Probewohnen im Pflegeheim

Testen Sie zuerst ein Pflegeheim beim Probewohnen
Probewohnen im Pflegeheim: Testen, ob man mit der neuen Umgebung zurecht kommt

Oftmals ist eine Pflege zu Hause nicht realisierbar. Wer einen Angehörigen in ein Pflegeheim geben muss, möchte natĂŒrlich, dass es dem zu Pflegenden gut geht und das Pflegeheim auch gleichermaßen den WĂŒnschen und Vorstellungen der Angehörigen und des Patienten entspricht.

Schnell kommt die Frage auf: Welches Seniorenheim ist das richtige? Mit welchen Kosten muss ich fĂŒr das Pflegeheim rechnen? In welchem Altersheim ist mein Vater/meine Mutter oder mein Mann/meine Frau wirklich gut untergebracht? Eine Checkliste ist fĂŒr solch einen Fall ein hilfreiches Mittel.


Bitte nicht vergessen!
Mit einem Pflegegrad haben Sie Anrecht auf monatliche Pflegehilfsmittel.

Zuallererst könnte man Bekannte oder Verwandte fragen, die vielleicht etwas ĂŒber das von der Familie favorisiertes Pflegeheim wissen. Aber Empfehlungen sind immer nur subjektive Empfindungen eines Einzelnen. Idealer wĂ€re es, die Pflegeeinrichtung selbst etwas besser kennen zu lernen, persönliche EindrĂŒcke zu sammeln. Aber wie soll das gehen? Das Lösungswort lautet: PROBEWOHNEN!

Wußten Sie, dass sie das Recht haben, bis zu 14 Tage in einem Pflegeheim auf Probe zu wohnen. Der Gesetzgeber hat dies mit dem Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) möglich gemacht.

Warum sollte ein Probewohnen im Pflegeheim stattfinden?

 
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Der erste Eindruck eines Altenheims/Pflegeheims kann tÀuschen. Um eine optimale Unterkunft und Betreuung zu bekommen, ist ein kurzer Besichtigungstermin deshalb meist nicht ausreichend. Nur wer mehrere Tage das Umfeld beobachten kann, hat auch die Möglichkeit, sich einen umfassenderen Eindruck zu verschaffen.

WĂ€hrend der PflegebedĂŒrftige in einem Pflegeheim zur Probe wohnt, können folgende Kriterien besser beurteilt werden

  • Wie ist der Eindruck von der gesamten Einrichtung? Dies kann bei einem lĂ€ngeren Aufenthalt besser beurteilt werden als bei einem kurzen Besichtigungstermin
  • FĂŒhlt sich der Angehörige wohl in der Einrichtung?
  • Schmeckt dem Angehörigen das Essen?
  • Ist die Lage der Einrichtung fĂŒr den Angehörigen optimal?
  • Kommt der Patient mit dem Freizeit- und BeschĂ€ftigungsangebot zurecht?
  • Ist das Zimmer groß und hell genug?
  • Wie freundlich und zuvorkommend ist das Pflegepersonal?
  • Wie gut ist die Pflege?
  • Ist immer jemand von der Pflegedienstleitung oder der Heimleitung zu erreichen?

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Vorteile des Probewohnenes

Das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) ermöglicht ein Probewohnen von bis zu 14 Tagen. DafĂŒr ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Pflegeheim und dem PflegebedĂŒrftigen (bzw. dessen Vertretungsberechtigten) notwendig. Innerhalb dieser Zeit ist es möglich, dass nur einseitig der PflegebedĂŒrftige (oder dessen Vertretungsberechtigten) kurzfristig den Vertrag kĂŒndigen können.

Das bedeutet: Wenn dem PflegebedĂŒrftigen oder dessen vertretungsberechtigten Angehörigen die Pflege-Einrichtung nicht zusagt, kann gekĂŒndigt werden um sich eine passendere Pflegeeinrichtung zu suchen. Daher liegen die Vorteile klar auf der Hand:

  • Niemand muß sich im Vorfeld fest fĂŒr ein Altenpflegeheim entscheiden.
  • KĂŒndigung und Wechsel in eine andere Einrichtung innerhalb der ersten 14 Tage ist möglich.
  • Bei Nichtgefallen entstehen keine großen Umzugskosten und Umzugsarbeiten, da fĂŒr die ersten 2 Wochen des Probewohnenes nur das Nötigste ins Altenheim mitgenommen werden sollte. Was beim Umzug in ein Seniorenheim zu beachten ist, erfahren Sie auch in meinem Beitrag „Checkliste: Umzug ins Pflegeheim – was ist zu tun und was muß in den Koffer„.
  • Die Chance ist hoch, daß eine Pflegeeinrichtung gefunden wird, die sowohl dem zu Pflegenden als auch seinen Angehörigen angenehm ist.

Extra-TIPP

Die Angst, daß Kinder Haus und Hof verlieren, wenn Sie Ihre Eltern in ein Pflegeheim geben, ist unbegrĂŒndet. Auch kann von niemandem verlangt werden, daß er seine Wohnung oder sein Haus in dem er wohnt verkauft, um die Pflegeheimkosten fĂŒr einen Partner zu ĂŒbernehmen. Lesen Sie dazu meinen Beitrag Kinder mĂŒssen nicht zwingend fĂŒr Pflegeheimkosten der Eltern aufkommen.

📌 Lese-TiPP: Woran erkennt man ein gutes Pflegeheim.

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Quelle Bildmaterial: Fotolia#165079868  Â© Photographee.eu

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