Angststörungen im Alter. Ursachen, Symptome, Behandlung

Angststörungen im Alter. Was können die Betroffenen und Angehörigen machen.
Angstst√∂rungen oder Angstzust√§nde sollten fr√ľhzeitig behandelt werden, um eine Chronifizierung der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Angst krank macht. Angststörungen und Angstsyndrome können in jedem Alter auftreten. Bei Senioren im höheren Alter sind sogar mehr als 10 % davon betroffen. Somit sind die Angststörungen bei Senioren eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Problematisch ist jedoch, dass diese Erkrankung bei älteren Menschen häufig nicht erkannt oder unterschätzt wird. Das kann schwerwiegende Folgen mit sich bringen und Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken.

Wir zeigen Ihnen, welche Symptome auf Angstst√∂rungen hindeuten und wie Sie die pflegebed√ľrftigen Menschen unterst√ľtzen k√∂nnen.

Was ist eine Angststörung?

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Von einer Angststörung spricht man, wenn die Angst zu lange und zu intensiv anhält und zu häufig auftritt.

Eine gewisse Angst ist normal. Zum Beispiel die Angst davor, eine Rede zu halten oder fremde Menschen nach dem Weg zu fragen. Wenn man sich der Angst stellt, wird man feststellen ‚Äěach, das war ja jetzt gar nicht so schlimm‚Äú.

Bei einer Angstst√∂rung ist das jedoch anders. Die Betroffenen haben vor ungef√§hrlichen Situationen eine √ľberh√∂hte Angst, die in keinem Verh√§ltnis zur tats√§chlichen Gefahr steht. Sie f√ľrchten sich vor Dingen, Orten oder Situationen, vor denen andere keine Angst haben.

Kernproblem

Obwohl die Betroffenen wissen, dass sie sich in keiner bedrohlichen Situation befinden, sind sie unfähig, die Situation und sich selbst zu kontrollieren. Stattdessen steigt Angst in ihnen auf. Klassische Symptome wie Zittern, Atemnot, Herzrasen, Übelkeit usw. können auftreten.

Auch die Angst vor dem Fliegen geh√∂rt zu den Angstzust√§nden. F√ľr manche Betroffene reicht es schon aus, z.B. den Partner zum Flughafen fahren zu m√ľssen um bei sich selbst die Flugangst auszul√∂sen. Hieran l√§sst sich erkennen, dass keine reale Gefahr besteht, weil der Betroffene ja gar nicht fliegen wird.

Wie entwickelt sich eine Angststörung bei älteren Menschen?

Angstst√∂rungen bei Senioren werden h√§ufig untersch√§tzt und als Ph√§nomene ‚Äěnormalen Alterns‚Äú missdeutet. Doch das zur√ľckliegende Leben brachte vieles an negativen Erfahrungen und Einfl√ľssen, Traumen, ver√§nderte Lebenssituationen mit sich, die bew√§ltigt werden mussten und m√ľssen. Dazu geh√∂rt z.B. der Verlust eines Kindes oder Ehepartners, l√§ngere Arbeitslosigkeit, die Kinder gehen aus dem Haus und hinterlassen eine gro√üe Leere, schwere Erkrankungen oder die h√§usliche Pflege eines Angeh√∂rigen.

Hat man endlich nach vielen Jahrzehnten Berufst√§tigkeit und Kindererziehung das Rentenalter erreicht, kommt die Zeit, wo man sich seiner eigenen gesundheitlichen Einschr√§nkungen und auch seiner Endlichkeit bewusst wird. Es wird einem klar, dass man √ľber kurz oder lang von anderen Personen abh√§ngig sein kann, weil das eigene Leben alleine nicht mehr zu bew√§ltigen ist. Qu√§lende Gedanken kommen auf:

  • √Ąngste in Bezug auf die Gesundheit: Mein K√∂rper und Geist bauen immer weiter ab. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Erkrankungen hinzu, die bestehenden verschlimmern sich. Wo f√ľhrt das hin? Werde ich wom√∂glich von einem Rollstuhl abh√§ngig? Werde ich pflegebed√ľrftig? Was ist, wenn ich Demenz bekomme? Wer ist dann f√ľr mich da? Muss ich dann ins Pflegeheim?
  • Angst vor der Abh√§ngigkeit von anderen: Die Arbeit im Haus und Garten wird immer anstrengender. F√ľr viele Arbeiten, die man fr√ľher selbst machen konnte, wird man von anderen Personen abh√§ngig. Wer hilft und unterst√ľtzt mich?
  • Finanzielle √Ąngste: Reicht meine Rente f√ľrs t√§gliche Leben? Kann ich meine Miete noch bezahlen und wer finanziert das, wenn ich pflegebed√ľrftig werde?
  • Angst vor dem Tod: Letztendlich aber auch das Auseinandersetzen mit dem eigenen Tod oder dem Verlust des Partners. Die Angst, alleine sterben zu m√ľssen.

Irgendwo in den unterschiedlichsten Lebensphasen k√∂nnen sich immer wieder √Ąngste entwickeln, die unter Umst√§nden zu einer (chronischen) Angstst√∂rung f√ľhren.

Leider kommen zur krankhaften Angst oft noch eine Depression und/oder eine Suchterkrankung dazu, was die Situation noch verschlimmert. Depressionen k√∂nnen ‚Äď je nach Charakter des Betroffenen ‚Äď auch in Aggression umschlagen.


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Weder die Betroffenen selbst noch die Angeh√∂rigen sind auf solche Situationen vorbereitet. Die Familienmitglieder stehen dem Problem h√§ufig hilflos gegen√ľber und sind auch √ľberfordert. Denn weder Panikattacken noch Drogen- und Alkoholkonsum lassen sich kontrollieren, nicht vom Betroffenen und auch nicht von den Angeh√∂rigen. Scham und Sprachlosigkeit auf beiden Seiten spielt dabei eine gro√üe Rolle.

Unser Tipp

Was können Angehörige also tun, wenn ältere Familienmitglieder an einer Angsterkrankung leiden?

‚§Ď Die gute Nachricht ist: Eine Menge!
‚§Ď Die weniger gute Nachricht ist: Es braucht viel Einf√ľhlungsverm√∂gen, Fingerspitzengef√ľhl und die gute Zusammenarbeit mit allen, die um den Betroffenen leben.

Wenn die Angst chronisch wird

Am Beispiel der Sturzangst lässt sich leicht erkennen, wie schnell eine Angst chronisch werden kann. Ein Sturz im Alter ist meist nicht ganz einfach. Vor allem wenn dann vielleicht noch ein Knochenbruch mit einhergeht. Es entsteht ein Teufelskreis aus:

  • Sturzangst: H√§ufig entwickeln die Betroffenen nach einem Sturz eine panische Sturzangst. Nicht selten zieht ein Sturz weitere k√∂rperliche Einschr√§nkungen mit sich. Die Betroffenen werden unsicher und √§ngstlich.
  • Vermeidungsstrategie: Weil die √§lteren Menschen f√ľrchten, wieder zu st√ľrzen, vermeiden sie alle Unternehmungen, die zu einem erneuten Sturz f√ľhren k√∂nnten. Sie gehen nicht mehr spazieren, haben Angst vor Treppen, gehen nicht mehr einkaufen.
  • Abbau der Muskeln: Die Beine werden immer weniger belastet, die Muskulatur wird schw√§cher und die F√§higkeit, das Gleichgewicht zu halten wird immer weniger.
  • Erneute St√ľrze: Dadurch kann es sehr viel schneller zu erneuten St√ľrzen kommen.

Wird dieser Teufelskreis nicht unterbrochen, kann sich eine chronische Sturzangst entwickeln.

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Wann wird Angst krankhaft?

Wenn wir uns in einer bedrohlichen Situation befinden, ist eine ‚Äěgesunde Angst‚Äú normal und sogar hilfreich. Ist die Gefahrensituation vorbei, geht die Angst weg. Ist dies jedoch nicht der Fall und die Angst begleitet die Betroffenen quasi auf Schritt und Tritt, muss davon ausgegangen werden, dass eine krankhafte Angst vorliegt.

Angst ist dann krankhaft,

wenn sie f√ľr die Betroffenen oder deren Familienmitglieder zum Problem wird.

Das ist dann der Fall, wenn die Betroffenen

  • wegen ihrer Erkrankung ihr Leben umstellen – also ihr Leben an die Krankheit anpassen – m√ľssen. Z.B., wenn die Gro√ümutter Angst vor St√ľrzen hat und sich nicht mehr traut, ohne Hilfe zu laufen.
  • st√§ndig √ľber ihre Angst nachdenken.
  • depressiv werden oder gar Selbstmordgedanken haben.
  • zu Alkohol, Beruhigungsmittel oder anderen Drogen greifen, um ihre Krankheit und die damit verbundenen Einschr√§nkungen zu ertragen.
  • ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen k√∂nnen.
  • keine sozialen Kontakte mehr pflegen, weil sie vielleicht Angst davor haben, auf der Stra√üe zu st√ľrzen oder unterwegs √ľberfallen zu werden oder es nicht mehr auf die Toilette schaffen und sich einn√§ssen uvm.

Je mehr sich die Erkrankten aus Angst zur√ľckziehen, umso mehr leidet die Lebensqualit√§t.

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Kann Angst auch hilfreich sein?

Dies ist zu bejahen, denn ein pl√∂tzlich auftretendes Angstgef√ľhl sch√ľtzt uns davor, uns in eine Gefahr zu begeben. Eine gesunde, positive und sch√ľtzende Angst hilft uns dabei, sicher durch das Leben zu gehen.

H√§tten wir diese gesunde Angst nicht, w√ľrden wir vielleicht unbedarft auf einer Safari versuchen, einen L√∂wen zu streicheln oder bei einem Kletterausflug eine Klippe hinunterspringen.

Fazit

Eine gesunde Angst bewahrt uns also vor leichtsinnigem, un√ľberlegtem Handeln.
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Unterscheidung Angststörung mit und ohne konkreten Auslöser

Es gibt Angststörungen,

  • die einen konkreten Ausl√∂ser haben. Dazu geh√∂ren die Phobien. Bei Menschen mit einer Spinnenphobie l√∂st z.B. der reine Anblick einer Spinne die Angstst√∂rung aus. Weitere sehr h√§ufige Phobien sind die Platzangst, H√∂henangst, Klaustrophobie, Sozialphobie uvm.
  • die KEINEN konkreten Ausl√∂ser haben, also kein ersichtlicher Grund f√ľr die Angst erkennbar ist. Dazu z√§hlen die Panikst√∂rungen und die generalisierten Angstst√∂rungen. Die Betroffenen leben quasi in einer Dauerangst.

Was ist eine Panikstörung?

Bei einer Panikst√∂rung √ľberkommt die Betroffenen eine Panikattacke wie aus heiterem Himmel. Von jetzt auf gleich kommt es zu schweren Angstzust√§nden, deren Ausl√∂ser der Betroffene oftmals gar nicht nachvollziehen kann.

Bei einer Panikstörung kommt es zu einer hohen Stressreaktion mit einem massiven Adrenalinschub. Folgende Symptome sind typisch:

  • Atemnot mit Lufthunger,
  • Herzrasen ggf. mit Herzrhythmusst√∂rungen,
  • kalte H√§nde und Beine (Extremit√§ten),
  • blaue Lippen und bl√§uliche Mundschleimhaut,
  • Fahrigkeit, Verwirrtheit, Zittern,
  • √úbelkeit, Erbrechen, Diarrhoe.

Aufgrund der Symptome glauben die Betroffenen z.B., dass sie einen Herzinfarkt h√§tten. Alle Symptome sind willk√ľrlich ausl√∂sbar durch einen konkreten Anlass f√ľr die Angst, wie z.B. Angst

  • vor dem Alleinsein,
  • vor dem Krankenhaus,
  • vor dem Verlust des gewohnten Zuhauses,
  • vor Schmerzen am Lebensende,
  • vor dem Tod,
  • oder auch nicht zu benennen vom Betroffenen, da die Elterngeneration, die wir heute im hohen Lebensalter betreuen, h√§ufig nicht gelernt hat sich zu reflektieren und dar√ľber zu sprechen. Sie ziehen es oft vor zu schweigen.

Um keine weiteren Panikstörungen zu bekommen, meiden die Betroffenen die Situationen oder Orte, an denen Sie bereits eine Panikattacke erlitten haben. Leider schränkt dieses Vermeidungsverhalten die persönliche Freiheit, Lebensqualität und den ganzen Lebensalltag sehr ein.


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Wann spricht man von einer generalisierten Angststörung?

Je √§lter wir werden, desto mehr negative Erlebnisse haben wir erfahren, die sich dann verselbst√§ndigen. Aufgrund von manifestierten negativen Erfahrungen, machen sich die Betroffenen mehr und mehr Sorgen √ľber viele verschiedene Dinge, die sich auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche ausweiten. Es handelt sich nicht um eine bestimmte Bedrohung, die akut vorherrschend ist, sondern eher auf Bef√ľrchtungen.

Ein vergleichendes Beispiel:

Angst mit reellem GrundAngst ohne reellem Grund
Frau Kaiser wird vom Krankenhaus angerufen, dass ihr Mann mit einem Herzinfarkt eingeliefert worden sei.

Sie macht sich gro√üe Sorgen und f√§hrt sofort in die Klinik. Hier handelt es sich um eine tats√§chliche Gefahrensituation, die der Ausl√∂ser f√ľr die Angst um ihren Mann ist.
Frau Kaiser wollte sich um 18.00 Uhr zum Essen mit Ihrem Mann in einem Restaurant treffen.
Um 18.05 Uhr ist Herr Kaiser noch nicht da. Frau Kaiser schie√üen schlagartig alle m√∂glichen Gedanken konfus und unkontrollierbar durch den Kopf: Sie bef√ľrchtet: ‚ÄěVielleicht hat er wieder einen Herzinfarkt erlitten. Oder er ist mit dem Auto verungl√ľckt. Vielleicht liegt er hilflos zu Hause auf dem Boden. Oder er wurde im Parkhaus √ľberfallen und zusammengeschlagen‚Äú.
Während Frau Kaiser immer nervöser wird und sie sich auf nichts mehr konzentrieren kann, löst sich die Situation um 18.10 Uhr auf. Herr Kaiser hatte noch einen Telefonanruf auf sein Firmenhandy bekommen, den er vor dem Restaurant noch kurz beantwortete.
Hier handelt es sich um eine tats√§chliche Gefahrensituation, die der Ausl√∂ser f√ľr die Angst um ihren Mann ist.Hier handelt es sich um eine Angst ohne reellem Hintergrund, da keine wirkliche Gefahrensituation vorliegt.

Weil sich die Angst auf alles Mögliche bezieht, spricht man von generalisierten Angststörungen. Die Angstzustände können immer mehr werden und den Handlungsradius des Menschen zunehmend einschränken.

Die generalisierte Angstst√∂rung kann schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr entstehen. Vielfach behandeln die Betroffenen die Symptome mit Vermeidungsstrategien und vermeintlich ‚Äěharmlosen‚Äú, nicht rezeptpflichtigen Beruhigungsmitteln. Kommen dann noch im weiteren Lebensverlauf traumatische Faktoren dazu, beschleunigt sich u.U. die Entwicklung der Chronifizierung. Die nach ICD-10 diagnostizierte Angstst√∂rung kann auch erst im h√∂heren Alter das erste Mal auffallen, obwohl sie seit vielen Jahren besteht.


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Was sind die Symptome einer generalisierten Angststörung?

Wer unter einer generalisierten Angstst√∂rung leidet, ist st√§ndig in seinem Sorgenkarussell gefangen. Es kommt zu anhaltender Anspannung, innerer Unruhe und Nervosit√§t. √Ąngste treten ohne Grund, ohne ausl√∂sende Faktoren auf. Fokussiert sich der Mensch z.B. auf Angst vor Krankheiten kann es passieren, dass jedes empfundene Symptom in ein Krankheitsbild eingebaut wird. ‚ÄěDr. Google‚Äú hilft da nicht oder verschlimmert eher das Problem, da vermeintliche Best√§tigungen f√ľr die √Ąngste nachgelesen werden. Die Gefahr der Chronifizierung ist hoch. Letztendlich kann Angst vor der Angst entstehen.    

Zu den klassischen Symptomen einer Angststörung zählen:

  • Atemnot
  • Benommenheit
  • Druck und Enge auf der Brust
  • Herzrasen / Herzklopfen
  • Klo√ügef√ľhl im Hals
  • Konzentrationsst√∂rungen
  • Leichte Erm√ľdbarkeit
  • Magenbeschwerden
  • Magen-Darm-Probleme
  • Mundtrockenheit
  • Muskelverspannungen
  • Nervosit√§t
  • Reizbarkeit
  • Ruhelosigkeit, innere Unruhe
  • Schlafst√∂rungen
  • Schwei√üausbr√ľche
  • Schwindel
  • √úbelkeit
  • Zittern

Aber es gibt nicht nur die klassischen, sofort ersichtlichen Symptome.

Symptome, die nicht gleich auf eine Angststörung hindeuten

Neben den oben genannten Symptomen einer Angststörung gibt es aber auch Krankheitsanzeichen, die nicht gleich offensichtlich auf eine tiefe Angst hindeuten, aber dennoch an eine Angststörung denken lassen.

  • Soziale Phobie im Pflegeheim und in der ambulanten Versorgung. Das Pflegeheim ist schlie√ülich die Endstation des Lebens. Oft wollten die Betroffenen nicht ins Heim. Sie f√ľhlen sich dort nicht wohl, finden keinen Anschluss. Die Senioren ziehen sich dann massiv ins Zimmer zur√ľck oder schlie√üen sich gar ein.
  • Beim sozialen R√ľckzug in der eigenen Wohnung schlie√üen sich die Betroffenen in der Wohnung ein. Gegebenenfalls kaufen sie ein neues Schlie√üsystem. Eintretende werden als Eindringlinge wahrgenommen, die Anwesenheit von anderen wird nur unter gr√∂√üter Anstrengung ausgehalten.
  • Obwohl nichts darauf hindeutet, entwickeln die Senioren pl√∂tzlich eine Herzinfarktsymptomatik, bei v√∂llig unauff√§lligen Untersuchungsergebnissen. Ungerechtfertigter Weise werden sie unter Umst√§nden von Au√üenstehenden sogar als Hypochonder bezeichnet.
  • Genauso k√∂nnen Erkrankungen auftreten, die einen psychosomatischen Aspekt aufweisen, wie z.B. Herzrhythmusst√∂rungen, Darmst√∂rungen, Ausscheidungsfixierungen, Verdauungsst√∂rungen. Das bedeutet je nach Gef√ľhlslage sind die Beschwerden st√§rker oder nicht vorhanden
  • Anhaltende Anspannung, innere Unruhe und Nervosit√§t mit Verlust der Affektkontrolle/Gef√ľhlskontrolle, d.h. die Erkrankten k√∂nnen ihre Emotionen nicht mehr kontrollieren.
  • Selbsthass, anhaltende Schuldbezichtigungen, Verlust der Lebenslust
  • Drogenabh√§ngigkeit: Alkohol-, Beruhigungs- oder Schlafmittelmissbrauch
  • ‚ÄěArzt- bzw. Therapeutentourismus‚Äú ‚Äď auf der Suche nach Hilfe wird das medizinische System stark in Anspruch genommen. Der Betroffene/die Familie sucht zig-√Ąrzte auf um das Problem zu beheben. Wenn das Problem, die Angstst√∂rung als Ausl√∂ser, nicht zeitnah erkannt wird, dauert es u.U. viele Arztbesuche bis eine L√∂sung gefunden wird
  • Tag-Nachtumkehr mit n√§chtlicher Unruhe, M√∂bel umr√§umen, Sauberkeitsaktionen die im Chaos enden
  • Unruhiges, suchendes und endloses Wandern in der Wohnung/im Wohnbereich √ľber den ganzen Tag.
  • Demenz im Endstadium mit verbalen Stereotypien wie zum Beispiel anhaltend wiederkehrendes lautes Rufen nach Hilfe.
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Wie steht es um die Verbindung Angst und Demenz?

H√§ufig gibt es wenig M√∂glichkeit hinter Depression und Demenz eine Angstst√∂rung zu finden ‚Äď wissenschaftliche Studien dazu gibt es wenige. M√∂glichst fr√ľh einen Gerontopsychiater hinzuziehen kann eine gro√üe Hilfe sein.

Welche häufigen Angststörungen im Alter gibt es?

Es ist nicht nur f√ľr die Betroffenen schwer herauszufinden, ob ihre k√∂rperlichen Beschwerden nun eine Panikst√∂rung sind oder ob eine schwere Krankheit dahintersteckt. Auch f√ľr die pflegenden Angeh√∂rigen ist das eine schwierige Situation. Man kann ja schlie√ülich nicht in die andere Person hineinschauen oder auf einem Computerprogramm ablesen, welche Erkrankung genau vorliegt.

Hinzu kommt, dass die erwachsenen Kinder ihre Eltern immer als die Personen erlebt haben, die f√ľr einen da sind, die alles richten, die einen besch√ľtzen und beh√ľtet aufwachsen lassen. Da ist es schwer sich vorzustellen, dass diese Menschen pl√∂tzlich Angst haben. Die k√∂rperlichen Symptome werden dann h√§ufig falsch interpretiert.

Zu den häufigsten Angststörungen im Alter zählen deshalb:

Angstst√∂rungen, die sich aus den Erfahrungen entwickeln: Bis zu einem gewissen Ma√üe sind √Ąngste im Alter nat√ľrlich. Erkrankungen h√§ufen sich, werden chronisch, die Anzahl der t√§glichen Medikamente steigt. Jeder Lebensabschnitt des Menschen hat seine Herausforderungen, die es zu bew√§ltigen gilt. Das Alter birgt die Lebensaufgabe, Integrit√§t zu entwickeln und sich mit den Verlusten des Lebens auseinanderzusetzen. Das schafft jeder auf seine ureigene Art und Weise. Manche Menschen entwickeln daran Weisheit, manche werden zum Kl√§ger und Beschuldiger.

Angstst√∂rungen durch Medikamente: Wenn bei pflegenden Angeh√∂rigen pl√∂tzlich Angstzust√§nde auftreten, sollten die Medikamente √ľberpr√ľft werden. Denn einige Medikamente l√∂sen als Begleitsymptom Angstzust√§nde aus. Dies sind z.B. Medikamente bei Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Schilddr√ľsenerkrankungen usw. Deshalb ist es wichtig, Beipackzettel sorgf√§ltig zu lesen.

Soziale Angstst√∂rungen im Alter: Des Weiteren findet man bei Menschen im hohen Lebensalter Panikst√∂rungen mit unterschiedlichen k√∂rperlichen Symptomen mit und ohne Agoraphobie (Platzangst). Von sozialen Angstst√∂rungen spricht man, wenn alte Menschen den Kontakt mit anderen vermeiden, ablehnen, sich einschlie√üen. Die Betroffenen ziehen also konsequent die Kontaktvermeidung durch. Dazu kommen spezifische Phobien, die sich auf konkrete Dinge richten wie Spinnen, Schmutz in der Wohnung, Fahrst√ľhle, Pl√§tze, Menschen, Geb√§ude, √Ąmter, Tiere, Arztbesuch, Zahnarzt u.v.m.

Welche Ursachen f√ľr eine Angstst√∂rung stehen im Vordergrund?

  • Vererbung: Man geht davon aus, dass Angstst√∂rungen vererbbar sind. Zu den Ausl√∂sern geh√∂ren traumatische Lebensereignisse in der Kindheit oder Stress, auch das Beobachten von traumatischen Ereignissen (Kriegserlebnisse der jetzigen pflegebed√ľrftigen Generation).
  • Drogen: Auch ein Rauschmittelmissbrauch kann ein ausl√∂sender Faktor sein.
  • Reaktion auf die Umwelt: Das Alter ist gepr√§gt von Abschieden, Immobilit√§t und physischen Krankheiten. Das ist nicht leicht, das alles zu verarbeiten.
  • Medikamentenentzug von Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmitteln wegen erh√∂hter Anzahl von St√ľrzen, um das Sturzrisiko zu vermindern.


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Welche medizinischen Diagnosemöglichkeiten bieten sich an?

Angstst√∂rungen k√∂nnen die Lebensqualit√§t massiv beeintr√§chtigen und geh√∂ren deshalb in √§rztliche/therapeutische Behandlung. Gerade √§ltere Menschen sch√§men sich h√§ufig davor, ihre √Ąngste zuzugeben. Oder sie k√∂nnen die Symptome nicht als Angstzust√§nde einordnen. Um eine Angstst√∂rung festzustellen und um sicher zu gehen, dass es sich um eine Angstst√∂rung handelt und nicht um andere Erkrankungen, sind folgende Diagnosen sinnvoll:

  • Diagnosegespr√§ch mit dem Arzt, um die Symptome und das Ausma√ü zu erfassen.
  • √úberpr√ľfung des Medikamentenplans: Anhand des Medikamentenplans kann der Arzt herausfinden, ob eines oder mehrere der verordneten Medikamente Neben- oder Wechselwirkungen haben, die Angstst√∂rungen ausl√∂sen k√∂nnen.
  • Ausschluss k√∂rperlicher Gr√ľnde f√ľr die k√∂rperliche Symptomatik mittels Blutuntersuchung, bildgebende Verfahren und Funktionsuntersuchungen f√ľr Lunge, Herz und Gehirn und √úberpr√ľfung ob eine Blutzuckererkrankung, ein Diabetes mellitus vorliegt.

Welche Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr Angstst√∂rungen im h√∂heren Alter stehen zur Verf√ľgung?

Eine Angstst√∂rung zu erkennen ist nicht ganz einfach, weil die Symptome eher auf k√∂rperliche Erkrankungen hinweisen als auf eine seelische / psychische Krankheit. Wurde die Angstst√∂rung diagnostiziert, kann sie gut behandelt werden. Je fr√ľher mit der Behandlung begonnen wird, umso besser. Denn Angstzust√§nde k√∂nnen chronisch werden.

Folgende Behandlungsmöglichkeiten sind möglich:

  • Kognitive Therapieans√§tze (Verhaltenstherapie), die eine M√∂glichkeit bieten das Problem zu erkennen und seine Verhaltensweise zu √§ndern. Des Weiteren wird der/die Betroffene unter Schutz mit angstausl√∂senden Reizen konfrontiert und zur Konfrontation angeleitet (wie bei Flug-, Spinnen- oder Fahrstuhl√§ngsten)
  • Medikament√∂se Therapien.

Angstvermeidung ist keine Therapie

Von √Ąngsten gequ√§lt zu werden, ist sehr belastend. Viele haben Angst vor der Angst und entwickeln daher Strategien, um der angstausl√∂senden Situation aus dem Weg zu gehen, sie zu vermeiden. Doch damit ist den Betroffenen nicht geholfen. Vor allem, wenn es mehrere angstausl√∂sende Situationen gibt.

Je mehr Vermeidungsverhalten betrieben wird, umso eingeschr√§nkter wird das Leben der Erkrankten, das sogar in einer kompletten sozialen Isolation enden kann. Der Teufelskreis zwischen Angst empfinden und Angst umgehen muss unterbrochen werden. Dazu stehen die oben genannten Behandlungsm√∂glichkeiten zur Verf√ľgung.


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Wie k√∂nnen pflegende Angeh√∂rige weitere √Ąngste bei den Betroffenen vermeiden

Wenn pflegende Angeh√∂rige selbst keine Angstzust√§nde haben, ist es f√ľr sie meist schwer, sich in die Situation der Erkrankten einzuf√ľhlen. F√ľhlt sich der Betroffene nicht ernstgenommen oder gar ausgelacht, f√ľhrt das in der Regel zu Frust oder Stress. Beides ist kontraproduktiv f√ľr den Betroffenen. Die Angstst√∂rung kann sich dadurch verschlimmern.

Wird der Angeh√∂rige z.B. therapeutisch betreut, macht es Sinn, wenn die Angeh√∂rigen sich ebenfalls ‚Äěschulen‚Äú lassen, um den Patienten besser zu verstehen und ihm zu helfen. Im Umgang mit Angstpatienten kann viel falsch gemacht werden. Einerseits bringt es nichts, den Betroffenen zu zwingen, eine Situation, in der er Angstzust√§nde empfindet, auszuhalten. Andererseits ist es aber auch wichtig, dass der Patient nicht in eine Vermeidungsstrategie f√§llt.

Hier k√∂nnen Therapeuten situationsgerecht Tipps, Anweisungen und Empfehlungen geben. Sicherlich ist es eine gute M√∂glichkeit, wenn die pflegenden Angeh√∂rigen den Betroffenen anfangs bei angstausl√∂senden Situationen begleiten. Besteht z.B. Angst davor, einen Aufzug zu benutzen, ist es f√ľr den Betroffenen beruhigend, wenn eine Begleitperson mit dabei ist.

Wir haben Ihnen hier auch noch einige Möglichkeiten zusammengestellt, die bei der Bewältigung der Angstzustände hilfreich sein können:

  • Keine √úberforderung bei Besch√§ftigungsangeboten und Freizeitgestaltung, damit kein Vermeidungsverhalten ausgel√∂st wird.
  • Angepasste k√∂rperliche Bewegung (z.B. moderate Spazierg√§nge), damit eine Herzbeanspruchung ‚Äěnormal‚Äú empfunden werden kann.
  • Der Angst vor dem erneuten Sturz (Basophobie) k√∂nnen Sie entgegenwirken durch Kin√§sthetik (Lernen und Entwickeln von Bewegungsabl√§ufen) und angepasste Trainingseinheiten zur Kr√§ftigung der Muskulatur.
  • Angstmindernde Ma√ünahmen ergreifen wie Erreichbarkeit der Bezugspflegekraft, regelm√§√üige kurze Besprechungen, Zufriedenheitserfassung im Beratungsgespr√§ch.
  • Die Wichtigkeit von Alkohol, Koffein, Drogen und Medikamente bei der Angstentwicklung ansprechen.

Gibt es weitere hilfreiche Unterst√ľtzung, Handlungsleitlinien f√ľr Angeh√∂rige?

  • Hilfe suchen bei einer Beratungsstelle in der N√§he oder mit dem behandelnden Arzt ein Gespr√§ch f√ľhren.
  • Klare Sicht auf das Problem erreichen z.B. mittels Checklisten zu Angstst√∂rungen, siehe Quellangaben.
  • Keine verharmlosende oder katastrophisierende Haltung.
  • √úberwinden Sie Ihre Unsicherheit wegen der vermutlich unklaren Lage und nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf f√ľr ein Beratungsgespr√§ch.
  • Wenden Sie sich an eine Angst-Selbsthilfegruppe.
  • Sprechen Sie die Symptome, die Sie sehen direkt an und erfragen Sie die Sichtweise des Betroffenen. Dadurch ermitteln Sie die innere Eigensicht ‚Äď die sich durchaus von der Fremdsicht unterscheiden kann.
  • Dr√ľcken Sie Ihre Sorge aus, ohne emotionalen Druck aufzubauen.
  • Zeigen Sie Verst√§ndnis f√ľr die √Ąngste Ihres Angeh√∂rigen, aber betonen Sie auch, dass die Erkrankung Sie und andere ebenfalls belastet.
  • Ermutigen Sie Ihr Familienmitglied zum Arzt zu gehen, bieten Sie Ihre Begleitung an.
  • Respektieren Sie die Entscheidungen des Betroffenen wann er √§rztliche Hilfe in Anspruch nehmen m√∂chte, denn erst wenn er selbst soweit ist, ist er/sie auch offen f√ľr eine wirkungsvolle Behandlung, denn die ist abh√§ngig von der Bereitschaft mitzumachen.
  • Sind hilfreiche Therapieans√§tze schon eintrainiert, erinnern Sie in Angstsituationen an die Bew√§ltigungsstrategien, die er/sie in der Therapie gelernt hat.
  • Machen Sie sich auf einen langen Weg gefasst.

Was Menschen mit Angstzust√§nden f√ľr sich selbst tun k√∂nnen

Wichtig ist, sich seiner Angst zu stellen, aber sich auch mit ihr auseinanderzusetzen. Die Angstproblematik zu ignorieren und nicht aktiv dagegen anzukämpfen, bringt keinen weiter. Wer sich mit seiner Angst auseinandersetzt, sucht nach Wegen, wie er sie bewältigen kann. Hierzu einige Beispiele:

  • Angstzust√§nde, die das Leben beeintr√§chtigen, geh√∂ren in √§rztliche Behandlung. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt √ľber Ihre Probleme zu reden und Hilfe einzufordern. Gemeinsam mit Ihnen wird er √ľberlegen, welche Therapie sinnvoll ist. Darunter fallen z.B. medikament√∂se Behandlung, aber auch Psychotherapie, Gruppentherapie, usw.
  • Betrachten Sie Ihr jetziges Leben mit den Angstzust√§nden, die Ihren Alltag beeintr√§chtigen. Nicht nur Sie selbst sind von den √Ąngsten betroffen. Auch Ihre Familie und Freunde sind von den Angstst√∂rungen eingeschr√§nkt. Vielleicht k√∂nnen Sie keine gemeinsamen Ausfl√ľge mehr unternehmen, oder es muss immer jemand dabei sein, wenn Sie einkaufen gehen. F√ľr Sie und Ihr Umfeld kann das t√§gliche Leben entspannter werden, wenn Sie sich den √Ąngsten stellen und diese bew√§ltigen.
  • Wenn Sie sich einer angstausl√∂senden Situation stellen, k√∂nnen Sie schrittweise vorgehen. Wenn Sie z.B. Angst davor haben, √ľber eine hohe Br√ľcke zu gehen, beginnen Sie damit, nur ein paar Schritte zu machen. Gehen Sie jedes Mal eine gr√∂√üere Strecke, bis sie die Br√ľcke allein √ľberqueren k√∂nnen.
  • Freuen Sie sich, wenn Sie Ihre Angst bew√§ltigt haben. Da d√ľrfen Sie stolz auf sich sein.
  • Entspannen Sie sich. Bei den Entspannungstherapien gibt es nicht DIE EINE RICHTIGE Entspannungstechnik. Finden Sie heraus, was f√ľr Sie die geeignete Entspannungsmethode ist. Zu den bew√§hrten Entspannungsmethoden geh√∂ren z.B. Yoga, autogenes Training, QiGong, progressive Muskelentspannung uvm.
  • Gehen Sie zu einer Selbsthilfegruppe, tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus.
  • Bewegung hilft, Stress und √Ąngste abzubauen. Selbst Sportmuffel oder k√∂rperlich eingeschr√§nkte Menschen finden sicherlich eine M√∂glichkeit, sich k√∂rperlich zu bet√§tigen. Schon jeden Tag ein Spaziergang kann kleine Wunder bewirken.

Was bedeutet es f√ľr eine optimale Versorgung, wenn Angeh√∂rige auch eine Angstst√∂rung haben?

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Nicht nur √§ltere Menschen k√∂nnen Angstzust√§nde haben, auch die pflegenden Angeh√∂rigen. Denn auch sie plagen √Ąngste. Was ist, wenn ich wegen der Pflege meiner Eltern meinen Job vernachl√§ssige? Wie soll die Pflege noch finanziert werden? Die Angst, dass bei der Pflege Fehler unterlaufen ‚Äď schlie√ülich sind die Angeh√∂rigen keine gelernten Pflegeprofis. Aber auch ganz normale Angstzust√§nde, wie sie jede andere Person auch treffen k√∂nnen.

Wenn sowohl die Pflegenden als auch die Pflegebed√ľrftigen unter Angstzust√§nden leiden, kann das die Pflegesituation stark belasten. Deshalb gilt:

  • Idealerweise werden beide Familienparteien beraten und behandelt.
  • Verschiedene Therapiestudien bei nicht-dementen Senioren zeigen eine gute Wirksamkeit von kognitiver Verhaltenstherapie mit Entspannungsverfahren wie Atem√ľbungen und Visualisierungsreisen, sowie die non-direktive Gespr√§chsf√ľhrung, um die eigenen L√∂sungsans√§tze des Betroffenen zu f√∂rdern.
  • Medikament√∂se Behandlung. Ggf. auch eine Entscheidung f√ľr eine passende Langzeitmedikation, wenn das Problem genau definiert ist.

Fazit

Angststörungen im Alter können wirkungsvoll behandelt und betroffene Senioren gut versorgt werden, wenn:

  • die Symptome erkannt sind,
  • eine gute Diagnose erfolgt ist,
  • Betroffene mit Familie eine gute Beratung erhalten und alle Schnittstellen zusammenarbeiten.

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Co-Autor: Raphaela Horvarth
Raphaela Horvath ist unter anderem Dozentin f√ľr Pflegeberufe mit eigener Praxis f√ľr Naturheilkunde, examinierte Krankenschwester, Ausbilderin f√ľr die Krankenpflege und hatte berufsbegleitend die Ausbildung in Psychotherapie, Psychiatrie und Energiemedizin absolviert. Sie gibt Schulungen, Seminare und Unterweisungen f√ľr Pflegekr√§fte und andere Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen. Mehr erfahren Sie auf der Internetseite von Frau Horvath.
Raphaela Horvarth Pflegedozentin

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Quellen und Links

  • Angst und Angstst√∂rungen, Dr. Dr. Dipl.-Psych. Reinhard J. Boerner, Klinik f√ľr Psychiatrie und Psychotherapie, Christliches Krankenhaus Quakenbr√ľck e.V.
  • ‚ÄěKeine Angst mehr vor der Angst‚Äú ‚Äď ein Leitfaden f√ľr Angeh√∂rige, Helge Hasselmann
  • Angstst√∂rungen im Alter, Sigrun Schmidt-Traub
  • Angsterkrankungen – von Diagnose bis Therapie und Pflege, Fachliche Unterst√ľtzung: Prof. Dr. med. Borwin Bandelow (Autor), G√∂ttingen (DGPPN) und PD Dr. med. Michael Rufer, Z√ľrich (SGPP)
  • Behandlungsleitlinien Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen, O:\GPS\Fobi-Institut\
  • Pflege von Senioren mit Angstst√∂rungen, Aurora Pflegevermittlung
  • ‚ÄěAngst und Angst-Stop‚Äú, Dr. Brenda Davies

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