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So erhalten Sie Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro monatlich

Gratis: Pflegehilfsmittel für 40 € pro Monat

Ein Pflegefall tritt meist unerwartet ein. Vieles ist zu erledigen aber die ganze Thematik Pflege ist den meisten gar nicht geläufig. Die wenigsten wissen, an wen sie sich wenden können um Hilfe zu bekommen oder welche Leistungen Ihnen zustehen. 

Diese Checkliste hilft Ihnen nicht nur,

  • wenn Sie plötzlich eine pflegebedürftige Person betreuen
  • SONDERN auch zum regelmäßigen Check, welche Ansprüche Sie haben.

Denn die Pflegebedürftigkeit einer Person ändert sich im Laufe der Zeit. Themen, die am Anfang einer Pflegebedürftigkeit unwichtig waren, können von heute auf morgen wichtig werden.

 

 

Ist die Pflege zu Hause möglich?

Wer zuhause eine Pflege übernimmt, sollte zuerst prüfen, ob er selbst in der Lage ist, physisch und psychisch die Pflege für einen Pflegefall zu übernehmen. Denn die Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen erfordert viel Kraft und Zeit. Ansonsten sind nachfolgende Punkte zu prüfen und zu beachten.

 

Festlegen der Pflegepersonen

Die häusliche Pflege eines Angehörigen kann von einer Pflegeperson, aber auch von mehreren durchgeführt werden. Es ist immer gut, wenn die Aufgaben der Pflege auf mehrere Personen verteilt werden. Pflegt nur eine Person, sollte im Vorfeld überlegt werden, wer bei Krankheit oder Urlaub der Pflegeperson die Betreuung des Pflegebedürftigen übernimmt.

  • Wer versorgt den Haushalt (Essen zubereiten, einkaufen, putzen, waschen).
  • Klären, wer aus dem familiären Bereich bei der Pflege mithelfen und entlasten kann.
  • Bei Gemeinde nachfragen, ob ehrenamtliche Mitarbeiter immer wieder bei der Betreuung aushelfen können.

 

Räumliche Möglichkeiten für häusliche Pflege prüfen

Oftmals bringt eine Pflegebedürftigkeit auch mit sich, dass die Wohnung behindertengerecht gestaltet werden muss. So können für Menschen im Rollstuhl plötzlich die Türrahmen zu klein sein oder im Bad sind unüberwindbare Barrieren.

  • Prüfen, ob eine Pflege mit den räumlichen Gegebenheiten zu Hause möglich ist.
  • Bei Demenzpatienten muß die Wohnung entsprechend sicher eingerichtet und gestaltet sein. Mehr dazu hier.
  • Prüfen, ob Wohnung/ Bad /Haus behindertengerecht umgebaut werden muss (Von der Pflegekasse erhalten Sie einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von 4.000 Euro pro Maßnahme). Ein entsprechender Antrag muß gestellt werden.
  • Prüfen, ob eventuell in eine andere Wohnung oder ein anders Haus umgezogen werden muß.
  • Prüfen ob ein Treppenlift eingebaut werden muss.
  • Prüfen, ob während eventueller Umbaumaßnahmen der Pflegebedürftige in einer Kurzzeitbetreuung untergebracht werden muss / dann eine passende Einrichtung aussuchen.
  • Prüfen, ob eine persönliche Assistenz notwendig ist.

 

 

Weitere Betreuungsmöglichkeiten für den Pflegefall

Als Pflegeperson müssen Sie nicht alles alleine machen. Sie können sich Unterstützung holen. Das spart Kraft und entlastet Sie. Denn schließlich müssen Sie an sich selbst auch denken. Nur wer physisch UND psychisch gesund ist, kann auch pflegen.

  • Soll für die Pflege zu Hause ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen werden? Pflegedienste übernehmen z.B. das Waschen des Patienten, die Zahnhygiene, helfen beim Aufstehen und Zubettgehen, verabreichen Injektionen uvm. Ambulante Pflegedienste übernehmen auch Hausarbeiten. Dazu können Sie zum Beispiel den Entlastungsbetrag verwenden.
  • Wer den Pflegedienst in Anspruch nimmt und gleichzeitig Pflegegeld erhält, bekommt die sogenannte Kombileistung.
  • „Angebote zur Unterstützung im Alltag“ in Anspruch nehmen.
  • Bei Krankheit und Urlaub der pflegenden Angehörigen wird ein adäquater Ersatz benötigt. Falls eine Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege benötigt wird, muss auch hier rechtzeitig nach einer Vertretung bzw. freien Plätzen Ausschau gehalten werden.
  • Was Sie über stundenweise Verhinderungspflege wissen sollten und was zu tun ist, damit Ihnen das Pflegegeld nicht gekürzt wird, lesen Sie bitte in diesem Beitrag.
  • Prüfen, ob für den Pflegefall/den Pflegebedürftigen eine Tages- oder Nachtpflege benötigt wird.
  • Prüfen, ob eine Pflegekraft aus Osteuropa eingestellt werden soll (falls auch Haus- und Gartenarbeiten erledigt werden sollen, ist es möglich, eine männliche Pflegekraft anzufordern).

 

Essen auf Rädern

Es gibt noch viele pflegebedürftige Menschen, die alleine wohnen. Trotzdem ist es für diese Menschen oft schwer, selbst einkaufen zu gehen und das Essen zuzubereiten. Oder sie möchten einfach nicht für nur eine Person kochen. Schnell wird das Essen vernachlässigt. Anstatt einer warmen Mahlzeit gibt es nur noch eine Scheibe Brot, was auf Dauer dann zu Mangelernährung führen kann. Essen auf Rädern kann da eine gute Alternative sein.

  • Wird Essen auf Rädern oder ein anderer Lieferservice oder gar spezielle Aufbaunahrung/Astronatuenkosten benötigt (Aufbaunahrung wird bei Bedarf von Kasse übernommen).
  • Falls Essen auf Rädern in Anspruch genommen wird, zahlt das Sozialamt für Personen mit geringem Einkommen einen Zuschuss.

 

Essen auf Rädern - Jeden Tag eine warme Mahlzeit

Essen auf Rädern - Jeden Tag eine warme Mahlzeit

 

Ärzte und Therapien

Je nach Erkrankung reicht plötzlich der Hausarzt aus und es werden Fachärzte und Fachkliniken benötigt. Schauen Sie sich rechtzeitig um, wer Ihnen hier adäquat weiterhelfen kann.

  • Nach qualifizierten Fachärzten und Fachkliniken umsehen.
  • Prüfen, welche Therapien vor Ort oder in der näheren Umgebung angeboten werden (Physiotherapie, Ergotherapie, Psychotherapie usw.).

 

Wichtige Unterlagen verwalten

Die meisten pflegebedürftigen oder älteren Menschen sind irgendwann mit der Verwaltung Ihres Haushaltes, der Akten und des Schriftverkehrs überfordert. Sie benötigen also auch hier Hilfe. Sie sollten schauen, dass alle wichtigen Unterlagen beisammen sind und im Notfall auch immer griffbereit vorliegen.

  • Aktuellen Medikamentenplan vom Hausarzt geben lassen. Dieser wird bei Einweisungen ins Krankenhaus sowie Arztbesuchen benötigt.
  • Krankenunterlagen am besten als Kopie zu Hause aufbewahren, um bei einer schnellen Einweisung ins Krankenhaus oder bei Facharzt-Terminen diese vorlegen zu können.
  • Als pflegender Angehöriger die Vorsorge- und/oder Generalvollmacht immer zu allen Terminen im Krankenhaus, bei Ärzten, Pflegeeinrichtungen usw. mitnehmen, da die Vollmachten von den entsprechenden Stellen eingesehen werden möchten.
  • Falls keine Vorsorge- und Generalvollmachten, Patientenverfügungen, Testament usw. gemacht wurden, sollte dies jetzt – falls noch möglich – erledigt werden.
  • Bankvollmacht geben lassen (falls noch möglich), um im Notfall alle Bankgeschäfte tätigen zu können.
  • Oftmals müssen nicht nur die Unterlagen verwaltet werden, sondern auch der ganze Schriftverkehr, die Verwaltung von Haus- oder Wohnungseigentum usw.

 

Meine Buchempfehlungen rund um das Thema Pflege

 

Anlaufstellen für Beratung und Information

Als Pflegender ist man oft überfordert und braucht Hilfe. Hier ein kleiner Wegweiser, wer Ihnen weiterhelfen kann.

  1. Hausarzt, Facharzt, behandelnde Klinik: Zu allen medizinischen Fragen.
  2. Gesetzliche oder private Krankenkasse / Pflegekasse. Die Krankenkassen sind verpflichtet, Sie zu den Leistungen der Kranken-/Pflegekasse zu beraten.
  3. Pflegestützpunkte beraten Sie kostenlos zu den Pflegeleistungen, Wohnraumanpassungen usw.
  4. Die Unabhängige Patientenberatung (UPD) darf Sie ebenfalls zu allen Pflegethemen beraten.
  5. Sozialstationen von behandelnden Krankenhäusern, Pflegediensten, Reha-Einrichtungen usw. können Ihnen beim Beantragen von Hilfsmitteln, Pflegegraden und Schwerbehindertenausweis behilflich sein. Sie stellen die Anträge und reichen in der Regel alle wichtigen Unterlagen mit ein.
  6. Auch das Bürgertelefon des Bundesministerium für Gesundheit berät Sie kostenlos zu den Leistungen der Krankenkassen und der Pflegekasse.
  7. Das Sozialamt gibt Ihnen Auskunft, wenn Sie Sozialhilfeleistungen, wie zum Beispiel Hilfe zur Pflege, benötigen.
  8. Örtliche/kommunale Seniorenberatungen helfen in vielfacher Weise.
  9. Kommunale Beratungsstellen.
  10. Bei Selbsthilfegruppen für das jeweilige Krankheitsbild können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen. Es gibt auch Selbsthilfegruppen für Pflegende Angehörige.

Übrigens: In meinem Beitrag Anlaufstellen und Ansprechpartner für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige finden Sie sehr viele weitere Ansprechpartner rund um das Thema Pflege

 

 

Was muss beantragt und bedacht werden?

Ein ganz wichtiger Punkt bei den Pflegeleistungen ist, dass nahezu alle Leistungen beantragt werden müssen. Die Krankenkasse kann nicht wissen, ob jemand pflegebedürftig ist oder ein entsprechendes Hilfsmittel benötigt. Deshalb muss die Krankenkasse benachrichtigt und ein entsprechender Antrag auf Leistung gestellt werden.

 

Pflegegrad + Pflegeleistungen beantragen

Wenn Sie einen Pflegegrad beantragen, beachten Sie bitte, dass Sie die Pflegeleistungen erst erhalten, wenn der Pflegegrad genehmigt wurde.

  • Pflegegrad beantragen. Wenn möglich, nehmen Sie sich dazu Hilfe, am besten über den Sozialdienst des behandelndes Krankenhaus / einer Rehaklinik oder eines ambulanter Pflegedienst. Das Ihnen zustehende Pflegegeld können Sie hier berechnen lassen.
  • Pflegetagebuch führen (falls noch kein Pflegegrad beantragt oder erteilt). Mit dem Pflegetagebuch können Sie klar darlegen, wieviel Aufwand für die Pflege notwendig ist, was der Pflegebedürftige noch alleine kann und was nicht.
  • Wurde der Pflegegrad nicht genehmigt, sollten Sie Widerspruch einlegen. Sie können am besten schriftlich, mit einem formlosen Schreiben den Widerspruch einlegen.
  • Alle notwendigen Leistungen wie Tagespflege, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, zusätzliche Betreuungsleistungen usw. beantragen.
  • Pflegezeit + FamilienpflegezeitPrüfen, ob von pflegenden Angehörigen eine Pflegezeit beantragt werden muss (Freistellung von der Arbeit für einen gewissen Zeitraum).

 

Hilfsmittel + Verordnungen beantragen

Die Krankenkasse bezahlt Hilfsmittel, wenn diese benötigt werden. Und zwar unabhängig davon, ob ein Pflegegrad vorliegt oder nicht. Auch die Hilfsmittel müssen beantragt werden.

  • Die Krankenkassen/Pflegekassen genehmigen Hilfsmittel, individuell nach Bedarf des einzelnen Patienten. Hilfsmittel können sein: Pflegebett, Rollstuhl, Inkontinenzartikel (Windeln), Badewannenlifter, Kompressionsstrümpfe, Inkontinenzmaterial / Windeln, Gehhilfen, Spezialmatratzen / Pflegematratzen usw. Eine Auflistung über die einzelnen Hilfsmittel erhalten Sie hier.
  • Widerspruch einlegen, falls Hilfsmittel nicht genehmigt wurden. Die Mitarbeiter der Pflegekassen kennen den Patienten/Pflegefall meist nicht persönlich. Deshalb müssen Anträge oftmals auf Aktenlage entschieden werden. Da passiert es leicht, daß dringend benötigte Hilfsmittel abgelehnt werden. Ein klärendes Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter hilft unter Umständen schon weiter.
  • Jeder Pflegefall ist anders. Aber nicht immer ist ein klassisches Pflegebett notwendig. Manchmal reicht auch ein höhenverstellbares Seniorenbett aus. Zumal es auch sehr praktisch ist.
  • Prüfen ob ein Hausnotruf nötig ist (Kassenleistung – bei Bedarf).
  • Pflegehilfsmittel beantragen. Jedem Patienten mit Pflegegrad stehen monatlich Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro zu. Pflegehilfsmittel sind z.B. Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz, Einmalschürzen usw.
  • Wenn nötig, vom Pflegedienst Medikamente in Dispensern vorrichten lassen. Dazu ist eine ärztliche Verordnung nötig.
  • Was wird benötigt, um die Mobilität zu verbessern (Rollstuhl, Rollator, Elektromobil).
  • Krankenpflege in Anspruch nehmen. Krankenpflege wird von der Krankenkasse bezahlt – unabhängig vom Pflegegrad. (zum Beispiel: An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen, Zusammenstellen von Medikamenten).
  • Für Diabetiker kann medizinische Fußpflege beantragt werden.

 

Pflegebetten / Krankenbetten mit Komfortfunktion

Krankenbetten mit Komfortfunktion

 

Schwerbehindertenausweis

Meist ist ein pflegebedürftiger Mensch auch schwerbehindert. Eine Schwerbehinderung kann vieles sein. Auch psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel ein Burnout, kann zu einer Schwerbehinderung führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der Krankenkasse, ob bei Ihrem pflegebedürftigem Angehörigen eine Schwerbehinderung vorliegt.

  • Evtl. Schwerbehindertenausweis beantragen (finanzielle Vorteile, steuerliche Vorteile usw.).
  • Bei Krebspatienten sollten auf alle Fälle einen Schwerbehindertenausweis beantragen.
  • Wurde die Anerkennung einer Schwerbehinderung abgelehnt, kann auch hier wieder ein Widerspruch eingelegt werden.

 

Fahrzeugumbau

Bei einer schweren körperlichen Erkrankung oder Behinderung ist es dem Betroffenen oftmals nicht mehr möglich, sein Fahrzeug in gewohnter Weise zu benutzen. Es gibt spezielle Firmen, die individuelle Fahrzeugumbauten durchführen.

  • Muss ein Fahrzeug/PKW behindertengerecht umgebaut werden.

 

Reha / Kur

Es gibt die unterschiedlichsten Rehamaßnahmen um die physische und psychische Situation eines Erkrankten zu verbessern. Auch alte Leute können zum Beispiel noch eine geriatrische Reha erhalten. Bei Menschen mit einem Schlaganfall ist eine Reha wichtig, um Sprache und Motorik wieder zu aktivieren. Außerdem gibt es nicht nur vollstationäre Rehamaßnahmen, sondern auch ambulante.

  • Prüfen, ob durch eine Reha eine Verbesserung des jetzigen Zustands des Patienten erreicht werden kann. Sie sollten dann gemeinsam mit Ihrem Arzt eine Reha beantragen.

 

Sonstige finanzielle Unterstützung

Die häusliche Pflege erfordert viel Zeit und verwalterischen Aufwand. Schnell verliert man die Übersicht darüber, was einem an finanzieller Unterstützung noch so alles zusteht. Hier eine Übersicht dazu:

  • Finanzierung der Pflege durchkalkulieren / Diese Leistungen stehen Ihnen zu. Hier können Sie ausrechnen, wieviel Pflegegeld Ihnen nach Abzug der Rechnungen für den ambulanten Pflegedienst usw. bleibt.
  • Prüfen, ob die finanziellen Mittel für die Bezahlung ausreichen oder ob beim Sozialamt Hilfe zur Pflege beantragt werden muss.
  • Krankenfahrten (Fahrten zum Arzt, Zahnarzt, Physiotherapie, Dialyse, ins Krankenhaus, zur Reha): Fahrkosten werden unter bestimmten Voraussetzungen von der Kasse übernommen. Fahrkostenzuschuss beantragen.
  • Chronisch kranke Patienten haben eine Zuzahlungspflicht von 1 % des Brutto-Familieneinkommens anstatt von 2 %. Antrag auf chronisch krank stellen.
  • Befreiung von zuzahlungspflichtigen verordneten Hilfsmitteln, Anwendungen, Medikamente usw. beantragen (Zuzahlungsbefreiung).
  • Alle Rechnungen und Belege von verordneten Medikamenten, Hilfsmitteln und Anwendungen usw. sammeln und bei Erreichen der Belastungsgrenze Befreiung von Zuzahlungspflicht beantragen.
  • Von GEZ-Gebühren befreien lassen. Hier können Sie nachlesen, wer sich befreien lassen kann.
  • Stromkostenerstattung für von der Krankenkasse bezahlte, elektrisch betriebene Hilfsmittel beantragen.
  • Bei Pflegebedürftigkeit durch Unfall ist zu prüfen, ob durch eine Unfallversicherung Kostenübernahmen getätigt werden.

 

Hilfe für Pflegende

Die pflegenden Angehörigen sind der „größte Pflegedienst“ Deutschlands. Daher gibt es auch für die Pflegepersonen unter gewissen Voraussetzungen die eine oder andere Hilfe.

  • Unter bestimmten Voraussetzungen bezahlt die Pflegekasse für die pflegenden Angehörigen die Rentenbeiträge / muss beantragt werden. Werden mehrere Personen gepflegt (Additionspflege) können die Pflegezeiten addiert werden. Mittlerweile erhalten auch pflegende Rentner von der Pflegekasse weiterhin Rentenbeiträge bezahlt. Damit wird die eigene Rente aufgebessert. Mehr dazu siehe hier: So wirkt sich die flexible Teilrente auch für pflegende Rentner aus.
  • Eventuell einen Pflegekurs besuchen oder vom ambulanten Pflegedienst schulen lassen.
  • Als pflegender Angehöriger haben Sie das Recht auf eine medizinische Reha. Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

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Pflege im Heim

Der gesundheitliche Zustand kann sich bei jeder Person plötzlich rapide verschlechtern. Dies kann zur Folge haben, dass die Pflege zu Hause nicht mehr gewährleistet werden kann und eine Pflege im Heim notwendig wird. Es ist nicht immer ganz einfach, schnell einen Platz in einem guten Pflegeheim zu bekommen. Für diesen Fall ist es sinnvoll, unter Umständen bei einem favorisierten Pflegeheim auf der Warteliste zu stehen. Ein entsprechend klärendes Gespräch mit der Heimleitung, ob eine Aufnahme in die Warteliste möglich ist, wäre dann zu führen.

  • Prüfen, ob eine Pflege im Pflegeheim erforderlich ist.
  • Prüfen, mit welchen Kosten für das Pflegeheim zu rechnen ist.
  • Wer für die Kosten im Pflegeheim nicht selbst aufkommen kann, hat auch hier wieder die Möglichkeit, Hilfe zur Pflege zu beantragen.
  • Daß Kinder für die Pflegeheimkosten der Eltern nicht Haus und Hof verkaufen müssen, dazu erfahren Sie hier mehr. Außerdem kann ich Ihnen das Buch „Ratgeber Elternunterhalt – Pflege und Heim, wann müssen Kinder zahlen“ dazu sehr empfehlen.“
  • Mehrere Pflegeheime besichtigen und auswählen.
  • Wer sich nicht gleich für ein Pflegeheim entscheiden kann, hat auch die Möglichkeit des Probewohnens.
  • Bei Demenzpatienten mit Weglauftendenz ist unter Umständen ein Pflegeheim mit einer Spezialstation für Demenzpatienten notwendig (geschlossene Station) oder eine Demenz-WG.
  • Welche Möbel werden im Heim benötigt.
  • Bei Unterbringung im Pflegeheim fallen keine GEZ-Gebühren an – deshalb Pflegebedürftigen/Pflegefall bei der GEZ abmelden.
  • Bei einem Umzug ins Heim muß einiges beachtet werden. Schauen Sie deshalb meine Checkliste an.
  • Wer den Umzug nicht selbst durchführt, sollte rechtzeitig eine Umzugsfirma beauftragen.
  • Auch Bewohner von Pflegeheimen haben Anspruch auf Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel. Mehr dazu hier.

 

Steuerliche Vergünstigungen

Wer Steuern bezahlt, hat auch das Recht, Ausgaben entsprechend abzusetzen. Pflege ist teuer und deshalb sollten Sie als Steuerpflichtiger alle Rechnungen rund um die Pflege aufheben und bei der nächsten Steuer mit abrechnen.

  • Pflegende Angehörige können eine Steuerpauschale, den sogenannten Pflegepauschbetrag, bei der Steuer geltend machen.
  • Für alle Kosten, welche im Zusammenhang mit der Pflege selbst getragen werden müssen (Eigenkosten Umbau Wohnung/Haus, Eigenanteile für Pflegedienst oder Pflegeheim, Eigenanteile Medikamente, Elektromobil, Fahrzeugumbauten, Treppenlift usw.) die Belege aufheben und bei der Steuer des Pflegebedürftigen/Pflegefalls mit einreichen. Klären Sie mit Ihrem Steuerberater, welche Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich abzugsfähig sind.
  • Wenn Sie ihre pflegebedürftigen Vewandten finanziell unterstützen, können Sie dies unter gewissen Voraussetzungen ebenfalls steuerlich geltend machen.
  • Pflegeheimkosten, welche von den Pflegebedürftigen nicht selbst getragen werden können, müssen nicht ohne weiteres von den Angehörigen bezahlt werden.

 

Sterbebegleitung

Die Sterbebegleitung ist mit Sicherheit eine der schwerten Zeiten in der Pflege eines Angehörigen.

 

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