Anlaufstellen & Ansprechpartner fĂŒr PflegebedĂŒrftige und Angehörige

Anlaufstellen fĂŒr PflegebedĂŒrftige
Die richtigen Anlaufstellen fĂŒr PflegebedĂŒrftige und Ihre Angehörigen ist wichtig

Bei lĂ€ngerer Krankheit oder PflegebedĂŒrftigkeit treten hĂ€ufig viele Fragen auf. Da ist es wichtig zu wissen: Wo finde ich die richtigen Anlaufstellen fĂŒr PflegebedĂŒrftige und ihre Angehörigen.

Wieviel Pflegegeld steht mir zu? Das Bad ist nicht barrierefrei – gibt es ZuschĂŒsse? MĂŒssen wir die pflegebedĂŒrftigen Eltern finanziell unterstĂŒtzen? Wer kann mir rechtliche Fragen beantworten?

Jeden Tag tauchen neue Fragen auf, doch wer hilft den pflegenden Angehörigen eigentlich weiter?

Das Thema „Pflege“ und auch die hĂ€usliche Pflege ist so umfangreich, dass es schwer ist, den Überblick zu behalten. Die pflegenden Angehörigen sind schon mit der Pflege sehr gefordert, da ist es kaum verwunderlich, dass sie nicht noch viel Zeit fĂŒr die Recherche von Ansprechpartnern und Anlaufstellen fĂŒr PflegebedĂŒrftige zur VerfĂŒgung haben.


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In meinem Beitrag habe ich fĂŒr Sie eine Liste der wichtigsten Ansprechpartner und Anlaufstellen fĂŒr PflegebedĂŒrftige und deren Angehörigen – alphabetisch aufgelistet.

Unsere Pflegelotsen beraten zu allen Anlaufstellen fĂŒr PflegebedĂŒrftige

Unsere Pflegelotsen helfen Ihnen kostenlos zu allen Fragen rund um die hĂ€usliche Pflege. SelbstverstĂ€ndlich nennen wir Ihnen auch entsprechende Ansprechpartner und Anlaufstellen, wo Sie dann weiterfĂŒhrende Hilfe erhalten können.

Mehr erfahren ĂŒber die kostenlose Beratung durch unsere Pflegelotsen.

24h-Haushaltshilfen aus Osteuropa

Sogenannte Haushaltshilfen aus Polen oder anderen osteuropĂ€ischen LĂ€ndern können eine Hilfe sein, wenn der eigene Haushalt nicht mehr gefĂŒhrt werden kann. Doch den Haushaltshilfen können auch andere Aufgaben zugewiesen werden, so können sie auch teilweise bei der Pflege unterstĂŒtzend mitwirken und können so den Umzug in ein Pflegeheim vermeiden. Hier finden Sie verschiedene Anbieter von 24h-Pflegevermittlungen und Bewertungen.

Leider erhalten Sie (mit genehmigtem Pflegegrad) fĂŒr die Finanzierung der PflegekrĂ€fte aus Osteuropa keine Pflegesachleistung, lediglich das Pflegegeld steht Ihnen zu.


Was kosten PflegekrÀfte aus Osteuropa?
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Ärzte

Der Hausarzt, Facharzt und evtl. die behandelnde Klinik sind die Anlaufstellen, wenn es um medizinische Fragen geht. Die behandelnden Ärzte, Kliniken und Apotheken sollten sich untereinander abstimmen um eine gut koordinierte Patientenversorgung zu gewĂ€hrleisten.

Barrierefreier Wohnungsumbau

Wer seine Wohnung oder sein Haus behindertengerecht oder barrierefrei umbauen lassen muss, kann sich an Architekten oder Wohnraumberater/Wohnberater wenden. PflegestĂŒtzpunkte beraten kostenlos bei der Wohnraumanpassung. Auch Handwerker, die den Umbau ausfĂŒhren sollen, können sehr gute Berater sein.

Die meisten BundeslĂ€nder und auch Kreisverwaltungen haben Wohnberatungsstellen und bieten UnterstĂŒtzung an.

FĂŒr wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gibt es ganz unterschiedliche Arten von ZuschĂŒsse und UnterstĂŒtzungen.


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Umbau Wanne zur Dusche in 1 Tag
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Behindertenbeauftragte / BehindertenbeirÀte

Die Kommunen, Landkreise und StĂ€dte, BundeslĂ€nder und der Bund selbst haben Behindertenbeauftragte, an die sich die BĂŒrger wenden können. Zu den Aufgaben der Behindertenbeauftragten gehört unter anderem auch die Vermittlung behinderter Menschen in Arbeit, Vertretung der Interessen behinderter Menschen in der Politik, Umsetzung von barrierefreien ZugĂ€ngen öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsmittel, Beratung von behinderten Menschen uvm.

Beschwerde ĂŒber Krankenkasse

Es kann immer wieder zu Problemen mit der Krankenkasse kommen, wenn benötigte Hilfsmittel, Krankengeld, Pflegegrad usw. nicht genehmigt werden. Wenn Sie Hilfe zur Durchsetzung Ihrer AnsprĂŒche benötigen, gibt es einige offizielle Anlaufstellen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Mehr dazu finden Sie in diesem Beitrag: Was tun bei Ärger mit der Krankenkasse?

Besuchsdienste

Einige WohlfahrtsverbĂ€nde bieten sogenannte Besuchsdienste an. Ehrenamtliche Mitarbeiter besuchen regelmĂ€ĂŸig Ă€ltere oder kranke Menschen um ihnen Gesellschaft zu leisten.

Betreuer, gesetzliche

Wer pflegebedĂŒrftig bzw. nicht mehr handlungsfĂ€hig ist und keinen gesetzlichen Betreuer hat, kann diesen auf Antrag vom Amtsgericht zugewiesen bekommen.

Das Gericht muss bei der Auswahl des Betreuers die WĂŒnsche des Betroffenen berĂŒcksichtigen. Es wird dann entschieden, ob ein Angehöriger als Betreuer eingesetzt wird oder ein ehrenamtlicher bzw. hauptberuflicher Betreuer.

Auch wenn ein Betreuer eingesetzt ist, bleibt die GeschĂ€ftsfĂ€higkeit des Betroffenen voll erhalten. Das bedeutet, dass alle seine VertragsabschlĂŒsse und RechtsgeschĂ€fte volle GĂŒltigkeit haben.


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Betreuungsvereine

Immer mehr Menschen bestimmen mit einer Vorsorge- und Generalvollmacht eine Person ihres Vertrauens, die sie in allen Angelegenheiten vertreten kann, wenn sie dies selbst nicht mehr können.

Doch manchmal sind die betreuenden Personen ĂŒberfordert und wissen nicht welche Rechte und Pflichten sie haben. Dann gibt es die Möglichkeit, sich an einen Betreuungsverein zu wenden.

Die meisten Betreuungsvereine gehören einem Wohlfahrtsverband an. Die Aufgabe der Vereine ist es, die Angehörigen in ihrer Betreuungsarbeit zu beraten und zu begleiten. Sie informieren aber auch ĂŒber Vorsorgemöglichkeiten wie BetreuungsverfĂŒgungen oder Vorsorge- und Generalvollmachten.

In der Regel sind die Dienstleistungen der Betreuungsvereine kostenlos

Gibt es keine Angehörigen, die diese Aufgabe ĂŒbernehmen, kann auch ein fremder Betreuer vom Gericht beauftragt werden.


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BĂŒrgertelefon des Bundesministeriums fĂŒr Gesundheit

Das BĂŒrgertelefon ist eine telefonische Auskunftsstelle zu den Leistungen der Krankenversicherungen und Pflegeversicherungen. Außerdem erhalten die BĂŒrger Auskunft zu Fragen der gesundheitlichen PrĂ€vention.

Erbangelegenheiten

Essen auf RĂ€dern – die richtige Anlaufstelle fĂŒr PflegebedĂŒrftige

Viele Ă€ltere Menschen können nicht mehr einkaufen oder kochen. Um möglichst lange zu Hause wohnen zu können, ist die Alternative Essen auf RĂ€dern. Je nach persönlichem Wunsch wird das Essen tĂ€glich heiß mit einem MenĂŒservice angeliefert oder als TiefkĂŒhlkost, das dann zum Beispiel in einer Mikrowelle aufgetaut werden kann.

Mittlerweile gibt es auch fĂŒr Menschen mit Schluckbeschwerden spezielle PĂŒreemenĂŒs, und fĂŒr Personen mit MangelernĂ€hrung sogar MenĂŒs, welche mit Vitalstoffen angereichert sind.

Hier können Sie prĂŒfen, welcher MenĂŒservice Sie an Ihrem Wohnort beliefern könnte.

Finanzierung fĂŒr behindertengerechten Umbau

  • Wer seine Wohnung oder sein Haus behindertengerecht umbauen muss, kann unter UmstĂ€nden gewisse finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen.
  • Ebenso können Sie bei der KfW-Bank zinsgĂŒnstige Darlehen oder ZuschĂŒsse beantragen.
  • ZuschĂŒsse auf LĂ€nderebene können Sie der Förderdatenbank entnehmen.
  • Eine kostenlose Beratung zum behindertengerechten Umbau erhalten Sie auch bei unseren Pflegelotsen.

GEZ-GebĂŒhrenbefreiung

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, sich von den GEZ-GebĂŒhren befreien lassen zu können. Hierzu muss ein Antrag auf Befreiung GEZ-GebĂŒhren gestellt werden. Auch Menschen die in einem Pflegeheim leben, mĂŒssen keine GEZ-GebĂŒhren bezahlen.

Pflegezeit und Familienpflegezeit

Wer zur Pflege auch noch berufstÀtig ist, kann sich teilweise oder ganz von der Arbeit freistellen lassen und Pflegezeit oder Familienpflegezeit beantragen.

HĂ€usliche Krankenpflege

Wer hÀusliche Krankenpflege benötigt, muss sich diese von seinem Arzt verordnen lassen.

Haushaltshilfe

Wer sich nicht selbst versorgen kann und krank ist, kann unter gewissen Voraussetzungen eine Haushaltshilfe bei der Krankenkasse beantragen. Wird der Antrag genehmigt, ĂŒbernimmt die Kasse die Kosten. Die Haushaltshilfe ĂŒbernimmt dann das Einkaufen, Kochen, Putzen usw.

Heimaufsicht, Anlaufstelle bei Beschwerden

Wer Ärger mit einem Pflegeheim hat, kann sich an die Heimaufsicht wenden. Es ist jedoch sinnvoll, sich zuerst mit den Pflegern oder der Heimleitung in persönlichen GesprĂ€chen auseinander zu setzen und die Beschwerden vorzubringen.

Die Adressen von Heimaufsichten können bei den örtlichen SozialÀmtern angefragt werden.

Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel beantragen

Hilfsmittel wie zum Beispiel ein Rollator, Pflegebett oder Hausnotruf werden ĂŒber die Krankenkasse beantragt. Die verordnungsfĂ€higen Hilfsmittel sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgelistet.

Mein Lese-Tipp: So werden Hilfsmittel beantragt.


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Übrigens: Auch ein Elektromobil ist ein verordnungsfĂ€higes Hilfsmittel, sofern die Notwendigkeit besteht. ZusĂ€tzlich werden auch die Stromkosten fĂŒr elektrisch betriebene Hilfsmittel ĂŒbernommen.

Pflegehilfsmittel (Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen usw.) werden bis zu 40 Euro im Monat von der Krankenkasse bezahlt. Pflegehilfsmittel können bequem per Abo bestellt werden.

Hilfsmittelberatung

Einige gÀngige Hilfsmittel stellen wir Ihnen in unserer Hilfsmittelberatung vor. Aber auch hierzu können Sie gerne den kostenlosen Service unserer Pflegelotsen in Anspruch nehmen.


Hinweis: Wer einen Pflegegrad hat und zu Hause gepflegt wird hat jeden Monat Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel. Diese können Sie hier einfach bestellen.


IntegrationsÀmter

IntegrationsÀmter sichern und fördern die BeschÀftigung von schwerbehinderten Menschen. Sie sind die zentrale Anlaufstelle bei der beruflichen Eingliederung und Teilhabe.

Hospize, Hospizvereine und Hospizstationen in KrankenhÀusern

Schwerstkranke und Sterbende die nicht zu Hause gepflegt werden können, haben die Möglichkeit, sich in ein Hospiz einweisen zu lassen. Mittlerweile bieten auch schon einige KrankenhÀuser Hospizstationen/Palliativstationen an.

In den Hospizen wird versucht, den Patienten ein menschenwĂŒrdiges Sterben zu ermöglichen. Sterbebegleitung erhalten hier sowohl die Patienten als auch die Angehörigen.

Die Betreuung kann – je nach Einrichtung – ambulant oder stationĂ€r erfolgen.

Hospizdienste, ambulante

Ambulante Hospizdienste betreuen Sterbende und deren Angehörigen im hÀuslichen Umfeld als auch im Krankenhaus oder einer Hospizstation. Die ambulanten Hospizdienste werden von hauptamtlichen Mitarbeitern koordiniert.

Die Mitarbeiter vor Ort arbeiten ehrenamtlich, sind aber entsprechend geschult. Sie betreuen die Schwerstkranken/Sterbenden und deren Angehörigen auf dem letzten Weg, fĂŒhren GesprĂ€che unter anderem ĂŒber das Leben, den Tod, Krankheiten, das Abschied nehmen, die letzten WĂŒnsche, Trauer und ĂŒbernehmen aber auch Sitzwachen.

Auch nach dem Tod können die Angehörigen in ihrer Trauerarbeit von den Mitarbeitern betreut und begleitet werden.

Hospizdienste bauen oft Netzwerke zwischen Pallitaivstationen / Hospizen den Pflegediensten, dem Krankenhaus und den Angehörigen auf.

Die EinsÀtze der Hospizbegleiter sind kostenlos.

Kommunale Beratungsstellen

Siehe Seniorenberatung

Krankenkassen / Pflegekassen

Krankenversicherung und Pflegeversicherung sind die Anlaufstellen fĂŒr Krankenleistungen und Pflegeleistungen wie zum Beispiel Krankengeld, Pflegegeld, die Genehmigung von Pflegegraden und Hilfsmitteln und vieles mehr. Die Pflegekasse ist auch verpflichtet, Sie in allen Fragen rund um das Thema Pflege kostenlos zu beraten.


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Pflegebetten / Krankenbetten mit Komfortfunktion

Es empfiehlt sich, mit der Krankenversicherung in gutem Kontakt zu bleiben, denn die Versicherungen entscheiden letztendlich ĂŒber die Genehmigung oder Ablehnung von Leistungen. In persönlichen GesprĂ€chen oder Telefonaten sollte die Gelegenheit genutzt werden, die individuelle Situation des PflegebedĂŒrftigen darzulegen, denn die Mitarbeiter der Versicherung kennen den Patienten meist nur als Aktennummer und nicht persönlich.

Nachbarschaftshilfe

Vielerorts gibt es Nachbarschaftshilfe-Angebote. Diese wenden sich an Menschen die krank, behindert oder alt sind und UnterstĂŒtzung und Versorgung im tĂ€glichen Leben benötigen. Menschen mit Pflegestufe / Pflegegrad können unter UmstĂ€nden die Kosten eines anerkannten Nachbarschaftshilfe-Dienstes mit der Pflegekasse verrechnen. Informieren Sie sich ĂŒber den Umfang der Ihnen zustehenden Leistungen bei Ihrer Pflegeversicherung/Krankenversicherung.

Die Nachbarschaftsdienste unterstĂŒtzen im Haushalt, bei der BeschĂ€ftigung von Demenzpatienten, bei der Entlastung der pflegenden Angehörigen oder bei EinkĂ€ufen und Arztbesuchen.

Pflegeberater

Wer sich von der Krankenversicherung/Pflegeversicherung, den PflegestĂŒtzpunkten oder anderen Institutionen rund um das Thema Pflege schlecht beraten fĂŒhlt, kann einen Pflegeberater beauftragen. Manche Pflegeberater rechnen ĂŒber einen Beratungsgutschein ab. In der Regel sind die Leistungen der Pflegeberater jedoch kostenpflichtig.

Gerne können Sie aber auch hier unsere Pflegeberatung in Anspruch nehmen. Die Erstberatung ist kostenlos.

Pflegeberatung, kostenlose

Kostenlose Hilfe mit unseren Pflegelotsen. Rufen Sie uns an.

PflegebedĂŒrftige und ihre Angehörige haben Anspruch auf eine kostenlose Pflegeberatung. Diese wird meistens ĂŒber die Krankenkassen durchgefĂŒhrt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen Beratungsgutschein zu erhalten.

Wer nur Pflegegeld bezieht, muss zusĂ€tzlich noch BeratungseinsĂ€tze in Anspruch nehmen. Mehr dazu lesen Sie bitte hier: „Verpflichtender Beratungseinsatz fĂŒr PflegegeldempfĂ€nger

Pflegedienste

Die hĂ€usliche Pflege ist oftmals nicht alleine von den pflegenden Angehörigen zu stemmen. Pflegedienste haben in der Regel erfahrenes Fachpersonal, das unterstĂŒtzend die Pflege begleiten kann. Auch hier halten die Krankenversicherungen und PflegestĂŒtzpunkte Listen ĂŒber die Pflegedienste in der nĂ€heren Umgebung bereit.

Pflegegrad / Pflegegradrechner

Viele Menschen scheuen sich, einen Pflegegrad zu beantragen, da sie glauben, noch nicht so pflegebedĂŒrftig zu sein. Doch das ist falsch. Wer einen Pflegegrad hat, erhĂ€lt auch entsprechende finanzielle Leistungen, mit denen er wiederum die Kosten fĂŒr seine PflegebedĂŒrftigkeit finanzieren kann. Mit meinem kostenlosen Pflegegradrechner können Sie sich einen Überblick verschaffen, ob Ihnen ein Pflegegrad genehmigt werden könnte.


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Pflegeheime

Wer zu Hause nicht mehr gepflegt werden kann und in ein Seniorenheim umzieht, kann sich ĂŒber seine Krankenkasse oder die PflegestĂŒtzpunkte eine Liste aller Pflegeheime in der Umgebung aushĂ€ndigen lassen.

Mein Lese-Tipp:
1. Woran erkennt man ein gutes Pflegeheim
2. Probewohnen im Pflegeheim

Pflegekurse

Wer die Pflege eines Angehörigen ĂŒbernimmt, kann sich in Pflegekursen viel Wissen ĂŒber Pflegetechniken und dem Umgang mit Patienten aneignen. Krankenkassen bieten zum Teil kostenlose Pflegekurse an. Aber auch der Pflegedienst gibt gerne Anleitung zur Pflege. Die PflegestĂŒtzpunkte können ebenfalls Auskunft ĂŒber Anbieter von Pflegekursen geben.

Pflegegeldrechner

Wie viel Pflegegeld steht mir zu, wenn ich noch einen Pflegedienst in Anspruch nehme? Mit meinem kostenlosen Pflegegeldrechner können Sie sich genau ausrechnen lassen, wieviel Pflegegeld Sie noch erhalten, nachdem die Kosten fĂŒr den Pflegedienst bezahlt wurden.


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Pflegegrad beantragen

Den Antrag fĂŒr einen Pflegegrad mĂŒssen Sie bei Ihrer Pflegekasse stellen. Falls der Pflegegrad abgelehnt wurde und Sie einen Widerspruch gegen die Pflegegradeinstufung einlegen, muss auch dieser bei der Pflegekasse eingereicht werden.

PflegestĂŒtzpunkte

PflegestĂŒtzpunkte gelten als wichtige Anlaufstelle fĂŒr PflegebedĂŒrftige. Sie beraten kostenlos rund um das Thema „Pflege von Angehörigen“.

Leider sind nicht in allen BundeslĂ€ndern die PflegestĂŒtzpunkte flĂ€chendeckend vorhanden. Wer keinen PflegestĂŒtzpunkt „vor der HaustĂŒre“ hat, kann sich auch telefonisch informieren.

Pflegezusatzversicherung

Pflege ist teuer und die gesetzliche Pflegeversicherung deckt meist nur einen Teil der Kosten ab. Ob eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll wĂ€re, lĂ€ĂŸt sich leicht ĂŒber meinen kostenlosen PflegelĂŒckenrechner ersehen.

Reha fĂŒr PflegebedĂŒrftige UND Pflegende

Ältere pflegebedĂŒrftige Menschen profitieren hĂ€ufig auch von einer guten geriatrischen Rehamaßnahme. Diese dient zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes.

Aber nicht nur fĂŒr PflegebedĂŒrftige gibt es Rehamaßnahmen, sondern auch Pflegende haben einen Anspruch auf eine Reha. Dies sollte auch in Anspruch genommen werden, da Pflege sehr die physische und psychische Gesundheit belasten kann. Nur wer gesund ist, kann auch pflegen.

Meine Lese-Empfehlungen:

Rentenzahlung fĂŒr Angehörige

Wer Angehörige pflegt, hat unter gewissen Voraussetzungen einen Anspruch darauf, dass fĂŒr ihn die BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung bezahlt werden. Die BeitrĂ€ge sind zwar sehr gering, aber die Beitragszahlung trĂ€gt zumindest dazu bei, dass die Beitragsjahre angerechnet werden.

Wer mehrere Angehörige pflegt, kann eine Additionspflege beantragen. Die AntrĂ€ge sind ĂŒber die Krankenkasse zu stellen.

Seit 01.07.2017 werden fĂŒr pflegende Rentner ebenfalls RentenbeitrĂ€ge bezahlt. Damit kann die eigene Rente aufgebessert werden. Dazu mehr in meinem Beitrag So wirkt sich die flexible Teilrente auch fĂŒr pflegende Rentner aus.


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Rentenberatung

Rentenberatung erhalten Sie zum einen bei Ihrer Rentenversicherung. Dort können Sie kostenlos prĂŒfen lassen, ob Ihre Rentenbescheide in Ordnung sind. UnabhĂ€ngige, fachrechtliche PrĂŒfungen erhalten Sie bei freien Rentenberatern. Beim Dachverband der Rentenberater können Sie nach einem kostenpflichtigen Rentenberater in Ihrer NĂ€he suchen.

Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist nicht nur Ansprechpartner fĂŒr die Rente, sondern auch fĂŒr die KostenĂŒbernahme von beruflichen Rehamaßnahmen. Außerdem kann die Rentenversicherung die Kosten fĂŒr Hilfsmittel ĂŒbernehmen, um den Beruf weiterhin ausĂŒben zu können.

Schuldnerberatung

Pflege kostet viel Geld und schnell kommt mancher in eine finanzielle Schieflage. WohlfahrtsverbÀnde und caritative Einrichtungen sowie Kommunen und LandratsÀmter bieten allesamt Schuldnerberatungen an. Beim zustÀndigen Amtsgericht können Beratungshilfescheine beantragt werden.


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Schwerbehindertenausweis

Schwerbehindertenausweise können bei den Kommunalverwaltungen oder den VersorgungsÀmtern beantragt werden. Das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich.

Selbsthilfegruppen

Nahezu fĂŒr jede Krankheit gibt es Selbsthilfegruppen. Das Internet bietet eine gute Plattform, um die richtige Selbsthilfegruppe zu finden. Auch fĂŒr Angehörige von Kranken gibt es Selbsthilfegruppen. So gibt es vielerorts Selbsthilfegruppen fĂŒr Angehörige von Demenzpatienten, um sich ĂŒber das Krankheitsbild und den tĂ€glichen Umgang mit den Patienten austauschen zu können.

Seniorenberatungen

Viele Kommunen und StĂ€dte, aber auch Caritative Einrichtungen bieten kostenlose Seniorenberatungen an. Das Spektrum umfaßt Themen wie Wohnmöglichkeiten fĂŒr Senioren, Leistungen von Pflege- und Krankenkassen, Fahrdienste, Begleitdienste, hĂ€usliche Pflege usw.

Die kommunalen Angebote sind je Ort/Stadt ganz unterschiedlich. So gehören auch diese Bereiche oft zu den Angeboten: Sozialstationen, Alten- und SeniorenbĂŒros.

Sozialamt

Die SozialĂ€mter sind unter anderem zustĂ€ndig fĂŒr die Hilfe zur Pflege, Hilfe zum Lebensunterhalt, Hilfe bei Krankheit, Hilfe zur HaushaltsfĂŒhrung und Hilfe zu Bestattungskosten, Grundsicherung im Alter usw.

Wer ein zu geringes Einkommen hat, kann beim Sozialamt entsprechende UnterstĂŒtzungen beantragen.

Extra-Tipps:

  1. Das Sozialamt ĂŒbernimmt unter bestimmten Voraussetzungen aus die erhöhten Kosten fĂŒr Essen auf RĂ€dern.
  2. Kinder sind zwar fĂŒr ihre Eltern unterhaltspflichtig, aber es sollte unbedingt geprĂŒft werden, in welche Höhe.

Sozialdienste

Sozialstationen von KrankenhĂ€usern, Pflegediensten und Reha-Einrichtungen können beim Beantragen eines Pflegegrades, Schwerbehindertenantrag oder Reha-Maßnahmen helfen. Sie sind bei der Vermittlung von PflegeheimplĂ€tzen und Pflegediensten, Essensdiensten, Haushaltsdiensten, Hausnotrufsystemen genauso behilflich wie bei Beratungen in Konfliktsituationen und finanziellen Leistungen.

SozialverbÀnde

Sowohl der Sozialverband VDK Deutschland als auch der Sozialverband Deutschland SOVD bieten mit ihren Orts- und KreisverbĂ€nden Hilfe und UnterstĂŒtzung zu rechtlichen Fragen im Bereich Pflege.

Gegen eine geringe jĂ€hrliche MitgliedsgebĂŒhr kann bei beiden VerbĂ€nden Rechtshilfe in Anspruch genommen werden.

Urlaubsvertretung / Verhinderungspflege / Kurzzeitbetreuung

Wer einen pflegebedĂŒrftigen Menschen pflegt, benötigt auch einmal eine Auszeit. Die Urlaubsvertretung fĂŒr Pflegende kann eine Kurzzeitbetreuung in einem Pflegeheim sein oder aber auch eine Verhinderungspflege. Auch eine stundenweise Verhinderungspflege ist möglich.

Wie Sie Haushaltshilfen ĂŒber Verhinderungspflege abrechnen können, lesen Sie in meinem Beitrag „Verhinderungspflege: Entlastung im Haushalt fĂŒr pflegende Angehörige„.

Auch spannend ist ein Urlaub von der Pflege, der gemeinsam mit dem PflegebedĂŒrftigen oder auch alleine gemacht werden kann.

Widerspruch einlegen

Wenn Ihnen ein Pflegegrad, die Höherstufung eines Pflegegrades  oder ein Hilfsmittel abgelehnt wurde, haben Sie das Recht, innerhalb der angegebenen Frist einen Widerspruch einzulegen. Dazu können Sie Hilfe von einem PflegestĂŒtzpunkt in Anspruch nehmen. Ob der Widerspruch erfolgreich ist, hĂ€ngt maßgeblich auch von der BegrĂŒndung des Widerspruchs ab.

Lassen Sie deshalb prĂŒfen, ob sich ein Widerspruch lohnt. Professionelle Hilfe erhalten Sie auch bei unserer Pflegeberatung. Die Erstberatung ist kostenlos.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Wer pflegebedĂŒrftig ist und eine Pflegestufe hat, muss unter UmstĂ€nden viel Geld in die barrierefreie Anpassung seiner Wohnung oder seines Hauses investieren. Die Pflegekasse bezuschusst pro Baumaßnahme mit 4.000 Euro.

ZuschußfĂ€hige Umbaumaßnahmen sind unter anderem auch der Einbau eines Treppenlifts oder die behindertengerechte Renovierung eines Badezimmers.

Zuzahlung zu Medikamenten, Therapien usw.

Wer chronisch krank ist, kann seine Zuzahlung fĂŒr Medikamente von 2 % auf 1 % reduzieren. Da in der Pflege sowieso meist sehr hohe kosten anfallen, macht es Sinn, sich entsprechend von der Zuzahlung befreien zu lassen. Dazu muss jedoch ein Antrag gestellt werden, automatisch geht das nicht. Über meinen kostenlosen Zuzahlungsrechner können Sie sich ihre Kosten errechnen.

Letztendlich möchte ich hier noch auf eine Datenbank aufmerksam machen, ĂŒber welche Sie sehr viele Ansprechpartner in Ihrer direkten Umgebung finden können. Angefangen von PflegestĂŒtzpunkten, SeniorenbĂŒros, Demenzberatungsstellen, Selbsthilfeorganisationen, Angebote fĂŒr pflegende Angehörige usw. Hier geht es zur Datei

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Quelle Bildmaterial: Fotolia #69686860  Â© fotohansel

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