Hilfsmittel-Beratung für die häusliche Pflege

Ohne Hilfsmittel geht es in der Pflege meist gar nicht. Doch wissen Sie, welche Hilfsmittel es gibt? Unser Bereich Hilfsmittel-Beratung wird laufend ergänzt. Wir weisen auf Besonderheiten hin und klären auf, worauf Sie achten müssen

Wichtig: Hilfsmittel müssen richtig beantragt werden, damit Sie diese auch genehmigt bekommen. Dazu gibt es ein paar Tipps, die ich Ihnen in meinem Beitrag So werden Hilfsmittel beantragt zusammengestellt habe. Wurde Ihnen ein Hilfsmittel, das Sie berechtigterweise benötigen von der Pflegekasse abgelehnt, sollten Sie unbedingt Widerspruch gegen die Ablehnung des Hilfsmittels einlegen.

Welche Hilfsmittel es überhaupt gibt, habe ich in meinem Hilfsmittelverzeichnis für Sie zusammengstellt.

Aufstehhilfen, Umlagerungshilfen, Transferhilfen

Wer nicht mehr genügend Kraft in den Beinen oder Probleme mit den Gelenken hat, wird unsicher beim Aufstehen + Hinsetzen. Oftmals ist es den Betroffenen gar nicht mehr möglich, alleine aufzustehen. Die entsprechenden Hilfsmittel verschaffen sowohl den Pflegepersonen als auch den Patienten Erleichterung.

Bekleidung und Schuhe

Die richtige Bekleidung kann die Pflege erleichtern. Aktivoveralls oder spezielle Pflegewäsche für Menschen mit Demenz können verhindern, dass sich der Betroffene ungewollt auszieht. Inkontinenzwäsche hilft beim schnellen Wechsel des Inkontinenzmaterials. Für Rollstuhlfahrer gibt es Spezialkleidung, die ein bequemes Sitzen im Rollstuhl ermöglichen soll.

Demenz / Alzheimer

Menschen mit Demenz können mit der Zeit einiges an Hilfsmittel benötigen. Durch die beginnende Weglauftendenz müssen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Auch die Aktivierung und Beschäftigung ist für demente Menschen wichtig.

Duschen + Baden

Für bewegungseingeschränkte Menschen ist vor allem das Bad oft sehr problematisch. Hier gibt es sehr viele Hilfsmittel, die für die Sicherheit des Badbenutzers sorgen und so damit wieder mehr Selbstständigkeit erhalten.

Essen + Trinken

Um das selbstständige Essen und Trinken zu unterstützen, gibt es mittlerweile unzählige Hilfsmittel. Griffverstärker, spezielle Trinkbecher oder Teller mit Kipptechnik, Zerkleinerungshilfen, Schneidbretter uvm.

Schwerhörigkeit

Ältere Menschen leiden oft an einer unerkannten Schwerhörigkeit. Dieses Defizit kann zu Isolation und sogar Depressionen führen. Pflegende Angehörige sollten deshalb ein Augenmerk auf die Hörfähigkeit des Patienten haben und turnusmäßig den Ohrenarzt aufsuchen.

Einstellen eines Hörgerätes

Meine Lese-Empfehlungen:

Inkontinenz, Hygiene, Pflegehilfsmittel

Inkontinenz ist leider immer noch ein Tabuthema. Doch es gibt gute Hilfsmittel, die für mehr Sicherheit beitragen. Damit ist niemand mehr im täglichen Leben eingeschränkt. Für Menschen, die täglich Inkontinenzprodukte tragen, ist bietet eine Inkontinenzwäsche große Erleichterung. Die Inkontinenzwäsche verhindert ein verrutschen der Einlagen. Menschen mit einem Pflegegrad haben einen monatlichen Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro.

Medikamente

Medikamente sollten immer nach Anweisung des Arztes eingenommen werden. Das ist nicht nur in der Altenpflege wichtig, sondern gilt für alle Personen. Auch für die Medikamenteneinnahme gibt es entsprechende Hilfsmittel. So gibt es Produkte, die die Tabletten mörsern oder zerteilen. Weitere wichtige Produkte sind die Tablettenboxen in ihren verschiedenen Ausführungen, in denen die Medikamenten-Tagesrationen vordisponiert werden können.

Automatische Tablettenbox

Meine Lese-Empfehlungen:

Möbel + Betten

Auch im Bereich Möbel gibt es spezielle Ausführungen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und Behinderungen. Selbst Küchen können heute schon behindertengerecht geplant werden, so dass auch Rollstuhlfahrer eigenständig in der Küche arbeiten können. Höhenverstellbare Pflegebetten sind nicht nur für den Patienten eine große Erleichterung, sondern auch für die Pflegenden

Notrufsysteme + Seniorentelefon

Notrufsysteme gibt es sowohl für zuhause, also Hausnotrufsysteme, aber auch für unterwegs. Für Menschen die viel alleine sind, gibt es die unterschiedlichsten Lösungsmodelle, um mit einem Notrufsystem gut versorgt zu sein.

Rollator, Rollstuhl + Elektromobil

Diese Hilfsmittel sind für Mobilität und Sicherheit unerlässlich. Gerade für ältere Menschen ist das Schieben eines Rollstuhls sehr beschwerlich. Die elektrische Brems- und Schiebehilfe erleichtert nicht nur das Schieben, sondern hilft auch beim Abbremsen. Für Personen, die noch gerne mobil sein möchten, aber die Füße nicht mehr so mitmachen, sind dann natürlich die Elektromobile eine gute Möglichkeit, unbeschwert von A nach B zu kommen.

Sicherheit

Sicherheit muss bei pflegebedürftigen und älteren Menschen groß geschrieben werden. Stürze sollten vermieden werden. Dafür gibt es jede menge nützliche Hilfsmittel, die nahezu alle Lebenslagen abdecken.

Treppenlifte / Aufzüge / Senkrechtlifte / Pflattformlifte

Wer keine Treppen mehr überwinden kann, hat mehrere Möglichkeiten. In größeren Wohnanlagen sind Aufzüge ja meist schon vorhanden. In kleineren Wohnanlagen oder dem eigenen Haus sind Treppenlifte oder auch Homelifte eine Möglichkeit, um barrierearm von einer Etage in die andere zu kommen. Homelifte und Treppenlifte können sowohl innen als auch außerhalb des Hauses angebracht werden.

Treppenlift für gewendelte Treppen

Meine Lese-Empfehlungen:

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Informationen zu Hilfsmittel

Was ist der Unterschied zwischen Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel

Der Unterschied zwischen Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel besteht darin, wer die Kosten übernimmt. Wird das Hilfsmittel von der Krankenkasse bezahlt, heißt es “Hilfsmittel”, wird es von der Pflegekasse bezahlt, heißt es “Pflegehilfsmittel”. So kann zum Beispiel ein Krankenbett ein Hilfsmittel sein, weil die Kosten von der Krankenkasse erstattet werden – gleichzeitig kann es aber auch ein Pflegehilfsmittel sein, wenn es von der Pflegekasse bezahlt wird.

Fazit: Für den Hilfsmittelempfänger oder Hilfsmittelbeantrager gibt es keinen Unterschied, da es nur eine krankenkasseninterne Regelung ist.

Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden von der Pflegekasse bezahlt. Hier erhält jeder Pflegebedürftige pauschal für 40 Euro monatlich Pflegehilfsmittel. Darunter fallen Bettschutzeinlagen, Fingerlinge, Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen und Desinfektionsmittel. Wenn Sie diese Pauschale in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie diese bei der Pflegekasse beantragen.

Tipp der Online Hilfsmittel-Beratung: Es gibt aber auch die Möglichkeit, Pflegehilfsmittel als monatliches, kostenloses Abo zu beziehen. Sie erhalten dann einmal im Monat automatisch die von Ihnen ausgesuchten Pflegehilfsmittel kostenlose per Post zugesandt. Mehr dazu in meinem Beitrag Pflegebedürftige haben monatlichen Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel.

Im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes sind alle Hilfsmittel aufgelistet.

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