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Was ist beim Kauf von Rollatoren zu beachten?

Was ist beim Kauf von Rollatoren zu beachten?

Rollatoren oder auch Gehwagen sind Mobilitätshilfen und sind in der heutigen Zeit zur Erhaltung der eigenen Flexibilität und Selbstständigkeit nicht mehr wegzudenken. Der Rollator soll hierbei Sicherheit und Stabilität beim Gehen gewährleisten. Grundsätzlich aber sollen Rollatoren altersschwache oder mobilitätseingeschränkten Menschen die Mobilität erhalten. Mit einem Rollator haben Sie eine 3 in 1 Lösung.

Der Rollator dient als

  • Gehhilfe,
  • Sitzgelegenheit und
  • Einkaufswagen.

Auch ist es ein Vorteil, wenn der Rollator als Ablage für persönliche Dinge oder für den Einkauf benutzt werden kann. Rollatoren gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und zu ganz unterschiedlichen Preisen.

 

 

Auf was ist bei Rollatoren zu achten?

  • Der Rollator sollte stabil und auf die körperliche Konstitution des Benutzers angepasst werden können.
  • Wichtig sind hierbei die Höhenverstellbarkeit und das sichere Klemmen der Griffe.
  • Auch sollte auf das Gewicht des Rollators geachtet werden, da schwere Modelle schlecht über Bordsteinkanten und Treppen getragen werden können.
  • Zusätzlich sollte man sich überlegen, ob der Rollator nur für den Innenbereich oder Außenbereich oder für beides genutzt werden sollte.
  • Ein zusammenklappbares Model wäre für den Transport und zum Aufbewahren von Vorteil. Achten Sie außerdem auf ein TÜV-Prüfzeichen oder das Zeichen für GM („freiwillig geprüfte Medizinprodukte“) oder das GS-Zeichen für „geprüfte Sicherheit“.
  • Probieren Sie einfach vor der Kaufentscheidung mal ein paar Modelle aus, um ein Gefühl zu bekommen, ob das Modell für Sie geeignet ist.

 

Welche Modelle gibt es?

Grundsätzlich bemühen sich die meisten Hersteller, sichere, handliche und ergonomische Rollatoren herzustellen. Rollatoren sind in vielen Varianten und Modellen erhältlich.

  • Modelle aus Stahl, Carbon oder Aluminium
  • Leichtgewichtrollatoren
  • Schmale oder überbreite Ausführungen (XXL-Modelle)
  • Mit luftgefüllten Reifen oder Vollgummibereifung
  • Einfach faltbar und verriegelbar
  • Ausführungen mit 3 Rädern oder mit 4 Rädern
  • Rollator-Rollstühle – sogenannte 2 in 1 Rollatoren. Diese Kombination aus Rollator und Rollstuhl gibt den gehandicapten Menschen die Möglichkeit, längere Ausflüge zu machen wobei er selbst noch gewisse Strecken selbst läuft bzw. der Rollator schnell in einen Rollstuhl umgebaut wenn der Betroffene durch Ermüdung oder Schwäche nicht mehr gehfähig ist.
  • Rollatoren für den Außenbereich (sogenannte Outdoor-Rollatoren) bzw. für den Innenbereich (Indoor-Rollatoren)
  • Die meisten Rollatoren haben ergonomisch geformte Handgriffe mit Bremshebel, welche zum Klemmen der Bremsen sind. Manche haben auch eine Kipphilfe zum Überwinden von Hindernissen (Bordsteine oder Treppen). Lenkungsdämpfer helfen dabei, dass die Räder bei rauem Untergrund nicht flattern. Es gibt auch Modelle, die in zusammengefalteten Zustand sicher und frei stehen ohne umzufallen.

 

Für welches Gewicht sind die Rollatoren ausgelegt?

Der Standard-Rollator ist für ein Körpergewicht von circa 120 Kilogramm konzipiert. Die XXL-Rollatoren sind – je nach Modell – zum Teil bis 250 Kilogramm Körpergewicht geeignet. Der Vorteil von XXL-Rollatoren ist, dass auch übergewichtige/adipöse Menschen mit einem Rollator noch selbst gehen können und nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

 

Wer übernimmt die Kosten?

Rollatoren sind im Hilfsmittelverzeichnis der GKV unter der Gruppe 10 – Gehhilfen – verzeichnet und können somit vom Arzt verordnet werden, wenn dieser die notwendige Indikation sieht. Leider sind die vom Leistungsträger zur Verfügung gestellten Standardmodelle nicht immer die am besten geeignetsten. Oftmals sind sie auch sehr schwer und auch nicht gut zum Zusammenklappen.

Haben Sie sich dann für ein Modell entschieden, können Sie einen Preisvergleich machen. Es lohnt sich oftmals im Internet ein ansprechendes und leicht zu bedienendes Modell zu kaufen. Sie können dann auch mit Ihrem Leistungsträger sprechen, es gibt sicherlich die Möglichkeit einer Kulanzregelung. Das heißt: Manche Leistungsträger übernehmen auch die Kosten eines besseren Modells oder Sie müssen nur eine Zuzahlung leisten.

icon-book  Meine Leseempfehlung: So werden Hilfsmittel beantragt.

 

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Bildquelle: Fotolia 61821484