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Pflegeheim ➦ Wenn die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist

Für viele ist der Umzug in ein Pflegeheim die ungewollte Endstation des Lebens. Hat man in jungen Jahren hart gearbeitet und die Familie versorgt, soll dann das Leben in einem Altenheim enden. Abgeschoben und fernab von der Familie, Freunden und Bekannten.

Trotzdem lässt sich ein Umzug ins Heim nicht immer vermeiden. Was können Angehörige tun, um dem Senior den Heimaufenthalt zu erleichtern? Welche Vorteile hat ein gutes Pflegeheim für meinen Angehörigen? Gibt es vernünftige Alternativen?

 

 

Definition Pflegeheim

Energiereiche Püreemenüs

Energiereiche Püreemenüs

Das Pflegeheim ist eine vollstationäre Unterbringungsart für pflegebedürftige Menschen. Die Heimbewohner werden vom Heimpersonal entsprechend ihrer Erfordernisse gepflegt und gefördert und erhalten eine umfassende Versorgung und Betreuung.

In der Regel sind es Senioren, die in einem Pflegeheim leben. Mittlerweile wird aber auch das Bewusstsein geschärft, speziell für junge Menschen eine altersgerechte Pflegeform anzubieten. Pflegebedürftige Menschen jungen und mittleren Alters finden gerade zu den älteren Pflegeheimbewohnern keinen sozialen Kontakt.

Pflegeheime gehören zu den Einrichtungen der sogenannten Altenhilfe.

 

Wann ist ein Umzug ins Seniorenheim sinnvoll?

In der Regel gehen die wenigsten Menschen gerne in ein Pflegeheim. Die eigenen vier Wände sind ja doch noch am besten. Für viele ist also der Umzug in ein Altenheim eher eine große psychische Last.

Doch wann kommt ein Pflegeheim in Frage? Ein Umzug in ein Seniorenheim sollte bei folgenden Personen in Betracht gezogen werden:

 icon-plus Menschen, die sich zuhause nicht mehr selbst versorgen können. Und hier ist nicht unbedingt nur das Essen und Einkaufen relevant, denn Essen auf Rädern ist mittlerweile eine gute Alternative zum Selberkochen. Hier gehört der ganze Alltag dazu. Häufig tritt bei alleinstehenden Personen ohne familiäre Unterstützung auch Verwahrlosung ein.

 icon-plus Alleinlebende, sturzgefährdete Menschen. Vielfach sind Senioren stark sturzgefährdet. Ein Hausnotruf kann bei vielen Stürzen lebensrettend sein. Ist der Betroffene jedoch bewußtlos (zum Beispiel aufgrund eines Sturzes oder auch einer Unterzuckerung bei Diabetikern usw.) kann er den lebensrettenden Notruf nicht mehr absetzen.  icon-paperclip Weiterführende Inforamtionen zu den Möglichkeiten eines Hausnotrufsystems.

 icon-plus Alleinlebende, demente Menschen. Demente Menschen die alleine zu Hause leben, sind einem großen Risiko ausgesetzt. Je nach Schwere der Krankheit verlassen Sie unbeaufsichtigt ihre Wohnung und irren verängstigt umher. Oder sie vergessen den Herd abzustellen uvm.

 icon-plus Menschen ohne Betreuung durch Familie oder Freunde. Nicht alle Pflegebedürftigen haben Angehörige oder Freunde, die die häusliche Pflege übernehmen. Manchmal wohnen die Kinder viel zu weit weg oder sie können aus beruflichen Gründen keine Pflege übernehmen.

 icon-plus Pflegeperson kommt an ihre Grenzen. Aber auch die physische und psychische Belastung der Pflegenden muss berücksichtigt werden. Ist der pflegende Angehörige gesundheitlich nicht mehr in der Lage, die Pflege zu übernehmen, kommt oft nur noch der Wechsel in ein Pflegeheim in Frage.

 icon-plus Wenn Intensivpflege notwendig ist. Eine Intensivpflege die zum Teil eine 24-stündige Betreuung benötigt ist häufig nicht mehr im häuslichen Umfeld machbar. Mittlerweile gibt es Pflegedienste, die eine außerklinische Betreuung anbieten. Hier ist abzuwägen, was die bessere Lösung für den Patienten und die Angehörigen ist.

 icon-plus Bei Menschen in der letzten Lebensphase. Auch hier muss gut überlegt werden, ob die Palliativpflege zu Hause durchgeführt werden kann oder ob ein Pflegeheim oder ein Sterbehospiz die bessere Variante ist. Viele Angehörige können einfach auch nicht damit umgehen, dass das Elternteil oder der Partner sterben wird.

 icon-plus Keine barrierefreie Wohnung. Wenn die Wohnung nicht beindertengerecht umgebaut oder angepasst werden kann.

 

Was sollte beim Umzug ins Heim bedacht werden?

Der Umzug in ein Pflegeheim ist ein großer Schritt, der gut überlegt und geplant sein muss. Wenn möglich, sollten Sie nichts überstürzen. Andererseits wird es mittlerweile immer schwerer einen Pflegeheimplatz zu finden.

Daher ist es gut, sich vielleicht in ein oder zwei Heimen auf eine Warteliste setzen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Sie schneller einen Heimplatz erhalten, wenn ein Notfall eintritt.  icon-paperclip Weitere Infiormationen zum Umzug ins Seniorenheim finden Sie hier: Checkliste: Umzug ins Pflegeheim – was ist zu tun und was muss in den Koffer.

 


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Wie können Sie dem Pflegebedürftigen den Heimaufenthalt erleichtern?

Das Einleben in ein Pflegeheim kann mehrere Monate dauern, vielleicht auch länger. Manche Menschen werden sich auch gar nie wohl fühlen, weil sie sich abgeschoben fühlen und einfach nicht verstehen können, dass sie den Rest ihres Lebens im Heim verbringen sollen. Als Angehöriger kann man versuchen, die Eingewöhnungsphase zu erleichtern.

  • Am Anfang mehrfach alles zeigen und mit dem Pflegebedürftigen alle wichtigen Strecken ablaufen. Dazu gehört der gesamte Wohnbereich, aber auch der Weg zum Kiosk, in den Garten, in den Gemeinschaftsraum usw. Das gibt ein Sicherheitsgefühl.
  • Regelmäßige Besuche erleichtern dem betagten Senior das Eingewöhnen. Kinder und Enkelkinder zu den Besuchen mitnehmen.
  • Mit dem Angehörigen Ausflüge machen, so dass er raus kommt.
  • Hin und wieder mal essen gehen. Das macht Spaß, wenn es nicht immer das gleiche Essen aus der Heimverpflegung ist.
  • Bilder aufstellen und das Zimmer so heimelig wie möglich gestalten
  • Gemeinsam mit dem Angehörigen andere Bewohner ansprechen und Kontakte knüpfen.
  • Das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.
  • Telefon einrichten, so dass immer Kontakt mit den Angehörigen aufgenommen werden kann.
  • Nachfragen, ob noch was fehlt oder etwas unklar ist.

 

Kann man das Pflegeheim wechseln?

Selbstverständlich kann man das Pflegeheim wechseln. Ein Wechsel sollte jedoch gut überlegt werden.

  1. Sich in ein Pflegeheim einzugewöhnen, dauert einige Zeit. Gerade ältere Menschen tun sich damit schwer. Deshalb sollte nur gewechselt werden, wenn es unbedingt nötig ist.
  2. Sie sind mit dem Seniorenheim, also dem Heimbetreiber, einen Heimvertrag eingegangen. Diesen müssen Sie einhalten. Das bezieht sich auf die Kündigungsfristen usw.
  3. Werden die Pflegeheimkosten teilweise oder ganz vom Sozialamt getragen, kann nur nach Rücksprache mit dem Sozialamt die Pflegeeinrichtung gewechselt werden.
  4. Der Umzug muss organisiert und geplant werden.

 

Ist eine Zwangseinweisung ins Altenheim möglich?

Können Kinder ihre Mutter oder den Vater gegen ihren Willen in ein Seniorenheim einweisen lassen? Diese Frage ist ganz klar gesetzlich geregelt:

  1. Prinzipiell ist es nicht möglich, eine Person gegen ihren Willen in ein Heim einweisen zu lassen. Denn das wäre eine freiheitsentziehende Maßnahme.
  2. Besteht jedoch die Gefahr, dass sich der Pflegebedürftige selbst in Gefahr bringt oder ein drohender gesundheitlicher Schaden abgewehrt werden soll, kann eine Heimeinweisung beantragt Dies trifft zum Beispiel auf demente Menschen zu, die alleine zu Hause leben und sich nicht mehr ausreichend selbst versorgen können und dadurch stark verwahrlost sind.
  3. Eine Zwangseinweisung in ein Pflegeheim kann dann nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichts

Mehr über die gesetzliche Regelung zur Zwangseinweisung finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 1906.

 

Meine Buchempfehlungen zum Thema Pflege

 

Wie findet man das richtige Pflegeheim

Das EINE richtige Pflegeheim gibt es nicht. Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse, Lebensvorstellungen und Wünsche. Außerdem ist häufig auch die Finanzierung ein Punkt, der bei der Altenheimauswahl berücksichtigt werden muss.

Um Ihnen eine Hilfestellung an die Hand zu geben, habe ich eine Checkliste für Sie geschrieben Woran erkennt man ein gutes Pflegeheim. Hier finden Sie viele Ansätze, die Sie in Ihre Überlegungen mit übernehmen können.

Und wenn Sie sich überhaupt nicht sicher sind, ob das ausgesuchte Heim auch wirklich das Richtige ist, bieten viele Heimbetreiber ein Probewohnen im Pflegeheim an.

 

Vor- und Nachteile eines Pflegeheims

Es ist natürlich schön, wenn man nicht ins Pflegeheim muss. Aber auch zu Hause ist nicht immer alles Gold was glänzt. Das PRO und CONTRA für eine Pflegeheimunterbringung muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich möchte Ihnen hier einige Vor- und Nachteile aufzeigen, die Ihnen vielleicht die Entscheidung erleichtern.

 

 icon-plus Vorteile einer Heimunterbringung

  • Qualifizierte Fachbetreuung und Krankenpflege bei Tag und Nacht.
  • Die Angehörigen müssen nicht mehr rund um die Uhr pflegen. Sie können sich wieder mehr im Job einbringen und mehr um sich selbst kümmern.
  • Älteren Menschen fehlt oft der soziale Kontakt zu ihren Mitmenschen. Im Altenheim kann einer Vereinsamung entgegengewirkt werden.
  • Gemeinsame Unternehmungen unter fachlicher Begleitung des Heimpersonals.
  • Ein Altersheim ist behindertengerecht
  • In einem gut geführten Pflegeheim wird Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung Damit kann Mangelernährung entgegengewirkt werden.
  • Gemeinsame Mahlzeiten anstatt alleine essen.
  • Strukturierter Tagesablauf
  • Im Notfall, zum Beispiel bei einem akuten medizinischen Problem oder einem Sturz, ist Hilfe vor Ort. Allein lebende Personen werden oft zu spät gefunden, wenn ein Notfall eingetreten ist.
  • Zeitliche, physische und psychische Entlastung der pflegenden Angehörigen.
  • Finanzielle Belastung der Pflegeperson wird entschärft. Wurde der Job wegen der Pflege ganz oder teilweise aufgegeben, ist dies eine große finanzielle Einbuße.
  • Die Sicherheit, dass der Pflegebedürftige gut versorgt ist. Dies vor allem dann, wenn er vorher alleinlebend war und die Angehörigen nicht in der Nähe wohnten.
  • Es gibt Pflegeheime, die speziell auf Menschen mit Demenz ausgelegt sind. Demente Menschen sind in einer solchen Einrichtung häufig besser und sicherer untergebracht, als wenn sie alleine zu Hause wohnen würden. Eine gute Alternative dazu sind auch sogenannte Demenz-WGs.

 

 icon-minus Nachteile einer Heimunterbringung

  • Zeitmangel des Pflegepersonals. Darunter leidet die pflegerische Betreuung aber auch die persönlich Zuwendung und Aufmerksamkeit für den Einzelnen.
  • Ständig wechselndes Personal. Der Pflegebedürftige muss sich ständig auf eine andere Person einstellen und sich anpassen. Es müssen auch Personen akzeptiert werden, die einem nicht so liegen.
  • Der Umzug in ein Pflegeheim bringt Stress Selbst wenn das meiste von den Angehörigen organisiert wird, ist es eine große Umstellung, wenn das oftmals jahrzehntelange gewohnte Umfeld verlassen werden muss. Alles ist fremd und ungewohnt.
  • Das soziale Umfeld verändert sich. Die Nähe zu Freunden, Bekannten und Familie wird fehlen.
  • Im Altenheim herrscht ein anderer Tagesrhythmus. Gewohnheiten müssen im hohen Alter noch geändert werden.
  • Das Wissen, es ist der letzte Umzug, die Endstation kann sehr bedrückend sein. Gerade durch den Umzug in ein Seniorenheim wird den Betroffenen die Endlichkeit des Lebens ständig vor Augen gehalten. Die Situation, dass ständig jemand aus dem direkten Pflegeheim-Umfeld verstirbt, kann sehr belastend werden.
  • Menschen mit einer Demenz können komplett desorientiert sein und sich nicht mehr zurechtfinden.
  • Unterhaltungsangebote sind nicht immer patientenorientiert. Agilere Menschen fühlen sich dann unterfordert oder nicht ernst genommen.
  • Schnell kann das Gefühl aufkommen, die Freiheit, Unabhängigkeit und Flexibilität an der Eingangstüre des Pflegeheims abgegeben zu haben.
  • Wenn ältere Menschen keine Aufgaben mehr haben, lässt das Gedächtnis oft schneller nach. Sie werden dann auch desinteressierter.
  • Die Heimunterbringung ist meist mit hohen Kosten.
  • Leider gibt es auch weniger gute Pflegeheime und überlastetes Pflegepersonal. Der Pflegefall ist dann nicht vor Gewalt geschützt.
  • Leider gibt es auch Heime, die an unruhige oder aufgewühlte Personen Beruhigungsmedikamente Hier sollten Veränderungen des Pflegebedürftigen gut beobachtet werden.

 

Die Unterbringung in einem Pflegeheim ist KEIN Abschieben

Viele Angehörige haben ein schlechtes Gewissen und machen sich Vorwürfe, ihre Mutter, den Vater oder gar Partner in ein Heim zu geben. Die Unterbringung eines Angehörigen im Pflegeheim ist aber kein Abschieben oder „sich vor der Arbeit drücken wollen“. Oftmals geht es einfach nicht anders.

 


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Es werden immer zwei Herzen in einer Brust schlagen: Zum einen haben Sie ein schlechtes Gewissen, den Angehörige „abzuschieben“. Zum anderen wissen Sie, dass Sie der gesundheitlichen und/oder finanziellen Belastung der Pflege nicht mehr gewachsen sind. Die gesamte Situation wird Sie erdrücken. Die Gefühlsebene wird schwer belastet.

Wenn die Pflege zur Last wird, ist weder dem Pflegebedürftigen noch dem Pflegenden gedient.

Ich möchte hier auch noch auf das Phänomen Sandwich-Generation aufmerksam machen, das von den pflegenden Angehörigen oft nicht wahrgenommen wird.

Frauen sind mit Abstand der größte Anteil der häuslichen Pflegepersonen. Gerade bei der Pflege der Eltern kommt den heutigen Frauen eine ganz andere Position zu, als früher. Meist sind sie zwischen 40 und 60 Jahre alt und gehören dann zur klassischen Sandwich-Generation, also die Gleichzeitigkeit von Kindererziehung und Pflege der Eltern und dem Ausüben des eigenen Jobs:

  • Gewöhnlich arbeiten Frauen wieder, sobald ihre Kinder aus dem gröbsten raus sind. Trotzdem sind sie in der Kindererziehung stark engagiert. Schule, Musikunterricht, Vereinstätigkeiten, Freizeitgestaltung, Haushaltsführung alles muss organisiert werden.
  • Oftmals sind schon Enkelkinder da, die vielleicht auch noch so ganz nebenher betreut werden müssen, weil deren Mutter arbeiten geht. Dies trifft nicht nur Alleinerziehende. Vielfach reicht ein Gehalt schlicht und ergreifend nicht mehr aus und die Frau muss dazuverdienen.
  • Zum Job, den Kindern und Enkeln kommt jetzt noch die Pflege der Eltern.

Es ist unmöglich, das alles unter einen Hut zu bekommen, ohne dabei selbst unter die Räder zu kommen.

 

Alternativen zum Pflegeheim

Das Pflegeheim ist meist die Lösung, die am wenigsten von den Pflegebedürftigen gewünscht wird. Als Alternative zum Heim gibt es:

icon-plus Die häusliche Pflege. In der häuslichen Pflege werden die Pflegebedürftigen von Angehörigen oder Freunden gepflegt. Zur Entlastung der Pflege können Sie sich Tages- und Nachtpflege oder Verhinderungspflege nehmen. Aber auch das zusätzliche Einbinden eines ambulanten Pflegedienstes macht Sinn, um die Pflegenden zu entlasten und den Pflegebedürftigen optimal zu versorgen.

Auch wenn auf den ersten Blick eine Wohnung nicht behindertengerecht erscheint, kann mit ein paar gut geplanten Änderungen schon viel für die Barrierefreiheit beigetragen werden. Mit einem Umbau von der klassischen Badewanne zur Dusche ist oft schon die größte Hürde genommen. Das lästige und auch gefährliche Treppensteigen kann mit einem Treppenlift komplett beseitigt werden.

icon-plus Eine gute Alternative zum Altenheim sind 24h-Pflegekräfte aus Osteuropa. Sie helfen im Haushalt mit, übernehmen aber auch leichte Pflegetätigkeiten. Damit wird der Wunsch vieler älterer Menschen berücksichtigt, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu können.

Die Angehörigen sind entlastet, können auch ihrer Arbeit nachgehen, wissen aber gleichzeitig, dass der Pflegebedürftige versorgt und nicht alleine ist. icon-paperclip Weiterführende Informationen über osteuropäische Pflegekräfte.

icon-plus Betreutes Wohnen, Pflege-WG, Demez-WG. Es gibt mittlerweile immer mehr Konzepte für das Wohnen im Alter. Einige davon habe ich in einem Beitrag zusammengefaßt. icon-paperclip Weiterführende Informationen zum Wohnen und Leben im Alter.

 

Meine Empfehlung: Pflege- und Betreuungskräfte für zuhause

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Wie teuer ist ein Pflegeheimplatz?

Die Kosten für einen Pflegeheimplatz sind von mehreren Faktoren abhängig. Dazu gehören zum Beispiel:

  1. Die Kosten für Grund und Boden. Die Grundstückspreise variieren in Deutschland sehr stark. Kostet in Hamburg der Quadratmeter Bauplatz vielleicht 700 Euro, kann er in Sachsen-Anhalt vielleicht nur 50 Euro kosten.
  2. Die Personalkosten. Je mehr Personal zur Verfügung steht und je besser dieses ausgebildet ist, umso höher die Kosten.
  3. Die Ausstattung des Pflegeheimes. Dass ein Altenheim mit Sauna, Hallenbad und anderem Schnickschnack teurer ist als ein Standard-Pflegeheim, versteht sich von selbst.
  4. Die anteilmäßige Verteilung der Pflegegrade. Bis Ende 2016 waren die Kosten für die Pflegeplätze abhängig von der Pflegestufe. Je höher die Pflegestufe, umso höher die Pflegeheimkosten. Seit 2017 gibt es den Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Das bedeutet, jeder Pflegeheimbewohner bezahlt den gleichen Betrag für die Pflegeheimkosten, unabhängig vom Pflegegrad. Die Pflegekosten werden zu gleichen Teilen umgelegt auf die Bewohner. Das bedeutet aber auch: Je höher der Bewohneranteil mit einem hohen Pflegegrad, umso höher die Pflegekosten die umgelegt werden.

icon-paperclip Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem Beitrag Was kostet ein Pflegeheim.

 

 icon-info-circle Mein TiPP

Wer steuerpflichtig ist, kann Pflegeheimkosten, welche selbst zu zahlen sind, als Außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Das gleiche trifft auch zu, wenn Sie sich als Angehöriger an den Kosten finanziell beteiligen müssen (Elternunterhalt).    

icon-paperclip Mehr über die steuerliche Abzugsfähigkeit von Pflege- und Krankheitskosten Krankheitskosten und Pflegekosten von der Steuer absetzen.

 

 

Darf ein Altenheim einfach die Preise erhöhen?

Wenn Sie einen Angehörigen ins Pflegeheim geben, schließen Sie einen Pflegevertrag mit dem Heim ab. Der Pflegevertrag enthält auch das monatliche Entgelt, das Sie zu bezahlen haben.

Entstehen der Pflegeeinrichtung höhere Kosten, hat die Einrichtung unter gewissen Voraussetzung die Möglichkeit, diese Kosten an Sie weiterzugeben. Das bedeutet: Das im Pflegevertrag vereinbarte Entgelt ist gültig zum Tag der Vertragsunterzeichnung. Dieses kann aber auch schon zwei Monate später wesentlich höher sein.

Dabei ist jedoch folgendes zu beachten:

Hat das Seniorenheim einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse, muss die Preiserhöhung mit der Pflegekasse verhandelt und durch diese genehmigt werden.

Bei Selbstzahlern muss die Pflegeeinrichtung keine Verhandlungen mit der Pflegeversicherung führen und kann in angemessenem Rahmen das Entgelt erhöhen.

 

 icon-info-circle Mein TiPP

Ist der Pflegeheimbewohner längere Zeit nicht im Pflegeheim, verringern sich die Kosten für die Heimunterbringung.    Ab wann diese Regelung eintritt und was zu beachten ist, lesen Sie bitte hier: Pflegeheimkosten: Diese Kosten entstehen, wenn der Bewohner im Krankenhaus oder Urlaub ist.

 

Gründe für eine Preiserhöhung im Pflegeheim können sein:

  • Erhöhung der Personalkosten.
  • Höhere Investkosten, z.B. durch Umwandlung von Zweibett- in Einbettzimmer, Anschaffung von Gebäuden usw.
  • Gestiegene Kosten für Lebensmittel, Strom, Wasser.

Mehr dazu finden Sie auch hier.

  Fragen Sie gleich VOR der Unterzeichnung des Pflegevertrages an, ob eine evtl. Kostenerhöhung in absehbarer Zeit vorgesehen ist. Die Pflegeleitung kann das ganz gut abschätzen und Sie wissen dann, was auf Sie zukommt und ob Sie das noch ohne weiteres stemmen können.

Anfang 2018 haben Pflegeheime teilweise Kostenerhöhungen pro Pflegeplatz und Monat um mehr als 500 Euro angekündigt. Sollten auch Sie eine nicht mehr finanzierbare Entgelterhöhung erhalten haben, sollten Sie prüfen, ob Sie Sozialleistungen in Form von Hilfe zur Pflege in Anspruch nehmen können.

 

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Wer trägt die Kosten für einen Pflegeheimplatz?

Für die Übernahme der Pflegeheimkosten gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Bei pflegebedürftigen Menschen mit einem Pflegegrad 2 bis 5 übernimmt die Pflegekasse einen Teil der reinen Pflegekosten.
  2. Die restlichen – nicht über die Pflegekasse abgedeckten Pflegekosten – sowie die Kosten für Essen und Logis, Investkosten sowie Ausbildungszulage müssen vom Pflegebedürftigen bezahlt werden.
  3. Kann der Pflegebedürftige diese Kosten aus seinen Einnahmen und seinem Vermögen nicht mehr decken, werden vorrangig die unterhaltspflichtigen Verwandten (Ehepartner, Kinder) zur Begleichung der Heimplatzkosten herangezogen.
  4. Erst wenn die unterhaltspflichtigen Verwandten die Heimkosten gar nicht oder nur teilweise bezahlen können, übernimmt das Sozialamt die Leistungen (komplett oder anteilig).

Anmerkung: In Nordrhein-Westfalen können finanzschwache Heimbewohner ein Pflegewohngeld beantragen. Das Pflegewohngeld dient dazu, die Investkosten mit abzudecken. Investkosten können relativ hoch sein. Es gibt Pflegeheime, die verlangen am Tag 25 Euro Investkosten. Das sind im Monat immerhin 750 Euro.

 

Kostenübernahme durch das Sozialamt

Zum einen steigen die Kosten für einen Pflegeheimplatz immer weiter an, zum anderen können immer mehr Menschen die Kosten für das Altenheim nicht mehr selbst bezahlen. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger in Pflegeeinrichtungen steigt. Bei manchen Altersheimen sind bis zu 40 % der Heimbewohner auf staatliche Unterstützung angewiesen. Doch wer muss nun welche Kosten bezahlen? Und wann übernimmt das Sozialamt die Kosten für den Pflegeheimplatz?

Wer seinen Pflegeheimplatz nicht selbst bezahlen kann, hat die Möglichkeit, die sogenannte Hilfe zur Pflege in Anspruch zu nehmen.

Bei Sozialhilfe-Heimbewohnern läuft in der Regel das Bezahlen der Pflegeheimkosten folgendermaßen:

  • Die Einnahmen (Rente, Mieteinnahmen usw.) des Hilfebedürftigen gehen an das Sozialamt.
  • Das Sozialamt nimmt diese Einnahmen zur Teilfinanzierung der Pflegeheimkosten.
  • Die restlichen, ungedeckten Pflegeheimkosten, übernimmt dann das Sozialamt.

Beachten Sie bitte folgendes:

  1. Die Sozialhilfe übernimmt die Pflegeheimkosten nur dann, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
  2. Sie können Sozialhilfe erst ab dem Tag erhalten, zu dem Sie dem Sozialamt die Notwendigkeit mitgeteilt haben. Wenn also eine Heimeinweisung bevorsteht, und Sie wissen, dass das vorhandene Vermögen bzw. die Einnahmen nicht ausreichen, sollten Sie gleichzeitig auch zum Sozialamt gehen.

 icon-paperclip Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auch in meinem Beitrag Hilfe zur Pflege – Wann übernimmt das Sozialamt die Pflegekosten?

 

Taschengeld für Sozialhilfe-Heimbewohner

Wer das Pflegeheim nicht vollkommen selbst bezahlen kann, wird vom Sozialamt unterstützt. Das bedeutet, dass der Heimbewohner quasi seine gesamten Einnahmen selbst beisteuern muss. Der noch fehlende Betrag für die Pflegeheimkosten wird bei Sozialhilfeempfängern dann vom Sozialamt getragen.

Doch alle Menschen – und auch Menschen in Pflegeeinrichtungen – haben noch persönliche Wünsche und Ansprüche. Wer über genügend Eigenkapital verfügt, kann sich diese Wünsch selbst finanzieren.

Sozialhilfeempfänger hingegen dürfen (bis auf ein paar Euro) kein eigenes Vermögen haben. Sozialhilfe-Heimbewohner erhalten deshalb vom Sozialamt einen Barbetrag (das sogenannte Taschengeld) zur freien Verfügung. Mit diesem Taschengeld kann dann der Friseur oder die Zahnpasta bezahlt werden, oder auch spezielle Getränke usw. Die Höhe des Barbetrages ist gesetzlich geregelt im § 27b SGB XII.

  Es fallen immer wieder auch Kosten für Bekleidung an. Dafür können Sie einen separaten Antrag auf Bekleidungsbeihilfe stellen. Das heißt, diese Kosten müssen nicht vom Barbetrag / Taschengeld bezahlt werden.

Jeder Sozialhilfe-Heimbewohner kann sich den Barbetrag zur freien Verfügung auszahlen lassen und kann sich somit für diesen Betrag das kaufen, was er möchte. Bei Menschen, die einen Betreuer haben, kann es sein, dass dem Betreuer die Verwaltung des Barbetrages übertragen wird. In der Regel trifft das Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, den Barbetrag selbst zu verwalten. Es kommt aber durchaus vor, dass auch die Pflegeeinrichtung die Verwaltung des Barbetrages übernimmt.  

  Die Pflegeeinrichtung darf für die Verwaltung des Barbetrages kein Geld verlangen!

 

Dürfen Sozialhilfeempfänger das Pflegeheim aussuchen?

In ein Pflegeheim umzuziehen, ist für die meisten schon eine sehr schwere Entscheidung. Für Sozialhilfeempfänger ist dieser Schritt meist noch etwas schwerer. Denn sie haben Angst, einfach in irgendeinem Heim untergebracht zu werden. Ein Heim, das ihnen nicht zusagt und in dem sie sich nicht wohl fühlen. Oder eine Einrichtung, die viel zu weit weg von den Angehörigen ist. Müssen Sozialhilfeempfänger nun das Altenheim akzeptieren, das ihnen vom Sozialamt zugewiesen wird?

Auch pflegebedürftige Sozialhilfeempfänger haben ein Wunschrecht. Das bedeutet: Gemäß § 9 SGB XII (Sozialgesetzbuch) sollen die Wünsche des Sozialhilfeempfängers berücksichtigt werden, soweit sie angemessen sind. Unverhältnismäßigen Mehrkosten muss der Sozialhilfeträger nicht zustimmen. Es wird hier leider immer ein Streitpunkt bleiben, was verhältnismäßig ist und was nicht.

  Wurde Ihnen vom Sozialamt das ausgesuchte Altenheim verweigert, muss das Amt diese Entscheidung schriftlich begründen. Auf Basis dieser schriftlichen Entscheidung können Sie dann Widerspruch einlegen.   icon-paperclip Detailliertere Informationen finden Sie auch hier.

 

 

Müssen Kinder die Altenheimkosten ihrer Eltern bezahlen?

Wer zahlt das Altenheim, wenn die Rente nicht reicht? Wenn die Eltern die Unterbringung im Pflegeheim nicht selbst bezahlen können, besteht die Möglichkeit, dass dann die Kinder für die Kosten aufkommen müssen. Man spricht hier vom Elternunterhalt.

Ob die Kinder zur Übernahme der ungedeckten Heimkosten herangezogen werden und in welcher Höhe, wird vom Sozialamt geprüft und berechnet. Sie erhalten dann einen entsprechenden Bescheid, die sogenannte Überleitungsanzeige.

Wichtig ist, dass Sie später unbedingt prüfen lassen, ob der vom Sozialamt festgesetzte, zu zahlende Betrag, richtig ist. Denn Sie haben ein Schonvermögen, das bei jedem mehr oder weniger individuell ist.   icon-paperclip Lesen Sie dazu unbedingt den Beitrag: Kinder müssen nicht zwingend für Pflegeheimkosten der Eltern aufkommen.

 

Pflegeheim im Ausland

Die deutschen Pflegeheime sind für viele Menschen oft nicht mehr bezahlbar. Das ist auch ein Grund, warum viele Angehörige die Pflege selbst übernehmen und den Pflegebedürftigen nicht ins Pflegeheim geben. Ein weiteres Argument ist auch, dass die Pflegekräfte in deutschen Pflegeeinrichtungen immer weniger Zeit für die Pflege haben und kaum noch Zeit für ein privates Gespräch mit dem Heimbewohner bleibt.

Immer öfter hört man von Pflegeheimen im Ausland, die bezahlbar sein sollen und die Heimbewohner liebevoll gepflegt werden sollen. Mittlerweile gibt es ganz exotische Alternativen wie ein Pflegeplatz in Thailand.

Im Allgemeinen sind aber hier eher Pflegeheime im osteuropäischen Ausland gemeint wie zum Beispiel Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Bulgarien usw. Unsere osteuropäischen Nachbarländer sind sogar dazu übergegangen, die Pflegeheime sehr grenznah zu Deutschland zu bauen.

 

Wie ist die Pflegequalität in ausländischen Seniorenheimen?

Ich persönlich habe mir noch nie ein ausländisches Pflegeheim angeschaut. Deshalb kann ich mir auch kein Urteil darüber erlauben. Fakt ist aber: Es gibt überall gute und bessere Heime, aber auch ganz schlechte. So wird es Ihnen im Ausland auch ergehen.

Außerdem hat jeder Mensch unterschiedliche Vorstellungen, Ansprüche und Wünsche. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihren Angehörigen in ein ausländisches Seniorenheim zu geben, dann müssen Sie einfach vergleichen und sich die Heime gut anschauen. Das gilt aber auch für deutsche Heime.

 

 icon-info-circle Mein TiPP

Prüfen Sie anhand der Checkliste Pflegeheim, welches ausländische Pflegeheim für Sie passend ist. Achten Sie darauf, dass die Verständigung in deutscher Sprache gewährleistet ist.

 

 

Für wen ist ein ausländisches Pflegeheim geeignet?

Der Umzug in ein Pflegeheim an sich ist ja schon eine große Belastung. Dann aber noch ein Umzug in ein anderes Land, das muss gut überlegt werden und das muss jeder für sich entscheiden, ob er das möchte und ob das für ihn eine gute Alternative ist.

Für Heimatvertriebene oder Aussiedler mit osteuropäischen Wurzeln ist es sicherlich leichter, wieder zurück in die Heimat zu gehen. Sie kennen die Kultur und sind mit dem Land und seinen Gepflogenheiten viel mehr vertraut.

 

 

Ein wichtiger Aspekt für ein osteuropäisches Pflegeheim ist natürlich für viele, dass es in der Regel viel weniger kostet als ein deutsches Pflegeheim.

 

Was kostet ein Pflegeheimplatz in einem ausländischen Heim?

Wenn Sie daran interessiert sind, einen Angehörigen in ein osteuropäisches Pflegeheim zu geben, müssen Sie die Preise vergleichen. Aber nicht nur die Preise für die Pflege allein sind ausschlaggebend, sondern auch die Sonderleistungen. Anscheinend sind bei ausländischen Altenheime mehr Sonderleistungen im Preis inbegriffen als in Deutschland.

 

Welche Pflegeleistungen werden im Ausland von der Pflegekasse bezahlt?

Im EU-weiten Ausland erhalten Sie von der gesetzlichen Pflegeversicherung lediglich Pflegegeld, aber KEINE Pflegesachleistungen und auch keine Leistungen für das Pflegeheim. Bei einer privaten Zusatz-Pflegeversicherung kommt es auf den Vertrag an, ob die Pflegezusatzversicherung Kosten für ausländische Pflegeheime übernimmt.

Innerhalb der EU sind Sie auch krankenversichert, allerdings nach dem ausländischen Recht der Krankenversicherung.

 

Pflegeheimvertrag

Wer in ein Pflegeheim einzieht, muss einen Wohn- und Betreuungsvertrag, auch Pflegeheimvertrag genannt, unterschreiben. In diesem Vertrag sind alle Kosten und Leistungen aufgeführt und vereinbart. Unter anderem gehören in einen Pflegeheimvertrag:

  1. Tag der Aufnahme
  2. Art des Zimmers (Ein- oder Zweibettzimmer)
  3. Heimentgelt
  4. Was ist bei den Zimmerkosten enthalten wie z.B. Wasser, Strom, Reinigung des Zimmers, Waschen der Wäsche usw.
  5. Verpflegung (Essen und Getränke)
  6. Zusatzleistungen, welche selbst zu bezahlen sind
  7. Bankverbindungen und Zahlungsvereinbarungen
  8. Heimentgelt bei Abwesenheit
  9. Haftung für Schäden
  10. Dürfen Tiere im Heim gehalten werden
  11. Kündigung
  12. Regelung im Todesfall
  13. Sonstige Vereinbarungen

Bei vielen Pflegeheimen ist es immer noch erforderlich, dass eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung vorgelegt wird.

 icon-exclamation-triangle Der Wohn- und Betreuungsvertrag sollte unbedingt vom Pflegebedürftigen selbst unterschrieben werden, wenn er dazu noch in der Lage ist. Das hat folgende Gründe:

  • Wenn Sie als Bevollmächtigter / betreuender Angehöriger unterschreiben, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass im Vertrag als Zusatz bei der Unterschrift steht: „In Vertretung“ oder „als Bevollmächtigter“. Steht dieser Zusatz nicht im Vertrag, sind Sie automatisch der Vertragspartner. Das hat den Nachteil, dass Sie für sämtliche Kosten aufkommen müssen, die der Heimbewohner nicht mehr selbst bezahlen kann.
  • Manche Heimbewohner behaupten gerne, dass sie unfreiwillig ins Heim abgeschoben Hat der Heimbewohner selbst unterschrieben, gibt es keinen Grund für eine derartige Behauptung.

 

Pflegebetten / Krankenbetten mit Komfortfunktion

Krankenbetten mit Komfortfunktion

 

Welche Betreuungsformen gibt es in vollstationären Pflegeeinrichtungen?

Pflegeheime bieten nicht nur das klassische Pflegekonzept eines Altenheims/Pflegeheims an, wie man es kennt. Je nach Größe und Auslegung bieten deshalb vollstationäre Pflegeeinrichtungen auch:

icon-plus Kurzzeitpflege. Kurzzeitpflege wird entweder für eine fachlich qualifizierte Nachbehandlung nach einem Krankenhausaufenthalt in Anspruch genommen. Kurzzeitpflege ist aber auch geeignet, wenn die Pflegeperson im Urlaub oder anderweitig verhindert ist. Der Pflegebedürftige wird dann vollstationär im Pflegeheim betreut.   icon-paperclip  Weiterführende Informationen zur Kurzzeitpflege.

icon-plus Verhinderungspflege. Verhinderungspflege kann nicht nur zu Hause stattfinden, sondern auch im Pflegeheim.   icon-paperclip  Weiterführende Informationen zur Verhinderungspflege.

icon-plus Tagespflege / Nachtpflege. Viele Pflegeheime bieten zusätzlich eine ambulante Tages- und Nachtpflege an. In der ambulanten Tagespflege werden – meist demente Menschen – tagsüber betreut und beschäftigt. Die Nachtpflege ist ideal für Menschen mit Demenz, die zu nächtlicher Unruhe neigen. Wird die Nachtpflege in Anspruch genommen, kann die Pflegeperson selber wenigstens an ein paar Tagen in der Woche durchschlafen und ist dann wieder gestärkt für die Pflege.

Leider wird die Nachtpflege noch relativ selten angeboten.  icon-paperclip  Weiterführende Informationen zur Tages- und Nachtpflege.

icon-plus Palliativpflege – Sterbehospiz. Einige Pflegeheime bieten eine spezielle Palliativpflege oder sogar eine ganze Palliativpflegestation an. Hier sollten sterbende Menschen von Pflegekräften mit speziellen Zusatzausbildungen betreut werden. Eine gute Palliativpflege erleichtert den Patienten das Sterben, betreut aber auch gleichzeitig die Angehörigen.  icon-paperclip  Weiterführende Informationen zur Palliativpflege.

icon-plus Betreutes Wohnen. Beim Betreuten Wohnen hat jeder Bewohner eine kleine, eigene Wohnung in der er für sich alleine oder dem Partner wohnt. Allerdings können Leistungen wie zum Beispiel ein Putzdienst, Pflegedienst oder Hausnotruf usw. zugebucht werden. Das Betreute Wohnen setzt voraus, dass noch eine gewisse Selbstständigkeit vorhanden ist.  icon-paperclip  Weiterführende Informationen über das Betreute Wohnen.

 

Beschwerde über ein Pflegeheim / Heimaufsicht

Es ist nicht immer alles Gold was glänzt und manchmal gibt es dann auch Probleme. Sei es, dass das Essen ungenießbar ist oder die Freundlichkeit des Pflegepersonals zu wünschen übrig läßt. Die Liste der Beschwerdegründe kann unendlich lang sein. Aber was tun, wenn die Situation eskaliert und mit guten Worten nicht mehr durchzukommen ist? Den Angehörigen einfach schnappen und in ein anderes Pflegeheim zu bringen, ist nicht so ganz einfach. Hier einige Tipps, wo Sie sich beschweren können:

  1. Bringen Sie Ihre Beschwerde ruhig und sachlich Wenden Sie sich dabei zuerst an den dafür vorgesehenen Ansprechpartner und halten Sie damit die Hierarchie ein. Wenn Sie finden, dass Schwester Frieda einen unverschämten Ton am Leib hat, dann sollten Sie das ihr persönlich sagen und sie ruhig darum bitten, einen anderen Ton anzuschlagen.
  2. Wenn alles nichts nützt, gehen Sie mit Ihrer Beschwerde jeweils eine Hierarchie höher. Das wäre dann Pflegepersonal (Betreuungskraft) → Bereichsleitung → Pflegedienstleitung → Heimleitung.
  3. Wenn Ihr Anliegen auch hier auf taube Ohren stößt, können Sie die Heimaufsicht ansprechen um Hilfe bitten. Die Adresse für Ihren Wohnort erfahren Sie bei der Gemeindeverwaltung, dem Landratsamt oder im Internet.

 


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