Tipps zum Vorbeugen von Hautschäden bei Inkontinenz

Hautschäden bei Inkontinenz vermeiden
Inkontinenz kann schwere Hautschäden hervorrufen, bis hin zu Dekubitus

Hautsch√§den bei Inkontinenz kann schwerwiegende Folgen haben. Die Haut ver√§ndert sich mit zunehmendem Alter und hat daher Besonderheiten und Bed√ľrfnisse. Gesunde Haut ist gut durchblutet und elastisch und daher bei weitem nicht so empfindlich wie die Haut von √§lteren, kranken oder pflegebed√ľrftigen Menschen. Deshalb leiden auch so viele √§ltere Menschen an Hautsch√§den wie offenen Hautstellen, dem sogenannten Dekubitus.

Mit sinnvollen Maßnahmen kann jedoch sowohl in der häuslichen Pflege als auch in Pflegeheimen vorgebeugt und oftmals Dekubitus verhindert werden.

Hautveränderungen im Alter

Der Alterungsprozess befällt den ganzen Körper mit unterschiedlichen Auswirkungen. Bei der Haut treten folgende Veränderungen auf:


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  • Die Haut verliert an Elastizit√§t.
  • Die Altershaut wird durch Schwund an Unterhautfettgewebe und durch den Feuchtigkeitsverlust d√ľnner und besonders empfindlich.
  • Durch die mangelnde Durchfeuchtung wird die Haut trocken, rissig und beginnt zu jucken.
  • Durch die Trockenheit entstehen Falten und die Haut wird schlaffer.
  • Da die ganzen K√∂rperprozesse verlangsamt ablaufen, treten Wundheilungsverz√∂gerungen bis hin zu massiven Wundheilungsst√∂rungen auf.

Dekubitusprophylaxe in der Pflege

Lang anhaltender Aufliegedruck, Durchblutungsst√∂rungen, neurologische St√∂rungen, Inkontinenz, Stoffwechselst√∂rungen sowie Mangelern√§hrung sind Faktoren f√ľr die Entstehung eines Druckgeschw√ľres.

Eine sinnvolle Prophylaxe von Hautschäden bei Inkontinenz besteht aus einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen:

  • Druckentlastung, das bedeutet weiche Lagerung des Patienten und regelm√§√üiges Umlagern.
  • Verminderung der Risikofaktoren.
  • Mobilisation, das hei√üt Bewegungsf√∂rderung des Patienten.
  • Hautpflege und Hautschutz um Hautsch√§den vorzubeugen.
  • Eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr und eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ern√§hrung.


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Hautschäden bei Inkontinenz

Bestimmte Inhaltsstoffe aus dem Urin und Stuhl greifen die ‚Äěaltersschwache‚Äú Haut empfindlich an und schw√§chen diese.

Inkontinenz und Bewegungseinschr√§nkungen / Bewegungsbeeintr√§chtigungen beanspruchen durch den Druck oder die Feuchtigkeit die Haut in besonderem Ma√üe. Aber auch andere Risikofaktoren f√ľhren zu Hautsch√§den. Ein erh√∂htes Risiko f√ľr Hautsch√§den durch Inkontinenz besteht bei Menschen mit

Liegt eine Bettl√§gerigkeit vor, kommt es h√§ufig durch Wundliegen zu Druckgeschw√ľren. Auch in den Hautfalten k√∂nnen durch st√§ndige Reibung und in Verbindung mit Schwei√ü R√∂tungen und schmerzhafte Entz√ľndungen auftreten.

Was ist bei der Versorgung von Inkontinenzpatienten zu beachten?

Um Hautschäden bei Inkontinenz zu vermeiden, ist der Schutz und die Pflege der Haut extrem wichtig.

Wirksamer Hautschutz erfolgt

Studien belegen mittlerweile, dass dann eine optimale Dekubitusprophylaxe bei Inkontinenz gewährleistet ist, wenn

  • Eine gr√ľndliche und hautvertr√§gliche Reinigung vorgenommen wird
  • Die Haut mit einem optimalen Hautschutzmittel versorgt und behandelt wird
  • Gen√ľgend Zeit f√ľr die Inkontinenzversorgung zur Verf√ľgung steht
  • Das Inkontinenzmaterial h√§ufig und rechtzeitig gewechselt wird
  • Auf eine gute Qualit√§t der Inkontinenzmittel geachtet wird (je saugf√§higer die Windel, desto weniger Feuchtigkeit wird an die Haut abgeleitet)

Unterschiedliche Inkontinenzmaterialien

Auch das richtige Inkontinenzmaterial ist wichtig. Es wird unterschieden in Inkontinenzmaterial (Windeln) f√ľr Frauen und M√§nner. Je nach Schwere der Inkontinenz gibt es unterschiedlich saugf√§higes Inkontinenzmittel. Eine weitere Differenzierung besteht darin, ob nur Vorlagen/Einlagen benutzt werden oder Windelhosen.


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Welche Rolle spielt Hautschutz in der Dekubitusprophylaxe?

Die abgestimmte Hautbehandlung ist ein wichtiges Modul im Gesamtbehandlungskonzept der Dekubitusprophylaxe.

Die prinzipiellen Ver√§nderungen der Haut bed√ľrfen einer besonderen Pflege.

  • Diese beginnt mit der vorsichtigen Reinigung der Haut. Bei allen verwendeten Pr√§paraten ist die Vertr√§glichkeit zu beobachten.
  • Nach der Reinigung muss die Haut sorgf√§ltig getrocknet werden (NICHT mit Haartrockner).
  • Nach dem Reinigungsvorgang braucht die Haut dringend den richtigen Hautschutz.

Bei der Auswahl der Produkte die bei Pflegebed√ľrftigen eingesetzt werden, ist es angebracht, auf eine gute Hautvertr√§glichkeit zu achten.

H√§ufig werden zum Schutz der Haut im Windelbereich sogenannte okkludierende Pasten und Salben wie Melkfett, Vaseline oder Baby√∂l verwendet, um den Kontakt der Ausscheidungen mit der Haut zu vermeiden. Diese Pflegemittel erreichen jedoch das Gegenteil von dem, was erhofft wird, da sie einen Film √ľber der Haut bilden, so dass die Haut nicht mehr atmen kann und noch mehr austrocknet.

Zinkoxidpr√§parate halten zwar Stuhl und Harn gut ab, lassen sich jedoch nur m√ľhsam abwaschen. Au√üerdem kann durch die wei√üe Farbe der Paste die Haut nicht auf unerw√ľnschte Ver√§nderungen √ľberpr√ľft werden.

Ein anderes Hautschutzprinzip stellt der Hautschutzschaum dar. Der Schaum zieht in die Haut ein und bildet dort einen unsichtbaren Schutz gegen Schad- und Reizstoffe wie aggressive chemische Substanzen, Reinigungsmittel, Sekrete, Schmutz, u.v.m. So k√∂nnen unangenehme Hautreaktionen verhindert werden! Die nat√ľrlichen Hautfunktionen werden nicht beeintr√§chtigt.

Nachteile von Vaseline, Melkfett & Co.

Okkludierende und fetthaltige Cremes und Pasten wie Vaseline, Melkfett oder Babyöl weisen gravierende Nachteile auf und sind somit nicht zur Pflege von Dekubitus geeignet:

  • Die Haut trocknet noch mehr aus. Dadurch Abnahme der Festigkeit der Haut.
  • Zudem verstopfen und verkleben diese Produkte die Poren der Haut, wodurch keine Hautatmung und auch kein W√§rmeaustausch mehr stattfinden kann.
  • Die Saugf√§higkeit von Inkontinenzmaterial wird stark beeintr√§chtigt, da die Produkte die Oberfl√§che der Windeln verschmieren und verkleben.

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Fazit zu diesem Beitrag

Dekubitus und andere Hautsch√§den bei Inkontinenz k√∂nnten h√§ufiger vermieden werden, wenn eine gute Hygieneversorgung und ein optimaler Hautschutz gew√§hrleistet wird.

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Quelle Bildmaterial:#Canva-Member © for free von Kzenon

 

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