Sozialamt zahlt Zuschüsse für Verpflegung durch Essen auf Rädern

Wer krank, alt, behindert oder pflegebedürftig ist, kann sich oftmals nicht mehr selbst mit Essen versorgen.

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© Bildrechte: apetito AG Landhausküche

Zum einen können der Weg zum Einkaufscenter und das Tragen von Tüten sehr beschwerlich oder gar unmöglich sein.

Zum anderen ist diesem Personenkreis das Zubereiten der Speisen oft aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht mehr möglich. Die Essensversorgung wird zum Problem.

Sich dann jedoch nur noch von dünnen Süppchen zu ernähren, führt schnell zu Mangelerscheinungen. Dabei ist eine warme, nährstoffreiche und ausgewogene Mahlzeit am Tag für den Körper sehr wichtig.

Um sich aber auch im Alter oder bei Krankheit abwechslungsreich zu ernähren, sind Menübringdienste wie zum Beispiel Essen auf Rädern eine gute Alternative. Die Mahlzeitendienste liefern das Essen wahlweise fertig gekocht und in heißem Zustand oder tiefgefroren an. Die Menüs sind für nahezu alle Personen geeignet, da viele Spezialmenüs für besondere Krankheitsbilder wie Diabetes, Glutenunverträglichkeit, Schluckstörungen usw. angeboten werden.

Für Menschen mit ausgeprägten Kau- und Schluckstörungen werden ansprechende Püreemenüs angeboten. Vereinzelt gibt es sogar Anbieter, die Püreemenüs herstellen, die den Originalspeisen von der Optik her nachempfunden sind.

 

 

Vor- und Nachteile von Essen auf Rädern

Der Vorteil der Menüs ist, dass eine einseitige Ernährung vermieden und damit verbunden einer Mangelernährung durch ein Vitamin- und Nährstoffdefizit entgegengewirkt werden kann. Außerdem wird das Essen täglich heiß angeliefert und für den Patienten entfällt damit das Kochen. Vielen Menschen bleibt allein schon dadurch der Umzug in ein Pflegeheim erspart. 

Der Nachteil ist, dass Fertigmenüs in der Regel teurer sind, als selbst zu kochen.

Wer sich diese Mehrkosten nicht leisten kann, hat die Möglichkeit, beim zuständigen Seniorenbüro bzw. Sozialamt einen Zuschuss zu erhalten. Das bedeutet zwar nicht, dass die Kosten für die Fertigmenüs komplett bezahlt werden, sondern lediglich – je nach persönlicher finanzieller Situation – ein Teil davon übernommen wird. 

 

 

Wer bekommt Zuschüsse für die Fertigmahlzeiten?

Der Mehrbedarf/Sonderbedarf, unter anderem auch für Menüdienste wie Essen auf Rädern, ist im Sozialgesetzbuch § 30 SGB XII geregelt.

Die Zuschüsse werden in der Regel vom örtlichen Sozialamt (oder Seniorenbüro) geleistet und sind an folgende Voraussetzungen gebunden.

Zuschüsse erhalten Personen, die krank, genesend, behindert oder von einer Krankheit oder von einer Behinderung bedroht sind und einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen und es sich finanziell nicht leisten können, die Mehrkosten für die Menüs zu bezahlen. Anbieter für Essen auf Rädern finden Sie hier.

Dies sind vorrangig Empfänger von Sozialhilfeleistungen. Aber auch Personen mit einem sehr niedrigen Einkommen, die keine Sozialhilfe erhalten oder beantragt haben, können unter Umständen einen Zuschuss erhalten.

Über die Höhe der Zuschüsse entscheidet jede Kommune/Stadt selbst. Ebenso legt die Kommune fest, wer auch ohne Sozialhilfebezug einen Zuschuss für die Krankenkost bekommt. Es kann also keine allgemeingültige Aussage getroffen werden, wer mit welchen Zuschüssen zu rechnen hat.

 

Wo kann ich Essen auf Rädern bestellen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Essen auf Rädern zu beziehen.

Sehr umfangreich und abwechslungsreich sind auch die Anbieter aus dem Internet. Hier kann ich zum Beispiel die Firma Apetito empfehlen. Ich hatte selbst einmal die Möglichkeit, die Betriebsstätten vor Ort zu besichtigen und auch einige der Mahlzeiten zu probieren. Apetito arbeitet ohne Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe. Ein weiterer Vorteil ist, dass Apetito auch Püreemenüs anbietet, die wirklich ganz hervorragend sind. Diese Püreemenüs sind geeignet für Menschen mit Schluckbeschwerden die nicht immer nur Kartoffelbrei essen möchten.

BezugsquelleHier können Sie das Essen auf Rädern direkt aussuchen und bestellen.

Essen auf Rädern können Sie bei einem örtlichen Anbieter bestellen. Fragen Sie bei einem Pflegestützpunkt nach, welcher Mahlzeitendienst bei Ihnen vor Ort ist.

 

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Sind die Mehrkosten für die Menüs steuerlich absetzbar?

Krankheitskosten sind vom Grund her als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig. Die Kosten für Diätlebensmittel und Spezialnahrung wegen Unverträglichkeiten usw. sind dagegen nicht steuerlich abzugsfähig. Das bedeutet leider, dass auch die Menüs von Lieferdiensten nicht steuerlich abzugsfähig sind.

 

Weitere Informationen bezüglich der Bezuschussung für Menü-Bringdienste

  • Die Anbieter der mobilen Bringdienste beraten in der Regel umfassend, welche Behörde zuständig ist.
  • Weiterhin können Ihnen die Pflegestützpunkte Auskunft geben
  • Ausführliche Informationen erhalten Sie auch hier

 

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