Was Sie über Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen wissen sollten

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Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz hat sich auch in den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen einiges geändert.

Konnten vor 2015 nur Demenzpatienten mit eingeschränkter Alltagskompetenz die zusätzlichen Betreuungsleistungen/Entlastungsleistungen gemäß § 45b SGB XI in Anspruch nehmen, so können jetzt auch andere pflegebedürftige Menschen diese Leistungen beantragen.

Die frühere Regelung bedachte lediglich bei Demenzpatienten den erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung. Jetzt sind die Leistungen wesentlich ausgeweitet worden.

Wie hoch sind die Betreuungsleistungen/Entlastungsleistungen

Die Leistungen werden nicht nach der Einstufung der Pflegestufe bezahlt, sondern nach der Schwere der Einschränkung der persönlichen Alltagskompetenz. Welche Kriterien für die Beurteilung  der Einschränkung der persönlichen Alltagskompetenz bestimmend sind, lesen Sie weiter unten in diesem Beitrag

Pflegestufe Leistungen 2014 Leistungen 2015
I – III / ohne erheblich EA* 0 €uro 104 €uro
I – III / mit dauerhaft erheblich EA*, der zur Inanspruchnahme des Grundbetrages berechtigt 100 €uro 104 €uro
I – III / mit dauerhaft erheblich EA*, der zur Inanspruchnahme des erhöhten Betrages berechtigt 200 €uro 208 €uro

EA* = eingeschränkte Alltagskompetenz 

Wer beurteilt die Einschränkung der persönlichen Alltagskompetenz

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen legt fest, ob eine Einschränkung der persönlichen Alltagskompetenz vorliegt. Die eingeschränkte Alltagskompetenz ist nicht zu verwechseln mit der Härtefallregelung.

 

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Welche Leistungen können mit diesen Geldern bezahlt werden

Der Betrag wird nach Zuerkennung nicht einfach nur überwiesen, sondern muss zweckgebunden sein. Bezahlt werden können damit unter anderem Leistungen: 

Was sind niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

Die Betreuungsangebote können sehr vielfältig sein und sollen auch die Angehörigen entlasten.

Eine grundlegende Beschreibung finden Sie in meinem BeitragWas sind niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote und wer bietet diese an

Hier einige Beispiele

  • Beratung und Schulung von pflegenden Angehörigen
  • Stundenweise Betreuung von Demenzkranken
  • Pflegen von sozialen Kontakten
  • Betreuung von Pflegebedürftigen in der eigenen Häuslichkeit
  • Familien entlastende und unterstützende Dienstleistungen wie z. B. Besuch des Friedhofs, eines Zoos oder Konzerts, öffentlichen Veranstaltungen, Ausflügen
  • Entlastung der Familie bei Behördengängen, Arztbesuchen,
  • Unterstützung im Haushalt und bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (haushaltsnahe Dienstleistungen)
  • Unterstützung bei der Einkaufsplanung und beim Einkaufen
  • Individuelle Hilfe für Organisation und Bewältigung des Alltags
  • Beaufsichtigung bei Sturzgefahr
  • Beschäftigungstherapie mit Ergotherapeuten
  • Entspannungstherapien, Förderung der Motorik
  • Betreuter Urlaub
  • Gedächtnistraining, Tanzen, Gymnastik
  • Förderung von Hobbies und Beschäftigungen
  • Musiktherapieanleitung
  • Sitzwachen
  • Lesen von Büchern, Zeitungen usw.

 

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Meine Buchempfehlungen

Muss ein Antrag auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen gestellt werden

Um die (niederschwelligen) Betreuungs- und Entlastungsangebote in Anspruch nehmen zu können und den Betreuungsbetrag auch bezahlt zu bekommen, muss ein Antrag bei der Pflegekasse/Krankenkasse gestellt werden.

Um die Kosten erstattet zu bekommen, müssen die Rechnungen/Belege der anerkannten Leistungserbringer vorgelegt werden. Alternativ können die Leistungserbringer auch direkt mit der Pflegekasse abrechnen.

Die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen sind Kostenerstattungen, das heißt, die anerkannten Beträge werden nicht frei ausbezahlt sondern sind mit Rechnungen zu belegen. Nur die tatsächlich entstandenen und belegten Kosten werden erstattet.

Klären Sie mit Ihrer Pflegekasse im Vorfeld, welche Leistungserbringer zugelassen sind und dessen Kosten auch wirklich erstattet werden.

ExtraTipp: Was Sie über stundenweise Verhinderungspflege wissen sollten und was zu tun ist, damit Ihnen das Pflegegeld nicht gekürzt wird, lesen Sie bitte in diesem Beitrag

Kombileistung

Ab dem 01.01.2015 besteht die Möglichkeit, 40 % der zustehenden Sachleistungsbeträge auch für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote in Anspruch zu nehmen. Und dies zusätzlich zu den anerkannten Betreuungs- und Entlastungsleistungen von 104 oder 208 €. Wer also seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht immer ausschöpft, kann in Zukunft für dieses Geld Unterstützung aus den oben genannten Betreuungs- und Entlastungsangeboten in Anspruch nehmen und so vielleicht einmal einen begleiteten Konzertbesuch genießen zu können.

Video des Bundesgesundheitsministeriums

Das BMG (Bundesministerium für Gesundheit) hat ein Video zu den Betreuungs- und Entlastungsleistungen veröffentlicht.

Müssen die zustehenden Beträge in einem Jahr verbraucht werden

Nein. Es gibt die Möglichkeit, nicht in Anspruch genommene Leistungen in das nächste Kalenderjahr zu übertragen.

Bewertung dauerhaft erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz

Wer eine festgestellte und bescheinigte eingeschränkte Alltagskompetenz hat, erhält seit 2015 monatlich 104 Euro. Mit einer dauerhaft erheblichen eingeschränkten Alltagskompetenz sogar 208 Euro.

 

Eine Empfehlung von www.Pflege-durch-Angehoerige.de

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Für die Bewertung einer dauerhaft erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz in der häuslichen Pflege sind nachfolgend aufgeführte Kriterien ausschlaggebend. Es müssen wenigstens 2 Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen, mindestens eine davon im Bereich 1. bis 9. zutreffen, um eine dauerhaft erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz vom Gutachter bestätigt zu bekommen.

  1. unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz);
  2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen
  3. unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen;
  4. tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
  5. im situativen Kontext inadäquates Verhalten
  6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen;
  7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung
  8. Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben;
  9. Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus
  10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren
  11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen
  12. ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten
  13. zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression.

Extra-Tipp

Alle Kosten, die Sie nicht von Versicherungsträgern usw. erstattet bekommen, sollten Sie unbedingt bei der Jahressteuer als Außergewöhnliche Belastung geltend machen

 

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Krankenbetten mit Komfortfunktion

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45 comments for “Was Sie über Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen wissen sollten

  1. 29. Juli 2016 at 9:31

    Guten Morgen,
    ich darf Sie aus rechtlichen Gründen nicht beraten. Ich bin selbst „nur“ pflegender Angehöriger.
    Allerdings möchte ich auf meinen Beitrag Kurzzeitpflege mit zusätzlichen Betreuungsleistungen verrechnen verweisen und zwar auf den Abschnitt „meine Erfahrungen“.
    Ansonsten kann Ihnen auch eine Pflegestützpunkt weiter helfen.

  2. Peter
    29. Juli 2016 at 8:44

    Hallo und guten Tag zusammen.

    Ich habe für meine Mutter 76 J., Pflegestufe 2, den Pflegedienst einmal täglich im Haus. Dessen Kosten werden über die Pflegekombileistungen auch problemlos übernommen. Allerdings werden die ausgewiesenen Investitionskosten nicht von der Pflegekasse übernommen.
    Zusätzlich habe ich über Nachbarschaftshilfe eine Putzhilfe für meine Mutter, deren Kosten werden mir über den Pflegedienst in Rechnung gestellt.
    Diese Rechnung reiche ich monatlich bei der Pflegekasse ein, um über die 104€ „Regel“ eine Rückerstattung zu bekommen. Hat die ganze Zeit auch geklappt, allerdings weigert sich die Kasse seit einem Monat von diesen 104 Euro auch die (übriggebliebenen) Investitionskosten zu zahlen. Die Rechnung der Nachbarschaftshilfe beläuft sich ca. auf 70 €, also müssten ca.34 € übrig sein.
    Ist es zulässig, dass die Kasse sich weigert, die Investkosten in Höhe von ca. 10 € aus diesem Kontingent zu übernehmen?

    Danke im Voraus und allen anderen Pflegenden viel Kraft!
    Peter

  3. Heiko
    7. Juli 2016 at 12:20

    Hallo,

    es gibt ja die Möglichkeit nach § 45a, Leistungen nach § 45b auch durch aus den Leistungen nach § 36 zu finanzieren. Aber ist gibt da einen Satz der mir nicht ganz kler ist.
    „Pflegebedürftige in häuslicher Pflege können danach eine Kostenerstattung zum Ersatz von Aufwendungen für Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag unter Anrechnung auf ihren Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen erhalten, soweit für den entsprechenden Leistungsbetrag nach § 36 in dem jeweiligen Kalendermonat keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.“

    Heisst das jetzt ich darf in dem Monat garkeine Leistungen nach §36 in Anspruch nehmen, wenn ich diese Umwandlung machen möchte oder darf ich 60% der Leistungen nach §36 in Anspuch nehmen und dann noch 40 % nach §45b?

    Mfg

    Heiko

  4. 23. Juni 2016 at 9:15

    Ich darf Sie aus rechtlichen Gründen nicht beraten.
    Ich empfehle Ihnen aber, sich mit einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe in Verbindung zu setzen. Dort bekommen Sie auch telefonisch Auskunft. Pflegestützpunkt beraten kostenlos.

  5. Lilly
    23. Juni 2016 at 1:59

    Oben im Artikel schreiben Sie im Abschnitt „Welche Leistungen können mit diesen Geldern bezahlt werden“, dass auch Verhinderungspflege mit den Geldern der „Zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ bezahlt werden können.
    Ist hier auch Verhinderungspflege durch Nachbarn gemeint, die allerdings über keine Zertifizierung nach §45 b SGB XI verfügen?
    Das Kontingent der Verhinderungspflege haben wir zusammen mit 50% nicht genutzter Kurzzeitpflege bereits ausgeschöpft. Nun frage ich mich, ob ich zu meiner Entlastung bei der Pflege meines geistig behinderten Bruders die Leistungen der bereits bewilligten „Zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ auch in die beschrieben Verhinderungspflege umwandeln kann.
    Bitte helfen Sie mir mit der Erklärung Ihrer obigen Auflistung.
    Ich stelle übrigens allgemein fest, dass es wohl sehr schwer ist, auch die Feinheiten des Pflegegesetzes umfassend darzustellen. Es bleiben leider immer wieder Fragen offen, was das Ganze leider noch viel mühseliger macht oft als die Pflege selbst.

  6. Uli Roth
    18. April 2016 at 15:59

    Hallo Herr Meier,

    danke für Ihre ausführliche Antwort!
    Damit helfen Sie mir sehr weiter.

    Herzliche Grüße
    Uli Roth

  7. 18. April 2016 at 12:46

    Hallo Herr Roth,
    ich darf Sie aus rechtlichen Gründen nicht beraten.
    Trotzdem möchte ich Ihnen dazu kurz ein paar Worte sagen:
    – Der Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen ist Ermessenssache der Pflegekasse. D.h., die Sachbearbeiter der PK entscheiden, welche Maßnahmen genehmigt und welche nicht genehmigt werden.
    – Nachträglich (und vor allem rückwirkend über 2 Jahre) ist immer schwierig.
    – 2014 lag der Zuschuss noch bei ca. 2.500 Euro anstatt bei 4.000 Euro
    – Trotz allem lohnt es sich immer wieder, solche Dinge persönlich mit dem zuständigen Sachbearbeiter der Pflegekasse zu klären. Es bringt oft schon viel, wenn die persönliche Situation erklärt wird. Die Mitarbeiter der Pflegekasse kennen die einzelnen Fälle ja nur als Aktenlage und nicht persönlich als betroffenen Menschen.
    Es tut mir leid, daß ich Ihnen keinen besseren Bescheid geben kann.
    Viele Grüße
    Otto Beier

  8. Uli Roth
    18. April 2016 at 11:34

    Hallo Herr Beier,

    kann man die 4000,–€ Zuschuss für einen Badezimmer auch nachträglich beantragen. Wir mussten 2014, nach einem Oberschenkelhalsbruch sehr schnell reagieren und bauten gleich ein Bad weil meine Mutter keine Treppe mehr steigen konnte. Auf tel. Nachfrage bei der Krankenkasse sagte man mir damals, nein dafür bekommen sie keinen Zuschuss. Das Schlafzimmer haben wir durch umräumen auf die gleiche Etage verlegt.

    Danke für Ihre Antwort
    Uli Roth

  9. 17. März 2016 at 9:23

    Sie müssen bei der Pflegekasse einen Antrag stellen. Wie das geht, lesen Sie in diesem Beitrag bitte nach. Voraussetzung ist eine Pflegestufe.
    Mehr über Zuschüsse erfahren Sie auch hier
    Beim Kostenvoranschlag sollten Sie nachsehen, ob dort Hilfsmittel mit angeboten werden (z.B. Haltestangen). Diese sollten sie separat bei der Krankenkasse beantragen (Hilfsmittel sind Krankenkassenleistungen und keine Pflegekassenleistungen). Damit haben Sie mehr finanzielle Mittel für den eigentlichen Umbau zur Verfügung.

  10. Ursula
    16. März 2016 at 19:28

    Hallo,
    was muss ich tun um die 4000,–€ Zuschuss für einen Badezimmer Umbau zu erhalten? Insgesamt kostet der Umbau fast 18.000€. Wie rechne ich dabei die Kosten für Toilette und Dusche um?

  11. 17. Februar 2016 at 19:22

    Ich darf Sie nicht beraten. Ich würde Ihnen aber empfehlen, daß Sie sich mit einem Pflegestützpunkt in Verbindung setzen. Pflegestützpunkte dürfen beraten und arbeiten kostenlos. Außerdem kann die Gesamtsituation dort besprochen werden, um vielleicht abzuklären, was Ihre Mutter sonst noch benötigt (z.B. Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel) usw., um gut versorgt zu sein.

  12. Elfi
    17. Februar 2016 at 17:03

    ich bin total verwirrt!!! ich kümmere mich seit geraumer zeit sehr intensiv um meine mutter, 84 j, pflegestufe 1. – sie kann z.z. nur ganz wenige schritte laufen. d.h. ich erledige sämtliche einkäufe, koche jeden tag, räume bei ihr auf, kümmere mich so ziemlich um alles. alle 2 wochen kommt eine reinigungskraft. ich selbst erhalte eine vollen erwerbminderungsrente. kann ich in dieser situation irgendwelche gelder beantragen?

  13. 13. Februar 2016 at 20:32

    Fragen Sie doch mal beim Pflegedienst direkt nach, warum die Damen die Tische und Sessel nicht verrutschen dürfen. Ansonsten hätten Sie ja auch die Möglichkeit, eine Reinigungskraft die auf Rechnung arbeitet zu engagieren. Klären Sie das aber bitte vorher mit Ihrer Krankenkasse.

  14. G. Melerowicz
    13. Februar 2016 at 16:51

    Seit 3 Jahren Pflege ich meine 2 Tanten , die mit im Haus wohnen und bin Vollzeit beschäftigt. Zu meiner Entlastung habe ich die Pflegedienstleitung von 104€ beantragt bzw. Doppelt ,da sie ja zu zweit sind, beide haben die Pflegestufe 1. Jetzt kommt jede Woche eine Hilfe ( wenn sie nicht krank ist) und übernimmt die Reinigung der Wohnung, und da liegt jetzt mein Problem, es werden keine Tische verschoben ( muss meine Tante selbst machen ) kein Sessel verrutscht , nichts ! Bei Nachfrage : Das dürfen wir nicht !
    Kann dass sein ?
    Ich schaffe viel, aber zwei Haushalten sauber zu halten fällt mir langsam schwer, doch so kann es auch nicht weiter gehen.
    Die Dame wird vom Pflegedienst gestellt.

  15. Gisela
    10. Februar 2016 at 14:34

    Hallo Gaby,
    genau das Problem habe ich auch. Meine Tochter würde diese Pflege übernehmen.
    Aber da meine Tochter einen anderen Nachnamen hat und auch woanders wohnt, werden wir das einfach mal so beantragen. Woher weiss die Kasse das Deine Schwägerin auch deine Schwägerin ist? Vorrausgesetzt ihr habt verschiedene Nachnamen. Zuviel Ehrlichkeit ist nicht immer ratsam. Es geht schließlich um den zu pflegenden Angehörigen. Ich finde es ganz schlimm, das es einem bei der privaten Pflege so schwer gemacht wird und da wundert man sich das viele Menschen einfach ins Heim gebracht werden. Nicht jeder hat die Kraft den Angehörigen zu pflegen und sich gleichzeitig mit der Krankenkasse rumzuschlagen.
    Mein Tipp: Immer versuchen die Lücken zu finden, denn die gibt es!!

  16. Gaby
    6. Januar 2016 at 12:16

    Hallo,

    ich möchte die 104€ zusätzliche Betreuungskosten beantragen. Meine Schwägerin wuerde das übernehmen die Altenpflegerin ist.

    Jetzt sagt meine Kasse das Verwandte des 1+2 Grades das nicht übernehmen koennen.

    Stimmt das?

    Kann mir wenn jemand einen Paragraphen nennen wo das steht.

    Danke und Gruss Gaby

  17. HansE
    5. November 2015 at 15:41

    Bezug auf Chris F., 23. Oktober 2015 at 10:09
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    @Chris F, schon Erfolge?

    Wir haben genau das gleiche (?) Problem.

    Meine Mutter ist jetzt ins Heim gekommen, nach 4 Wochen Kurzzeitpflege und 4 Wochen Verhinderungspflege jetzt Vollstationär.

    Das Heim hat für die beiden Monate SEP und OKT jeweise 1mal die 104€ abgerechnet, es bleibt aber natürlich noch ein erheblicher Restbetrag offen, der beglichen werden muss

    Lt. verschiedenen Quellen kann man diese 104€ ja „ansparen“ und sogar ins nächste Jahr übertragen, also muss man ja auch rückwirkend drauf „zugreifen“ können.

    Die „Leistung“ wurde am 27/7 beantragt, die BEK sagt, dann gibts auch rückwirkend nur 104€ ab Juli einschl.

    Aber die Gelder stehen ja JEDEM am 1/1 zu – nur muss eine ERSTATTUNG dann noch beantragt werden mit entsprechendem Nachweis – bei mir Rechnung der Pflegeeinrichtung über 17xx€.

    BEK will aber erst ab Juli zahlen – was ist richtig?

  18. 23. Oktober 2015 at 12:24

    Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg

  19. Chris F.
    23. Oktober 2015 at 10:09

    Hallo Herr Beier,
    Danke für Ihre Antwort.

    Wir sind jetzt gut gerüstet und steigen mit der Pflegekasse in den Ring!

  20. 21. Oktober 2015 at 19:20

    Die Pflegekasse hat uns diese Leistungen nachträglich genehmigt und bezahlt – und zwar ohne großes Aufhebens. Ich habe aber schon öfter gehört, daß nicht alle Kassen so einfach bezahlen.
    Geregelt ist das hier
    § 45b SGB XI Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Verordnungsermächtigung

  21. Chris F.
    21. Oktober 2015 at 18:25

    Hallo Zusammen. Nachdem wir uns seit ein paar Tagen mit der Krankenkasse herumschlagen:

    Es besteht ein Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 104 EUR pro Monat. Wir wurden NACH Erbringung der Leistungen durch einen Pflegedienst durch eben diesen darauf hingewiesen, dass die Beantragung durch den Versicherten erfolgen muss. Aus dem Pflegegesetz (Sozialgesetzbuch §45b?) geht nicht hervor, ab wann der Anspruch auf Zahlungen für Entlastungsleistungen besteht.

    Konkret werden ja innerhalb eines Kalenderjahres die monatlichen Entlastungsleistungen 104 EUR addiert, so dass innerhalb des Kalenderjahres bis zu 1248 EUR zur Verfügung stehen.

    Die Pflegekasse teilte nun mit, dass ein Anspruch auf Zuzahlung (in diesem Fall auf Addition der monatlichen Zuzahlungen) erst in dem Monat beginnt, in dem ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Ist es somit richtig, dass für Pflegeleistungen , welche z.b. im September erbracht wurden und im Oktober durch Einreichung einer entsprechenden Rechnung beantragt wurden, noch keine Addition erfolgte und somit erst für Pflegeleistungen ab Oktober 104 EUR zur Verfügung stehen?

    Falls ja, gibt es hierfür aus dem Pflegegesetz entsprechende Textpassagen, die das ganze belegen? In der Theorie müsste dann ja bereits im Januar ein Antrag gestellt werden, um im Kalenderjahr auf den Höchstbetrag zu kommen, auch wenn im Januar noch gar keine entsprechende Pflegeleistung erbracht wird oder gar planbar ist?

    Kennt sich hier jemand ein wenig mit der Materie aus ?

    Beste Grüße aus München

  22. 21. September 2015 at 17:19

    Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach, wo Sie einen Kurs belegen können. Oder setzen Sie sich mit einem Pflegestützpunkt in Verbindung. Vielleicht kann Ihnen dort weitergeholfen werden. Unter Umständen können Sie einen Pflegegrundkurs auch bei Ihrem Pflegedienst erhalten.

  23. Doris Zink
    21. September 2015 at 14:37

    Seit Oktober 2013 habe ich für meinen Mann die Plegestufe 3 und die o.a. 100,00 – jetzt ja 104,00 – schriftlich vorliegen. Pflege, Hilfsmittel und die Vertretung bekomme
    ich. O.K. Seit Oktober 2014 habe ich eine private Hilfskraft für den Haushalt und
    bekomme aber dafür keine finanzielle Hilfe ( z. B. die 104,00 – welche ich noch nie abgefordert habe. ) Ein erforderlicher Weg wäre ja jetzt über die Nachbarschaftshilfe,
    nur wäre dafür extra ein Pflegegrundkurs nötig. Die Pflegekasse kann mir aber
    keinen in Bad Segeberg anbieten..
    WAS KANN MAN DANN UNTERNEHMEN ??

  24. gaby
    13. August 2015 at 0:10

    Dazu muss man nicht viel schreiben………einfach super….besser geht nicht!
    Danke!!!

  25. hans rudolf
    6. Mai 2015 at 14:33

    sehr guter beitrag, kurz und informativ, war hilfreich, danke

  26. MANNI
    11. März 2015 at 12:09

    Was ist unter anerkannte Haushalts – und Service Leistungen zu verstehen?
    Sehr gute Information zu den Sachverhalt.
    Tschüß

  27. Anja
    9. Januar 2015 at 11:25

    Danke für die sehr gute Zusammenfassung bzw. Übersicht.
    Leider werden auch diesen Text zu wenig Betroffene lesen.
    Grüße aus Berlin-Brandenburg

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