo Gewicht der Lift belastet werden darf. Hinzu kommt, dass nicht nur das Gewicht des Patienten berücksichtigt wird, sondern auch der Rollstuhl (bei einem Plattform-Lift) und dass der Patient vielleicht auch mal kleinere Gepäckstücke oder einen Wäschekorb mitführt.
  • Sind Sensoren vorhanden, die den Lift stoppen und ein Quetschen des Patienten vermeiden.
  • Ist ein Notdienst für Reparaturen täglich erreichbar.
  • Schön wäre auch ein kostenfreies Service- und Beratungstelefon.
  • Bietet Ihnen der Lifthersteller an, mit einem Lift Probe zu fahren. Viele Hersteller bieten an, dass Sie bei einem Kunden von ihm den Lift Probe fahren können. Es wird darauf geachtet, dass der Kunde in der näheren Umgebung von Ihnen wohnt. Unter Umständen werden Sie auch vom Verkaufsberater abgeholt und wieder nach Hause gefahren.

Was kostet ein Treppenlift?

Wenn man sich nach reiflicher Überlegung und Prüfung aller Vor- und Nachteile für die Anschaffung eines Treppenlifts entschieden hat, sind auch die Kosten und die Finanzierung relevant. Die Kosten für die Anschaffung eines Treppenlifts sind sehr unterschiedlich. Prinzipiell kann man jedoch sagen, dass ein Treppenlift in der günstigsten Variante ab ca. 3.500 Euro erhältlich ist, schnell aber auch über 10.000 Euro für eine Etage kosten kann. Müssen mehrere Etagen überwunden werden, kostet ein Treppenlift natürlich entsprechend mehr. Hier kann man dann schon mit Kosten ab 15.000/20.000 Euro rechnen.

Von was ist der Preis abhängig?

Je nachdem für welchen Typ von Treppen-Beförderungsmittel man sich entscheidet, sind die Preise stets abhängig von:

  1. Der Art, Qualität, Ausführung und den besonderen Extras.
  2. Dem zu transportierenden Gewicht.
  3. Die Hersteller der Geräte haben unterschiedliche Preise. Hier lohnt sich ein Preisvergleich allemal.
  4. Außerdem kommt es auf das Verhandlungsgeschick an. Viele Anbieter geben Rabatte und Preisnachlässe.
  5. Bei Treppenliften ist noch entscheidend, wie viele Etagen überwunden werden müssen und ob es sich um eine gerade Treppe handelt oder um eine Treppe mit einer Biegung/Kurve, also eine gewendelte Ausführung zum Tragen kommt.

Mit welchen Zusatzkosten ist bei einem Treppenlift zu rechnen?

Zu den Anschaffungskosten kommen hinzu die

  • Kosten für eventuelle Reparaturen,
  • die jährliche Wartung und
  • evtl. Ersatzteile sowie
  • Stromkosten zum Betreiben des Lifts.

Zuschuss bei Pflegekasse für den Treppenlift beantragen

  • Wenn Sie bereits einen Pflegegrad / eine Pflegestufe haben, können Sie einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen für den Einbau eines Treppenlifts beantragen. Weitere erfahren Sie weitere Möglichkeiten, wie Sie einen Treppenlift bezuschussen lassen können. Achtung: Der Zuschuss muss vor Vertragsunterzeichnung beantragt werden. Erst wenn Sie die Genehmigung der Pflegekasse für einen Zuschuss erhalten haben, können Sie den Treppenlift bestellen. Bestellen Sie den Lift ohne vorherige Genehmigung, erhalten Sie keinen Zuschuss. Sämtliche Kosten die über den Zuschuss hinausgehen, müssen selbst getragen werden.
  • Wenn Sie noch keinen Pflegegrad / keine Pflegestufe haben, sollten Sie jetzt prüfen, ob die Beantragung eines Pflegegrades nicht doch sinnvoll wäre. Dies können Sie ganz einfach mit meinem kostenlosen Pflegegradrechner austesten. Aber auch hier gilt: Den Treppenlift erst bestellen, nachdem der Pflegegrad sowie der Antrag auf Kostenzuschuss für den Treppenlift genehmigt ist. (ExtraTipp: Wenn Sie einen Pflegegrad beantragt haben, dieser aber abgelehnt wurde, sollten Sie innerhalb von 4 Wochen Widerspruch gegen die Ablehnung des Pflegegrades einlegen).
  • Da ein Treppenlift nicht zu den zuschusspflichtigen Hilfsmitteln der Krankenkasse zählt, können Sie bei der Krankenkasse keine Zuschüsse erhalten. Nur – wie oben beschrieben – über die Pflegekasse.

Steuerliche Abzugsfähigkeit eines Treppenlifts

Ein Treppenlift ist als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar, wenn der Einbau aus gesundheitlichen Gründen medizinisch notwendig ist. Der steuerliche Abzug kann auch nur für die Kosten geltend gemacht werden, die selbst getragen wurden. Wurde ein Treppenlift z. B. komplett von der Pflegekasse bezahlt, können beim Finanzamt keine Kosten geltend gemacht werden.

Voraussetzung für steuerliche Abzugsfähigkeit eines Treppenlifts

  • Nicht jeder Pflegebedürftige hat ein so hohes Einkommen, dass er auch eine Steuererklärung abgeben muss. Deshalb sind die Kosten auch nur dann steuerlich abzugsfähig, wenn überhaupt eine Steuererklärung abgegeben wird.
  • Es muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen. Aber was ist eine medizinische Notwendigkeit? Der Gesetzgeber läßt sich dazu nicht aus. Am besten ist es, wenn eine Bescheinigung vom Hausarzt, besser noch vom Facharzt, vorgelegt werden kann, dass das Treppensteigen nur noch mit Hilfe eines Treppenlift bewältigt werden kann. Diese Bescheinigung ist zwar nicht zwingend erforderlich, erleichtert aber das Procedere beim Finanzamt, die Kosten erstattet zu bekommen und erspart unter Umständen viel Ärger.

Wie hoch ist die Steuerersparnis durch den Einbau eines Treppenlifts?

Im Großen und Ganzen spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Hat sich die Pflegekasse an den Kosten beteiligt, müssen diese Zuschüsse (und selbstverständlich auch alle anderweitig erhaltenen Zuschüsse) zuerst von den Anschaffungskosten abgezogen werden.
  • Die restlichen Anschaffungskosten können dann als außergewöhnliche Belastung dem Finanzamt angerechnet werden.
  • Doch nicht die gesamte Höhe der Kosten kann als außergewöhnliche Belastung aufgeführt werden, da ein zumutbarer Eigenanteil angerechnet wird, der abhängig vom Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder ist.
  • Die Summe, die sich nach Abzug aller Zuschüsse und dem zumutbaren Eigenanteil ergibt, dient als Berechnungsgrundlage für die Steuerabzugsfähigkeit.

Praxis-Tipps:

  1. Falls kein Pflegegrad vorliegt, sollte geprüft werden, ob nicht die Voraussetzungen für die Beantragung eines Pflegegrades erfüllt sind. Erst wenn der Antrag auf einen Pflegegrad genehmigt ist, sollte der Treppenlift eingebaut werden, da dann von der Pflegekasse Zuschüsse bezahlt werden.
  2. Am besten ist es, vor Anschaffung eines Treppenlifts den Rat eines Steuerberaters einzuholen.
  3. Werden die Kosten vom Finanzamt nicht anerkannt, sollte ebenfalls über den Steuerberater ein Einspruch erhoben werden.

Die Qual der Wahl – Treppenlift-Anbieter

Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Anbietern. Wichtig für potenzielle Kunden ist, dass sie einen Anbieter wählen, der nicht nur erstklassige Produkte vertreibt, sondern dazu auch noch einen umfangreichen Service anbietet. Dazu gehören die kompetente Beratung im Vorfeld, die Begutachtung der individuellen Treppensituation vor Ort, die Vermessung der Treppe, eine zeitnahe Lieferung und professionelle Montage. Weitere wichtige Serviceleistungen sind:

  • Garantie: Einige Anbieter gewähren neben der gesetzlich festgelegten Gewährleistung von 24 Monaten zusätzlich eine mehrjährige Garantie für den Lift.
  • Wartungsservice: Für eine einwandfreie Fahrt mit dem Lift sollte dieser regelmäßig vom Anbieter gewartet werden.
  • Erreichbarkeit und Notfall-Hotline: Gute Anbieter sollten für Kundenanfragen telefonisch und am besten unter einer kostenlosen Hotline erreichbar sein. Auch im Notfall, z.B. bei einem technischen Defekt, sollte es eine direkte Kontaktmöglichkeit geben.
  • Reparaturservice: Sehr wichtig ist auch eine schnelle und zuverlässige Reparatur bei Störung oder Defekt des Liftes durch den Anbieter.

Das Familienunternehmen aus Köln: Lifta

Lifta ist Deutschlands meistgekaufter Treppenlift mit über 120.000 installierten Treppenliften.

Das Unternehmen aus Köln bietet eine breite Auswahl an Treppenliften: Verschiedene Sitzlifte mit einer großen Modellvielfalt und zahlreichen Ausstattungsvarianten sowie hervorragenden Sicherheitsmerkmalen. Mit über 200 Beratern und Servicetechnikern bundesweit bietet Lifta  das dichteste Servicenetzwerk in Deutschland.

AP+ Treppenlifte mit flexiblen Services

AP+ hat Treppenlifte mit besonderen Serviceleistungen im Programm. Es werden Lösungspakete zusammengestellt, die sowohl auf die baulichen Voraussetzungen als auch die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Durch das innovative Schienen-System kann der Einbau schnell und flexibel innerhalb von 5 Tagen erfolgen. Von Vorteil sind auch das Angebot einer 30 Tage Geld-zurück-Garantie und die neue Kurzzeitmiete von 3, 6 oder 12 Monaten.

Spezialist für Rollstuhllifte: sani-trans

Rollstuhlfahrer benötigen spezielle Lösungen, um Treppen oder Höhenunterschiede zu überwinden. sani-trans ist der Anbieter von Plattform- und Hubliften, die gezielt von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Seit 35 Jahren bietet sani-trans, zusammen mit einem Paket aus Beratung und Service, Sonderlösungen für Rollstuhlfahrer an, die an die individuellen Gegebenheiten der Kunden angepasst werden.

Gebraucht von der Nr. 1 in Deutschland: Der Treppenlift

Geht es um gebrauchte Treppenlifte, ist Der Treppenlift die erste Adresse. Die Firma verkauft fachgerecht und nachhaltig wiederaufbereitete Lifta Treppenlifte. Die Aufbereitung erfolgt stets mit Original-Ersatzteilen und wird von technischen Spezialisten durchgeführt. Im Grunde unterscheiden sich die gebrauchten Treppenlifte von neuen Anlagen nur in einem günstigeren Preis, aber nicht in der Qualität und Funktionalität.

Tipps zum Kauf eines Treppenlifts

Der Kauf eines Treppenlifts ist eine einmalige Investition, die gut überlegt sein will.

Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Beantragen Sie Förderungen und Zuschüsse und senken Sie so erheblich den Kaufpreis. Mit einem vorliegenden Pflegegrad haben Sie Anspruch auf den Pflegekostenzuschuss, der bis zu € 4.000,– pro Person betragen kann. Den Antrag dazu können Sie bei der Krankenkasse einreichen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Treppe eine Breite von mindestens 70 cm hat, dann steht dem Einbau eines Treppenlifts nichts mehr im Wege.
  • Vergleichen Sie am besten mehrere Angebote und lassen Sie sich bei Ihnen Zuhause umfassend beraten. Gute Anbieter haben sogar die Möglichkeit einer Probefahrt vorab im Programm.
  • Wählen Sie einen Anbieter, der auch die passenden Serviceleistungen anbietet. Fragen Sie hier genau nach.

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Quelle Bildmaterial: Wokon / Lifta