Inkontinenz bei Menschen mit Demenz – 8 typische Probleme

Blasenschwäche oder Inkontinenz kann zu peinlichen Problemen führen
Blasenschwäche – Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz. Es gibt verschiedene Arten von Inkontinenz und jede Art hat ihre eigenen Symptome

Inkontinenz ist ein unangenehmes Thema über das man nicht gerne spricht – auch für Menschen mit Demenz. Jedoch bringt Inkontinenz bei Demenz eine ganz andere Problematik mit sich: Manchmal vergessen die dementen Personen, dass sie überhaupt auf die Toilette müssen. Aber auch das ist möglich: Von einem Tag auf den anderen finden sie das Klo nicht mehr oder sie weigern sich schlicht und ergreifend, sich auf das WC zu setzen.

Für pflegende Angehörige ist nun die Herausforderung, herauszufinden, was hinter diesem Verhalten steckt. Unter Umständen kann jedoch mit relativ einfachen Methoden gegengesteuert werden. Prinzipiell gilt jedoch: Eine Inkontinenz gehört in die Behandlung eines Facharztes.

Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner für Inkontinenz

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Bei einer Stuhlinkontinenz ist ein Proktologe der richtige Ansprechpartner.

Wegen einer Harninkontinenz sollte unbedingt ein Urologe aufgesucht werden. Der Urologe kann auch bestimmen, um welche Art von Inkontinenz es sich handelt und welche Therapie am sinnvollsten ist.

Was kann die Ursache einer Inkontinenz bei Menschen mit Demenz sein

Es gibt viele Ursachen, die eine Inkontinenz auslösen können. Einige Auslöser können sein:

  • Durch die Demenz werden Hirnregionen zerstört, über welche die Blase gesteuert werden.
  • Manche Medikamente lösen als Nebenwirkung eine Inkontinenz aus.
  • Auch Krankheiten, Blasenentzündungen, psychische Probleme, Unfälle, Operationen usw. können eine Harninkontinenz auslösen.
  • Welche Ursachen noch für eine Blasenschwäche verantwortlich sein können, habe ich auch bereits einmal in meinem Beitrag „Mit Beckenbodengymnastik gegen Inkontinenz“ beschrieben.

Aber auch diese Möglichkeiten sollten in Betracht gezogen werden:


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Das Auskleiden geht nicht mehr so gut und dauert länger, als der Harn gehalten werden kann. Oder der Mensch mit Demenz weiß einfach nicht mehr, wo die Toilette ist. Sie sehen allein an diesen zwei Beispielen, dass mit einer Inkontinenz bei demenziell veränderten Personen ganz anders umgegangen werden muss.

Tipps zum Umgang mit Inkontinenz bei demenziell veränderten Menschen

Menschen ohne Demenz gehen mit der Inkontinenz ganz anders um. Sie wissen um ihr Problem, lassen es adäquat behandeln, beugen mit entsprechender Gymnastik vor und verwenden Einlagen oder anderes Inkontinenzmaterial.

Bei Menschen mit Alzheimer/Demenz ist das anders. Sie erkennen vielleicht noch das Problem, haben aber ab einem gewissen Stadium der Erkrankung keine Lösung mehr parat.

Die Erkrankten sind auf die Hilfe ihrer Angehörigen angewiesen. Dazu gehört das sorgsame Beobachten des Krankheitsfortschrittes aber auch die Auswahl von geeignetem Inkontinenzmaterial wie Einmalslips, Einlagen, Windelhosen usw.

Nachfolgend möchte ich Ihnen einige Probleme aufzeigen, die Menschen mit Demenz haben können und entsprechend dazu einige Lösungen anbieten, wie das Problem gelöst werden könnte.

Problem No. 1: Der Mensch mit Demenz findet die Toilette nicht mehr

Auch wenn der demente Mensch schon viele Jahre in seiner Wohnung lebt kann irgendwann der Zeitpunkt kommen, dass er sich in seiner eigenen Wohnung nicht mehr auskennt, vielleicht sogar glaubt, in einer falschen Wohnung zu sein und deshalb nicht mehr weiß, wo die Toilette ist. Leider kann es auch vorkommen, dass der Demente andere Örtlichkeiten als Toilette zweckentfremdet. Das ist keine Boshaftigkeit – er weiß es einfach nicht mehr besser.

  • Lassen Sie in der Wohnung die Badtüre/Toilettentüre offen stehen. So muss ihr Angehöriger nicht suchen, hinter welcher Tür sich jetzt die Toilette befindet.
  • Eine weitere hilfreiche Orientierungshilfe sind Schilder an der Türe. Beschriften Sie die Türe jedoch „in der Sprache des Angehörigen“, also mit Worten, die er selbst auch benutzt. Wenn der demente Vater also von einem Clo spricht oder wie viele ältere Leute auch noch von einem Abort, dann beschriften Sie die Türe auch mit diesen Worten.
  • Wenn bei Nacht Orientierungsprobleme auf dem Weg zur Toilette auftreten, kann es hilfreich sein den Weg zur Toilette und die Toilette selbst gut auszuleuchten. Eine Alternative wären Bewegungsmelder. Bewegungsmelder erfassen Bewegungen in einem bestimmten Umkreis und schalten automatisch das Licht ein. (Bewegungsmelder reagieren allerdings auch auf Hund, Katze, Maus 😉 ).
  • Wenn Sie mit dem dementen Menschen zum Arzt, zu Freunden oder ins Restaurant gehen, wird er vermutlich nicht wissen, wo die Toilette ist. Womöglich ist ihm die ganze Umgebung fremd. Testen Sie, ob es für den Angehörigen hilfreich ist, wenn Sie gleich zu Anfang die Toilette aufsuchen, so dass er im „Ernstfall“ den Weg – oder zumindest die Richtung – kennt.

icon-book Lese-TiPP: Wenn Menschen mit Demenz weglaufen.


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Problem No. 2: Es reicht zeitlich nicht mehr auf die Toilette

Auch wenn der demente Mensch vielleicht die ganze Nacht nicht auf die Toilette musste, so kann es doch morgens beim Aufstehen sehr knapp werden und nicht mehr zur Toilette reichen.

  • Um nicht schon am frühen Morgen als Pflegeperson und Pflegebedürftiger in Stress zu kommen, kann es hilfreich sein, den Herren eine Urinflasche und den Damen ein Steckbecken zu geben, um den ersten Toilettengang im Bett verrichten zu können. Auch mit einem Toilettenstuhl kann schnelle Abhilfe geschaffen werden.
  • Manchen Menschen mit Demenz können auch bestimmte Toilettenzeiten antrainiert werden. Das Ziel sollte dann sein, zu bestimmten Zeiten den Angehörigen zur Toilette zu begleiten oder ihn zu diesen Zeiten aufzufordern, selbstständig zur Toilette zu gehen. Es bietet sich zum Beispiel an zu trainieren, gleich morgens nach dem Aufstehen zur Toilette zu gehen, oder vor dem Essen (dabei kann man gleich das Händewaschen mit verbinden) vor allem aber auch vor dem Schlafengehen. Die Zeiten sind individuell auf den einzelnen Menschen abzustimmen.
  • Es gibt auch die Möglichkeit, regelmäßig den Betroffenen an einen Toilettengang zu erinnern. Aber hier kann der Schuss auch nach hinten losgehen, weil sich der Angehörige vielleicht kontrolliert oder bevormundet vorkommt. Sie wollten sich deshalb eine sorgfältige Formulierung zurechtlegen.

Problem No. 3: Der demente Mensch kann sich nicht mehr richtig artikulieren

Im Anfangsstadium der Demenz wird sich der Erkrankte wohl noch in gewohnter Weise artikulieren können. Mit fortgeschrittener Demenz wird die Verständigung immer schlechter werden. In der Demenzbetreuung müssen die Angehörigen nun lernen, den demenziell veränderten Menschen zu beobachten und auf Veränderungen zu reagieren.

Tipp: Wenn der demente Mensch unruhig auf dem Sitz herumrutscht, sich vielleicht auch zwischen die Beine fasst oder diese zusammenpresst, an sich oder seiner Kleidung herumnestelt, immer wieder nervös aufsteht oder suchend in der Wohnung herumirrt können dies Anzeichen dafür sein, dass er auf die Toilette muss.

Problem No. 4: Die Toilette wird nicht mehr erkannt oder löst Ängste aus

Mit der Demenz kommen nicht nur Orientierungsprobleme. Auch der Gang wird unsicherer. Das Hinsetzen auf die Toilette kann bei dem Angehörigen Ängste auslösen. Vielleicht glaubt er, er fällt daneben. Und oftmals kann er die Toilette auch nicht mehr richtig erkennen. Folgende Tipps helfen weiter:

  • Mit einer erhöhten Toilette muss der gehandicapte Angehörige nicht so weit nach unten und fühlt sich sicherer. Außerdem kann er auch wieder leichter aufstehen. Die Toilette kann entweder über eine extra hohe WC-Keramik (auch Senioren-WC oder Komfort-WC gekannt) oder über eine Toilettensitzerhöhung erhöht werden. Beides sind Hilfsmittel und werden unter gewissen Voraussetzungen von der Krankenkasse bezahlt.
  • Menschen mit Demenz haben oft ein Problem mit Ton-in-Ton-Umgebungen. So wie sie sich schwer tun, einen weißen Teller auf einer weißen Tischdecke zu erkennen, so haben sie auch möglicherweise ein Problem damit, in einem weiß gefliesten Raum einen weißen Toiletten-Sitz auf einem weißen WC zu erkennen. Hier ist Farbe angesagt und ein farbiger Toilettensitz kann deshalb sehr hilfreich sein.
  • Leider vergisst der eine oder andere Demenzpatient, dass er den Toilettendeckel öffnen muss. Einfacher geht es, wenn der Toilettendeckel immer geöffnet ist.
  • Haltegriffe erleichtern ebenfalls das Hinsetzen und wieder Aufstehen und geben dem demenziell veränderten Menschen Sicherheit. Auch Haltegriffe sind Hilfsmittel die Sie bei der Krankenkasse beantragen können. (Wurde das beantragte Hilfsmittel abgelehnt, können Sie Widerspruch gegen die Ablehnung des Hilfsmittels einlegen).  

icon-book Lese-TiPP: So werden Hilfsmittel beantragt.


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Problem No. 5: Falsche Kleidung

Ist der Weg zur Toilette zu lang und lässt sich dann auch noch die Hose nicht richtig öffnen, kann dies mit die Ursache sein, dass der zu pflegende Angehörige einfach den Urin nicht mehr halten kann. Hiermit könnten Sie evtl. Abhilfe schaffen.

  • Das Ausziehen von Kleidungsstücken muss oftmals schnell gehen. Knöpfe an der zu öffnenden Kleidung sind daher eher unpraktisch. Besser sind Schlupfhosen wie z.B. Jogginghosen oder aber auch Kleidung mit Klett- oder Reißverschluss. Auch Gürtel sind nicht besonders geeignet. Vielleicht könnten Hosenträger hier die bessere Variante sein.
  • Wenn Sie merken, dass der demente Mensch vergisst die Kleidung vor dem Toilettengang herunter zu ziehen, sollten Sie ihn charmant an diese Notwendigkeit erinnern.
  • Es gibt für die unterschiedlichsten Krankheitsformen spezielle Pflegewäsche. Zum Beispiel Pflegeoveralls für Menschen die sich unkontrolliert ausziehen, Unterwäsche zum einfachen Wechseln von Einlagen oder Wäsche zum einfachen Öffnen usw.

icon-book Lese-TiPP: So können Aktivoveralls, Pflegebodys & Co. die Krankenpflege erleichtern

Problem No. 6: Unebenheiten, Stolperfallen, Treppenstufen

Menschen mit Demenz brauchen Sicherheit. Das betrifft auch den Weg zur Toilette, unabhängig davon ob dieser Weg noch alleine oder mit Begleitung gegangen wird. Auch Treppenstufen in der Wohnung sind nicht besonders geeignet und gehören entsprechend abgesichert. Prinzipiell sind Stürzen vorzubeugen, da gerade bei älteren Menschen Oberschenkelhalsbrüche  eine häufige Folge von Stürzen sein können.

  • Manchmal brauchen die Patienten eine kleine Stütze oder die Möglichkeit sich festhalten zu können. Vorsicht ist bei instabilen Möbelstücken geboten, die womöglich ein Abstützen durch den Dementen nicht „überleben“.
  • Beobachten Sie Ihren Angehörigen. Vielleicht hilft es ihm auch, wenn an der Wand Haltegriffe angebracht werden, um sicherer gehen zu können.
  • Wird ein Rollator benötigt, sollten die Gänge schon bis zur Toilette mit diesem begehbar sein. So wie allgemein die Wohnung behindertengerecht auf den speziellen Fall ausgerichtet sein sollte.
  • Alters- und krankheitsbedingt sind ältere Menschen nicht mehr so sicher auf den Beinen. Manchmal hilft ein Treppenlift, um die Betroffenen sicher von einer Etage in die andere zu bringen. Unter gewissen Voraussetzungen übernimmt die Pflegekasse einen Zuschuss zum Einbau eines Treppenlifts.
  • Niederflurbetten erleichtern das selbstständige Ein- und Aussteigen ins Bett und sind zudem eine hervorragende Sturzprophylaxe gerade für Menschen mit Demenz.
  • Um Stürze zu vermeiden, sollten Stolperfallen, lose Teppiche, freiliegende Kabel und Unebenheiten beseitigt werden.  

  Lese-TiPP: Sturzprophylaxe: Die sichere Treppe.


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Problem No. 7: Harntreibende Getränke

Es gibt Getränke die harntreibend sind wie zum Beispiel bestimmte Tees. Auch Kaffee löst bei vielen Menschen einen Harndrang aus.

Tipp: Auch bei Menschen mit Demenz muss darauf geachtet werden, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Harntreibende Getränke sollten jedoch nicht am Abend vor dem Zubettgehen oder vor dem Mittagsschlaf gegeben werden.

Problem No. 8: Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten

Ja eine Inkontinenz kann auch einfach nur durch Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten ausgelöst werden.

Tipp: Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt und fragen Sie nach, ob durch die verabreichten Medikamenten evtl. die Inkontinenz ausgelöst werden konnte und ob ein anderes Medikament verabreicht werden kann.

Weitere Tipps rund um die Inkontinenz

  • An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Krankenkasse ab einem bestimmten Grad der Blasenschwäche das Inkontinenzmaterial bezahlt.
  • Inkontinenz kann die Haut schädigen. Eine sinnvoll Dekubitusprophylaxe kann Hautschäden verhindern oder reduzieren.
  • Pflegenden Angehörigen steht ein kostenloser Pflegekurs zu. Die Kurse dienen dazu, die Betreuung und Pflege zu vereinfachen und seelische sowie pflegebedingte körperliche Beschwerden zu minimieren.
  • Pflegebedürftige Menschen haben ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel im Wert von monatlich 40 Euro. In dieser Hilfsmittelbox sind zum Beispiel Bettschutzeinlagen, um das Durchnässen des Pflegebettes zu vermeiden.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Demenz-Serie. Weitere Beiträge:


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10 Antworten auf „Inkontinenz bei Menschen mit Demenz – 8 typische Probleme“

Der Umgang mit dementen Angehörigen und ihren Körperausscheidungen ist am Schwersten, weit mehr noch, wenn keine Kontrolle mehr vorhanden ist und es zu Komplikationen und damit verbundenen Verschmutzungen kommt. Kein Expertenrat der Welt weiß, wie man damit umgehen kann und muss. Als pflegender Anghörige/r muss man einfach klarkommen. Da muss man durch und einen Platz finden, an welchem man seinem Ärger und Frust darüber “Luft machen” kann. Denn der stellt sich ein, egal, wie mitfühlend und zugewandt man ist/war. Es kommt unweigerlich zu unschönen Momenten, die nervtötend sind, aber vonnöten, wenn man das alles schaffen will. Als pflegende Tochter meiner dementen 91jährigen Mutter weiß ich, wovon ich hier berichte. Es gibt dann kein eigenes Leben mehr, es ordnet sich Alles der häuslichen Pflege, die ich leider allein schaffen muss, unter. Und dabei helfen keine Onlineportale, begutachtende Pflegedienste oder Pflegekassen. Es ist nicht zu ändern – weitermachen …

Meine Großmutter ist dement – Pflegestufe 5. Leider ist sie seit einigen Monaten auch inkontinent. Allerdings versteht sie überhaupt nicht, warum sie Slipeinlagen nehmen sollte, denn sie ist ja in ihren Augen weder dement noch inkontinent. Die Slipeinlagen, die meine Mutter ihr regelmäßig abends zum Nachthemd dazulegt, landen entweder im Müll oder Oma versteckt sie. Ich denke, Oma fühlt sich einfach in ihrer Würde gekränkt, dass sie plötzlich Windeln tragen muss, das verstehe ich voll und ganz. Meine Mutter muss aber jeden Tag das Bett frisch beziehen und ist mehr und mehr genervt – auch das verstehe ich. Hat jemand eine Idee, mit welchem Argument wir unsere Großmutter überzeugen können, dass sie Slipeinlagen/Windeln tragen soll?

In Ihrem Fall kann (muss nicht) es Lösungsansätze geben. Ihr Mann hat tagsüber das Problem nicht, sondern hauptsächlich nachts. Es kann daher sein, dass er ab dem späten Nachmittag “zu viel” trinkt und daher nachts einen erhöhten Harndrang hat. Das soll nicht zur Folge haben, dass Ihr Mann weniger trinkt, sondern die Verteilung geändert wird, sodass er abends etwas weniger trinkt, dafür tagsüber mehr. In dem Fall sollten Sie mit dem Arzt sprechen in wie weit die Flüssigkeitszufuhr am Abend reduziert werden kann.
Ein weiterer Fall, der immer mal wieder auftreten kann ist die Medikation. Manchmal werden entwässernde Tabletten vom Arzt verschrieben, die ebenfalls abends eingenommen werden sollen. Auch hier führt die Medikamentenvergabe zu einem erhöhten Harndrang in der Nacht.
Es können aber auch “körperliche” Ursachen vorliegen. Es gibt Erkrankungen wie beispielsweise bei einer Form der Herzinsuffizient, die nächtliches Wasserlassen zur Folge haben können.
Als letzter Ansatz kann es auch an der Inkoversorgung liegen, wenn die Windelhose die Flüssigkeit nicht schnell genug absorbieren kann oder nicht die benötigte Kapazität hat, also die Ausscheidung größer ist als das maximale Volumen der Windelhose.

Alles schön und gut. Ich vermisse Rat bei demenziell veränderten Menschen, die nachts Bettnässen. Ich habe bei meinem Mann alles ausprobiert – Windelhosen mit zusätzlichen Einlagen, wecken um 1 Uhr nachts. Es hilft nichts, er ist immer wieder im Rücken nass einschließlich der Bettdecke. Zwei kontaktierte Urologen wissen keinen Rat. Auch bei Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege nach Hüft-OP hatte man dort keine Lösung. Er lag nachts halt nass. Tagsüber klappt alles wunderbar. Gibt es einen heißen Tip, ich wäre überglücklich.

Meine Mama ist dement und hat einen Kateter und sagt den ganzen Tag . Hi?de ich muss ein Nach was tun.

Mein Ehemann ist im Seniorenheim hat Pflegestufe 5 und ist dement.
Die ansässige Hausärztin im Pflegeheim und das Pflegepersonal empfehlen bei einem Patienten der täglich zwei Clexane Spritzen bekommt einen Bauchdeckenkatheter zu setzen, da er des Öfteren Harnwegsinfekte hat.
Ich bin der Ansicht, dass das keine Vorteile für einen 82-jährigen persönlich bringt und das die Nachteile für ihn höher sind.

Hallo, wir schaffen es meist, meinen dementen Papa zur Toilette zu lotsen, er trägt Windeln. Leider setzt er sich nicht auf die Toilette, sondern möchte wie ein Mann im Stehen Wasser lassen. Dabei ist die Windel recht hinderlich. Windelhosen mit Eingriff gibt es leider nicht. Meistens steht anschließend die Toilette unter Wasser, und Windel und Kleidung sind nass. Nicht nur wegen der Windel, sondern auch wegen der Zielsicherheit. An manchen Tagen nimmt er gerne Hilfe an, an anderen wünscht er seine Privatheit auf der Toilette; aber auch mit unserer Unterstützung geht es oft daneben. Was machen wir falsch, was können wir besser machen, haben Sie Tipps???

Es gibt Pants – also Windel und Hose als eine Einheit.
Oder
Einlagen und zusätzlich Windelhosen.

Meine Mutter ist hochgradig dement.
Ihre Windelhöschen kann sie nicht allein anziehen, da man sie erst extrem dehnen muß, um hineinzukommen.
Auch mit Einlagen kann sie nicht umgehen.
Gibt es Windelhosen, die man wie einen normalen Schlüpfer anziehen kann ?

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