Diabetes in der Partnerschaft

Diabetes sollte immer kontrolliert werden
Diabetes sollte immer wieder kontrolliert werden

Diabetes ist eine Erkrankung, die im ersten Moment nicht so schlimm klingt wie Krebs oder Alzheimer. Allerdings ist auch die umgangssprachlich sogenannte „Zuckerkrankheit“ eine schwere und vor allem chronische Erkrankung, die das Leben des an Diabetes leidenden Menschen und auch seines unmittelbaren Umfelds stark beeinflusst und beeintrĂ€chtigen kann.

Was kann der Partner tun?

Viele Menschen sind bei der Diagnose Diabetes zunĂ€chst selbst einmal geschockt und ĂŒberfordert, denn schließlich muss fortan das komplette Leben umgestellt werden. Davon sind letztendlich nicht nur die Erkrankten selbst, sondern ebenso die Familie, Freunde und der Partner betroffen. Es ist wichtig, dass die Angehörigen von der Erkrankung wissen und dem Betroffenen VerstĂ€ndnis und UnterstĂŒtzung bieten können, damit sein Leben so normal wie möglich weiterlaufen kann. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass der an Diabetes Erkrankte bevormundet werden sollte, denn genau das kann zu Spannungen und Beziehungsproblemen fĂŒhren.


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UnterstĂŒtzung statt Bevormundung

Was der an Diabetes erkrankte Mensch vor allem braucht, ist einen zuverlĂ€ssigen und unterstĂŒtzenden Partner, auf den er sich verlassen kann und der ihm RĂŒckhalt gibt. Schließlich kann die Diagnose auch eine starke psychische Belastung darstellen, VorwĂŒrfe oder unangemessene Bemerkungen sind hier fehl am Platz. Stattdessen sollte der Partner darauf achten, dass er sich ausreichend ĂŒber Diabetes informiert und in einer Notsituation (wie z.B. bei einer Unterzuckerung) weiß, was zu tun ist. Generell gilt jedoch, dass der Erkrankte selbst der Herr ĂŒber seinen Diabetes ist und weiß, wie er sich kĂŒmmern und verhalten muss. Die Kontrolle sollte also auf jeden Fall immer in der Hand des Menschen mit Diabetes bleiben, sofern dies möglich ist.

Zweisamkeit genießen mit gemeinsamen AktivitĂ€ten

NatĂŒrlich ist der Diabetes ein stĂ€ndiger Begleiter in einer Beziehung, jedoch sollte er nicht in ihrem Mittelpunkt stehen, denn der Betroffene möchte gewiss nicht auf seine Krankheit reduziert werden. Gemeinsame AktivitĂ€ten können in solch einer schwierigen Zeit die Bindung stĂ€rken und dabei helfen, mit dem Diabetes besser umzugehen. Zusammen einkaufen, frisch und gesund kochen oder eine neue Sportart ausprobieren macht nicht nur Spaß, sondern ist bei Diabetes sogar durchaus empfehlenswert.

Tabuthema sexuelle Dysfunktion

Ein Thema, das von vielen Menschen aus Scham gern verschwiegen wird – egal ob mit oder ohne Diabetes – ist ein unbefriedigtes Sexleben in der Beziehung. Oftmals kann Diabetes bei Betroffenen zu sexuellen Funktionsstörungen fĂŒhren. Das kann unter anderem daran liegen, dass eine schlechte Blutzuckereinstellung besteht, die zu SchĂ€den an den Nerven fĂŒhren kann. Doch auch die psychische Belastung durch den Diabetes kann dazu fĂŒhren, dass das Sexleben leidet. Betroffen sind hier sowohl MĂ€nner als auch Frauen, wobei es sich sowohl um physische also auch psychische Schwierigkeiten handeln kann.

Sexuelle Dysfunktion ist fĂŒr Betroffene meist ein Tabuthema, etwas Unangenehmes, ĂŒber das sie nicht gern sprechen. Doch genau das ist in einer Partnerschaft besonders wichtig, da nur gemeinsam an diesem Problem gearbeitet werden kann und der Betroffene somit die UnterstĂŒtzung seines Partners erhĂ€lt. Außerdem ist der Besuch beim Arzt dringend zu empfehlen, denn die Experten können mit einer Untersuchung und einem BeratungsgesprĂ€ch oft helfen oder entsprechende Medikamente verschreiben.

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Quelle Bildmaterial: Fotolia #130470296 © Piman Khrutmuang

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