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Pflegehilfsmittel im Wert von 40 € pro Monat gratis

Pflegebedürftigkeit kann zu einer sehr teuren Angelegenheit werden. Bei vielen Menschen reicht die Rente oder das Ersparte oftmals nicht mehr aus, um die Pflegekosten zu decken.

Darum gibt es mittlerweile auch Initiativen gegen die Armut durch Pflege, die sich dafür einsetzen, dass die Pflege bezahlbar wird. Doch von einer bezahlbaren Pflege sind wir im Moment noch weit entfernt.

 

 

Kostenübernahme der Pflegekasse für die Pflege

Wer gesetzlich krankenversichert ist, ist auch pflegeversichert. Allerdings können über die Pflegeversicherung nicht alle Pflegekosten abgedeckt werden. Wer einen Pflegegrad / eine Pflegestufe hat, bekommt von der Pflegekasse je nach Pflegegrad ein Pflegegeld bzw. Pflegesachleistungen oder eine Kombination aus beidem, also eine Kombinationspflege sowie noch andere Zuschüsse.

Alle Leistungen die Ihnen zustehen, können Sie im Beitrag „Pflegestärkungsgesetz – Die neuen Pflegeleistungen ab 2017 auf einen Blick als Tabelle“ nachlesen.

Das Pflegegeld deckt oft nur einen Teil der Kosten für die Pflege ab, und wenn die Rente und das Vermögen der pflegebedürftigen Person nicht ausreichend sind, wird geprüft, ob das Sozialamt oder direkte Verwandte für die Pflege aufkommen müssen.

 

Extra-Tipp: Wer einen Pflegegrad hat und zu Hause gepflegt wird, hat jeden Monat Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel. Diese können Sie hier einfach bestellen.

 

Was kostet die häusliche Pflege

Bei der ambulanten Pflege im häuslichen Umfeld sowie der stationären Pflege im Pflegeheim müssen die Angehörigen sich auf hohe Pflegekosten gefasst machen. Dies gilt vor allem, wenn sehr viel fremde Hilfe – wie zum Beispiel ein Pflegedienst – in Anspruch genommen werden muss.

Oftmals reichen Pflegegeld und Pflegesachleistungen dann nicht mehr aus und es muss dann selbst dazu bezahlt werden. Das bedeutet in der Regel: Je höher der Pflegeaufwand umso höher die Pflegekosten.

Welche Kosten für die Pflege können nun zusätzlich entstehen:

  • Kosten für den Pflegedienst, welche über die von der Pflegekasse bezahlten Pflegesachleistungen hinausgehen.
  • Kosten für Pflegehilfen aus Deutschland oder einem osteuropäischen Land.
  • Wer einen erhöhten Bedarf an Inkontinenzmaterial hat, wird leider oft mit zur Kasse gebeten.
  • Zuzahlungen für Medikamente und Therapien. Lesen Sie mehr dazu in meinem Beitrag. Geld sparen mit der Zuzahlungsbefreiung für Medikamente und Hilfsmittel.
  • Kosten für Medikamente und Therapien, die von der Krankenkasse nicht bezahlt werden.
  • Kosten für Hilfsmittel bzw. Pflegehilfsmittel die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden.
  • Mehrkosten für Hilfsmittel, für die die Krankenkasse nicht den vollen Betrag übernimmt (zum Beispiel für höherwertigere Elektromobile, Rollstühle, Pflegebetten usw.).
  • Pflegende Angehörige geben oft ihren Beruf auf und haben kein weiteres Einkommen mehr. Somit kommen zu den eigentlichen Pflegekosten in vielen Fällen dazu, dass die Angehörigen nur noch in Teilzeit arbeiten oder für die Pflege den Job ganz aufgeben müssen und dann mit einem niedrigeren Gehalt/Lohn zurechtkommen müssen.
  • Wer nicht mehr arbeitet, bekommt von der Pflegekasse zwar Sozialleistungen wie z.B. Rentenbeiträge bezahlt, diese sind aber so gering, dass die pflegenden Angehörigen damit große finanzielle Einbußen erleiden.
  • Einkommensverluste durch Krankheit, das heißt Einbußen beim Gehalt (Erwerbsausfälle).
  • Unter Umständen muss auch der eigene PKW behindertengerecht umgebaut werden.

Da eine Pflege zu Hause meist günstiger ist als die Pflege im Heim, muss dann oftmals noch die Wohnung oder das Haus umgebaut werden, um ein behindertengerechtes Wohnen für den Pflegebedürftigen zu ermöglichen.

 

24-Stunden-Pflege durch legales, osteuropäisches Pflegepersonal
kann eine gute Alternative zu einem Pflegeheim sein

 

Kosten für Wohnraumanpassung:

Die Anschaffung und Installation von speziellen Hilfsmitteln, sowie die Renovierung der Wohnräume, können sehr teuer werden. Ich habe hier einmal die häufigsten Umbaumaßnahmen aufgelistet. Mit diesen Werten kann gerechnet werden:

  • Der Einbau eines Treppenlifts kostet – je nach Länge des Lifts und der zu überwindenden Etagen – zwischen 4.000 und 25.000 Euro.
  • Für den Umbau eines behindertengerechten Badezimmers (zum Beispiel Umbau Badewanne zur Dusche, ebenerdiger Zugang zur Dusche, usw.) können ab 3.000 Euro veranschlagt werden – nach oben keine Grenzen.
  • Eine Türverbreiterung für den Rollstuhl oder den Rollator kostet schnell mal 300 Euro pro Türe und mehr.
  • Wird eine neue, mit dem Rollstuhl unterfahrbare Küche benötigt, kommen auch hier schnell einige tausend Euro zusammen.
  • Meist werden von Rollstuhlfahrern auch Rampen benötigt, die mit einigen hundert Euro pro Rampe zu Buche schlagen.

 

Meine Buchempfehlungen

  1. Ratgeber Elternunterhalt – Pflege und Heim, wann müssen Kinder zahlen
  2. Sinnvoll Pflegen: Häusliche Pflege für Angehörige und Laien – Die Grundlagen
  3. Die Neue Vorsorge-Mappe mit CD-ROM: Organisationshilfe im Krankheits- und Todesfall

 

Kostenübernahme für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Wer einen Pflegegrad / eine Pflegestufe hat, kann bei der Pflegekasse einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen. Wird der Zuschuss genehmigt, bezahlt die Pflegekasse je Maßnahme maximal 4.000 Euro.

Wie aus den zu erwartenden Kosten zu ersehen ist, reicht diese Summe jedoch oftmals nicht aus, und man muss für den Differenzbetrag selber aufkommen.

Unter Umständen kann ein zinsgünstiges Darlehen oder ein Zuschuss bei der KfW-Bank beantragt werden. Lassen Sie die Voraussetzungen dazu prüfen.

Treppenlifte 
Mit Pflegegrad bis zu 4.000 €uro Zuschuss möglich!

 

Da sind große Investitionen für den behindertengerechten Umbau einer Wohnung oder eines Fahrzeugs eine weitere Last, die große Sorgen bereiten kann.

 

Fazit zu den Pflegekosten

Leider müssen sich die Familien in Deutschland für die Pflege oftmals stark verschulden. Deshalb sollten zuerst alle Möglichkeiten für Fördermittel und finanzielle Zuschüsse sorgfältig geprüft und ausgeschöpft werden. Lesen Sie dazu mehr in meinem Beitrag So nutzen Sie alle Zuschüsse für einen behindertengerechten Badumbau optimal aus.

Auch die steuerlichen Abschreibungen für Medikamenten- und Therapiezuzahlungen, nötige Anschaffungen von Hilfsmitteln, dem Einbau eines Treppenlifts usw. dürfen nicht vergessen werden. Es lohnt sich, jede Rechnung aufzuheben und diese dann mit der Steuererklärung einzureichen.

Leider können die selbst erbrachten Pflegeleistungen nicht von der Steuer abgesetzt werden.

 

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Quelle Bildmaterial: Pixabay AlexasPhotos 02