Demenz verstehen – Teil 8: Mit der richtigen Kommunikation geht vieles leichter

Püreemenüs bei Schluckbeschwerden

Püreemenüs bei Schluckbeschwerden

Bei Menschen mit Demenz lässt bereits in einem relativ frühen Stadium der Erkrankung die Sprachfähigkeit nach. Sind es im Anfangsstadium nur Wortfindungsschwierigkeiten, so ist meist im Endstadium der Demenz keine verbale Kommunikation mehr möglich.

Aber Kommunikation – verbal als auch nonverbal – ist wichtig. Die Art der Kommunikation kann über Sympathie oder Antipathie entscheiden. Manche Menschen sind uns sympathisch, weil wir uns gut mit ihnen unterhalten können, andere Menschen hingegen sind uns nur deshalb unsympathisch, weil uns deren Wortwahl, die Tonlage oder auch die Sprachrhythmik auf die Palme bringt.

Menschen mit Demenz können sich jedoch irgendwann nicht mehr so gewählt formulieren, wie wir es gewohnt waren. Sie können auch das was sie hören nicht mehr richtig verarbeiten, einschätzen oder nachvollziehen.

Anmerkung: Für diesen Beitrag wurden mir dankenswerter Weise viele Informationen von Firma Apetito – die gemeinsam mit Sophie Rosentreter das Projekt „Demenz is(s)t anders“ ins Leben gerufen hat – zur Verfügung gestellt.

Kommunikationsmöglichkeiten

Nicht nur über die Sprache – also verbal – ist eine Kommunikation möglich.

In der nonverbalen Verständigung können Bilder, Gegenstände, Gerüche, Berührungen, Blickkontakte usw. starke Gefühle und Erinnerungen im Menschen auslösen.

Es ist besonders wichtig, auszuloten, über welche Kommunikationsmöglichkeit der demente Mensch im Moment erreichbar ist. Wer versteht, wie Menschen mit Demenz „ticken“, hat es einfacher, sich mit ihnen zu verständigen.

Nachfolgend möchte ich Ihnen einige Tipps an die Hand geben, die die Kommunikation mit dementen Menschen erleichtern.

Bitte bedenken Sie, dass die Kommunikationsfähigkeit abhängig vom Stadium der Demenz ist. Mit einem Menschen mit beginnender Demenz kann anders gesprochen werden als mit Menschen mit fortgeschrittener oder sich bereits im Endstadium befindlicher Demenz.

Worin liegen die Gründe für das Kommunikationsproblem

Mit der Zeit verändern sich Menschen mit Alzheimer. Sie werden vergesslich. Sie können sich nicht mehr an das erinnern, was vor 5 Minuten gesprochen wurde. Irgendwann können sie sich nicht mehr daran erinnern, dass sie Kinder haben oder verheiratet sind.

Als Angehöriger ist es wichtig, sich in die Situation des dementen Menschen versetzen zu können. Denn nichts ist mehr wie vorher.

Es muss ein Umdenken stattfinden! Es geht jetzt nicht mehr darum, wer Recht hat, sondern wie dem Menschen mit Demenz ein würdevolles Leben gegeben werden kann.

 

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Mit der richtigen Kommunikation zum Essen anregen

Manche demente Menschen mögen nicht mehr so gerne essen, manche haben verlernt zu essen und wieder andere haben vergessen, dass sie bereits gegessen haben und wollen deshalb dreimal zu Mittag essen.

Mit kleinen Tricks und Ritualen können die Betroffenen auf das Essen eingestimmt werden:

  • Kleine Ratespiele über das Essen bereiten den Geist auf die Mahlzeit vor.
  • Fragen zu den Essgewohnheiten oder Ritualen aus früheren Zeiten (zum Beispiel Essen zu Ostern, Weihnachten, Geburtstag, an Sonntagen, am Waschtag) oder das gemeinsame Singen von Liedern zum Thema Essen versetzt die Betroffenen in eine freudige Erwartungshaltung.
  • Im Alter lässt der Durst nach, doch Trinken ist wichtig. Ein Trinkspruch oder ein herzhaftes „Prost“ animiert zum Trinken.
  • Manche Menschen erinnern sich auch noch daran, dass vor dem Essen ein Tischgebet gesprochen wurde. Das Gebet kann dann der Auslöser für das Essen sein.
  • Menschen mit fortgeschrittener Demenz verstehen nicht mehr, wenn man ihnen etwas zur Auswahl anbietet. „Willst du Gulasch oder lieber Schnitzel mit Kartoffelsalat?“ sind Fragen, mit denen die Betroffenen überfordert sein können. Nach dem Wort Kartoffelsalat haben sie schon vergessen, dass es auch noch Gulasch zur Auswahl gibt. Deshalb macht es Sinn, wenn zur Auswahl stehenden Speisen zu zeigen.

Sophie Rosentreter zeigt diese Tipps auch sehr anschaulich in dem nachfolgenden Video.

 

Gut zu wissen: Das Thema ausgewogene Ernährung darf bei Menschen mit Demenz auf keinen Fall unterschätzt werden. Wird zu wenig oder einseitig gegessen, kommt es schnell zu einer Mangelernährung und daraus resultierend zu weiteren Folgeerkrankungen. Es gibt für jedes Stadium der Demenz das richtige Essen. Fällt das Schlucken schwer, kann auf energiehaltige Püreemenüs umgestellt werden.

 

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Weitere Tipps für eine gelungene Kommunikation

Oftmals sind es Kleinigkeiten, die darüber bestimmen, ob die Kommunikation freundlich und gelassen verläuft oder ob sie komplett aus dem Ruder läuft. Mit diesen Tipps können Sie die Kommunikation positiv beeinflussen.

Allgemeines zur persönlichen Ansprache

  • Sprechen Sie nicht zu schnell, dafür laut und deutlich.
  • Wenn der Demente Dialekt spricht, sprechen Sie auch Dialekt. Es ist die Sprache die er kennt.
  • Treten Sie bei jedem Gespräch in direkten Blickkontakt mit dem demenziell veränderten Menschen. Über Ihre Gestik und Ihre Emotionen erhält er zusätzliche Informationen, die ihm das Gespräch erleichtern.
  • Nennen Sie jeden und alles beim Namen. Sagen Sie „dein Sohn Michael“ oder „die Decke“ anstatt „das Dingsda“. Stellen Sie auch sich immer wieder vor, wenn Sie merken, dass der Demente Sie nicht immer erkennt.

Den dementen Menschen ernst nehmen

Wieviel ein Mensch mit Demenz von seiner Umgebung, den Gesprächen und der ganzen Situation mitbekommt, kann niemand wissen. Vermutlich bekommt er jedoch sehr viel mehr mit, als man glaubt.

Deshalb ist es wichtig, nicht so zu reden, als würde der demente Mensch nicht verstehen, von was gesprochen wird. Reden Sie nicht so, als wäre er nicht im Raum. Beziehen sie ihn ins Leben mit ein und ignorieren ihn nicht.

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Vorwürfe und Kritik

Bis zu einem gewissen Grad der Demenz weiß der Erkrankte, dass er Defizite hat. Das ist für ihn selbst schon ein äußerst unbefriedigender Zustand. Deshalb ist es nicht hilfreich, wenn von außen noch Vorwürfe kommen und der Demente mit seinen Defiziten permanent konfrontiert wird.

Sätze wie: „Jetzt hast du das auch noch vergessen!“, oder „Kannst du dir denn gar nichts mehr merken!“ oder „Wenn du alles verlegst dann musst du es halt auch wieder suchen!“ bringen ihn in eine Stresssituation und machen ihn aggressiv. Vorhaltungen darüber, dass er alles vergisst und falsch macht, dass er die Butter im Schuhschrank ablegt und das Gebiss in der Kühltruhe, bringen nichts mehr. Der Demente weiß nicht einmal mehr, dass er es war, der die Butter in den Schuhschrank legte. Sprechen Sie einfach nicht darüber.

Besser ist es, den Patienten für das zu loben, was er noch kann.

Lob und Anerkennung

Um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln, ist für jeden Menschen das Lob wichtig. Anstatt zu tadeln was nicht mehr funktioniert, loben sie den demenziell veränderten Menschen für das was er gut gemacht hat. „Du hast die Servietten aber schön gefaltet. Das gefällt mir“. Es gibt der dementen Person die Bestätigung, noch gebraucht zu werden und nicht nur Last zu sein.

 

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Aufgaben zuteilen

Demente Menschen brauchen eine Beschäftigung. Sie müssen wissen, dass sie noch gebraucht werden. Achten Sie darauf, wenn Sie dem dementen Familienmitglied eine Aufgabe zuweisen, dass sie klare und eindeutige Aussagen machen.

Sagen Sie nicht: „Bringst du mir was zum Trinken“. Das ist irgendwann zu global formuliert und es fehlt der direkte Bezug. Bitten Sie Ihren dementen Angehörigen doch „Kannst du mir den Saft vom Tisch rüberbringen?“

Der demente Mensch kann irgendwann keine komplexen Zusammenhänge mehr erkennen und braucht für alles eine Schritt-für Schritt-Anleitung.

Klare und eindeutige Aussagen

Sprechen Sie ehrlich und geradeheraus, ohne Verkünstelungen, ohne Ironie oder Sarkasmus. Ihr Angehöriger würde es nicht verstehen.

Aussagen wie: „Zieh dich an“, sind für den Menschen mit Demenz schwierig. Manchmal weiß er nicht mehr, was für eine Jahreszeit gerade ist und er wird sich im Winter ein kurzes T-Shirt anziehen.

Besser: „Zieh deinen warmen Mantel an, draußen ist es heute sehr kalt“.

Stellen Sie sich darauf ein, dass in Zukunft alles ein bisschen länger dauert, da Sie vieles mehrfach wiederholen müssen.

Zeit nehmen

Demente Menschen haben Wortfindungsschwierigkeiten und Konzentrationsprobleme. Die Krankheit bringt nun mal den Zerfall der geistigen Fähigkeiten mit sich. Manchmal dauert es, bis sie das richtige Wort gefunden haben. Reden Sie nicht dazwischen, sondern hören sie einfach geduldig zu und drängeln nicht. Der Erkrankte würde das spüren und unnötigerweise in Unruhe fallen.

Nehmen Sie sich auch Zeit für nette Gespräche.

 

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Gespräche mit Dementen

Auch wenn die Gespräche nicht mehr so sein werden, wie sie einmal waren. Ganz schlecht ist es, zu schweigen und den Erkrankten nicht mehr in den Tagesablauf und die Kommunikation einzubinden.

Bewegen Sie sich in dem Zeitfenster, in dem Ihr Angehöriger sich im Moment befindet. Es wird irgendwo in der Vergangenheit sein. Stellen Sie deshalb keine Fragen zu kürzlich ereigneten Geschehnissen. Der Demente wird sich nicht mehr daran erinnern, da das Kurzzeitgedächtnis einfach nicht mehr funktioniert.

Hören Sie gut zu, über was der demenziell veränderte Mensch gerade spricht, was ihn bewegt und umtreibt. Greifen Sie dann die Situation auf, fragen Sie mit einfachen Sätzen nach. Gehen Sie mit ihm verbal an den Ort, wo er sich gerade befindet. Vielleicht ist er gerade bei einem für ihn wichtigen Lebensereignis, vielleicht seine Konfirmation. Fragen Sie in einfachen Sätzen nach, was sich an diesem Tag ereignet hat.

Beziehen Sie die betroffene Person auch in das tägliche Geschehen mit ein. Unabhängig davon, wie „wertvoll“ die Fragen sind, geht es darum, die Person in die Gespräche mit einzubinden. Stellen Sie simple Fragen: „Gefällt dir dein neues Kleid?“ oder „Schmeckt dir der Kuchen?“

Wenn der Demente zu einsilbig antwortet, bitten Sie ihn doch, mehr zu einem bestimmten Thema zu erzählen, über das sie gerade gesprochen haben. Damit bringen Sie die Unterhaltung wieder in Gang.

Manchmal ergeben sich aus diesen Fragen neue Gespräche. Vielleicht erinnert sich die demente Mutter daran, dass sie früher immer sehr viele Kuchen gebacken hat.

Verwenden Sie jedoch nur Fragen und Sätze mit einer Aussage.

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Nur eine Information

Sätze wie: „Zieh deine Schuhe an und steck deinen Geldbeutel in die Handtasche damit wir einkaufen gehen können“ enthalten viel zu viele Informationen. Am Ende des Satzes weiß der Demente nichts mehr von den Schuhen und dem Geldbeutel. Deshalb immer nur kurze Sätze mit einer Aufgabe stellen.

Auch mit Fragen wie „Was sollen wir heute unternehmen“ sind die Dementen überfordert. Sie wissen nicht, was zur Auswahl steht, was angeboten wird. Aber selbst wenn ihnen eine Auswahl angeboten wird, sind sie damit meist überfordert. „Willst du noch etwas lesen, oder lieber Fernsehen oder sollen wir noch kurz einkaufen gehen?“ sind Sätze mit denen nichts angefangen werden kann.

Bilder und Gegenstände zu Hilfe nehmen

Wenn Sie Ihren dementen Vater fragen, ob er die warme Winterjacke oder den Mantel anziehen möchte, heben Sie ihm doch beide Kleidungsstücke zur Auswahl mit hin. So kommunizieren Sie nicht nur über die Sprache sondern auch unterstützend mit Bildern und packen damit noch eine Informationshilfe oben drauf.

Fragen Sie deshalb nicht nur „Möchtest Du Kaffee?“ sondern zeigen Sie auch gleich die Kaffeekanne. Ist das Wort „Kaffee“ im Moment für den dementen Menschen nicht abrufbar, so ist es vielleicht die Kaffeekanne.

Oder wenn die Enkelin zu Besuch kommt, zeigen Sie auf das Bild des Kindes, nennen den Namen der Enkelin und sagen, dass sie heute kommt.

Auf wichtige Ereignisse vorbereiten

Es kann noch viele wichtige Ereignisse im Leben eines Dementen geben. Der Bruder kommt zu Besuch. Der Zahnarzt muss die Zähne kontrollieren. Die Fahrt im Bus zum Friseur. Bereiten Sie den demenziell veränderten Angehörigen auf diese Ereignisse vor, damit er sich nicht überrumpelt fühlt. Erzählen Sie immer wieder, was kommen wird: „Dein Bruder Johann kommt dich heute besuchen“. Legen Sie auch ein Bild von Johann dazu. „Freust du dich, dass dich dein Bruder Johann besucht?“ Wecken Sie Erinnerungen an Johann.

Was können Sie in der Mimik des Dementen erkennen? Kann er sich an Johann erinnern?

 

 

Mimik und Gestik des dementen Angehörigen

Ob der demenziell veränderte Mensch verstanden hat, was man ihm sagte, lässt sich bis zu einem gewissen Grad der Demenz noch an seiner Mimik erkennen. Ratlosigkeit, Freude, Überraschung, Furcht und vieles mehr lässt sich am Gesichtsausdruck ablesen und gibt Ihnen ein Feedback und die Möglichkeit, entsprechend zu reagieren. Wenn nötig, können Sie beruhigend einwirken oder mit weiteren Information unterstützen.

Die eigene Mimik, Gestik und Berührungen

Umgekehrt ist aber auch für den Alzheimerpatienten IHRE Mimik und Gestik wichtig. Ihre Gefühle können sich auf den Betroffenen übertragen. Sind Sie unruhig und in Hektik, wird wohl auch der zu pflegende Angehörige unruhig und hektisch werden. Da er verunsichert ist und nicht weiß, was mit ihm und seiner Umgebung im Moment los ist, kann er auch aggressiv werden.

Auch traurige Stimmungen können von den Erkrankten unbewusst aufgenommen werden. Für einen Angehörigen ist es natürlich schlimm mit ansehen zu müssen, wie die eigene schlechte Stimmung auf den Dementen überschlägt. Scheuen Sie sich nicht, den Dementen zu trösten, ihn in die Arme zu nehmen oder zu berühren, um ihm wieder ein gutes Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.

Doch nicht immer findet man verbal den richtigen Draht zu einem dementen Menschen. Dann ist es besser, die Gesprächsführung abzugeben.

Dolmetscher einsetzen

Demente Menschen haben ein sehr feines Gespür für Emotionen und Stimmungen. Und sie können auch nicht mit jedem. Deshalb macht es Sinn, ein Familienmitglied, zu dem der Kranke einen guten Draht hat, als „Übersetzer“ einzusetzen. Er kann dann in brenzligen Situationen erklären, beschwichtigen und für Ausgleich sorgen. Damit kann dann so manche Krisensituation überbrückt werden ohne sich auf große Diskussionen einzulassen.

Diskussionen vermeiden

Mit einem dementen Menschen zu diskutieren bringt – außer Aggressionen – rein gar nichts. Ein guter Weg, frontal in eine Diskussion zu laufen sind Fragewörter wie z.B. „warum“, „wieso“, „weshalb“.

„Warum hast du denn den Kaffee verschüttet?“ oder „Wieso läufst du immer in die falsche Richtung?“ Mit diesen Fragen ist der Demente überfordert. Ihm fällt dazu keine passende Antwort ein und er wird gereizt. Der Kranke macht es nicht mit Absicht, also muss darüber auch nicht diskutiert und ihm immer wieder seine eigene Unfähigkeit vorgehalten werden. Am besten, man ignoriert es.

 

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Es gibt viele Situationen, die ein Gespräch zu einer Diskussion ausarten lassen. Jeder Mensch hat Reizworte, die ihn auf die Palme bringen können. Auch Menschen mit Demenz haben solche Reizworte. Bei vielen ist es das Thema Geld. Sie befürchten, dass die Kinder oder die Frau das Bankkonto geplündert hätten. Diese Themen werden dann – wenn möglich – erst gar nicht angesprochen.

Bei dementen Menschen helfen aber auch das Ablenken und das Beruhigen. Will der demente Vater zur Arbeit gehen, kann man ihm sagen, dass heute Samstag ist und samstags der Betrieb geschlossen hat. Kleine Notlügen sind erlaubt, wenn es zum Seelenfrieden des Erkrankten beiträgt.

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

Auch die Tageszeiten sollte man sich zunutze machen. Wie jeder Mensch haben auch demente Menschen Tageszeit abhängige Phasen wo sie besser ansprechbar sind und Zeiten wo alles etwas schwieriger ist. Nehmen Sie auf diese Zeiten Rücksicht und klären Sie Wichtiges zu den guten Zeiten.

Und wenn wir schon bei den Zeiten sind. Demenzerkrankte können mit zeitlichen Begriffen nicht mehr so viel anfangen.

Zeit relativieren

Demenziell veränderte Menschen verstehen irgendwann nicht mehr, wenn man zu ihnen sagt, um 12.00 Uhr gibt es Essen. Wenn Sie von Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen gefragt werden, wann es Essen gibt, richten Sie das vielleicht an Ihrer momentanen Arbeit aus. „Sobald ich die Kartoffeln hier geschält habe, gibt es Essen“.

Auf die Frage, wann denn der Bus abfährt, ist die Antwort „Wir haben noch genügend Zeit. Du kannst dich noch ein bisschen ausruhen“ allemal besser als die Antwort „Viertel vor Vier“.

Fazit

Keiner sagt, dass der Umgang mit demenziell veränderten Menschen einfach ist. Aber mit kleinen Tricks kann man vieles einfacher gestalten.

 

Dieser Beitrag ist Teil unserer Demenz-Serie. Weitere Beiträge:

 

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Bildquelle: Pixabay – Geralt

 

4 comments for “Demenz verstehen – Teil 8: Mit der richtigen Kommunikation geht vieles leichter

  1. Dominik Rüter
    7. Juni 2016 at 15:14

    Wirklich gelungener Text! Ich finde auch die Tipps richtig gut. Ich finde auch Essen auf Rädern Services hilfreich, als Unterstützung. Danke für die vielen Anregungen. Man sollte es den Menschen immer so schön und einfach machen, wie es einem selber möglich ist und wenn das bedeutet, dass man auf Hilfe angewiesen ist, dann ist das so.

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