Osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen

Pflege ist teuer. Pflegeheime ebenfalls. Was liegt da also näher als eine günstige Pflegekraft aus Osteuropa einzustellen, damit die Eltern oder Großeltern gut versorgt sind. Doch Vorsicht! So manches „Arbeitsverhältnis“ ist illegal, strafbar und zieht Geldbußen nach sich. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen.

Nicht jedes Arbeitsverhältnis mit einer ausländischen Pflegekraft/Haushaltshilfe ist illegal. Deshalb möchte ich bei den drei möglichen Anstellungs-Möglichkeiten aufzeigen, wo die Gefahr einer Illegalität bestehen kann.

Arbeitgeber-/Arbeitnehmermodell

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Beim Arbeitgeber-Arbeitnehmermodell wird die polnische Haushaltshilfe (auch Betreuungskraft oder Pflegekraft genannt) direkt als Arbeitnehmer/-in im Privathaushalt angestellt. Es wird ein Arbeitsvertrag geschlossen.

Bei diesem Arbeitsverhältnis belaufen sich die Kosten für die osteuropäische (EU) Betreuungskraft zwischen 1.900 und bis zu 3.100 Euro, je nach Sprach- und Fachkenntnisse.

Vorteile:

Es ist gewährleistet, dass das Arbeitsverhältnis legal ist, vorausgesetzt es werden alle Arbeitgeberverpflichtungen eingehalten. Sie haben mit diesem Modell die volle Kontrolle. Wenn Sie alle Anforderungen des Arbeitgebermodells erfüllt haben, können Sie sicher sein, dass Sie die osteuropäische Haushaltshilfe legal beschäftigen.

Nachteile:

Der Pflegebedürftige bzw. dessen Angehörige wird zum Arbeitgeber und übernimmt somit die vollen Arbeitgeberverpflichtungen. Das bedeutet für den Pflegebedürftigen bzw. seine Familie:

  • Es müssen alle Sozialleistungen an entsprechender Stelle abgeführt werden, was eine aufwändige Verwaltung mit sich zieht. Meistens wird hierfür ein Steuerberater benötigt.
  • Der Pflegekraft steht ein regulärer Urlaub zu. Für diese Zeit muss kostenpflichtig Ersatz beschafft werden.
  • Längere Krankheitszeiten der Pflegekraft müssen über eine Ersatzkraft abgedeckt und bezahlt werden.
  • Die Überbrückung von Fehlzeiten wie Krankheit und Urlaub muss selbst organisiert werden.
  • Oftmals wird eine zweite Kraft in Voll- oder Teilzeit benötigt, um die Fehlzeiten aufzufangen.

Entsendemodell

Beim Entsendemodell ist die Pflegekraft bei einem osteuropäischen Unternehmen (Entsendeunternehmen) angestellt. Sie als Privathaushalt müssen aber nicht mit dem Unternehmen in Osteuropa Kontakt aufnehmen, sondern mit einer Vermittlungsagentur in Deutschland, die alle notwendigen Aufgaben übernimmt. Das sieht dann so aus:

  • Pflegebedürftige Person benötigt eine 24h-Pflegekraft und wendet sich an eine Vermittlungsagentur in Deutschland.
  • Vermittlungsagentur prüft den Bedarf und die Anforderungen an die Pflegekraft und unterbreitet dem Privathaushalt passende Vorschläge.
  • Nach Einigung wird die Pflegeperson beim Entsendeunternehmen in Osteuropa angefordert.
  • Die Abrechnung für die Pflegeperson übernimmt die Vermittlungsagentur.
  • Die Pflegeperson erhält ihr Gehalt über das Entsendeunternehmen. Außerdem muss die Entsendefirma sämtliche Sozialleistungen abführen.

Lassen Sie sich vom Entsendeunternehmen eine A1-Bescheinigung geben. Damit ist gewährleistet, dass die Steuern und Sozialabgaben abgeführt werden und Sie die polnische Pflegekraft legal beschäftigen.

Für eine 24h-Betreuungskraft nach dem Entsendemodell ist mit Kosten ab 1.980 Euro bis ca. 2.500 Euro zu rechnen.

Vorteile:

  • Das Servicebüro der Vermittlungsagentur übernimmt alles Organisatorische.
  • Keine Arbeitgeberpflichten. Das bedeutet: Steuer und Sozialabgaben müssen nicht selbst abgeführt werden. Wird über die Vermittlungsagentur gemacht. Alle Kosten sind im Preis inclusive und werden monatlich durch die Vermittlungsagentur in Rechnung gestellt.
  • Ist die Betreuungskraft krank oder versteht sie sich nicht mit den im Haushalt des zu Betreuenden lebenden Personen, kann diese schnell ausgewechselt werden.
  • Kann mit Verhinderungs– und Kurzzeitpflege verrechnet werden.

Nachteil:

Auf den ersten Blick teurer als das Modell Selbstständigkeit. Aber bei Krankheit oder Urlaub einer Betreuungskraft wird innerhalb weniger Tage eine Ersatzperson entsendet. Somit ist die Leistung nahezu durchgehend gewährleistet und es muss auch keine weitere Teilzeitkraft (wie es beim Modell „Selbstständigkeit“ oder „Arbeitgeber-/Arbeitnehmermodell” der Fall wäre) eingestellt werden, um Fehlzeiten zu überbrücken.


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Modell Selbstständigkeit

Eine Selbstständigkeit liegt vor, wenn die Betreuungskraft in Deutschland oder ihrem Heimatland ein Gewerbe angemeldet hat und ihre Leistung auf eigene Rechnung abrechnet. Hierbei wird kein klassischer Arbeitsvertrag geschlossen sondern ein Dienstleistungsvertrag. Es wird also kein Gehalt inklusive aller Sozialabgaben bezahlt sondern die Dienstleistung wird in Form einer Rechnung, welche von der Betreuungskraft gestellt wird, beglichen.

Die Betreuungskraft muss über einen Gewerbeschein verfügen.

Die monatlichen Kosten belaufen sich bei einer selbstständigen osteuropäischen Betreuungskraft überwiegend zwischen 1.500 Euro bis zu 2.000 Euro. Bei einer deutschen Betreuungskraft sind mit Kosten zwischen 2.400 Euro bis zu 5.000 Euro zu rechnen.


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Vorteile:

Steuer und Sozialabgaben müssen nicht selbst abgeführt werden. Dafür ist die Pflegekraft verantwortlich.

Nachteile:

  • Gefahr der Scheinselbstständigkeit: Das Arbeitsverhältnis ist nur dann legal, wenn die Betreuungskraft mehrere Kunden (Pflegefälle) betreut. Betreut die Pflegekraft nur eine Person und wohnt auch im gleichen Haushalt mit der zu betreuenden Person, kann möglicherweise von einer Scheinselbstständigkeit ausgegangen werden. Bei Scheinselbstständigkeit von polnischen Pflegekräften drohen Strafen von staatlicher Seite.
  • Auch bei diesem Modell muss die Überbrückung von Krankheits- und Urlaubszeiten der Betreuungskraft selbst organisiert werden.

Mit diesen Strafen ist zu rechnen, wenn Personen illegal beschäftigt wird

Schwarzarbeit ist in Deutschland nicht erlaubt und wird mit Strafen belegt. Wer illegal Personen beschäftigt, muss damit rechnen

  • dass er ein Bußgeld bezahlen muss,
  • die nicht abgeführten Sozialabgaben nachzahlen muss,
  • ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wird.

Fazit zu: Osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen

Billig ist nicht immer legal und auch selten fair. Um sich selbst zu schützen und Strafen zu vermeiden, sollte geprüft werden, ob die Betreuungskraft legal arbeitet.

Weitere Begrifflichkeiten

Für Pflegekräfte aus Osteuropa werden auch folgende Begrifflichkeiten verwendet

  • EU-Pflegekräfte
  • Haushaltshilfen (aus Polen, Ungarn, Slowakei)
  • Betreuungskräfte aus Osteuropa
  • 24h- Pflege
  • 24h- Betreuungskraft
  • 24-Stunden-Pflege
  • 24-Stunden-Seniorenbetreuung
  • 24h-Altenpflege
  • 24-Stunden-Altenbetreuung
  • Ausländisches Pflegepersonal
  • Pflegepersonal aus Osteuropa
  • Häusliche Pflege aus Polen
  • Pflegehilfen aus Polen

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Quelle Bildmaterial: Canva for free

Otto Beier - Autor bei Pflege-durch-Angehoerige

Gemeinsam mit seiner Frau betreut Otto Beier seit 2012 seine pflegebedürftigen Eltern und Schwiegereltern. Er gibt Insider-Tipps für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen und schreibt als Pflegender – direkt von der Front – über seine Erfahrungen mit dem Pflegedschungel.

Mehr gibt es auch auf Facebook oder Xing, aber vor allem auch bei „Über mich“.

2 Antworten auf „Osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen“

Ich kann sehr gut nachempfinden, was Sie da durchgemacht haben und wie es Ihnen und Ihrer Familie geht. Das darf so nicht sein. Leider höre ich es immer wieder, dass den Betreuungskräften aus Osteuropa nicht mitgeteilt wird, in welchem gesundheitlichen Zustand die zu betreuende Person ist. Das ist weder für die pflegebedürftige Person, deren Familie noch für die Betreuungskraft ein guter Zustand. Das schadet leider auch zusätzlich noch dem Ruf der 24-Stunden-Betreuung, die ja eine wirklich gute Alternative in der häuslichen Pflege ist.

Es ist wichtig, die Agentur auf “Herz und Nieren” zu prüfen. Wenn so ein hoher Betreuungsbedarf vorliegt, müssen die Betreuungskräfte das wissen. Es ist ein Unterschied, ob eine Betreuungskraft benötigt wird, die den Haushalt führt, leichte Unterstützung in der Mobilität leisten und den Pflegebedürftigen im täglichen Leben unterstützen soll oder ob eine Pflege stattfinden soll.

Erlebnisse mit rumänischen Pflegekräften

Wir haben uns entschlossen für Mama eine rumänische Pflegekraft legal zu beschäftigen.

Am 20.05.2020 kam Carmen. Besprochen war, dass sie 4 Wochen bleibt. Sie ist jedoch 5 Wochen geblieben. In der 4. Woche hat sie mir gesagt, dass Mama eine schwere Pflege ist. 3 Monate verkraftet eine Pflegerin nicht ohne 2 Stunden Pause am Tag und einen freien Tag. Dessen sind wir uns bewusst. Carmen war eine sehr gute Pflegerin.

Am Mittwoch 24. Juni kam Doina und Carmen ging am Donnerstag 25. Juni. Am Freitagmorgen, zugegeben es war eine anstrengende Nacht, sagte mir Doina, dass es ihr nicht gut geht. Sie hat mit dem Herz Probleme. Nächste Woche, am Donnerstag 2. Juli, geht sie wieder nach Hause. Super, ein schwerer Pflegefall und eine kranke Pflegerin. Wir entlasten sie so gut wie möglich.

Am 2. Juli geht Doina und Rica kommt. Nach 1 Stunde fragt mich Rica wie es nachts ist. Ich sage 1-2 mal aufstehen. Das geht nicht wurde mir erklärt. Sie hatte einen Unfall am Kopf und braucht Ihre Nachtruhe, ich soll mir überlegen ob sie bleiben kann oder wieder gehen muss. Es gab nur eine Lösung, sofort wieder gehen.

Inzwischen stellten wir in Frage wie seriös die Agentur in Rumänien ist, da Rica es angeblich der Agentur gesagt hat. Unser Auskunftsbogen beinhaltet ausdrücklich 1-2 mal aufstehen.

Nun bekamen wir Vorschläge von einer anderen Agentur in Rumänien. Eine konnte schlecht Deutsch, die nächste hat es sich anders überlegt, bei der 3. waren wir zu zögerlich.

Jetzt machen wir die Pflege wieder 2 Wochen, vom 2. Juli – 15. Juli, selbst.

Nun kommt ein neuer Personalvorschlag von einer jungen Frau. Sie kommt am Mittwoch den 15. Juli. Gutes Deutsch, 31 Jahre, verheiratet, 3 Kinder. Wir haben uns für sie entschieden. Sie spricht gut Deutsch, ist sehr sauber, freundlich und bemüht sich. Ihr Mann ist in Meßstetten in einer Pflegefamilie. Die Kinder sind in den Ferien bei Oma.
Sie hat immer einen Knopf im Ohr, das heißt, Ihr Mann hört immer mit was wir reden. Die
2 Stunden Pause und den freien Tag bekommt sie natürlich. In der 1. Nacht war es wieder sehr anstrengend. Andrea und Letta haben sich abgewechselt. Danach hat Mama jedoch jede Nacht durchgeschlafen.

Am Donnerstag fragt sie mich, ob ich ihr behilflich sein kann ein Girokonto zu eröffnen. Nach Rücksprache mit Sabine ist klar, dass es nicht geht. Da in Rumänien auch kein Konto besteht wollte sie ihren Lohn cash, so hätten sie es sonst auch gemacht. Den Rest sollten wir an die Agentur in Rumänien überweisen. Es war sofort klar dass in der Vergangenheit schwarz gearbeitet wurde und erst jetzt, wo es ohne Arbeitsvertrag Probleme geben kann nach Deutschland zu gehen, eine Agentur in Anspruch genommen wird. Unsere Agentur in Deutschland hat gesagt auf keinen Fall Geld geben. Wenn die ohne Geld nach Deutschland gehen, ist es nicht unser Problem.

Freitags, 17. Juli, fragt sie ob wir sie alle 2 Wochen an ihrem freien Tag nach Meßstetten zu ihrem Mann fahren könnten. Ich habe ihr für 1x das Angebot gemacht, da die Verkehrsanbindungen schlecht sind. Nun möchte aber ihr Mann am Dienstagabend kommen und am Mittwochabend wieder gehen. Er würde also übernachten. Die Tochter aus der Pflegefamilie würde ihn fahren. Sie hat jede Stunde versucht uns mit einem Argument zu überzeugen. Andrea sagt ein klares nein, eine fremde Person wäre für Mama auch wirklich schlecht. Ich bin der gleichen Meinung.

Am Samstagmorgen habe ich Letta gesagt, dass Laufen für Mama sehr anstrengend ist. Der Toiletten- und Rollstuhl hat sich in den 2 Wochen als wir gepflegt haben bewährt, da Mama immer weniger Kraft hat. Wir haben extra eine Rampe, um ins Bad zu fahren. Letta hat mir erklärt, dass es für sie zu schwer ist.
Sie hat Probleme mit der Blase und laut Aussage vom Arzt darf sie nur 10 kg tragen (ich würde es nicht glauben wenn ich es nicht selbst erleben würde). Jetzt ist mir klar, warum auch das Duschen alleine nicht geht.

Letta ist eine sehr gute Pflegerin. Sauber, ruhig, lieb und pflegt gut. Leider darf sie nur
10 kg tragen. Ein großes Problem ist auch ihr Mann. Sie hat immer einen Stöpsel im Ohr. Er hört fast immer mit wenn wir reden. Am Montag wurde nochmals klar gesagt, dass ihr Mann nicht hier übernachten darf. Sie darf aber gern nach Meßstetten gehen und dort übernachten. Dies wollte sie Freitag und Samstag wahrnehmen und ihre freien Tage nehmen. Die Familie in Meßstetten wollte jedoch nicht, dass sie übernachtet. Ich habe mit Stetten telefoniert und die Situation besprochen. Frau Schütt sagte, wir sollen nicht darauf eingehen.

Am Dienstag sagte sie mir dann, dass sie gehen will, weil die Arbeit mit Oma zu schwer für sie ist. Sie hat es der Agentur in Rumänien schon gesagt. Ich habe in Stetten Bescheid gegeben.

Am Mittwoch den 23. Juli haben wir einen neuen Personalvorschlag bekommen. Hört sich alles gut an. Wir haben ihn angenommen.

Am Donnerstag wurde uns der Wechsel für Freitag den 31. Juli mitgeteilt.

Der Wechsel hat stattgefunden. Letta ist um halb drei gegangen, Dorina um 3 Uhr gekommen. Mama ist seit heute bettlägerig. Dorina sagt, sie hatte noch nie so einen Fall. Im Personalvorschlag steht jedoch, dass sie Erfahrung mit gelähmten und bettlägerigen Patienten hat.
Am Samstag kurz vor halb elf sagt sie uns, dass sie wieder geht. Rumänien weiß seit Freitagabend Bescheid. 10 Minuten später wird sie von Familienangehörigen abgeholt, die in Schramberg wohnen. Bezahlt wurden 120€ Fahrgeld für eine Übernachtung einer Pflegerin und sind wieder alleine. Wir haben uns entschlossen in Zukunft die Situation anders zu regeln. Schlimmer kann es nicht werden.

Am Sonntag habe ich der Agentur in Deutschland geschrieben, dass wir für August auf keinen Fall etwas bezahlen werden und die Fahrtkosten erstattet haben wollen. Der Vertrag mit der Agentur in Rumänien wird mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Das sind Erfahrungswerte innerhalb 2 Monaten und 11 Tagen, wovon wir 13 Tage die Pflege noch selbst übernehmen mussten.

Mein Schreiben an die Agentur in Deutschland:
Hallo Frau Schütt,

Dorina ist am Freitag gegen 15 Uhr bei uns angekommen. Sie ist eine freundliche und nette Person. Der Bewerbungsbogen stimmt jedoch nicht mit ihren Arbeitserfahrungen überein. Der Anspruch auf 2 Stunden Pause am Tag und einen freien Tag in der Woche war jedoch schon in der 1. Stunde besprochen worden. Diese Regelung wurde von uns auch immer eingehalten.

Unsere Mutter ist seit Freitagmittag bettlägerig. Als Dorina sie gesehen hat, bekam sie Tränen in die Augen. Sie hat uns erklärt dass es ihr sehr weh tut Oma so zu sehen und Angst hat. Bisher hatte sie noch keine bettlägrige Patienten. Die Windeln mussten zwar gewechselt werden aber ansonsten waren sie noch mobil. Wir haben ihr gesagt, dass bei der Pflege im Bett geholfen wird und wir die Nächte komplett übernehmen. Was der Wahrheit entspricht, Letta kann es Ihnen bestätigen.

Am Samstag kurz vor halb elf hat sie gesagt, dass sie wieder geht. Die Agentur in Rumänien wurde von ihr schon am Freitag informiert. Sie hat Angst und kann es psychisch nicht ertragen. Zehn Minuten später wurde sie von Verwandten, die in Schramberg wohnen, abgeholt.

Wir haben für das Übernachten 120,00€ Fahrgeld bezahlt und sind wieder alleine. Bei Letta wurden die Fahrtkosten auch schon von uns übernommen, obwohl es nicht unser Verschulden war, dass sie nicht bleibt.

Wir müssen die Situation neu organisieren. Das heißt, dass wir den Vertrag von der Agentur in Rumänien mit sofortiger Wirkung kündigen und möchten das Fahrgeld erstattet bekommen. Für August wird auf keinen Fall Geld bezahlt. Sollte die Agentur in Rumänien nicht damit einverstanden sein, wird über unseren Rechtsschutz ein Anwalt eingeschaltet.

Vier Pflegerinnen, vier Krankheiten: Herz, Kopfverletzung, eingeschränkte Gewichtsbelastung, Psyche. War uns nicht klar, dass die Frauen zu einer Reha kommen.

(Wir könnten es fast nicht glauben wenn wir es nicht selbst erlebt hätten. Es war eine legale Agentur.)

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