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Pflegehilfsmittel im Wert von 40 € pro Monat gratis

 Kann ich mir das leisten, meinen Angehörigen in ein Pflegeheim zu geben?

Wie teuer ist ein Pflegeplatz und welche Kosten kommen da sonst noch auf mich zu?

Einen Angehörigen in einem Seniorenheim pflegen zu lassen anstatt zu Hause, ist nicht nur eine Sache der persönlichen Einstellung sondern auch der Finanzierung.

Reicht die Rente oder das Einkommen des Pflegebedürftigen aus und wenn nicht, wer bezahlt die restlichen Kosten?

Es gibt viel zu beachten. 

 

 

Welche Kosten entstehen in einem Pflegeheim?

Die Kosten in einem Pflegeheim/Altenheim setzen sich wie folgt zusammen:

  1. Unterbringungskosten. Dies entspricht der eigentlichen Zimmermiete/Raummiete. Diese Kosten sind prinzipiell selbst zu tragen.
  2. Verpflegungskosten wie Essen und Trinken. Auch für diese Kosten muss der Heimbewohner selbst aufkommen. Hierfür gibt es keinerlei Zuschüsse von der gesetzlichen Pflegeversicherung.
  3. Investkosten. Die Investitionskosten müssen ebenfalls selbst getragen werden und sind von Pflegeeinrichtung zu Pflegeeinrichtung ganz unterschiedlich. Über die Investkosten werden die Pflegebedürftigen an den Herstellungs-, Anschaffungs-, Abnutzungs- und Abschreibungskosten von Gebäuden und technischen Anlagen usw. beteiligt. Die Investkosten richten sich nach dem Zustand und dem Alter der Pflegeeinrichtung, sind jedoch in der Regel ein beachtlicher und nicht zu unterschätzender monatlicher Betrag.
  4. Pflegekosten. Die reinen Pflegekosten werden anteilig oder ganz von der Pflegekasse übernommen, wenn eine Pflegestufe vorliegt. Kosten für Zusatzleistungen oder Kosten, die das Budget der Pflegestufe übersteigen, müssen vom Bewohner selbst getragen werden. 

 

 

Wie hoch sind die Kosten für einen Pflegeplatz in einem Pflegeheim?

Generell kann kein fester Betrag genannt werden, was ein Pflegeplatz in einem Pflegeheim kostet. Die Kosten sind von der Zimmerausstattung, dem Heim selbst, aber auch dem Standort und dem Bundesland abhängig und deshalb ganz unterschiedlich.

Einen guten Überblick über die Kosten können sich Interessenten oder Angehörige jedoch über den Pflegeheimnavigator der AOK verschaffen. Über den Navigator können Pflegeheime in der näheren Umgebung ausgesucht werden. Außerdem kann die Pflegeform (Vollstationäre Unterbringung, Tagesbetreuung, Nachtpflege oder Kurzzeitpflege) eingestellt werden.

Über die Funktion „Suchen“ erscheinen die umliegenden Seniorenheime inklusive den Preisen für die einzelnen Pflegestufen sowie die Eigenanteile der Heimbewohner. Über die Funktion „Weitere Preisinformationen“ sind auch die Investitionskosten sowie weitere interessante Informationen ersichtlich. 

Zum 01.01.2017 trat eine Änderung im Pflegestärkungsgesestz ein. Jetzt bezahlt jeder Heimbewohner den gleichen Eigenanteil (einrichtungseinheitlichen Eigenanteil) an der Pflege, unabhängig vom Pflegegrad. War es vor 2017 noch so, dass der Eigenanteil für die Pflege von der Höhe der Pflegestufe abhängig war, bezahlt jetzt ein Heimbewohner in Pflegegrad 5 den gleichen Eigenanteil wie z.B. ein Bewohner in Pflegegrad 2.

 

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Wer bezahlt die Kosten für ein Pflegeheim?

Die Kosten für die reine Pflege in einem Pflegeheim (ohne die sogenannten Hotelkosten) werden von der Pflegekasse je nach Umfang und der zugeordneten Pflegestufe anteilig oder ganz übernommen. Alle weiteren Kosten müssen vom Pflegebedürftigen selbst erbracht werden.

Kann der Pflegebedürftige die Kosten nicht selbst bezahlen, müssen der Ehepartner, die Kinder oder das Sozialamt die restlichen Kosten abdecken. 

Wer eine private Pflegezusatzversicherung hat, bekommt die entstandenen Mehrkosten entsprechend von der privaten Versicherung erstattet. Allerdings muss die private Pflegeversicherung rechtzeitig abgeschlossen werden, um im Bedarfsfall gut abgesichert zu sein.

Und noch ein Tipp zum Schluss Wer steuerpflichtig ist, kann unter gewissen Voraussetzungen die Kosten, welche selbst getragen werden müssen, steuerlich absetzen. Dies gilt auch für Kinder, die sich an den Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen. Das zuständige Finanzamt oder ein Steuerberater können hierzu nähere Informationen geben.

 

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