Hausnotruf kann Leben retten

Lebenretter am Handgelenk: Das Notrufsystem
Hausnotruf und Notrufsysteme: Schnelle Hilfe mit einem Hausnotrufsystem

Notrufsysteme: Mehr Sicherheit f√ľr zuhause und unterwegs – Schnelle Hilfe im Notfall mit einem Hausnotruf.

Im Alter steigt das Unfallrisiko und damit verbunden auch das Sicherheitsbed√ľrfnis. Wer √∂fters alleine zu Hause oder auch noch h√§ufig ohne Begleitung unterwegs ist, f√ľr den kann im Ernstfall ein Notrufsystem lebensrettend sein. Notrufsysteme gibt es f√ľr zu Hause, aber auch mobil f√ľr unterwegs.

Hausnotruf kann Leben retten
Ladestation mit Notrufsystem & Notrufarmband

So lange wie m√∂glich in den eigenen vier W√§nden zu wohnen ist durchaus m√∂glich. Trotzdem sollte man nicht auf gewisse Sicherheitsma√ünahmen verzichten. Wer alleine oder zumindest die meiste Zeit alleine zu Hause lebt, tut gut daran, f√ľr den Notfall √ľber ein Notrufsystem zu verf√ľgen. Ein Schwindelanfall, eine kurze Schw√§che, ein Schlaganfall oder ein ungl√ľcklicher Sturz k√∂nnen dazu f√ľhren, dass die allein lebenden Angeh√∂rigen unbemerkt und hilflos in der Wohnung liegen. Unter Umst√§nden kann es Stunden oder gar Tage dauern, bis der Verungl√ľckte entdeckt wird.

Mit einem Notrufsystem, √ľber welches im Notfall pflegende Angeh√∂rige, Freunde oder eine Notrufzentrale per Knopfdruck benachrichtigt werden k√∂nnen, kann oft Schlimmeres und langes unbemerktes Liegen vermieden werden.

Dieser Hilfsmittel-Ratgeber f√ľr Hausnotrufsysteme und mobile Notrufsysteme soll Ihnen einen √úberblick √ľber die verschiedenen Arten von Notrufsystemen geben.

Welche Notrufsysteme gibt es?

Prinzipiell ist zu unterscheiden zwischen einem klassischen Hausnotrufsystem und einem mobilen Notrufsystem.

Das Hausnotrufsystem funktioniert im Haus/der Wohnung bis zu einem gewissen Umkreis (meist nur wenige Meter) von der Basisstation. Verlässt die Person das Haus, ist keine Verbindung mehr zur Basisstation vorhanden und der Notruf funktioniert nicht mehr.

Bei einem mobilen Notrufsystem kann der Benutzer auch dann Hilfe anfordern, wenn er außerhalb seiner Wohnung ist, zum Beispiel beim Einkaufen, im Supermarkt oder einfach nur im Garten.

F√ľr wen ist ein Hausnotruf sinnvoll?

Eine Notrufanlage f√ľr Senioren dient der Sicherheit f√ľr alleinlebende oder k√∂rperlich beeintr√§chtigte Personen, wie zum Beispiel:

  • Menschen mit Behinderungen und Bewegungsbeeintr√§chtigungen.
  • √Ąltere Menschen.
  • Menschen die st√§ndig oder viel alleine zu Hause sind und im Ernstfall schnell einen Notruf absetzen m√∂chten.
  • Menschen, denen krankheitsbedingt schnell schwindelig oder schlecht wird.
  • Menschen die bef√ľrchten beim Duschen, Baden oder den t√§glichen Arbeiten im Haushalt zu st√ľrzen und hilflos zu sein.
  • Menschen mit Krankheiten die zur Bewusstlosigkeit, Schw√§cheanf√§llen oder eingeschr√§nkter Wahrnehmung f√ľhren k√∂nnen (zum Beispiel Diabetes usw.).
  • Menschen, die den Notruf als Panik- oder √úberfallmelder nutzen m√∂chten.

Mittlerweile gibt es Notrufsysteme, die sowohl f√ľr zuhause als auch f√ľr unterwegs eingesetzt werden k√∂nnen. Mit Pflegegrad k√∂nnen Sie die mobilen Notrufsysteme schon zum Nulltarif bekommen.

Vorteile von Notrufsystemen

Alle Notrufsysteme – ob mobil oder als station√§rer Hausnotruf – haben folgende Vorteile f√ľr die allein lebenden Menschen und Ihre Angeh√∂rigen:

  • Mehr Sicherheit und das Wissen, dass im Notfall schnell Hilfe gerufen werden kann.
  • Mehr Unabh√§ngigkeit und mehr pers√∂nlicher Freiraum. Mobil bleiben – wieder alleine Spazierg√§nge unternehmen k√∂nnen.
  • L√§nger alleine zu Hause leben k√∂nnen.
  • Die Angeh√∂rigen machen sich weniger Sorgen
  • Sie sind einfach per Knopfdruck zu bedienen. Keine Nummern w√§hlen oder Code eingeben. Einfach nur dr√ľcken.
  • In der Notrufzentrale sitzen speziell geschulte Mitarbeiter – in der Regel sogar erfahrene Rettungskr√§fte. Sie wissen, ob die Person einen Notarzt ben√∂tigt oder ob es reicht, wenn die Verwandten benachrichtigt werden.

Informationen zu klassischen Hausnotrufsystemen

Der klassische Hausnotruf, der nur im Haus funktioniert, ist f√ľr Menschen geeignet, die stets alleine leben oder tags√ľber meist alleine zu Hause sind und das Haus so gut wie nie ohne Begleitperson verlassen.

St√ľrzt der Besitzer des Hausnotrufs, auch h√§ufig als Seniorenalarm oder Seniorennotruf bezeichnet, innerhalb der Wohnung, kann er mit dem Hausnotruf per Knopfdruck Hilfe holen.


Bitte nicht vergessen!
Mit einem Pflegegrad haben Sie Anrecht auf monatliche Pflegehilfsmittel.

Vorteile klassisches Hausnotrufsystem

In der Regel g√ľnstige Anschaffungskosten, die unter Umst√§nden sogar von der Pflegekasse bezahlt werden.

Nachteile klassisches Hausnotrufsyste

Funktioniert nur im Haus.

Ist der Betroffene zu weit weg von der Station verungl√ľckt, kann es sein, dass die Funkverbindung schon innerhalb des Hauses nicht mehr funktioniert. Steht die Basisstation im Wohnzimmer und die Person ist im Keller verungl√ľckt oder gest√ľrzt, kann unter Umst√§nden die Verbindung nicht ausreichend sein und es ist nicht mehr m√∂glich, einen Notruf abzusetzen.

Wie funktioniert ein Hausnotruf

  • Ein Hausnotruf besteht aus einem Handsender (Funksender, Funkfinger) und einem Empf√§nger. Der Empf√§nger ist die Basisstation, die zentral in der Wohnung steht und mit dem Telefon gekoppelt ist.
  • Das Basisger√§t steht in der Regel neben dem Telefon. Der mobile Funksender wird entweder am Arm oder an einem Band um den Hals getragen.
  • Der Handsender ist das Ger√§t, das entweder als Halsband oder als Armband (Notfallarmband) getragen wird. Im Notfall reicht ein Knopfdruck, um Angeh√∂rige oder den 24h-Notdienst zu alarmieren. Es ist wichtig, dass der hilfebed√ľrftige Mensch diesen Notrufsender immer bei sich tr√§gt, denn nur so ist gew√§hrleistet, dass im Notfall auch Hilfe angefordert werden kann.
  • Um Hilfe anzufordern, muss auf den roten Knopf des Funksenders oder auf den Knopf der Basisstation gedr√ľckt werden.
  • Der Notruf wird an die Notrufzentrale des Anbieters weitergeleitet.
  • Ein Mitarbeiter der Notrufzentrale nimmt Kontakt auf und fragt nach dem Befinden und wie geholfen werden kann. Sollte der Mitarbeiter der Notrufzentrale keine oder nur eine undeutliche Antwort erhalten, wird er entscheiden, was zu tun ist, was bedeutet, dass er entweder Verwandte benachrichtigt, oder einen Mitarbeiter des Notrufdienstes oder gar den Notarzt zu Ihnen schickt.
  • Bei einem mobilen Notrufsystem funktioniert es fast genauso: Sie senden mit nur einem Knopfdruck einen Notruf. ‚áí Der Mitarbeiter der Notrufzentrale nimmt mit Ihnen Verbindung auf. ‚áí √úber ein GPS-Modul k√∂nnen Sie geortet werden. ‚áí Je nach Bedarf werden Ihre Verwandten oder ein Notarzt zu Ihnen geschickt.

Und wie kommt der Mitarbeiter des Notrufdienstes nun in Ihre Wohnung?

Hier bieten einige Dienstleister den Service an, dass ein Schl√ľssel direkt in der Notrufzentrale hinterlegt wird. Macht Sinn.

Sinn macht aber auch eine Schl√ľsselbox, welche am Haus an einer wenig einsehbaren Stelle angebracht wird (Bei gr√∂√üeren Mehrfamilienh√§usern vielleicht nicht ganz so geeignet ‚Äď vorher auf alle F√§lle den Vermieter um Genehmigung bitten und schriftlich best√§tigen lassen). In dieser Schl√ľsselbox liegt der Haus- und Wohnungsschl√ľssel. Die Box wird √ľber ein Zahlenkombinationsschloss verriegelt.

Der Code des Schlosses wird dann ‚Äď anstatt eines Schl√ľssels ‚Äď beim Notrufdienst hinterlegt. Diese Box ist insofern vorteilhaft, dass ein eventuell ben√∂tigter Notarzt den Schl√ľssel nicht erst beim Notrufdienst holen muss sondern gleich zum Patienten fahren kann. Der Notarzt bekommt den Code vom Notrufdienst mitgeteilt.

Informationen zu mobilen Notrufsystemen

F√ľr Menschen die sturzgef√§hrdet sind und alleine wohnen, aber auch noch h√§ufiger ohne Begleitung die Wohnung verlassen, ist das mobile Notrufsystem bestens geeignet.

Vorteile eines mobilen Notrufsystems

  • Flexibilit√§t, da von √ľberall her ein Notruf abgesetzt werden kann.
  • Mobile Notrufsysteme sind als Notrufhandy oder als Notrufuhr handlich klein. Die Notruftelefone finden in jeder Hosen- oder Handtasche Platz und die Notrufuhr ist ein voller Uhrenersatz.
  • Die Notrufuhren sind zum Teil mit einem Sturzsensor ausgestattet. Der Sturzsensor gibt automatisch Alarm, wenn die Person gest√ľrzt ist. Das ist ein gro√üer Vorteil, wenn sich die Person nach dem Sturz nicht mehr selbst melden kann.
  • Maximale Sicherheit, weil jede Lebenssituation abgedeckt werden kann.
  • Kann auch als mobiles Ortungsger√§t benutzt werden. Gerade wenn die Angeh√∂rigen alleine unterwegs sind, zum Beispiel bei einem Waldspaziergang, kann mit den Ortungsger√§ten der Aufenthaltsort bestimmt werden.
  • Keine Basisstation notwendig. Das Senden und Kommunizieren erfolgt √ľber ein und dasselbe Ger√§t.

Seniorenmobil f√ľr mehr Unabh√§ngigkeit und Sicherheit


Nachteile eines mobilen Notrufsystems

  • Wird meist nicht von der Pflegekasse bezahlt.
  • Anschaffungskosten sind in der Regel h√∂her als f√ľr das Basismodell des Notrufsystems. Enth√§lt aber daf√ľr mehr Funktionen.
  • Funktioniert nicht, wenn sich die Person in einem Funkloch befindet.

Wer wird im Notfall benachrichtigt?

Egal ob Sie nun einen Hausnotruf oder ein mobiles Notrufsystem haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, Hilfe zu organisieren. Wichtig ist jedoch, dass bei der Notrufzentrale Ihr persönlicher Notfallplan hinterlegt ist. Im Ernstfall werden die Rettungskräfte gleich mit Ihrem Notfallplan versorgt. Dieser enthält Ihre Vorerkrankungen und Ihre Medikation, eine Liste von Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen.

  • Benachrichtigung geht an Angeh√∂rigen/Freunde
  • Benachrichtigung geht an Notrufzentrale/Rufbereitschaft
  • 24h-Notrufzentrale: Eine weitere M√∂glichkeit ist die Weiterleitung an eine 24h-Notrufzentrale. In den Notrufzentralen sitzen speziell ausgebildete Fachkr√§fte, die den Notruf entgegen nehmen. Sie kl√§ren dann im Gespr√§ch ab, ob der Notruf nur versehentlich gedr√ľckt wurde, ob ein Notarzt ben√∂tigt wird oder ob es reicht, wie zum Beispiel bei einem harmloseren Sturz, wenn DRK-Mitarbeiter beim Aufstehen helfen.

Meldet sich der Verungl√ľckte nicht, leitet die Notrufzentrale sofort entsprechende Rettungsma√ünahmen ein.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Rufbereitschaft auch wirklich 24 Stunden am Tag und auch an Sonn- und Feiertagen erreichbar ist.

Was Sie bei der Anschaffung eines Hausnotrufes dringend beachten sollten:

  • Wenn Sie sich mehrere Angebote einholen, k√∂nnen Sie vorab schon die Preise vergleichen. Achtung: Nicht √ľberall sind die Leistungen gleich gut. Ein etwas g√ľnstigerer Anbieter kann unter Umst√§nden nicht den Service bieten wie ein etwas teurerer Anbieter.
  • Erreichbarkeit: Der Notruf wird an eine Notrufzentrale weitergeleitet. Es muss gew√§hrleistet sein, dass die Notrufzentrale des Anbieters rund um die Uhr erreichbar ist. Dies m√ľssen auch kleinere Anbieter garantieren k√∂nnen, da sonst das Senioren-Notrufsystem nutzlos ist.
  • Lassen Sie sich nicht unter Kaufdruck setzen, sondern lassen Sie sich unverbindlich beraten.
  • Fragen Sie an, ob Sie das Ger√§t vor dem Kauf kostenlos testen k√∂nnen.
  • Die Grundversorgung beinhaltet, dass der Patient √ľber den Seniorennotruf Hilfe anfordern kann. Pr√ľfen Sie bei den verschiedenen Anbietern, welche Zusatzleistungen zugebucht werden k√∂nnen, z. B. eine regelm√§√üige R√ľckmeldung (zu einem bestimmten Zeitpunkt morgens und abends – man spricht auch von einer „Mir-geht-es-gut-Funktion) durch den Patienten beim Notrufdienst.
  • Was kosten diese Zusatzleistungen. Lassen Sie sich die Zusatzleistungen genau erkl√§ren. Vielleicht reicht anfangs ein Standardvertrag.
  • Welche Kosten entstehen f√ľr das Aufstellen und die Einrichtung des Ger√§tes sowie Wartungsarbeiten?
  • Sie sollten jederzeit die Vertragsleistungen erweitern oder k√ľrzen k√∂nnen
  • Treffen Sie eine Entscheidung, ob Sie das Notrufsystem am Handgelenk oder um den Hals tragen m√∂chten.
  • Fragen Sie bei den Anbietern nach, wer die Kosten f√ľr einen Fehlalarm, d. h. wenn das Ger√§t aus Versehen ausgel√∂st wurde, √ľbernimmt.
  • Der Vertrag sollte auf keinen Fall eine Mindestlaufzeit haben und relativ schnell k√ľndbar sein. Bei Eintritt eines Todesfalles sollte der Vertrag sofort und ohne Einhaltung von K√ľndigungsfristen und ohne weitere Kosten aufgel√∂st werden k√∂nnen.
  • Sind alle technischen Voraussetzungen erf√ľllt, so wie z. B. ein Telefonanschluss.
  • Bei dem Notrufsystem f√ľr Zuhause sollten Sie unbedingt die ‚ÄěReichweite‚Äú testen. Es n√ľtzt nichts, wenn das Ger√§t nur in dem Zimmer funktioniert, in dem das Basisger√§t steht. Das Ger√§t muss in der ganzen Wohnung und im Garten funktionieren, m√∂glichst auch im Kellerbereich.
  • Wie funktioniert das Ger√§t bei einem Stromausfall?
  • Ist der Notrufsender wasserdicht? Kann er beim Duschen oder Baden verwendet werden?
  • Hat das Ger√§t einen Defekt, sollte vom Anbieter schnellstm√∂glicher Ersatz geliefert werden k√∂nnen.
  • Was kann das Ger√§t ‚Äď lassen Sie sich die Bedienung genau erkl√§ren und fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist.
  • Verf√ľgt der Anbieter √ľber qualifiziertes Fachpersonal bei der Annahme des Notrufs? Wird im Notfall ein qualifiziertes und ausgebildetes Personal zu Ihnen geschickt?
  • Wenn Sie einen Pflegegrad / eine Pflegestufe haben, gew√§hrt die Pflegeversicherung einen Zuschuss. Ist Ihr Anbieter von der Pflegeversicherung zugelassen?
  • Wenn Sie mit einem Hausnotrufdienst keine guten Erfahrungen gemacht haben, sollten Sie sich nicht scheuen, den Anbieter zu wechseln. Hier geht es schlie√ülich um Ihr Leben.

Kann man mit dem Notrufsender duschen oder baden?

Gerade in der Dusche oder im Bad ist die Unfallgefahr sehr hoch. Deshalb ist es wichtig, auch in der Dusche oder im Bad in Notfallsituationen reagieren zu k√∂nnen. Gute Anbieter haben entsprechende Ger√§te die wasserdicht sind. Fragen Sie vorsichtshalber nach, ob das angebotene Ger√§t f√ľrs Bad geeignet ist.

Mobiles Notrufsystem mit dazugehörigem Funkarmband
Sie erhalten beides: Mobiles Notrufsystem mit Funkarmband

Besondere Zusatzleistungen

Notrufsysteme sind längst nicht mehr auf den Notrufknopf beschränkt. Es geht noch viel mehr.

Die Preise f√ľr diese Leistungen schwanken von Anbieter zu Anbieter sehr. Ich kann Ihnen unseren Partner empfehlen. Sie k√∂nnen hier das Basismodell mit einigen Zusatzfunktionen bei Pflegebed√ľrftigkeit bereits von der Pflegekasse bezahlt bekommen. Hier kostenlos Brosch√ľre anfordern.

Hier einige Möglichkeiten von Zusatzleistungen bei Notrufsystemen:

GPS-Ortung

Der Mensch ist nicht daf√ľr gemacht, immer nur im Haus zu sitzen. Ob jung oder alt, so m√∂chte doch jeder immer wieder f√ľr ein paar Stunden in die Natur. Die modernen Ger√§te geben Sicherheit, da der Tr√§ger des Notrufs nach dem Dr√ľcken der Notruftaste per GPS geortet werden k√∂nnen. Egal wo die in Not geratene Person sich befindet, kann sie von Angeh√∂rigen oder dem Rettungsdienst gefunden werden.

Notrufsysteme mit der „Mir-geht-es-gut-Taste“

Diese Funktion ist nicht f√ľr den klassischen Notfall gedacht, sondern f√ľr die t√§gliche R√ľckmeldung, dass es dem Notruf-Nutzer auch gut geht. Es gibt viele M√∂glichkeiten, wo diese Funktion gute Dienste leistet. Stellen Sie sich vor, sturzgef√§hrdete oder zur Ohnmacht neigende Menschen verungl√ľcken. Sie k√∂nnen dann unter Umst√§nden keinen Notruf mehr absetzen. Mit der Mir-geht-es-gut-Taste wird vereinbart, dass der Senior sich t√§glich zur gleichen Zeit bei der Notrufzentrale meldet.

Erfolgt keine Meldung, wird die Notrufzentrale versuchen, mit der Person Kontakt aufzunehmen. Es kann ja schlie√ülich auch nur sein, dass vergessen wurde, die Taste zu dr√ľcken. Erreicht die Notrufzentrale die Person nicht, wird die verabredete Rettungsma√ünahme eingeleitet. Es werden die Angeh√∂rigen oder sogar der Rettungsdienst beauftragt. Somit ist gew√§hrleistet, dass verungl√ľckte Personen, die nicht mehr selbstst√§ndig einen Notruf senden konnten, nicht tagelang alleine in der Wohnung liegen, sondern wenigstens 1 bis 2 mal t√§glich Kontakt zur Notrufzentrale haben.

Schl√ľsseltresor: Wohnungsschl√ľssel zug√§nglich machen

Es n√ľtzt im Ernstfall nichts, wenn zwar ein Notruf ausgesendet wurde, aber keiner die M√∂glichkeit hat, in die Wohnung zu kommen. Deshalb m√ľssen Haust√ľr- und Wohnungst√ľrschl√ľssel hinterlegt sein.

Sollen die Angeh√∂rigen im Ernstfall benachrichtigt werden, m√ľssen diese √ľber entsprechende Schl√ľssel verf√ľgen.

Wird im Notfall die Notrufzentrale (z.B. DRK usw.) benachrichtigt, gibt es die M√∂glichkeit, dass in der Notrufzentrale die Schl√ľssel deponiert werden.

Eine weitere M√∂glichkeit ist auch eine Schl√ľsselbox/ein Schl√ľsseltresor, die au√üerhalb des Hauses angebracht wird. √úber eine Zahlenkombination kann dann der Rettungsdienst die Box √∂ffnen. Der Zahlencode ist dann anstatt eines Schl√ľssels beim Rettungsdienst hinterlegt.

Funk-Rauchmelder

Mittlerweile sind Rauchmelder ja in allen Bundesl√§ndern Pflicht. Was aber, wenn die allein lebende Person mit der Rauch- oder Feuersituation √ľberforder ist? Entsteht in der Wohnung Rauch, gibt der Funk-Rauchmelder nicht nur einen Signalton ab, sondern informiert auch gleichzeitig die Notrufzentrale.

Was kostet ein Notrufsystem?

Die Kosten f√ľr ein Notrufsystem teilen sich auf in die Anschaffungskosten und die Folgekosten f√ľr die Notrufzentrale. Au√üerdem muss unterschieden werden zwischen Standardleistungen und Zusatzleistungen. Unser Partner bietet ein gutes Basispaket an. Die Kosten werden bei anerkannter Pflegebed√ľrftigkeit vollumf√§nglich von der Pflegekasse √ľbernommen. Pakete mit mehr Funktionen liegen √ľber dem „Kassentarif“. Trotzdem k√∂nnen Sie dann einen Zuschuss in H√∂he der Pflegekassenleistung von 25,50 Euro (ab 01.09.2021) erhalten.

√Ąnderungen des Tarifs:

Seit dem 01.09.2021 bezuschusst die Pflegekasse einen Hausnotruf mit 25,50 Euro / Monat. Bitte pr√ľfen Sie die Abrechnungen mit Ihrem Anbieter. Leider soll es mehrfach F√§lle gegeben haben, bei denen die Anbieter von Hausnotrufsystemen diese Zuschusserh√∂hung nicht an ihre Kunden weiter gegeben haben. Wenn Sie also weiterhin nur 18,36 Euro als Zuschuss angerechnet bekommen, sollten Sie sich mit Ihrem Anbieter oder Ihrer Pflegekasse in Verbindung setzen.

Anschaffungskosten

Je nach Ger√§tetyp und Ger√§teausstattung variieren die Anschaffungskosten. Ein einfaches Hausnotrufsystem ist g√ľnstiger als zum Beispiel eine Notrufuhr f√ľr unterwegs. Die Ger√§te m√ľssen den Bed√ľrfnissen des pflegebed√ľrftigen Menschen angepasst sein.

Folgekosten f√ľr die Notrufzentrale

Wird der Notruf nicht an die Angehörigen sondern an die Notrufzentrale weitergeschaltet, berechnet der Anbieter dieses Services entsprechend seine Leistungen. Aber auch hier kommt es wieder auf den abgeschlossenen Vertrag an. Jeder Anbieter hat unterschiedliche Leistungen und Tarife.

In der Regel ist ein monatlicher Fixbetrag f√ľr die Nutzung der Notrufzentrale zu entrichten. In diesem Service ist beinhaltet, dass sich der Angeh√∂rige meldet, wenn er Hilfe ben√∂tigt.

Hinzu kommen Sonderleistungen wie zum Beispiel, dass sich der Angehörige regelmäßig bei der Notrufzentrale meldet um zu signalisieren, dass es ihm gut geht. Meldet sich der Patient nicht, wird die Notrufzentrale aktiv.

Auch Zusatzleistungen wie ein Erinnerungsservice f√ľr Medikamente oder ein Weckservice k√∂nnen bei manchen Anbietern zugebucht werden.

Sie sehen, aufgrund der Vielfalt der Möglichkeiten ist es nicht zu sagen, wie teuer ein Notrufsystem ist.

Was ist der Unterschied zwischen einer Standardleistung und Zusatzleistungen?

Bei einer Standardleistung ist es im Regelfall so, dass der Patient sich nur dann meldet, wenn er Hilfe benötigt.

Beispiel Standardleistung: Herr Schnell st√ľrzt um 17.00 Uhr auf der Treppe und kann nicht mehr alleine aufstehen. Da er den Notrufsender bei sich tr√§gt, kann er sich per Knopfdruck mit dem Notrufdienst in Verbindung setzen und Hilfe anfordern.

Bei Zusatzleistungen ist es m√∂glich, dass eine regelm√§√üige R√ľckmeldung (zum Beispiel zu einem bestimmten Zeitpunkt morgens und abends) durch den Patienten beim Notrufdienst erfolgt. Geht keine Meldung ein, setzt sich der Notrufdienst mit dem Patienten in Verbindung und fragt nach dem Befinden. √úber manche Anbieter kann auch ein Weckdienst oder ein Erinnerungsservice an Medikamente gebucht werden.

Beispiel Zusatzleistung: Herr Schnell, der um 17.00 Uhr auf der Treppe st√ľrzte, hat sich schwer verletzt und ist nicht bei Bewu√ütsein. Es ist vereinbart, dass er sich t√§glich morgens um 8.00 Uhr und abends um 17.30 Uhr per Knopfdruck beim Notrufdienst meldet um mitzuteilen, dass es ihm gut geht. Heute wird sich Herr Schnell zur vereinbarten Zeit aus oben genannten Gr√ľnden nicht melden. Nun wird der Notrufdienst gem√§√ü den pers√∂nlichen Vereinbarungen aktiv.

Diese Serviceleistungen (Zusatzleistungen) sind meist nur gegen Aufpreis zur Standardversion erhältlich.

Ist f√ľr ein Notrufsystem eine Kostenerstattung durch Pflegekasse m√∂glich?

Es ist m√∂glich, dass die Pflegekasse eine monatliche Grundpauschale von 25,50 Euro √ľbernimmt. Daf√ľr m√ľssen aber alle 3 nachfolgenden Bedingungen erf√ľllt sein:

  1. Es muss sich um einen von der Pflegekasse anerkannten Anbieter handeln.
  2. Der Pflegebed√ľrftige ben√∂tigt einen Pflegegrad.
  3. Die Person muss alleine wohnen und keine weitere Möglichkeit haben, einen Hilferuf/Notruf abzusetzen.

N√§here Ausk√ľnfte, bzw. ob in Ihrem Fall eine Kostenpauschale √ľbernommen wird, erhalten Sie bei Ihrer Pflegeversicherung.

Technische Voraussetzungen

Sie ben√∂tigen einen Telefon-Festnetzanschluss. Im Moment ist ein analoger Festnetzanschluss am besten, da Telefonverbindungen √ľbers Internet oft nicht stabil sind und daher ist von diesen Anschl√ľssen im Moment noch abzuraten.

Extra-Tipp

Es gibt nicht nur Notrufsysteme f√ľr das Haus, sondern auch mobile Notrufsysteme, die √ľberall mitgenommen werden k√∂nnen. Der Vorteil dieser Systeme ist auch, dass gleichzeitig in den meisten Modellen auch ein Ortungssystem mit integriert ist.

Steuerliche Absetzbarkeit eines Hausnotrufsystems

Der BFH hat entschieden, dass die Kosten f√ľr die Rufbereitschaft/Notrufzentrale als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden k√∂nnen (BFH, Az. VI R 18/14).

Fazit 

Ein Notrufsystem dient der Sicherheit f√ľr Menschen jeden Alters. Vor allem f√ľr Menschen die chronisch krank, sturzgef√§hrdet oder bewegungseingeschr√§nkt sind, bietet ein Notrufsystem lange die M√∂glichkeit, selbstst√§ndig und alleine zu wohnen ohne in eine Pflegeeinrichtung umziehen zu m√ľssen.

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Quelle Bildmaterial: Fotolia #143586450 © GrafKoks
Quelle Bildmaterial: Libify Technologies GmbH © Libify

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Eine Antwort auf ‚ÄěHausnotruf kann Leben retten‚Äú

Im August 2016 kaufte ich eine Fairtek Notrufuhr. Nach 3 Monaten wurde der verschiedentlich ausgelöst
obwohl ich die Notruftaste nicht betätigte. Ich schickte die Uhr an Fairtek mit der Bitte um Reparatur.
Auf meine Mahnungen w√ľrde ich vertr√∂stet. Als ich nach 3 Monaten um Erstattung des Kaufpreises bat, weil Fairtek anscheinend nicht in der Lage war, die Uhr zu reparieren, erfolgte keine Reaktion.

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