Coronavirus: Was Sie als pflegende Angehörige wissen sollten

Das Coronavirus hält uns dieser Tage alle in Bann. Das meiste wissen Sie ja schon zu diesem Thema. Deshalb möchte ich hier ganz explizit auf die Thematik “Coronavirus in der häuslichen Pflege” eingehen und was da auf Sie als pflegende Angehörige zukommt.

Außerdem möchte ich Ihnen einige wichtige Informationen geben, wie Sie Pflege und Beruf unter einen Hut bekommen können.

Zu diesem Beitrag gibt es noch einen 2. Teil, bei dem es rein um die Soforthilfen für Privatpersonen und Selbstständige geht.

Was ist das Corona-Virus?

Das Coronavirus ist eine ganze Virusfamilie, zu der z.B. auch das SARS-Virus gehört. Das 2019/2020 festgestellte Coronavirus wurde COVID 19 benannt und hat sich innerhalb kurzer Zeit weltweit ausgebreitet. Deshalb spricht man auch von einer Pandemie.


Bitte nicht vergessen!
Mit einem Pflegegrad haben Sie Anrecht auf monatliche Pflegehilfsmittel.
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Die wichtigsten Daten zum CoronaVirus kurz zusammengefasst:

  • Zu den gefährdeten Personen gehören altersunabhängig Menschen mit Vorerkrankungen (Herz-Kreislauf-Störungen, Asthma, COPD, Krebserkrankungen, Atemwegserkrankungen usw.) und geschwächtem Immunsystem sowie ältere Menschen. Je älter umso anfälliger für das Virus. Trotz allem können auch jüngere Menschen erkranken. Keiner ist geschützt.
  • Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung, beträgt laut jetzigem Wissensstand 2 bis 14 Tage.
  • Die häufigsten Symptome sind Fieber, Hals- und Kopfschmerzen sowie Husten. Schnupfen, Kurzatmigkeit, Glieder-, treten dagegen anscheinend nicht so häufig auf. Die Symptome können unbemerkt bleiben oder denen einer Grippe ähneln. Allerdings kann die Erkrankung auch z.B. durch Lungenentzündung oder Lungenversagen zum Tode führen.
  • Die Ansteckung erfolgt – so der jetzige Wissensstand – über Tröpfchen- und Kontaktinfektion. Das heißt, Sie können sich infizieren, wenn Sie durch eine an Corona erkrankte Person angehustet oder angeniest werden oder Körperkontakt haben. Wie lange jemand ansteckend ist, kann im Moment noch nicht genau gesagt werden.
  • Übertragung: Das Coronavirus lässt sich leider sehr leicht übertragen, weshalb mittlerweile auch so hohe Sicherheitsmaßnahmen von den Gesundheitsbehörden erlassen wurden.
  • Stand 24.03.2020 gibt es noch kein Medikament, das die Coronavirus-Erkrankung heilt. Allerdings stehen Medikamente zur Verfügung, welche die Symptome lindern. Es gibt auch noch keinen Impfstoff.
  • Ein Test, ob man infiziert ist, wird nur auf ärztliche Anordnung durchgeführt. Alle weiteren Informationen über die Durchführung des Tests erhalten Sie von Ihrem Arzt.
  • Mittlerweile gibt es bundesweit „Drive-In-Tests“. Man fährt mit dem Auto in das Corona-Testzentrum und bleibt im Wagen sitzen. Das medizinische Personal führt die Untersuchung mittels Abstrich durch das geöffnete Autofenster durch.
  • Die Berliner Charité hat eine Coronavirus-App namens CovApp entwickelt, mit der Sie innerhalb von wenigen Minuten einen Fragenkatalog beantworten und danach eine Handlungsempfehlung erhalten. Die Empfehlungen erhalten Sie auch als QR-Code. Einige Untersuchungsstellen lesen dann den QR-Code aus. Die Empfehlungen können auch ausgedruckt werden.
  • Aus den nachfolgend aufgeführten Internetseiten können Sie die aktuellen Fallzahlen der Infizierten und Todesfälle in Deutschland sowie weltweit abrufen. Dass wir alle vorsichtig sein müssen, erklärt sich schon aus der rasanten Verbreitung des Coronavirus.
  • Die vom Staat erlassenen Regeln sind keine Empfehlungen und müssen eingehalten werden. Ansonsten drohen Strafen und/oder Geldbußen bis zu 25.000 Euro. Die Regeln können sich täglich ändern. Oftmals sind Landesregeln noch strenger als die Bundesregeln.

Neu: Wichtige gesetzliche Änderungen zur Corona-Krise

Die Bundesregierung passt im Moment laufend die Unterstützungsleistungen und gesetzliche Regelungen an. Die Regelungen sind zeitlich unterschiedlich begrenzt. Die wichtigsten Änderungen sind:

Erhöhung der Pflegehilfsmittel auf monatlich 60 Euro
Jeder Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1-5 hatte bisher Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von monatlich 40 Euro. Da die Pflegehilfsmittel durch die Corona-Pandemie so teuer wurden, wurde dieser Betrag jetzt hochgesetzt auf 60 Euro monatlich. Zu den Pflegehilfsmitteln gehören Einmalhandschuhe, Handdesinfektionsmittel, Flächendesinfektionsmittel, Einmalschürzen, Fingerlinge, Bettschutzeinlagen, Mundschutz.
Tipp: Manche Krankenkassen akzeptieren mittlerweile auch Rechnungen von Drogeriemärkten oder Onlinehändlern, wenn die Apotheken keine Pflegehilfsmittel liefern können.
Wichtig: Die Krankenkasse ist nicht verpflichtet, ALLEN Bürgern Schutzbekleidung kostenlos zur Verfügung zustellen. Lediglich Pflegebedürftige erhalten im Rahmen der Pflegehilfsmittel diese Schutzmasken.
Ersatz für Pflegedienst
Bei vielen Pflegebedürftigen kommt kein Pflegedienst mehr. Damit die Pflege auch weiterhin gewährleistet ist, können nun auch andere Personen für die Pflege eingesetzt werden, wie z.B. freigestellte Mitarbeiter einer Tagespflegeeinrichtung, zugelassene Betreuungsdienste, medizinisches Fachpersonal usw. Diese Regelung finden Sie im § 150 Abs. 5 SGB XI.
Die Person, die nun ersatzweise die Pflege übernimmt, muss eine Rechnung stellen. Diese können Sie bis max. zur Höhe der Pflegesachleistungen bei der Pflegekasse einreichen.
Diese veränderte Leistung MUSS bei der Pflegekasse beantragt und genehmigt werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Pflegekasse, WEN Sie für die Pflege einsetzen und abrechnen dürfen. Holen Sie hier unbedingt alle notwendigen Daten und Voraussetzungen ein.
Wichtig: Es ist nicht möglich, dass nahe Angehörige nun als Ersatz für den Pflegedienst eingesetzt und abgerechnet werden können. Hierfür ist nach wie vor das Pflegegeld zu verwenden.
Zum Nachlesen: Wer darf mit der Kasse abrechnen?
Entlastungsbetrag
Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1:Den Entlastungsbetrag von 125 Euro pro Monat können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 anderweitig verwenden, z.B. für haushaltsnahe Dienstleistungen. Hier kommen die Vorgaben des Landesrechts zum Tragen.
Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1 – 5: Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können gerade in der Corona-Krise die Gelder aus dem Entlastungsbetrag gar nicht in Anspruch nehmen, da nicht ausreichend Personal zur Verfügung steht. Deshalb wird die Ansparmöglichkeit des Entlastungsbetrags einmalig um drei Monate verlängert.
Zum Nachlesen: COVID-19 Bevölkerungsschutz.
Pflegeunterstützungsgeld
Wenn die Pflege Ihres Angehörigen nicht anders gewährleistet ist kann das Pflegeunterstützungsgeld befristet bis auf 20 Tage ausgedehnt werden. Vor der Corona-Krise konnten Sie 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld in Anspruch nehmen. Die Pflegekasse bezahlt als Pflegeunterstützungsgeld 90 % Ihres ausfallenden Nettogehalts.
Kurzarbeitergeld
Als Kurzarbeitergeld erhalten Sie jeweils von Ihrem Nettogehalt:
60 % bzw. 67 % für Personen mit Kindern
Ab dem 4. Monat erhalten Sie
70 % bzw. 77 % für Personen mit Kindern
Ab dem 7. Monat erhalten Sie:
80 % bzw. 87 % für Personen mit Kindern
Krankenfahrten / Krankentransporte
Dringend notwendige Krankenfahrten / Krankentransporte bei Menschen mit einer nachgewiesenen COVID-19-Erkrankung bzw. Menschen, die durch eine behördliche Anordnung in Quarantäne leben, müssen nicht vorher durch die Krankenkasse genehmigt werden. Vor der Corona-Pandemie mussten die Fahrten VOR Antritt von der Kasse genehmigt werden.
Zum Nachlesen: Ärztliche Versorgung.
Stundung Sozialversicherungsbeiträge
Diese Regelung gilt für Unternehmer, Selbstständige und freiwillig gesetzlich versicherte Arbeitnehmer.
Auch hierzu wurde einiges beschlossen. Fragen Sie dazu unbedingt bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Neben der Stundung können auch die Stundungszinsen, Mahngebühren und Säumniszuschläge entfallen.
Zum Nachlesen: Corona Stundung Beiträge.
Sozialschutz-Paket
Familien, Alleinstehende, Kleinunternehmen, alle können in der jetzigen Situation in eine finanzielle Schieflage geraten. Das Sozialschutzpaket soll dabei helfen, soziale und wirtschaftliche Schäden abzufedern. Dies betrifft:
> Grundsicherung: Schnellerer Zugang / Aussetzung der Vermögensprüfung / Übernahme der tatsächlichen Wohnungskosten.
> Kinderzuschlag: Einkommensprüfung wird auf das letzte Monatseinkommen bezogen.
> Entschädigung Verdienstausfall bei Kinderbetreuung: Wer für die Kinderbetreuung nicht mehr arbeiten gehen kann, weil seine Kinder von einer behördlichen Schließung des Kindergarten oder der Schule betroffen sind, kann eine Entschädigung für den Verdienstausfall beantragen.
Zum Nachlesen: Sozialschutz-Paket.
Sonderregelungen zu Therapieverordnungen
Betrifft die Verordnungen für Ernährungstherapie, Physiotherapie, Sprachtherapie, Sprechtherapie, Stimmtherapie, Ergotherapie sowie Podologie bei Rezepten der Gesetzlichen Krankenkasse.
> Die Rezepte müssen nicht mehr innerhalb von 14 Tagen eingereicht werden (innerhalb 28 Tage bei Podologie).
> Die Behandlung kann unterbrochen werden. Auch dann, wenn der Patient eine Behandlung wegen des Coronavirus im Moment nicht wahrnehmen will oder der Therapeut nicht zur Verfügung steht.
> Für bestimmte Bereiche (z.B. Schlucktherapie, Rehasport und einige mehr) ist zeitlich begrenzt eine Video- /Onlinebehandlung möglich.
Entlassung nach Krankenhausaufenthalt / Entlassmanagement
Wenn Sie aus dem Krankenhaus entlassen werden, muss der Arzt Sie im Rahmen des Entlassmanagements mit Hilfsmitteln, Krankschreibungen usw. versorgen. Auch hier haben sich Änderungen ergeben.
Der entlassende Arzt kann nun für bis zu 14 Tage (anstatt für 7 Tage) die häusliche Krankenpflege, Soziotherapie, ambulante Palliativpflege, Heil und Hilfsmittel verordnen. Ebenso gilt die, dass der Krankenhausarzt für bis zu 14 Tage eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen und den Patienten mit Arzneimitteln für 14 Tage versorgen darf.
Damit soll erreicht werden, dass der Patient nicht gleich nach dem Krankenhaus zum Arzt muss und so die niedergelassene Arztpraxis und der Patient entlastet werden.
Rehabilitationsmaßnahmen
Stationäre Reha:
Auch das Genehmigungsverfahren für Anschlussrehabilitationen wird befristet umgestellt. Der behandelnde Krankenhausarzt entscheidet, ob eine Anschluss-Reha sinnvoll ist und die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Es muss nicht auf die Genehmigung der Krankenkasse gewartet werden.
Wird die genehmigte Rehamaßnahme aufgrund der Coronakrise nicht angetreten, gilt eine Verlängerung der Genehmigung bis mindestens Ende 2020. Das bedeutet: Wer die Reha aus Angst vor einer Ansteckung zum jetzigen Zeitpunkt nicht antreten möchte, kann diese auch noch Ende des Jahres in Anspruch nehmen.
Maskenpflicht – Ausnahmen
Es besteht eine Maskenpflicht, allerdings gibt es Ausnahmen bei:
Kindern sowie bei Menschen, die aus medizinischen oder sonstigen Gründen keine Maske tragen können (z.B. Personen mit Asthma, COPD usw.)
Zum Nachlesen: Maskenpflicht – Bestimmungen der einzelnen Bundesländer

Was sind Corona-Risikogebiete

Unter den Corona-Risikogebieten versteht man einzelne Bereiche, Bundesländer oder ganze Länder, in denen die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist. Es ist möglich, dass z.B. eine Stadt als Risikogebiet eingestuft wird, jedoch nicht das ganze Land. In Österreich ist dagegen das Bundesland Tirol (Stand 22.03.2020) als Corona-Risikogebiet ausgewiesen aber nicht das ganze Land. Dagegen ist Ägypten als ganzes Land als Risikogebiet eingestuft.

Sie sehen, die Einstufungen sind ganz unterschiedlich und betreffen nicht immer ein ganzes Land.

Aktuelle Infos zu den Risikogebieten.


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Habe ich das Coronavirus? Verhalten im Verdachtsfall

Ob Sie an dem Coronavirus erkrankt sind, kann letztendlich nur über einen Test festgestellt werden. Ob bei Ihnen ein Test durchgeführt wird, entscheidet der Arzt oder das Krankenhaus. Doch nicht jedes Husten oder Niesen ist eine Corona-Erkrankung. Als erstes ist wichtig zu unterscheiden, ob Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder nicht.

Kein Kontakt zu am Coronavirus erkrankten Personen:

Was tun bei Verdacht auf Coronavirus, wenn Sie keinen Kontakt zu erkrankten Personen hatten und auch nicht in einem Corona-Risikogebiet waren:

  • Hausarzt oder Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 anrufen und weiteres Vorgehen abklären.
  • Bei einem Verdachtsfall NICHT unangemeldet in die Hausarzt-Praxis oder ein Krankenhaus gehen. Damit vermeiden Sie, dass andere Patienten ebenfalls angesteckt werden.
  • Der Arzt entscheidet, wie es weitergeht oder ob ein Test durchgeführt werden muss.
Sie hatten Kontakt zu am Coronavirus erkrankten Personen:

Was tun, wenn Sie persönlichen Kontakt zu erkrankten Personen hatten oder in einem Corona-Risikogebiet waren:

  • Egal ob Sie Symptome haben oder nicht, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte mit anderen Personen

Die Kosten für die Coronaviren-Tests übernehmen die Krankenkassen, vorausgesetzt sie wurden vom Arzt verordnet.

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Coronavirus: Häufiges Hände waschen ist ganz wichtig.

Es gibt Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind, aber keine (oder noch keine) Symptome aufweisen. Trotzdem sind sie – wie die Erkrankten mit Symptomen – ansteckend.

Aus diesem Grund müssen besondere Vorsichts- und Hygienemaßnahmen getroffen und strikt eingehalten werden. Es geht darum, sich selbst und andere zu schützen. Dazu gehören:

  • Niemandem die Hand schütteln.
  • Vermeiden Sie Umarmungen.
  • Häufig und lange die Hände waschen.
  • Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 bis 2 Meter einhalten.
  • Beim Einkaufen möglichst bargeldlos bezahlen.
  • Große Menschenansammlungen meiden.
  • Auf Körperkontakt mit anderen Personen verzichten.
  • Nies- und Schnupfetikette einhalten, also: Nicht in die Hände niesen und husten, sondern in die Ellenbeuge.
  • Beim Husten oder Niesen von anderen Personen wegdrehen.
  • Papiertaschentücher nach einmaligem Gebrauch entsorgen.
  • Die Coronaviren dringen über die Schleimhäute in den Körper. Deshalb bitte nicht mit den Händen ins Gesicht fassen.
  • Soziale Kontakte vermeiden. Es hat seinen Grund, wenn Restaurants, Hotels und Einkaufsläden geschlossen haben. Die Ansteckungsgefahr – und das Risiko, die Viren weiter zu verbreiten, ist zu groß. Deshalb auch zu Hause keine Gelage unter Freunden und Bekannten.
  • Wenn möglich, öffentliche Verkehrsmittel meiden. Manchmal kann man die Strecke auf zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen.

Quarantäne – Was müssen Sie beachten?

Ziel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist es, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und zu verhindern. Deshalb ist es notwendig, dass Personen, die Kontakt zu Menschen hatten die mit dem Coronavirus infiziert waren, in Quarantäne gehen. In der Quarantäne wird dann beobachtet, ob diese Personen nun auch Anzeichen der Corona-Erkrankung zeigen.

Diese Maßnahme dient dem Schutz der in Quarantäne befindlichen Person. Sollte sie Anzeichen der Erkrankung zeigen, kann sie schnell behandelt werden. Gleichzeitig dient diese Maßnahme aber auch der ganzen Bevölkerung. Nur so kann eine schnelle Verbreitung des Virus vermieden werden.

Die Quarantäne dauert in der Regel 14 Tage. Das ist die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen. Personen, die im gleichen Haushalt leben, müssen sich ebenfalls in Quarantäne begeben.


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Wenn möglich, erfolgt die Quarantäne zu Hause. In schweren Fällen muss die betroffene Person ins Krankenhaus.

Die Quarantäne beschneidet natürlich die persönliche Freiheit immens. Die wenigsten sind es gewohnt, tagtäglich in den eigenen 4 Wänden eingesperrt zu sein. Keine sozialen Kontakte zu pflegen, keine Spaziergänge, kein Fitnessstudio usw. Deshalb ein paar Empfehlungen (falls Ihr gesundheitlicher Zustand es zulässt):

  • Halten Sie einen strukturierten Tagesablauf ein. Es ist wichtig, sofern möglich seine Gewohnheiten beizubehalten sowie feste Schlafens- und Essenszeiten einzuhalten.
  • 24 Stunden täglich in der Wohnung zu sein, ist eine lange Zeit. Beschäftigen Sie sich. Machen Sie all das, was schon so lange liegen geblieben ist. Räumen Sie Schränke auf oder was auch immer. Lesen Sie ein Buch – und wenn Sie keins zuhause haben, laden Sie ein EBook herunter.
  • Schreiben Sie einen Brief an Ihre Liebsten. Quizzen oder malen Sie oder pflegen Sie Ihr Hobby (sofern es nicht im Freien ist). Pflegen Sie soziale Kontakte über Telefon, WhatsApp, Skype usw.
  • Im Internet und auf Youtube gibt es mittlerweile viele Videos mit Ideen, wie wir die Zeit zu Hause überbrücken können. Schauen Sie sich da einfach mal um.
  • Einkaufen, zur Arbeit gehen, Sport im Freien, Treffen mit Freunden usw. sind natürlich in der Quarantäne nicht möglich. Sicherlich haben Sie Freunde, Bekannte und Familie, die für Sie einkaufen. Ansonsten rufen Sie bei Ihrer Kommune an und fragen nach, wer aus dem Freiwilligendienst für Sie einkaufen gehen kann.
  • Machen Sie aus Ihrer Wohnung eine kleine Sportoase. Volle Getränkeflaschen sind perfekte Hanteln. Auf Musik lässt sich super tanzen (es sieht Sie ja keiner). Holen Sie Ihre alten Gymnastik-CDs aus dem Schrank oder schwingen sie sich auf den Hometrainer. Denn auch während der Quarantäne tut Bewegung gut.
  • Es ist durchaus möglich, dass Sie depressive Zeiten während der Quarantäne erleben. Lassen Sie sich professionell helfen. Die Deutsche Depressionshilfe hat ein Krisentelefon das rund um die Uhr unter Telefon 0800 / 11 10 111 oder 0800 / 11 10 222 erreichbar ist.

Rechtliche Regelung der Quarantäne: Gemäß dem Infektionsschutzgesetz §30 IfSG können Behörden (z.B. Gesundheitsamt), Personen unter Quarantäne stellen. Sie dürfen einen bestimmten Ort dann nicht mehr verlassen. Die Behörden haben das Recht, die Einhaltung der Quarantäne zu prüfen.

Menschen in Quarantäne müssen ihren Gesundheitszustand protokollieren. In der Regel werden Sie von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes betreut.

Pflege von Angehörigen – was ist zu beachten?

In der häuslichen Pflege ist die Coronavirus-Pandemie eine zusätzliche Herausforderung für alle Beteiligten. Der tägliche Ablauf ist gestört. Zum Teil fehlen der Pflegedienst oder andere Helfer.

Aber auch Menschen mit fortgeschrittener Demenz ist die Situation oftmals gar nicht verständlich zu erklären, was im Moment vorgeht. Das macht den Umgang mit den Erkrankten nicht einfacher.


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Bei der Pflege von Angehörigen ist darauf zu achten, dass weder der pflegebedürftige Mensch noch die Pflegeperson angesteckt wird. Deshalb ist äußerste Sorgfalt angesagt.

  • Es gelten grundsätzlich für alle Beteiligten die Hygienemaßnahmen wie aus Punkt „Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen“.
  • Bitte auch hier bei körperfernen Pflegehandlungen (Wohnung reinigen, Medikamente richten usw.) einen Abstand von 2 Meter einhalten.
  • Körpernahe Pflegehandlungen sollten nur von Personen durchgeführt werden, die NICHT in einem Corona-Risikogebiet waren und auch KEINE Erkältungssymptome aufweisen.
  • Der pflegebedürftige Mensch sollte nur Termine außerhalb der Wohnung wahrnehmen, die wirklich dringend notwendig sind. Damit kann eine Infizierung eingeschränkt werden.
  • Mitarbeiter des Pflegedienstes, sollten unbedingt die notwendigen Verhaltens- und Hygienemaßnahmen einhalten.
  • Falls Sie als Pflegeperson ausfallen, sollte schon rechtzeitig nach Ersatz (andere Familienmitglieder, Freunde, Nachbarschaftshilfe usw.) umgeschaut werden, damit die Versorgung des Pflegebedürftigen sichergestellt ist.
  • Prinzipiell wäre es wichtig, dass die Pflege – wenn möglich – aufgeteilt wird. Vielleicht können Sie sich mit Geschwistern abwechseln, um die besondere Herausforderung selbst auch so gut wie möglich zu überstehen.
  • Arzt- und Therapietermine, die nicht unbedingt erforderlich sind, sollten abgesagt werden.
  • Verzichten Sie als Pflegeperson soweit möglich auf die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und meiden Sie große Menschenansammlungen.
  • Sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige sollten trotz allem soziale Kontakte pflegen, aber auch hier wieder nur über Telefon, Skype usw. Gerade in einer solchen Krisensituation sind die sozialen Kontakte sehr wichtig!

Tagespflege macht zu: Wer übernimmt bei Berufstätigen die Pflege?

Viele pflegenden Angehörigen sind auch noch berufstätig. In Verbindung mit der Tagespflege lässt sich das normalerweise auch gut stemmen. Die hilfebedürftigen Menschen sind dann an einem oder mehreren Tagen in der Tagespflege.

Doch mittlerweile haben viele Tagespflegeeinrichtungen geschlossen. Was tun, mit den pflegebedürftigen Angehörigen, den dementen Senioren? Wie kann nun der Job mit der Pflege kombiniert werden?

Für bestimmte Personengruppen gibt es bei verschiedenen Pflegeeinrichtungen Ausnahmeregelungen. Die Einrichtungen haben für die betreffenden Personen Notbetreuungen. Fragen Sie in Ihrer Einrichtung nach, ob das bei Ihnen zutrifft.

Hilfe und Unterstützung bei der Pflege

In schweren Zeiten müssen wir alle zusammenstehen. Wenn der Pflegedienst nicht mehr kommt, Sie selbst aber zur Arbeit müssen, muss für Alternativen gesorgt werden:

  • Gibt es Möglichkeiten, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten?
  • Können andere, gesunde und nicht gefährdete Angehörige oder Freunde bei der Pflege mit aushelfen?
  • Welche Möglichkeiten bieten die Gemeindeverwaltungen, Caritas, DRK, Nachbarschaftshilfe usw. an?

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung: Wenn Sie nun selbst zuhause bleiben müssen, haben Sie die Möglichkeit, kurzzeitige Arbeitsverhinderung von bis zu max. 10 Arbeitstagen zu beantragen. Dazu muss ein genehmigter Pflegegrad vorliegen. Auf Antrag können Sie Pflegeunterstützungsgeld beantragen. Klären Sie VORHER mit der Pflegekasse, ob bei Ihnen ein Anspruch besteht.

HomeOffice: Bei vielen Arbeitnehmern ist das Arbeiten im Homeoffice möglich. Für viele pflegenden Angehörigen sicherlich übergangsweise eine gute Möglichkeit, häusliche Pflege und Job zu verbinden. Achtung: Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf HomeOffice, es sei denn, es wurde im Arbeitsvertrag entsprechend geregelt.

Verhinderungspflege: Wenn Sie nicht selbst pflegen können, haben Sie die Möglichkeit, Verhinderungspflege in Anspruch zu nehmen. Sollten Sie diese weniger als 8 Stunden pro Tag benötigen, können Sie über die sogenannte „stundenweise Verhinderungspflege“ abrechnen. Dabei wird Ihnen das Pflegegeld nicht gekürzt.

Hilfe durch 24h-Pflegekräfte aus Polen

Manche hoffen, dass Ihnen 24h-Pflegekräfte aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern jetzt helfen und die Pflege Ihrer Angehörigen übernehmen können. Das ist aber leider nicht so. Denn viele der osteuropäischen Pflegehilfen gehen nach Hause. Sie haben Angst, sich selbst anzustecken oder einfach nicht mehr heim zu ihren Familien zu können, weil die Grenzen geschlossen sind. Im Klartext: Die 24h-Pflegekräfte sind im Moment sehr rar.


Meine Empfehlung 

Warum Sie jetzt einen Pflegegrad oder eine Höherstufung beantragen sollten.

Aufgrund des Ansteckungsrisikos für Pflegende und Pflegebedürftige wurde von der Regierung erlassen, dass im Moment keine körperlichen Begutachtungen durch den MDK durchgeführt werden dürfen. Die Einstufung in den Pflegegrad erfolgt nach Aktenlage.

Viele glauben aufgrund dieser Maßnahme, dass Sie dann im Moment auch keinen Pflegegrad oder keine Höherstufung beantragen können. Aber das ist falsch.

Bitte beantragen Sie unbedingt den Pflegegrad oder die Höherstufung. Denn die Pflegeleistungen erhalten Sie ab dem Datum der Antragstellung. Wenn Sie warten, geht Ihnen bares Geld verloren.

Die Einstufung in den Pflegegrad erfolgt nach Aktenlage. Was heißt das jetzt für Sie?

  • Die Einstufung in einen Pflegegrad wird bis auf weiteres nur nach Aktenlage und einem ergänzenden Telefoninterview mit dem Pflegebedürftigen oder einer Bezugsperson durchgeführt.
  • Der Gutachter kommt nicht zu Ihnen nach Hause.
  • Da der Pflegegrad nur nach Aktenlage erteilt wird, muss der Antrag auf Pflegeleistungen absolut professionell ausgefüllt sein.
  • Bitte legen Sie dem Antrag Kopien aller Arzt- und Krankenhausberichte, Schwerbehindertenausweis sowie weitere wichtige Unterlagen bei.
  • Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich bei der Antragstellung von professioneller Seite helfen.

Unser unabhängiger Pflegesachverständiger bietet Ihnen professionelle Hilfe bei der Beantragung oder Höherstufung eines Pflegegrades bzw. bei der Erstellung eines zielführenden Widerspruchs.

Bearbeitungsfrist für Pflegegradanträge ist ausgesetzt

Normalerweise müssen die Anträge auf Leistungen der Pflegeversicherung innerhalb einer bestimmten Frist bearbeitet werden. Diese Frist ist bis vorerst 30.09.2020 ausgesetzt. Das bedeutet, die Bearbeitung eines Antrages kann auch länger dauern, als die gesetzlich vorgeschriebene Frist.

Musste die Pflegekasse bei Fristüberschreitung pro Woche 70 Euro an den Pflegegradantragssteller bezahlen, ist auch das im Moment hinfällig.

Verpflichtender Beratungseinsatz wird vorerst ausgesetzt

Wer selbst pflegt und keinen Pflegedienst in Anspruch nimmt, muss in regelmäßigen Abständen ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit einem Pflegedienstmitarbeiter führen. Aufgrund des Personalmangels wird

  • der verpflichtende Beratungseinsatz bis vorerst 30.09.2020 ausgesetzt.
  • keine rückwirkende Kürzung oder Entziehung des Pflegegeldes vorgenommen werden
  • der Anspruch auf ein Beratungsgespräch aufrecht erhalten. Ratsuchende können das Beratungsgespräch telefonisch führen.

Was tun mit pflegebedürftigen Angehörigen, die alleine leben

Viele ältere Menschen leben alleine in Ihrer Wohnung. Auch in diesen Tagen haben Sie es schwer. Sind sie häufig schon vor der Corona-Pandemie einsam gewesen, macht es die Situation jetzt noch schlimmer. Angst und Depression befallen die älteren Menschen. Sie können mit der Situation auch oftmals nicht so gut umgehen.

Aber auch hier gilt wieder Abstand wahren und möglichst nicht besuchen. Was können wir für unsere Angehörige tun?

  • Viele haben Angst, dass sie einfach hilflos in der Wohnung liegen und keiner merkt was. Rufen Sie deshalb täglich an und fragen nach, ob sie was brauchen und ob noch alles in Ordnung ist.
  • Reden Sie offen mit den älteren Angehörigen über ihre Ängste und Sorgen. Versuchen Sie zu beruhigen, ohne die Gefährlichkeit der Situation zu verharmlosen.
  • Übernehmen Sie die Einkäufe und stellen die Einkaufstasche vor die Türe.
  • Auch über Lieferdienste kann das Einkaufen vermieden werden. Lebensmittelhändler und Discounter bieten häufig die Lieferung nach Hause an.
  • Auch Essen auf Rädern hilft, die schwierige Zeit zu überbrücken. Je nach Anbieter wird das Essen heiß zur Mittagszeit geliefert oder als Tiefkühlkost zum Aufwärmen in der Mikrowelle.
  • Fragen Sie bei den örtlichen Wohlfahrtsverbänden und Kommunen nach, welche Angebote für alleinstehende, ältere Personen angeboten werden.
  • Der allein lebende Senior sollte einen Notruf haben. Das kann ein Telefon mit Notruf sein, oder aber auch ein klassischer Hausnotruf / Notrufsystem.

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Was tun mit Angehörigen im Pflegeheim?

Gerade die älteren und alten Menschen sind sehr gefährdet, mit den Coronaviren infiziert zu werden. Natürlich möchte man seine Angehörigen besuchen, möchte Ihnen beistehen. Aber hier geht doch die Sicherheit von Angehörigen, Heimbewohnern und Pflegepersonal vor.

Ob Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen besuchen dürfen und unter welchen Voraussetzungen, hängt vom Pflegeheim ab. Mittlerweile haben aber sehr viele Pflegeheime für Besucher geschlossen. Vor allem auch deshalb, weil schon einige Pflegeheimbewohner am Coronavirus gestorben sind.

Deshalb ist der erste Ansprechpartner die Stationsleitung des Pflegeheims. Sie weiß über die hausinternen und politischen Entscheidungen am besten Bescheid. Ob unter gewissen Vorsichtsmaßnahmen immer wieder Ausnahmen möglich sind (wie z.B., wenn ein Angehöriger im Sterben liegt), wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Die Besuchsverbote treffen natürlich die Heimbewohner sehr hart. Haben Sie doch eh schon wenig Kontakt zur Außenwelt, fallen dann auch noch die Besuche weg. Die Einsamkeit wird ihnen sehr zu schaffen machen. Was können wir tun?

Angehörige kontaktieren, trotz Besuchsverbot

Stimmen Sie mit der Stationsleitung ab, wie Sie trotz Besuchsverbot mit Ihrem Angehörigen in Kontakt treten können. Manches muss vielleicht über das Pflegepersonal organisiert werden.

  • Sie könnten sich per Videotelefonie und regelmäßigen Telefonaten austauschen.
  • Kennt sich der Angehörige mit WhatsApp aus? Sprachnachrichten, regelmäßige Nachrichten oder Bilder helfen auch, die sozialen Kontakte zu pflegen.
  • Auch ein selbst geschriebener Brief kann so viel Freude bereiten und die alten Menschen spüren lassen, dass man sie nicht vergessen hat.
  • Auch Selbstgebasteltes von den Kindern bringt Abwechslung in den Pflegeheimalltag.
  • Solange nicht für alle das absolute Ausgangsverbot besteht, kann der Heimbewohner auch von einem Balkon aus seiner Familie zuwinken. Hier müssen auch wie immer alle Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Krankenhaus – Operationen werden verschoben

Keiner weiß, wie sehr sich das Coronavirus noch ausbreitet und welche Kapazitäten in den Krankenhäusern benötigt werden. Der Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten wird steigen. Im Moment müssen deshalb Intensivpflegebetten,

Ärzte und Krankenhauspersonal einsatzbereit sein für Menschen mit schweren Coronavirus-Krankheitsverläufen. Deshalb hat die Bunderegierung beschlossen, dass alle verschiebbaren Operationen im Moment zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Welche geplanten und ungeplanten OPs verschoben werden, bestimmen die Ärzte und ist abhängig vom gesundheitlichen Zustand des Patienten. Selbstverständlich werden alle dringenden Operationen auch weiterhin durchgeführt.

Ob eine bei Ihnen geplante Operation verschoben wird oder nicht, können Sie in der Klinik nachfragen, bei der die OP durchgeführt werden soll.

Wichtige Adressen und Ansprechpartner zum Coronavirus

Das Coronavirus verunsichert uns alle. Um Klarheit für die Bevölkerung zu schaffen, wurden die unterschiedlichsten Hotlines und Informations-Telefone eingerichtet.

Krankenkassen: Viele Krankenkassen haben kostenlose Beratungs-Hotlines eingerichtet., über die Versicherte weitere Auskünfte zum COVID 19 erhalten.

Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: Das Bürgertelefon bietet nicht nur ganzjährig Informationen rund um die Themen Pflegeversicherung und Krankenkasse. Auch jetzt gibt es ein direktes Service-Telefon unter 030 / 346 465 100.

UPD: Die Unabhängige Patientenberatung erreichen Sie über die kostenlose Hotline-Nummer 0800 330 4615 32.

Vorsicht: Coronavirus-Betrüger

Betrüger laufen von Haus zu Haus und geben sich als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt oder als Ärzte aus. Sie sind ausgestattet mit Mundschutz, Schutzanzug usw. und sehen sehr echt aus. Sie geben vor, dass Sie die Menschen in ihrer Wohnung auf eine Corona-Erkrankung testen müssen. Hier handelt es sich um Betrüger, die in Ihre Wohnung wollen.

Wichtig: Es wird niemand unaufgefordert an der Haustüre getestet.

Ebenso gibt es Betrüger, die sich per Telefon melden und als infizierte Angehörige ausgeben und deshalb viel Geld für ein neues Medikament gegen das Coronavirus bräuchten. Das Geld soll an der Haustüre einer fremden Person übergeben werden.

Vorsicht: Hier handelt es sich um eine Abwandlung des Enkeltricks.

Warum wir uns alle an die Vorgaben der Bundesregierung halten sollten?

Ich bin kein Freund von Panikmache. Trotzdem müssen wir alle dazu beitragen, dass die Verbreitung des Coronavirus so schnell wie möglich eingedämmt wird. Und das erreichen wir nur, wenn wir uns uneingeschränkt an die Vorgaben der Regierung halten.

Wussten Sie, dass in den Jahren 1918 bis 1920 an der Spanischen Grippe schätzungsweise 30 bis 50 Millionen Menschen starben?
Es ist durchaus möglich, dass die Erkrankung bei einem selbst nicht ausbricht. Man kann aber Träger des Virus sein und damit seine Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern, aber auch Freunde oder Bekannte anstecken und sie in Lebensgefahr bringen.

Ein Dankeschön an alle, die für uns da sind

Wir alle haben Angst vor dem Coronavirus. Aber so viele Menschen da draußen sind Tag und Nacht für uns da. Die Feuerwehr, Polizei, die Verkäufer*innen, Ärzte, Krankenschwestern, Alternpfleger, Müllabfuhr und, und, und.

Sie alle leisten sehr viel für UNS. Lassen wir doch solidarisch all diejenigen, die sich für uns einsetzen, spüren, dass wir es zu schätzen wissen was sie für uns tun.

Ein Lächeln. Ein Lob. Ein Danke. Das ist das geringste, was wir diesen Menschen zurückgeben sollten.

Bedenken wir: Wenn es heute kein Clopapier, Desinfektionsmittel oder Mehl mehr gibt oder nur noch in kleinen Mengen ausgegeben wird: Die Verkäuferinnen können nun am allerwenigsten für diese Situation. An ihnen den ganzen Frust, die Enttäuschung und Wut auszulassen, wäre der falsche Weg. Denn gerade diese Personen riskieren jeden Tag, sich selbst an den Kundenmassen zu infizieren, damit wir so reibungslos wie möglich einkaufen können.


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