So verhilft ein unabhängiger Pflegesachverständiger zum richtigen Pflegegrad

Ein unabhängiger Pflegesachverständiger, auch Pflegegutachter genannt, prüft, ob Sie den richtigen Pflegegrad haben und hilft Ihnen beim Beantragen des Pflegegrades oder beim Widerspruch.

Haben Sie den richtigen Pflegegrad?

Denn: Je höher der Pflegegrad, desto höher Ihre Pflegeleistungen.

Fakten zum Pflegegrad

Den pflegebedürftigen Menschen geht viel Geld verloren, weil

  • ein beachtlicher Teil der Pflegebedürftigen einen zu geringen Pflegegrad hat.
  • viele keinen Widerspruch einlegen, wenn der Pflegegrad abgelehnt wurde.
  • ein falsch formulierter Widerspruch meistens zur Ablehnung führt.
  • oft nur 1 Punkt fehlt, um in den nächst höheren Pflegegrad zu kommen.
  • nur 10 % der selbst gestellten Widersprüche von der Pflegekasse anerkannt werden.
  • Im Gegensatz dazu führen jedoch ca. 90 % der von Pflegesachverständigen gestellten Widersprüche zum Erfolg.

Ob Sie den richtigen Pflegegrad haben, kann Ihnen ein Sachverständiger sagen. Er prüft anhand Ihrer Arztberichte, Ihren körperlichen Einschränkungen und Ihren Defiziten, ob das Pflegegutachten, welches vom Medizinischen Dienst (MDK) erstellt wurde, richtig ist.

Warum der richtige Pflegegrad so wichtig ist

Laut “ZDF Frontal 21” geht man davon aus, dass mindestens jede zweite Pflegegrad-Einstufung falsch ist. Mit einer falschen Einstufung verlieren Sie richtig viel Geld. Wie drastisch sich das tatsächlich auswirkt, möchte ich Ihnen anhand der unten stehenden Tabelle verdeutlichen.

Pflegegrad 1: Viele der Erstantragssteller bekommen den Pflegegrad 1. Mit Sicherheit bei einigen berechtigt, aber bei vielen wäre ein höherer Pflegegrad angemessen. Getreu dem Motto: “Besser Pflegegrad 1, anstatt gar kein Pflegegrad”, wird dann kein Widerspruch eingelegt. Und hier beginnt das Dilemma. Denn:

  • Mit Pflegegrad 1 erhalten Sie Pflegeleistungen von 1.980 Euro im Jahr.
  • Mit Pflegegrad 2 erhalten Sie Pflegeleistungen von 25.524 Euro im Jahr.
  • Mit Pflegegrad 3 erhalten Sie dann schon 42.888 Euro Pflegeleistungen pro Jahr.
Im Unterschied zu Pflegegrad 1 erhält man im Pflegegrad 2 also 23.544 Euro pro Jahr mehr Pflegeleistungen. Und manchmal sind es nur 1 oder 2 Punkte die fehlen, um in einen höheren Pflegegrad zu kommen. Das muss nicht sein.

Anhand dieser Tabelle können Sie ersehen, welche Geld- und Sachleistungen Ihnen je Pflegegrad zustehen.

Leistungen der Pflegekasse PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
Pflegeleistungen monatlich in €uro
Pflegegeld 316 545 728 901
Pflegesachleistungen 0 689 1.298 1.612 1.995
Tages- und Nachtpflege 0 689 1.298 1.612 1.995
Entlastungsbetrag 125 125 125 125 125
Pflegehilfsmittel 40 40 40 40 40
+ ant. Leistungen auf den Monat umgerechnet          
Kurzzeitpflege 0 134 134 134 134
Verhinderungspflege 0 134 134 134 134
Gesamtanspruch Geld- und Sachleistungen im Monat 165 2.127 3.574 4.385 5.324
Gesamtanspruch Geld- und Sachleistungen im Jahr 1.980 25.524 42.888 52.620 63.888

Mit professioneller Unterstützung zum richtigen Pflegegrad

Erstantrag Pflegegrad

Mit professioneller Hilfe den richtigen Pflegegrad erhalten

Höherstufung Pflegegrad

Pflegegraderhöhung? Den Erhöhungsantrag richtig formulieren

Widerspruch Pflegegrad

Pflegegrad abgelehnt? Erfolreich Widerspruch einlegen.

Fragen und Antworten zum Thema Pflegesachverständiger

Hier finden Sie ausführliche Antworten zu den Fragen rund um das Thema Pflegegrad, Erhöhung Pflegegrad oder auch Widerspruch durch einen Pflegesachverständigen beantragen

FAQs Pflegegrad

Wann sollte ein Pflegegrad beantragt werden?

Pflegebedürftig ist man nicht erst, wenn man nicht mehr aufstehen kann und nur noch den ganzen Tag im Bett liegt. Das beginnt schon sehr viel früher.

  • Zum Beispiel können Menschen mit einer psychischen Behinderung pflegebedürftig sein. Auf den ersten Blick würden Sie die Defizite dieser Person gar nicht ansehen.
  • Nach einem schweren Unfall kann schnell eine Pflegebedürftigkeit auftreten, unabhängig vom Alter.
  • Ältere Menschen sind häufig in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und auf Hilfe angewiesen.
  • Auch schwere Erkrankungen wie ein Schlaganfall, Multiple Sklerose, Demenz usw. können zur Pflegebedürftigkeit führen – und das in jedem Alter.
  • Selbst kleine Kinder können schon pflegebedürftig werden und einen Pflegegrad erhalten.

Unser unabhängiger Pflegesachverständiger hilft Ihnen gerne bei der Beantragung des Pflegegrades. Vor der Antragstellung erfolgt eine Prüfung auf Erfolg. Damit haben Sie kein finanzielles Risiko

Wann sollte eine Höherstufung beantragt werden?

Wer bereits einen Pflegegrad hat, kann bei Verschlechterung der Pflegesituation eine Höherstufung beantragen. Auch hier ist es so, dass die Höherstufung häufig viel zu spät beantragt wird,

  • weil die Verschlechterung schleichend kam und niemand mehr daran dachte, den Pflegegrad erhöhen zu lassen.
  • weil befürchtet wird, dass der Antrag auf Höherstufung sowieso abgelehnt wird.

Wenn Sie Hilfe beim Höherstufungsantrag benötigen, hilft Ihnen unser geprüfter Pflegesachverständiger gerne weiter. Er wird als erstes prüfen, ob eine Höherstufung des Pflegegrades gerechtfertigt ist. Sie gehen somit kein finanzielles Risiko ein.

Wann sollte ein Widerspruch eingelegt werden?

Ein Widerspruch sollte immer dann eingelegt werden, wenn Sie das Gefühl haben, dass der erteilte Pflegegrad nicht den tatsächlichen Defiziten entspricht. Wie schon mehrfach beschrieben, werden häufig die Anträge auf Pflegeleistungen abgelehnt oder ein zu niedriger Pflegegrad wird angesetzt.

Wenn unser Pflegesachverständiger für Sie den Widerspruch einlegt, prüft er VORHER, ob der Widerspruch erfolgversprechend ist. Sie gehen also kein Risiko ein.

Pflegegraderhöhung für Angehörige im Pflegeheim

Sie haben keine finanziellen Vorteile, wenn Sie für Ihren im Pflegeheim wohnenden Angehörigen eine Erhöhung des Pflegegrades beantragen.

Wenn Ihr Angehöriger im Pflegeheim ist, brauchen Sie sich nicht um eine Pflegegraderhöhung kümmern. Im Pflegeheim bezahlen alle Heimbewohner den gleichen „Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil“. Hier spielt es also keine Rolle, welchen Pflegegrad Sie haben.

Lediglich das Pflegeheim wird Interesse an einer Höherstufung des Pflegegrades haben. Die Pflegekasse bezahlt bei einem höheren Pflegegrad dann dem Pflegeheimbetreiber höhere Pflegeleistungen.

Pflegegraderhöhung für Angehörige im Betreuten Wohnen

Im Gegensatz zur Unterbringung im Pflegeheim ist das “Betreute Wohnen” gleichzusetzen mit der häuslichen Pflege. Ältere Menschen mit Pflegegrad erhalten im Betreuten Wohnen genau so Pflegegeld wie zu Hause.

Deshalb ist es auch hier ganz wichtig, dass der richtige Pflegegrad zugeteilt wurde.

Welche Leistungen erbringt ein Pflegesachverständiger?

Für Laien ist es sehr schwer zu erkennen, ob der erteilte Pflegegrad korrekt ist oder nicht. Pflegesachverständige dagegen können prüfen, ob die Zuteilung des Pflegegrades mit den tatsächlichen physischen und psychischen Einschränkungen übereinstimmt.

Unser unabhängiger Pflegesachverständiger wird wie folgt vorgehen:

  • Zielgenaue und kompetente Erfassung Ihrer körperlichen und/oder psychischen Einschränkungen und Erkrankungen.
  • Erstellung eines Pflegegutachtens.
  • Antrag auf Pflegeleistungen stellen, incl. dem Pflegegutachten.
  • Komplette Übernahme des Schriftverkehrs mit der Pflegekasse.
  • Prüfung des vom MDK erstellten Gutachtens auf Richtigkeit. Bei Bedarf wird Widerspruch eingelegt.

Jetzt Pflegesachverständigen kontaktieren.

Unterschied zwischen Gutachter MDK und unabh. Pflegesachverständigem

Der Gutachter des Medizinischen Dienstes erstellt die Gutachten im Auftrag der Pflegekasse. Das bedeutet, die Pflegekasse ist der “Brötchengeber”. Je höher der Pflegegrad ausfällt, umso mehr muss die Pflegekasse Ihnen letztendlich bezahlen.

Ein unabhängiger Pflegesachverständiger arbeitet in Ihrem Auftrag und Ihrem Interesse. Er beurteilt objektiv Ihre Gesamtsituation und Ihre physischen/psychischen Einschränkungen und Erkrankungen. Er sorgt dafür, dass Sie zu Ihrem Recht kommen.

Was kostet ein Pflegesachverständiger?

Bevor Ihnen Kosten entstehen, wird geprüft, ob Ihr Antrag auf Pflegeleistungen, Ihre Höherstufung oder Ihr Widerspruch überhaupt Aussicht auf Erfolg hat. Diese Prüfung ist für Sie kostenlos. Somit ist Ihr Risiko gleich Null.

Besteht eine berechtigte Aussicht auf Erfolg, fallen folgende Kosten für Sie an:

  1. Wenn ein Pflegegrad, eine Höherstufung oder ein Widerspruch Aussicht auf Erfolg hat, wird eine Bearbeitungspauschale von 300 Euro + MWST fällig, sowie
  2. ein einmaliger Pflegegeld-Gegenwert des genehmigten Pflegegrades + MWST

Beispiel: Unser Pflegesachverständiger hat für Sie einen Pflegegrad beantragt und Sie haben Pflegegrad 2 erhalten. Dann fallen für Sie folgende Kosten an.

  • 300 Euro Bearbeitungspauschale
  • 316 Euro Gegenwert des Pflegegeldes (Stand 03/2020)
  • Gesamt 616 Euro + 19 % MWST = 733,04 Euro incl. MWST

Einschätzung zum Pflegegrad anfordern

Der Pflegesachverständige hilft Ihnen bei Streitigkeiten mit dem Versicherungsunternehmen und steht Ihnen kompetent zur Seite. Außerdem übernimmt er für Sie das Beantragen eines Pflegegrades, den Antrag auf Höherstufung des Pflegegrades und den professionellen Widerspruch bei der Ablehnung des Pflegegrades.

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