Sechs Schritte zum Beantragen einer Pflegestufe

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Was Sie bei der Beantragung einer Pflegestufe unbedingt beachten müssen, habe ich Ihnen bereits in Pflegestufe beantragen – aber richtig Teil 1 sowie Teil 2 beschrieben.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen nun den kompletten Ablauf der Beantragung einer Pflegestufe aufzeigen.

Auch wenn 2017 das neue Pflegestärkungsgesetz II kommt, ändert sich am Ablauf für die Beantragung des Pflegegrades nichts. 

TIPP

Aus meinem Beitrag „PSG II: Die neuen Pflegeleistungen auf einen Blick mit Vergleich Pflegestufe zu Pflegegrad“ können Sie die Pflegeleistungen ab 2017 ersehen.

 

 
 

Erster Schritt

Antragsformular bestellen. Das Antragsformular (Antrag auf Hilfe zur Pflege) muss bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen angefordert werden (schriftlich, telefonisch, persönlich, bei einigen Kassen auch online übers Internet).

 

Zweiter Schritt

Füllen Sie das Formular aus, entweder alleine oder noch besser – wie im 1. Teil dieser Serie bereits beschrieben – mit entsprechender Unterstützung durch Angehörige, einem Pflegestützpunkt oder dem Sozialdienst eines Krankenhauses oder Pflegedienstes. Wenn Sie alles ausgefüllt haben, fügen Sie alle notwendigen Unterlagen, Arztberichte, Befunde usw. bei. Lieber einen Bericht zu viel als zu wenig, damit sich der Medizinische Dienst einen umfassenden Überblick der Lage verschaffen kann.

Extra-Tipp: Wer einen Pflegegrad hat und zu Hause gepflegt wird, hat jeden Monat Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel. Diese können Sie hier einfach bestellen.

 

Dritter Schritt

Geben Sie das ausgefüllte Formular mit allen Unterlagen bei der zuständigen Krankenkasse ab. Von dort wird der Antrag an einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Pflegekasse weiterleitet.

 

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Vierter Schritt

Sie erhalten vom Gutachter eine Nachricht, dass ein Termin zur Begutachtung des Pflegebedürftigen vereinbart wird. Bei dieser Begutachtung wird die notwendige Pflegestufe und damit auch das Pflegegeld festgelegt.

Falls Sie den Antrag über den Sozialdienst eines Pflegedienstes eingereicht haben, fragen Sie bitte bei Ihrem Pflegedienst an, ob ein Sozialdienstmitarbeiter ebenfalls bei diesem Termin anwesend sein könnte. Der Sozialdienstmitarbeiter kann Sie bei zusätzlichen Fragen, Unklarheiten und auch fachlich unterstützen, um gravierende Fehler zu vermeiden, die letztendlich eine falsche Einstufung zur Pflegestufe mit sich ziehen können.

Eine weitere – jedoch eher seltenere – Möglichkeit ist, dass der Gutachter nach Aktenlage entscheidet. In diesem Fall findet kein Termin zur Begutachtung statt, die Pflegestufeneinordnung wird aufgrund der vorliegenden Unterlagen getroffen. Sie erhalten eine schriftliche Mitteilung über die Entscheidung des Gutachters und die Pflegestufeneinordnung.

 


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Fünfter Schritt

Wenn eine persönliche Begutachtung stattgefunden hat, erhalten Sie einige Zeit nach dem Begutachtungstermin den Bescheid über die Festsetzung der Pflegestufe und welche Leistungen Sie erhalten.

 

Sechster Schritt

Sollten Sie mit dem Bescheid des Gutachters des Medizinischen Dienstes nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb von vier Wochen Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen.

Welche Leistungen Sie in den einzelnen Pflegestufen erhalten, lesen Sie bitte in meinem Beitrag Pflegeleistungen der Pflegestufen   Im 2. Teil dieser Serie lesen Sie, welche Fehler Sie vermeiden können, wenn der Medizinische Dienst zur Begutachtung kommt.

 

Zusatz-TIPP

Werden Sie von Angehörigen gepflegt, haben diese Anspruch auf Rentenbeitragszahlung durch die Krankenkasse. Mittlerweile erhalten auch Rentner die einen Angehörigen pflegen von der Pflegeversicherung Rentenbeiträge bezahlt. Damit wird die eigene Rente aufgebessert. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag: So wirkt sich die flexible Teilrente auch für pflegende Rentner aus.

 

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