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Zugegeben, Heimnotwendigkeitsbescheinigung ist mit Sicherheit für Pflegefachkräfte ein gängiger Begriff, aber wir pflegenden Angehörigen können meist nur wenig damit anfangen. Doch ohne Heimnotwendigkeitsbescheinigung ist durch die Pflegekasse auch keine Kostenübernahme für das Pflegeheim möglich.

 

 

Was ist eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung?

Mit einer Heimnotwendigkeitsbescheinigung wird bestätigt, daß ein Pflegegrad (eine Pflegestufe) vorliegt und die Unterbringung in einem Heim notwendig ist.

Die Heimnotwendigkeitsbescheinigung ist notwendig, um überhaupt in einem Pflegeheim/Altenheim aufgenommen werden zu können. Mit ihr wird für das Pflegeheim sichergestellt, dass die Pflegekasse anteilig die Heimkosten übernimmt. Die Pflegeheimkosten sind je nach Pflegestufe unterschiedlich gestaffelt.

 

Wer bekommt eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung?

Um eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung ausgestellt zu bekommen, ist folgendes notwendig:

  • Es muss eine Pflegebedürftigkeit, also Pflegegrad 2, vorliegen
  • Die Pflege kann zu Hause nicht mehr durchgeführt werden

 

 

Prinzipiell sehen die Krankenkassen/Pflegekassen es so, daß vorrangig zu Hause gepflegt werden soll und erst wenn dies nicht mehr möglich ist, eine Heimunterbringung erfolgen soll. Also häusliche Pflege vor Heimunterbringung.

 

Was wird für eine Heimaufnahme benötigt?

Altenheime/Pflegeheime sind Einrichtungen, in denen alte und/oder pflegebedürftige Menschen gepflegt und betreut werden. Es muss also eine Pflegebedürftigkeit vorliegen. Um überhaupt in einem Pflegeheim aufgenommen werden zu können, sind zwei Voraussetzungen notwendig:

  1. Eine Pflegebedürftigkeit, die sich aus der Einstufung in einen Pflegegrad ergibt
  2. Eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung

 

Meine Buchempfehlungen

 

Wer stellt eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung aus?

Die Heimnotwendigkeitsbescheinigung wird vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen/Krankenkassen (MDK) ausgestellt. Mit der Ausstellung dieses Dokuments ist die Kostenübernahme für die Pflegeeinrichtung gewährleistet.

 

Was tun, wenn kein Pflegegrad vorliegt?

Wer keinen Pflegegrad hat, bekommt von der Pflegekasse/Krankenkasse auch keine Zuschüsse (Pflegesachleistungen) für ein Pflegeheim.

 

Wer keine Heimnotwendigkeitsbescheinigung bekommt, aber die finanziellen sowie räumlichen Möglichkeiten hat, kann eine 24h-Haushaltshilfe aus Osteuropa (wie z.B. Polen oder Tschechien) für die Pflege engagieren.

 

 

 

EXTRA-Tipps zum Thema Pflegeheim

  • Die Pflegeheimkosten werden nicht komplett von der Pflegekasse übernommen. Es ergibt sich immer ein Eigenanteil. Doch Kinder müssen nicht zwingend Haus und Hof verkaufen, um die Kosten für das Pflegeheim bezahlen zu können. Lesen Sie dazu auch den Buchtipp „Ratgeber Elternunterhalt – Pflege und Heim, wann müssen Kinder zahlen
  • Sollte das eigene Vermögen nicht ausreichen, ist zu prüfen, ob das Sozialamt die Kosten für die Pflege übernimmt.
  • Wer sich nicht für ein bestimmtes Pflegeheim auf Anhieb entscheiden kann, kann auch ein Probewohnen mit der Heimleitung vereinbaren
  • Für den Fall, daß ein Umzug ins Pflegeheim ansteht, habe ich Ihnen eine Checkliste zur Verfügung gestellt, die alles beinhaltet, was zu beachten ist
  • Unter Umständen können die Umzugskosten in eine Pflegeeinrichtung/Seniorenheim als „Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ von der Pflegekasse bezuschusst werden. Bei einem Umzug sollten Sie sich unverbindlich einen Umzugskostenvergleich vorlegen lassen.
  • Sämtliche steuerlichen Abzugsmöglichkeiten von Krankheits- und Pflegekosten habe ich Ihnen in diesem Beitrag zusammengefaßt. Denn auch Pflegeheimkosten sind von der Steuer abzugsfähig.

 

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