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Verdacht auf Behandlungsfehler? Welche Rechte habe ich als Patient? Welche individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sind sinnvoll? Welche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen haben meine Medikamente?

Die Liste im Gesundheits- und Krankheitswesen ist lang und für jeden ganz individuell. Wer krank oder pflegebedürftig ist, hat viele Fragen und bekommt oft keine qualifizierten Antworten.

In der Arztpraxis ist der Patient meist nur noch ein schnell durchlaufender Posten, der jede Minute bares Geld kostet und Beratung deshalb zur Mangelware wird. Manche Kliniken würden den Patienten gerne schon direkt nach der Operation wieder nach Hause schicken, denn je kürzer der Aufenthalt in der Klinik, um so mehr Gewinn bleibt übrig.

Auch bei Behandlungsfehlern durch Ärzte oder Kliniken besteht große Unsicherheit. Ist dem Arzt ein Fehler unterlaufen? Wurde eine falsche Behandlung durchgeführt? Der Schritt zum Rechtsanwalt ist mit Kosten verbunden und ob er weiß, ob es sich wirklich um einen Behandlungsfehler handelt, ist auch nicht gesichert.

Wo also bekommt der Patient eine unabhängige Information, die sich auch noch finanziell vertreten läßt. Wer hilft ihm bei seinen ganz persönlichen Fragen? Hier bietet die UPD – Unabhängige Patientenberatung Deutschland schnelle Hilfe. Sie ist nicht nur unabhängig sondern auch noch kostenlos.

 

 

Wer ist die UPD? Wer steckt dahinter?

Die UPD ist eine gemeinnützige GmbH, die vom Verband der Gesetzlichen Krankenkassen und teilweise auch der Privaten Krankenkassen finanziert wird.

 

 

Wer kann sich bei der UPD beraten lassen?

Jeder (Bürger, Patient, Angehöriger, Pflegender, Rat suchender) der in Deutschland Fragen zum Gesundheitswesen, der Gesundheit und zu Krankheiten hat, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland wenden. Welche Fragen die UPD beantwortet, lesen Sie bitte weiter unten in diesem Beitrag.

 

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Warum ist die Beratung bei der UPD kostenlos?

Die UPD ist – wie bereits erwähnt – ein Zusammenschluss von 3 Organisationen, die gemeinnützig arbeiten. Sie wiederum finanzieren sich komplett über die Krankenversicherungsbeiträge, die jeder einzelne von uns bezahlt.

 

Welche Qualifikation haben die BeraterInnen der UPD?

Es handelt sich bei den BeraterInnen um ausgebildete Fachkräfte. Je nach Fragestellung können dies Mediziner, Juristen oder Sozialpädagogen usw. sein

 

 

Wie erfolgt die Beratung?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Beratung der UPD in Anspruch zu nehmen:

  • Telefonisch über ein gebührenfreies Beratungstelefon (vom Festnetz)
  • Vor Ort über bundesweit 21 Beratungsstellen (nahezu jedes Bundesland hat eine oder mehrere Beratungsstellen)
  • Online über das Internet
  • Adressen und Anschriften finden Sie am Ende dieses Beitrags

 

Welche Fragen und Themen beantwortet die UPD?

Die UPD soll gemäß dem Gesetzestext „PatientInnen in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen qualitätsgesichert und kostenfrei informieren und beraten, mit dem Ziel, die Patientenorientierung im Gesundheitswesen zu stärken und Problemlagen im Gesundheitssystem aufzuzeigen“.

Dies beinhaltet unter anderem die Beantwortung nachfolgender Fragen und die Beratung folgender Themen:

    • Alltagsbewältigung: Psychosoziale Unterstützung bei der Alltagsbewältigung nach oder während einer Krankheit
    • Arztrechnungen: Hat der Arzt privat in Rechnung gestellte Leistungen korrekt abgerechnet?
      • Arztsuche: Hilfe bei der regionalen und überregionalen Arztsuche
  • Behandlungsfehler: Liegt ein Behandlungsfehler von einem Arzt oder einer Klinik vor?
  • Beratungsfehler: Wurde vom Arzt oder einer Klinik falsch beraten?
  • Betreuungsverfügung: Was ist zu beachten bei einer Betreuungsverfügung?
  • Individuelle Gesundheitsleistungen: Welche IGeL-Verordnungen sind sinnvoll?
  • Krankengeld: Wer bezahlt wann und wie lange Krankengeld? Wie berechnet sich mein Krankengeld? usw.
  • Krankenhausrechnungen: Hat das Krankenhaus privat in Rechnung gestellte Leistungen korrekt abgerechnet?
  • Krankenhaussuche: Hilfe bei der Krankenhaussuche
  • Krankenkassenleistungen. Welche Kosten und Leistungen übernimmt meine Krankenkasse? Was gibt es für neue gesetzliche Regelungen?

 

 

  • Krankheiten/Krankheitsbilder: Welche Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung gibt es? Welche Vorsorgeuntersuchungen oder Vorsorgemaßnahmen sind wichtig und sinnvoll? Mit welchen Behandlungskosten ist zu rechnen? Welche Behandlungsalternativen gibt es? Aufklärung über Krankheitsentstehung. Unterstützung beim Umgang mit Krankheitsfolgen. Umgang mit einer Krankheit.
  • Medikamente: Welche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen haben meine Medikamente? Welche Medikamente sind für meine Krankheit geeignet?
  • Patientenrechte: Aufklärung und Beratung über alle Patientenrechte
  • Patientenverfügung: Was ist zu beachten bei einer Patientenverfügung?
  • Reha: Wann und wie oft besteht ein Recht auf eine Reha? Welche Reha-Einrichtung ist für mich die richtige? Unterstützung und Hilfe bei der Durchsetzung von Leistungsansprüchen und Beantragung von diesen.
  • Reha für pflegende Angehörige.
  • Selbsthilfegruppen: Wo befindet sich die nächste Selbsthilfegruppe für eine bestimmte Krankheit?
  • Therapeutensuche: Hilfe bei der Therapeutensuche
  • Vorsorgevollmacht: Was ist zu beachten bei einer Vorsorgevollmacht?
  • Zahnersatz: Wie teuer ist ein Zahnersatz? Welche alternativen Möglichkeiten gibt es zu dem vom Zahnarzt angebotenen Zahnersatz? Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse für Zahnersatz?

In diesem Zusammenhang möchte ich jedoch noch zuerst auf ein Buch hinweisen, das sich mit dieser Thematik ausführlich beschäftigt Die neue Vorsorge-Mappe mit CD-ROM – Alles für den Krankheits- oder Todesfall„.

 

Weitere Informationen

Unabhängige Patientenberatung Deutschland
UPD gemeinnützige GmbH
Bundesgeschäftsstelle
Littenstraße 10 | 10179 Berlin
info@patientenberatung.de
Beratungstelefon:
Tel. 0800 / 0 11 77 22 (gebührenfrei im Festnetz*)
Mobil 0177 / 1 78 51 52
Telefon: 030 / 200 89 233 | Fax: 030 200 89 23-50

 

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Quelle Bildmaterial: Fotolia#114726633  © Robert Kneschke

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