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Hilfsmittel bei Schluckstörungen

Hilfsmittel bei Schluckstörungen

Wenn beim Schlucken Probleme auftreten, kann das verschiedene Ursachen haben. Dabei sind Schluckbeschwerden noch die harmlosere Variante. Sie treten häufig bei einer Entzündung im Hals auf. Problematischer können dagegen krankhafte Schluckstörungen, sogenannte Dysphagien, sein. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen deshalb einige Hilfsmittel bei Schluckstörungen vorstellen, die den Schluckakt erleichtern können.

 

Definition Dysphagie

Eine krankhafte Schluckstörung (Dysphagie) liegt vor, wenn Getränke oder Speisen nicht mehr vom Mund in den Verdauungstrakt gebracht werden können. Den Betroffenen ist es nicht mehr möglich, sowohl Speisen als auch Getränke so im Mund vorzubereiten, dass sie problemlos geschluckt werden können.

Eine Dysphagie kann gefährlich werden und gehört deshalb in ärztliche Behandlung.

 

Eine Dysphagie kann sehr gefährlich sein

Was mit dem Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben beginnt, kann unter Umständen zu einer krankhaften Schluckstörung werden. Das Verschlucken kann Atemnot und Erstickungsanfälle auslösen, im schlimmsten Fall können verschluckte Speiseteile in die Lunge gelangen und letztendlich eine Lungenentzündung hervorrufen. Ein gelegentliches Verschlucken ist jedoch noch keine Dysphagie.

Wichtig ist, dass Sie beim Verdacht auf eine Schluckstörung unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Er wird Sie eingehend untersuchen und die weiteren Behandlungsmaßnahmen, wie zum Beispiel eine Schlucktherapie, einleiten. Mehr über die Problematiken einer Schluckstörung lesen Sie bitte in meinem Beitrag „Warum eine Schluckstörung lebensbedrohlich sein kann“.

Ein weiteres Problem einer Schluckstörung ist, dass diese zu einer Mangelernährung führen kann.

 

Wie soll ich mich bei einer Dysphagie ernähren?

Menschen mit Schluckstörungen können herkömmliche Speisen oder Getränke nicht mehr ohne Probleme vom Mund in den Verdauungstrakt befördern. Sie verschlucken sich, müssen abhusten und haben die größten Schwierigkeiten, selbst kleine Häppchen zu schlucken.

Hat sich die Angst vor dem Schlucken bei dem Patienten manifestiert, wird häufig zu wenig gegessen und getrunken. Außerdem dauert der Essvorgang auch viel länger. Deshalb ist bei der Ernährung darauf zu achten, dass genügend Nährstoffe aufgenommen werden, um eine Mangelernährung zu vermeiden. Andererseits muß die Nahrung so zubereitet sein, dass sie gut geschluckt werden kann.

Je nach Schwere der Erkrankung müssen die Speisen eine solche Konsistenz haben, dass der Patient diese so unproblematisch wie möglich schlucken kann. Bei schweren Fällen muß das Essen ganz fein zu einer breiförmigen Konsistenz püriert werden. Damit soll dem Verschlucken so gut wie möglich vorgebeugt werden.

Auch das Trinken kann Probleme bereiten. Bei schweren Fällen von Schluckproblemen sind Getränke wie Tee, Kaffee, Säfte usw. zu dünnflüssig und diese sollten dann angedickt werden. Mit angedickten Flüssigkeiten kann ein Verschlucken verhindert werden. Entsprechende Andickungsmittel finden Sie hier.

Manche Nahrungsmittel, wie zum Beispiel krümeliges Brot oder Rohkostsalate, sind ab einem gewissen Stadium nicht mehr für Dysphagiepatienten geeignet. Mehr dazu lesen Sie bitte in meinem Beitrag „Richtige Ernährung bei Schluckstörungen – mit Rezeptvorschlägen“.

Und hier noch einige Rezepte, die Ihnen helfen, energiereiche und schmackhafte Zwischenmahlzeiten herzustellen:

 

Hilfsmittel bei Schluckstörungen

Warum benötigt man Hilfsmittel bei Dysphagie? Abhängig vom Grad der Erkrankung leisten Hilfsmittel wie spezielle Trinkbecher oder Tassen aber auch Spezialnahrung gute Dienste, um das Essen und Trinken für Menschen mit Schluckproblemen zu erleichtern. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln und Ersatznahrungen zählen daher wie folgt:

Dysphagiepatienten brauchen mit Fortschreiten der Krankheit spezielle Hilfsmittel, um das Schlucken zu erleichtern.

Hilfsmittel bei Dysphagie: Essen und Trinken

Die Firma Thomashilfen bietet ein komplettes Set, speziell für Dysphagie-Patienten an. Das Set beinhaltet:

  • 1 Teller mit Thermofunkion. Das Essen dauert bei Dysphagiepatienten oft relativ lang. Mit dem Spezialteller bleibt das Essen länger warm.
  • 1 Becher mit Trink-Trick. Viele können den Kopf nicht mehr in den Nacken legen. Der Trink-Trick-Becher ist innen so gestaltet, dass der Kopf nicht mehr so stark abgewinkelt werden muss.
  • 1 Trinkaufsatz, der verhindert, dass das Trinken verschüttet wird.
  • 1 Flexi-Löffel, der im Mund bleiben darf, da das Material weich ist.
  • 1 Tablettenhilfe, die sowohl als Aufbewahrungsbox, Tablettenzerkleinerer und Mini-Trinkbecher dient.

Die Box ist auch ein schönes Geschenk und erleichtert dem Patienten das tägliche Essen und Trinken.

Bezugsquelle: Hilfsmittel Dysphagie Essen und Trinken.

 

Trinknahrung

Trinknahrung kann entsprechend nach ärztlicher Empfehlung eingesetzt werden. Die Trinknahrung ist zum einen gut zu schlucken, zum anderen soll sie Mangelernährung ausgleichen oder verhindern. Mittlerweile gibt es auch Trinknahrung zum Löffeln, was einem Dessert sehr nahe kommt. Die Konsistenz der Trinknahrung zum Löffeln bleibt auch dann erhalten, wenn diese mit Speichel in Kontakt kommt.

Auch hier gilt wieder, unbedingt mit dem Arzt abstimmen, welche Trinknahrung empfohlen wird.

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Tiefgefrorene PüreeMenüs

Ich selbst habe schon mehrfach die winVitalis-Püree Menüs der Firma Apetito getestet und bin immer wieder begeistert, wie schmackhaft diese pürierten Fertig-Menüs sind. Die passierten Produkte sind fürs Auge ansprechend geformt und kommen der Originalform relativ nahe. Diese Gerichte haben den Vorteil, dass auch Fleisch und andere fasrige Produkte wie zum Beispiel Blaukraut so fein püriert sind, wie wir das zum Beispiel von einem Kartoffelpüree gewohnt sind.

Aber nicht nur Fleisch und Gemüse gibt es in Püreeform, sondern auch Gurkensalat oder Tomatensalat. Gerade die Salate bringen eine angenehme Frische ins Essen. Fürs Frühstück oder Abendessen wird püriertes Brot angeboten, das nach Belieben mit Butter, Marmelade oder Leberwurst bestrichen werden kann.

Diese pürierten Menüs bringen sehr viel Abwechslung in das tägliche Essen, was gerade bei Menschen, die sich nur von Pürierkost ernähren können, sehr wichtig ist. Die Abwechslung regt den Appetit an.

Mehr Informationen zu diesen Menüs erhalten Sie hier. Sie können die Produkte auch direkt über den winVitalis-Shop von Apetito bestellen.

 

Becher und Tassen für Dysphagiepatienten (Trinkhilfe)

Dysphagietassen und Dysphagietrinkbecher unterscheiden sich zu den herkömmlichen Tassen und Bechern gewaltig. Sie sind mit gewissen Spezialvorrichtungen ausgestattet, die das Trinken erleichtern.

  1. Der Provale-Trinkbecher hat eine Flüssigkeitsregulierung und gibt somit nur eine genau bemessene Trinkmenge von 10 ml Flüssigkeit ab. Damit soll das Verschlucken verhindert werden.
  2. Die Thermo-Trinkbecher von Ornamin ist eine Trinkhilfe mit einem speziellen Trink-Trick. Der Becher läuft im Innern konisch zu. Damit wird ebenfalls erreicht, dass der Kopf nicht in den Nacken gelegt werden muß. Es gibt diese Becher in verschiedenen Formen und Farben. Außerdem sind sie für die Mikrowelle geeignet.
  3. Bei anderen Dysphagiebechern ist zum Beispiel ein Ausschnitt für die Nase. Dadurch ist ein Zurücklehnen des Kopfes nicht mehr zwingend notwendig. Er soll auch das Auslaufen von Flüssigkeit am Mund verhindern.

Zu 1. Provale-Trinkbecher

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Zu 2. Becher mit Trink-Trick

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zu 3. Dysphagiebecher mit Nasenausschnitt

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Tablettenmörser + Tablettenzerteiler für das einfachere Schlucken von Medikamenten

Für manche Menschen ist die Einnahme von Tabletten ein Problem. Die Hilfsmittelbox für Tabletteneinnahme enthält alles, was das Einnehmen von Tabletten erleichtert.

Hilfsmittelbox Tabletten-Einnahme

Wann muss ich welche Tabletten nehmen? Habe ich heute Morgen meine Medikamente schon genommen? Zur richtigen Zeit die richtige Dosis an Medikamenten zu nehmen, ist wichtig. Falsch eingenommene Medikamente kann zu einem erheblichen Gesundheitsproblem führen und die Folgeschäden werden schnell unterschützt.

Die Firma Thomashilfen hat ein komplettes Hilfsmittelpaket für die korrekte Medikamenteneinnahme. Darin enthalten sind eine Tablettendose, ein Tablettenteiler und eine Tablettenraspel. Mit der Tablettenraspel können Tabletten fein gerieben werden und in Pulverform dem Essen oder einem Getränk beigegeben werden. Das ist gerade für Dysphagiepatienten, die oft ein Problem damit haben, die Tablette im Ganzen zu schlucken, eine große Erleichterung.

Mit der Tablettendose können Sie Ihre Medikamente einfach für den Tag vorsortieren und behalten den Überblick, welche Medikamente genommen wurden und welche nicht.

Geeignet für Patienten mit Dysphagie, Arthrose, Parkinson oder nach einem Schlaganfall aber auch für alle anderen, die Ihre Tabletten täglich vorbereiten möchten.

 Extra-Tipp:  Oftmals weiß man ja nicht, was man den Eltern oder Großeltern schenken soll. Die Hilfsmittelbox für die Tabletteneinnahme bietet sich da als ein schönes Geschenk an.

Bezugsquelle: Hilfsmittelbox für Tabletten

 

ACHTUNG: Nicht alle Tabletten dürfen geteilt werden. Bitte fragen Sie vorher Ihren Arzt oder Apotheker, ob die verordneten Medikamente geteilt oder zermahlen werden dürfen.

Und hier noch ein paar weitere praktische Helfer mit Mehrfachfunktionen. Je nach Modell kann man in ihnen die Medikamente lagern, zerteilen oder auch zermahlen.

 

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Tablettenboxen + Tablettenspender

Kein klassisches Hilfsmittel für Dysphagie-Patienten, aber trotzdem sehr praktisch, sind die unterschiedlichen Arten von Medikamentendosen und Dosierern. Mit ihnen können über einen längeren Zeitraum hinweg die Medikamente vorgerichtet werden. Diese gibt es mittlerweile schon mit Erinnerungsfunktionen.

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Andickungspulver für Getränke und Soßen

Die Getränke fließen für die Dysphagiepatienten meist zu schnell den Rachen hinunter. Der Patient kann dann das Schlucken nicht mehr steuern. Hier besteht große Gefahr, sich zu verschlucken.

Das Andickungspulver dient dazu alle Flüssigkeiten etwas anzudicken. So kann zum Beispiel aus einem Johannisbeersaft mit dem Andickungspulver eine dickflüssigere Masse zum Löffeln hergestellt werden. Es ist aber auch möglich, aus Saft schnell und einfach eine Art Wackelpudding zu kreieren. Ideal als Zwischenmahlzeit oder auch als Nachtisch. Aber auch gar zu dünne Suppen lassen sich mit dem Andickungspulver verstärken.

Die Problematik ist ja häufig, dass Dysphagiepatienten zu wenig trinken, aus Angst, sie könnten sich verschlucken. Mit den dickflüssigeren Produkten wird das Verschlucken minimiert aber andererseits auch Flüssigkeit zugeführt.

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Shaker für Andickungspulver

Falls das Pulver vielleicht doch etwas klumpt, kann auch ein Shaker verwenden. Mit einem Shaker können Sie schnell und klumpenfrei die Flüssigkeit mit dem Andickungspulver vermischen.

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Flexy-Löffel

Der Flexy-Löffel ist sehr weich. Auch gut geeignet, wenn die Pflegeperson das Essen anreicht. Der Löffel kann beim Essen im Mund bleiben, da er sehr weich ist. Außerdem besteht keine Verletzungsgefahr.

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Hilfsmittel zur Zubereitung von Pürierkost

Pürierkost können Sie entweder als Tiefkühl Püree Menü kaufen oder aber auch selbst zubereiten. Dazu benötigen Sie einen guten Mixer oder Pürierstab. Sie sollten darauf achten, dass Sie ein wirklich gutes Gerät kaufen, damit auch alles sämig klein püriert wird und keine stückigen oder fasrigen Essensteile im pürierten Brei verbleiben. Dies gilt sowohl für den Hochleistungsmixer als auch für den Pürierstab. Geräte, bei denen der Motor zu schwach ist, sind mit dem Pürieren von festeren Bestandteilen nicht geeignet.

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Meine Buchempfehlungen zum Thema Schluckstörungen

 

Was ist die Ursache von Schluckstörungen?

Schluckstörungen können mit fortgeschrittenem Alter auftreten, wenn die Muskelkraft einfach nicht mehr ausreichend vorhanden ist. Eine Schluckstörung kann aber auch eine Folgeerkrankung einer Krankheit sein, wie zum Beispiel einem Schlaganfall, ALS, Demenz, Parkinson usw.

Mehr über die Ursachen einer Schluckstörung finden Sie auch in diese Beitrag.

 

Ist eine Trinknahrung bei Schluckbeschwerden sinnvoll?

Eine Trinknahrung, auch Astronautennahrung oder Astronautenkost, ist speziell für unterschiedliche Krankheitsbilder entwickelt. So gibt es hochkalorische Trinknahrung für Menschen mit Untergewicht oder speziell mit Nährstoffen angereicherte Astronautennahrung für mangelernährte Menschen usw. Die Palette ist sehr umfangreich. Als zusätzliche Unterstützung kann sicherlich immer wieder mal eine Trinknahrung gegeben werden. Letztendlich sollte aber unbedingt der Arzt entscheiden, ob diese notwendig ist.

Ausführliche Informationen über Spezial-Trinknahrungen für die unterschiedlichen Erkrankungen erhalten Sie in meinem Beitrag „Aufbaunahrung: Gezielte Nährstoffzufuhr bei Mangelernährung“.

 

 

Wie erkennt man eine Dysphagie?

Eine Schluckstörung bedeutet nicht nur, dass das Essen oder das Getränk nicht vom Rachen in die Speiseröhre verschluckt werden kann. Die Schluckstörung beginnt schon damit, dass bei vielen Menschen das Essen nicht zu einem Speisenbrei zerkleinert und geformt werden kann. Insgesamt gibt es 4 Phasen für den Schluckakt, die den Betroffenen Probleme beim Essen und Schlucken bereiten können.

Ob nun das Verschlucken, das ewige Räuspern und Hüsteln beim Essen schon eine krankhafte Schluckstörung sein kann oder nicht, können Sie anhand eines einfachen Selbsttests schon vorab etwas einschränken. Hier geht es zum Dysphagie-Selbsttest.

Aber auch in meinem Beitrag „Richtige Ernährung bei Schluckstörungen – mit Rezeptvorschlägen“ finden Sie nochmals ausführliche Erklärungen zur Diagnose einer Dysphagie.

Auch hier gilt jedoch, dass Sie Ihre Bedenken unbedingt mit einem Arzt besprechen sollten.

 

Mangelernährung als Folge einer Dysphagie

Wie schon weiter oben erwähnt, können die Folgen einer Schluckstörung sehr gravierend sein. Deshalb darf die Mangelernährung – also eine Unterversorgung von wichtigen Nähr- und Vitalstoffen – nicht unterschätzt werden. Gerade bei älteren Personen kann eine Mangelernährung wieder weitere Folgen mit sich bringen. Ein ewiger Teufelskreis kann entstehen. Deshalb möchte ich Sie in diesem Kontext noch auf meine Beiträge„Mangelernährung im Alter – Ursache, Folgen und Vermeidung“ sowie „Wie kann man Mangel- und Unterernährung bei älteren und kranken Menschen entgegenwirken“ aufmerksam machen. Manchmal kann man mit einfachen Mitteln einer Mangelernährung vorbeugen.

 

Weitere Beiträge zum Thema häusliche Pflege

 

Quelle Bildmaterial: Fotolia #125049760 © Andrey Popov