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Pflegegrade

Das Pflegegesetz ist sehr umfassend und als Laie ist es fast unmöglich zu wissen, auf was es im Pflegegesetz ankommt. Deshalb habe ich Ihnen hier in dieser Rubrik alles zusammengestellt was Sie über Pflegegrade und Pflegeleistungen wissen müssen.

 

Die Pflegegrade – Alles was Sie darüber wissen müssen

 

Wem steht ein Pflegegrad zu? Was ist beim Beantragen eines Pflegegrades zu beachten und wie kann ein Widerspruch eingelegt werden, wenn man glaubt, dass der Pflegegrad falsch ist? Welche Leistungen gibt es mit einem Pflegegrad und wie teuer ist eigentlich Pflegebedürftigkeit? Dies und vieles mehr zu den Pflegegraden 1 bis 5 lesen Sie hier Pflegegrade – Alle Informationen im Überblick.

 

Berechnung des Pflegegrades

Die Berechnung des Pflegegrades ist mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz für Laien etwas schwierig zu verstehen. Die Pflegebedürftigkeit wird anhand von 6 Modulen festgestellt und dann wird nach einem festgelegten Punktesystem der Pflegegrad berechnet.

Leichter geht das aber mit meinem kostenlosen Pflegegradrechner.

Alle Infos zum Berechnen des Pflegegrades erhalten Sie hier: Pflegestärkungsgesetz II: Wie wird der Pflegegrad berechnet?

 

Pflegegrad beantragen

Wenn Sie feststellen, dass Sie Hilfe und Pflege benötigen, sollten Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen. Wenn Sie im Krankenhaus oder einer Rehaklinik liegen, übernehmen auch die Sozialdienste das Beantragen des Pflegegrades, wenn Sie diese darauf ansprechen. Ansonsten können Ihnen aber auch Pflegestützpunkte beim Beantragen behilflich sein. Ich empfehle Ihnen auf alle Fälle, Hilfe in Anspruch zu nehmen, da beim Beantragen eines Pflegegrades viele Fehler begangen werden können. Sobald Ihr Antrag bei der Krankenkasse eingegangen ist, wird ein Gutachten über Ihre Pflegebedürftigkeit in Auftrag gegeben.

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Pflegegrad abgelehnt? So wird der Widerspruch eingelegt

Der Mitarbeiter des MDKs legt der Krankenkasse sein Gutachten vor, in dem er bereits eine Empfehlung auf den Pflegegrad gibt. In letzter Instanz entscheidet die Pflegekasse, welcher Pflegegrad gewährt wird. Sie erhalten dazu einen schriftlichen Bescheid von der Pflegekasse. Es ist aber auch möglich, dass der Antrag auf Pflegeleistungen abgelehnt wird. Wenn Sie pflegebedürftig sind und Ihr Antrag berechtigt war, sollten Sie unbedingt Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Das gilt auch, wenn Sie glauben, dass Sie einen zu geringen Pflegegrad erhalten haben.

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Sonderform – Pflegegrad 1

Der Pflegegrad 1 ist kein vollwertiger Pflegegrad, so wie zum Beispiel die Pflegegrade 2 bis 5. Im Pflegegrad 1 gibt es daher kein Pflegegeld und auch keine Pflegesachleistungen, dafür aber zum Beispiel Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen oder für Hilfsmittel zum Verbrauch. Was Sie über den Pflegegrad 1 wissen sollten, finden Sie hier: Pflegegrad 1 – Chance für finanzielle Unterstützung bei geringer Pflegebedürftigkeit.

 

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Feststellung Pflegebedürftigkeit

Voraussetzung, um überhaupt einen Pflegegrad zu erhalten, ist, dass eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Die Pflegebedürftigkeit wird durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) festgestellt. Dazu wird der Pflegegrad-Antragsteller im häuslichen Umfeld daraufhin begutachtet, wie selbstständig oder unselbstständig er die Aufgaben des täglichen Lebens noch ausführen kann. Auf Basis seiner Begutachtung wird dann ein Gutachten erstellt.

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Sie sollten gut vorbereitet sein, wenn der Gutachter des MDKs kommt. Denn schließlich ist das Ergebnis der Begutachtung ausschlaggebend, ob Sie einen Pflegegrad erhalten oder nicht. WeAnhand einer Checkliste können Sie sich auf die Fragen vorbereiten.

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Pflegeleistungen

Mit einer anerkannten Pflegebedürftigkeit und damit verbunden einem Pflegegrad, erhalten Sie diverse Leistungen von der Pflegekasse. Angefangen von Pflegegeld, Pflegesachleistungen bis zu Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege usw.

 

Pflegegeld

Wer einen Pflegegrad 2 bis 5 hat, erhält von der Pflegekasse Pflegegeld, falls er keine Pflegesachleistungen oder Kombipflege in Anspruch nimmt. Welche Voraussetzungen sind notwendig, um Pflegegeld zu erhalten? Was passiert bei einer Pflegeunterbrechung zum Beispiel bei einem Krankenhausaufenthalt? Wie hoch ist das Pflegegeld? Mit welchen Leistungen wie zum Beispiel Tages- und Nachtpflege kann das Pflegegeld kombiniert werden und vieles mehr lesen Sie hier: Pflegegeld – Was Sie wissen und beachten sollten.

 

Pflegesachleistungen

Unter Pflegesachleistungen versteht man die finanzielle Übernahme der Kosten des ambulanten Pflegedienstes für die häusliche Pflege. Doch es ist Vorsicht geboten: Wer Pflegesachleistungen in Anspruch nimmt, erhält weniger oder gar kein Pflegegeld mehr.

Alles wichtigen Informationen zum Thema Pflegesachleistungen lesen Sie bitte hier nach: Was Sie über Pflegesachleistungen wissen sollten.

 

Kombinationsleistungen

Kombinationsleistung ist die gleichzeitige Inanspruchnahme von Pflegesachleistungen und Pflegegeld. Das heißt, zwei Leistungen werden kombiniert. Das Pflegegeld verkürzt sich prozentual zu den in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen. Das bedeutet, je mehr Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden, umso weniger Pflegegeld wird ausbezahlt.

Wie die Kombinationspflege funktioniert, lesen Sie bitte hier nach: Kombinationspflege: Pflegegeld und Pflegesachleistung als Kombinationsleistung beantragen.

 

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Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich soll zum einen zur Förderung der eigenen Ressourcen der pflegebedürftigen Menschen dienen. Andererseits dient der Entlastungsbetrag aber auch für die pflegenden Angehörigen, um zum Beispiel im Haushalt entlastet zu werden.

Welche Möglichkeiten der Entlastungsbetrag bietet, für was er in Anspruch genommen werden kann, wie er abgerechnet wird uvm. erfahren Sie hier: PSG II verstehen: Das bringt der Entlastungsbetrag ab 2017.

 

Hilfe zur Pflege

Hilfe zur Pflege wird vom Sozialamt bezahlt. Ob die Kinder für die Pflege der Eltern aufkommen müssen, wo Hilfe zur Pflege beantragt und abgerechnet wird bzw. wer Anspruch auf diese Sozialleistung hat, finden Sie in diesem Beitrag: Hilfe zur Pflege – Wann übernimmt das Sozialamt die Pflegekosten.

 

Persönliches Budget

Beim persönlichen Budget hat der Pflegebedürftige die Möglichkeit, seine Pflegekräfte und Pflegeleistungen selbst einzukaufen. Er muß diese dann mit der Pflegekasse abrechnen. Das Persönliche Budget gibt den pflegebedürftigen Menschen mehr Freiheiten. Sie sind nicht mehr auf das Personal des Pflegedienstes angewiesen sondern können sich das Pflegepersonal und andere Leistungen selbst aussuchen.

Mehr zum Persönlichen Budget: Persönliches Budget

 

Pflegeleistungen

Pflegebedürftige erhalten von der Pflegekasse Pflegeleistungen in Form von Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege usw.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie hoch die Pflegeleistungen pro Pflegegrad sind Pflegestärkungsgesetz – Die neuen Pflegeleistungen ab 2017 auf einen Blick als Tabelle.

Und hier können Sie nochmals genau nachlesen, was sich mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz ab 01.01.2017 geändert hat: Das neue Pflegestärkungsgesetz – Alle Änderungen auf einen Blick.

 

MDK

Der medizinische Dienst der Krankenkasse – kurz MDK – hat eine Gutachterfunktion. Wird ein Pflegegrad oder ein Hilfsmittel beantragt, wird meistens von der Pflegekasse ein Gutachter des MDKs beauftragt um festzustellen, ob das beantragte Hilfsmittel oder der Pflegegrad berechtigt sind.

 

MDK-Begutachtung seit 2017

Seit 01.01.2017 gibt es neue Begutachtungsrichtlinien. Die Pflegebedürftigkeit wird jetzt nicht mehr nach Minuten berechnet sondern danach, wie selbstständig oder unselbstständig die zu begutachtende Person ist. Wer einen Pflegegrad beantragt oder auch eine Höherstufung, sollte wissen, was bei der MDK-Begutachtung auf ihn zukommt und wie diese abläuft. Mehr dazu erfahren Sie hier: Die neuen Pflegegrade: So erfolgt die MDK-Prüfung mit den neuen Modulen.

 

Fehler vermeiden bei der MDK-Begutachtung

Bei der MDK-Begutachtung geht es darum, ob Sie einen Pflegegrad erhalten und welchen. Die Höhe des Pflegegrades hat letztendlich gravierende Auswirkungen auf die Pflegeleistungen wie zum Beispiel das Pflegegeld. Deshalb sollten Sie gut vorbereitet sein auf die MDK-Begutachtung. Mehr dazu erfahren Sie hier: Tipps, wie Sie Fehler bei der MDK-Begutachtung vermeiden.

 

Rechner

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