Typische Symptome einer Harn-Inkontinenz

Harn-Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz. Es gibt verschiedene Arten von Inkontinenz und jede Art hat ihre eigenen Symptome. Da Harn-Inkontinenz prinzipiell in die Behandlung eines Facharztes gehört, ist es auch wichtig, dem Arzt genau seine eigenen Symptome sagen zu können. Anhand der Symptome kann der Arzt dann einfacher feststellen, um welche Art der Inkontinenz es sich handelt und kann dann gezielt eine Behandlung einleiten.

Vorneweg sei gesagt: Inkontinenz ist keine eigenständige Krankheit sondern ein Symptom. Mit diesem Symptom zeigt der Körper an, dass irgendwo etwas nicht in Ordnung ist.

Überlaufinkontinenz

Die Bezeichnung ist sehr zutreffen. Die Blase läuft regelrecht über. Folgende Symptome kennzeichnen die Überlaufinkontinenz:

  • Tröpfelnder Urinverlust der sporadisch auftreten kann, aber auch dauerhaft.
  • Oft wird der Harnverlust (und damit die volle Blase) gar nicht bemerkt.
  • Die Blase entleert sich beim Toilettengang nicht vollständig.
  • Das Gefühl, ständig auf Toilette gehen zu müssen

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Streßinkontinenz / Belastungsinkontinenz

Da der Begriff „Stressinkontinenz“ häufig zu Missverständnissen führte, wird heute der Begriff Belastungsinkontinenz eher verwendet. Denn die Inkontinenz tritt nicht bei psychischem Stress auf, sondern bei physischer Belastung. Sobald die Blase körperlich belastet wird (zum Beispiel durch Druck auf die Blase oder durch Heben von Gegenständen), kann es zu Harnverlust kommen. Es wird zwischen drei Gradeinteilungen unterschieden.

  • Grad 1 der Belastungsinkontinenz trifft zu, wenn bei schwerer körperlicher Belastung wie zum Beispiel durch schweres Heben und Tragen aber auch Niesen, Husten oder Lachen Urin unkontrolliert abgeht.
  • Grad 2 der Belastungsinkontinenz trifft zu, wenn durch spontane Körperbewegungen wie Aufstehen, Hinsetzen aber auch beim Gehen Harn abgeht.
  • Grad 3 der Belastungsinkontinenz ist erreicht, wenn bereits im Ruhezustand, wie zum Beispiel beim Liegen, das Wasser nicht mehr gehalten werden kann.
  • Bei der Belastungsinkontinenz geht der Urin ohne Harndrang ab.

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    Dranginkontinenz

    Bei der Dranginkontinenz wird auch gerne von Reizblase oder überaktiver Blase gesprochen.

    • Die Betroffenen verspüren schlagartig einen extrem starken, schmerzhaften Harndrang, bei nicht voller Blase.
    • Der Harndrang ist oftmals so stark, dass die Betroffenen den Urin nicht mehr halten können und es nicht mehr auf die Toilette schaffen.
    • Von einer Dranginkontinenz wird gesprochen, wenn der spontane Harndrang häufiger am Tag eintritt.
    • Die Reizblase kann sich aber auch darin zeigen, dass ein dringender Harndrang besteht, es dann aber nicht oder nur zu einem geringen Harnabgang kommt.
    • Auch nachts müssen die Betroffenen häufiger schlagartig mit starkem Harndrang auf die Toilette.

    Mischinkontinenz

    Bei der Mischinkontinenz treten sowohl Symptome der Dranginkontinenz und der Belastungsinkontinenz auf. Da die Symptome sehr vielfältig sein können, ist es schwieriger, eine Mischinkontinenz klar zu diagnostizieren.

    Reflexinkontinenz

    Die Reflexinkontinenz tritt aufgrund von Krankheiten (z.B. Parkinsonerkrankung, nach einem Schlaganfall, einer Demenzerkrankung usw.) und Nervenstörungen (z.B. einer Querschnittslähmung, Rückenmarksschädigung usw.) auf.

    • Aufgrund der Nervenschädigung bzw. der Krankheit ist es den Betroffenen häufig nicht mehr möglich zu spüren, ob die Blase voll ist.
    • Damit zusammenhängend kann auch die Harnblasenentleerung nicht mehr willentlich gesteuert werden.

    Aufsaugende Hilfsmittel bei Inkontinenz

    Wer einen Angehörigen mit Inkontinenz/Blasenschwäche pflegt, ist manchmal unsicher, welche aufsaugenden Hilfsmittel es gibt, also welches Inkontinenzmaterial das richtige ist.

    Prinzipiell kann jedoch gesagt werden, dass die heutigen Inkontinenzprodukte sehr fortschrittlich sind und unangenehme Gerüche viel besser unterbunden werden als früher.

    Die Inkontinenzprodukte werden unterteilt in Gruppen. Damit die Betroffenen leichter erkennen, um welches Produkt es sich handelt, werden diese mit einer Tröpfchenskala auf der Verpackung gekennzeichnet.

    Produkte für leichte Harn-Inkontinenz

    Für leichte Harninkontinenz eignen sich Produkte wie Einweg-Vorlagen oder Slipeinlagen. Hier sind Produkte mit einer niedrigeren Tröpfchenanzahl ausreichend.

    Produkte für mittelschwere Inkontinenz

    Bei einer mittelschweren Inkontinenz kommen Einlagen/Vorlagen mit einer höheren Tröpfchenanzahl in Frage.

    Produkte für schwere Inkontinenz

    Bei einer schweren Inkontinenz werden enorm saugfähige Einlagen/Vorlagen mit maximaler Tröpfchenanzahl benötigt.

    Auch geschlossene Windelhosen sind für eine starke Harn- und Stuhlinkontinenz geeignet. Geschlossene Systeme haben eine höhere Saug- und Aufnahmefähigkeit als Einlagen/Vorlagen.

    Worauf ist bei den Inkontinenzprodukten zu achten

    So vielfältig wie die Arten der Inkontinenz, sind auch die Produkte. Deshalb ist die Tröpfchenanzahl nicht das Einzige, worauf beim Kauf geachtet werden muss.

    • Nehmen die Einlagen/Vorlagen den Urin nicht vollständig auf und läuft dieser seitlich aus, kann mit Fixierhöschen Abhilfe geschaffen werden. Diese stabilisieren die Einlagen und verhindern ein übermäßiges Rutschen.
    • Die Inkontinenzprodukte müssen bequem und passgenau sitzen. Nur so können sie einen optimalen Schutz bieten.
    • Die Hilfsmittel sind in verschiedenen Größen erhältlich. Sind Windelhosen zu klein, können sie reiben. Offene Hautstellen am Körper sind aber unbedingt zu vermeiden.
    • Für Männer und Frauen gibt es meist unterschiedliche Produkte.
    • Je besser die Inkontinenzprodukte passen, umso sicherer sind diese und umso unbeschwerter lässt es sich leben.

    Fazit

     

    Für jede Art von Inkontinenz gibt es die passenden Inkontinenzprodukte. Mit Produkten mit einem hohen Tragekomfort, die sich an die Körperbewegungen anpassen, kann wieder ein Stück Lebensqualität herbeigeführt werden.


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    Quelle Bildmaterial: Fotolia #41072966  © DOC RABE Media

    Otto Beier - Autor bei Pflege-durch-Angehoerige

    Gemeinsam mit seiner Frau betreut Otto Beier seit 2012 seine pflegebedürftigen Eltern und Schwiegereltern. Er gibt Insider-Tipps für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen und schreibt als Pflegender – direkt von der Front – über seine Erfahrungen mit dem Pflegedschungel.

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