Pflegegrad beantragen – So vermeiden Sie Fehler

Pflegegrad beantragen. Diese Fehler sollten Sie vermeiden
Pflegegrad beantragen. Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Wer physische oder psychische EinschrĂ€nkungen hat, die so beachtlich sind, dass Hilfe und UnterstĂŒtzung von anderen Personen notwendig ist, sollte einen Pflegegrad beantragen.

Die Erteilung eines Pflegegrades ist jedoch von verschieden Faktoren abhĂ€ngig. In diesem Beitrag möchte ich deshalb sehr ausfĂŒhrlich darauf eingehen, wie Sie einen Pflegegrad beantragen und worauf Sie achten mĂŒssen.

Es ist wichtig, beim Pflegegrad beantragen Fehler zu vermeiden. Denn eine falsche Bewertung bei der Begutachtung kann dazu fĂŒhren, dass kein Pflegegrad oder ein zu niedriger Pflegegrad erteilt wird. Von der Höhe des Pflegegrades sind jedoch Ihre Pflegeleistungen  auch in Bezug auf Pflegegeld abhĂ€ngig.

Wer hat Anspruch auf einen Pflegegrad?


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Das Pflegegesetz definiert sehr genau, wer pflegebedĂŒrftig ist:

PflegebedĂŒrftig im Sinne der Pflegeversicherung (Sozialgesetzbuch SGB XI) sind Personen, die

nicht selbststÀndig kompensieren oder bewÀltigen können.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie oder Ihr Angehöriger Anspruch auf einen Pflegegrad (eine Pflegestufe) haben, können Sie sich mit meinem kostenlosen Pflegegradrechner online einen Überblick verschaffen. Letztendlich sind aber nur die Bewertung des Medizinischen Dienstes (MDK) und die Zusage der Pflegekasse ausschlaggebend.

So können Sie richtig den Pflegegrad beantragen?

Um Fehler bei der Beantragung von Pflegeleistungen zu vermeiden, mĂŒssen Sie einiges beachten. Nehmen Sie auch professionelle Hilfe wie Sozialdienste von behandelnden KrankenhĂ€usern, PflegestĂŒtzpunkte oder Pflegeberatungen in Anspruch.

1. PflegebedĂŒrftigkeit abklĂ€ren

Sie sollten einen Pflegegrad beantragen, wenn TĂ€tigkeiten, die frĂŒher unproblematisch oder ohne fremde Hilfe ausgefĂŒhrt werden konnten, plötzlich nicht mehr alleine erledigt werden können. Hierzu zĂ€hlt:

  • Das An- und Ausziehen: Kann das wirklich alles ohne fremde Hilfe erledigt werden?
  • Morgentoilette oder Duschen: Wer hilft hier mit? Wer wĂ€scht die Beine oder den RĂŒcken? Wird dem Patienten vielleicht schwindelig? Wer kĂ€mmt die Haare? Können die ZĂ€hne noch selbst geputzt werden?
  • Das Gehen innerhalb der Wohnung: Ist hier fremde Hilfe nötig? Wird vielleicht schon ein Rollator, ein Rollstuhl oder ein E-Mobil benötigt?
  • Das Kochen: Wer kocht? Oder wird sogar Essen auf RĂ€dern angeliefert?
  • Das Essen: Kann noch alleine gegessen werden? Muss das Essen mundgerecht zubereitet werden? Wer stellt das Trinken bereit?
  • Das Einkaufen oder der Gang zum Arzt und Behörden: Ist dies vollstĂ€ndig ohne fremde Hilfe möglich? Wird die UnterstĂŒtzung des Partners, eines Bekannten oder Verwandten benötigt?
  • Die Wohnung: Wer putzt die Wohnung? Wer wĂ€scht die Kleidung? Wer spĂŒlt, deckt den Tisch und rĂ€umt auf?

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2. Antrag auf Pflegeleistung stellen

Es ist wichtig, dass der Antrag auf Pflegeleistungen sorgfĂ€ltig ausgefĂŒllt wird.

Den Antrag auf Pflegeleistung muss der PflegebedĂŒrftige selbst stellen und unterschreiben. Pflegende dĂŒrfen keinen Antrag stellen. Nur wenn die pflegebedĂŒrftige Person selbst keinen Antrag mehr stellen kann, können vertretungsberechtigte Personen, die ĂŒber eine entsprechende Vollmacht verfĂŒgen, einen Pflegegrad beantragen zu können. Legen Sie die Vollmacht dann bitte dem Genehmigungsantrag bei. Trotzdem ist es bei vielen Familien der Fall, dass die Angehörigen gemeinsam mit dem PflegebedĂŒrftigen den Antrag auf Pflegeleistungen formulieren und stellen, so dass die pflegebedĂŒrftige Person nur noch unterschreiben muss.

Der Antrag kann entweder

  • formlos schriftlich oder
  • telefonisch oder
  • persönlich

bei der Pflegekasse gestellt werden.

Die Pflegekasse/Pflegeversicherung ist Ihre Krankenkasse/Krankenversicherung und hat somit meist auch die gleiche Anschrift wie Ihre Krankenkasse.

3. Formular ausfĂŒllen

Nachdem Sie mit der Pflegekasse Kontakt aufgenommen haben, werden Sie unter UmstĂ€nden (nicht zwingend) ein Formular erhalten. Bitte fĂŒllen Sie dieses sorgfĂ€ltig aus und schicken es an Ihre Pflegekasse zurĂŒck.

Neben einigen Daten zur Person, werden in dem Fragebogen auch noch andere Fragen gestellt.

  • Sie mĂŒssen angeben, ob Sie Pflegegeld, Sachleistungen (also die Dienstleistung eines Pflegedienstes) oder Kombipflege in Anspruch nehmen möchten. Wenn Sie einen Pflegedienst mit beauftragen möchten, empfehle ich Ihnen, gleich im Antrag Kombipflege anzukreuzen. Pflegen Sie selbst, erhalten Sie das volle Pflegegeld. Nehmen Sie stĂ€ndig oder ausnahmsweise einen Pflegedienst hinzu, erhalten Sie nur noch einen prozentualen Anteil am Pflegegeld.
  • Haben Sie nur Pflegegeld angekreuzt und wollen spĂ€ter auf Kombipflege umsteigen, mĂŒssen Sie das nochmals separat der Pflegekasse mitteilen und beantragen. DENN: Kombipflege muss beantragt werden und erfolgt nicht automatisch.
  • Sie mĂŒssen Ihre Pflegepersonen benennen, damit diese dann entsprechend versichert sind. Wer lĂ€nger als 10 Stunden pro Woche pflegt, erhĂ€lt BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung bezahlt. Dies gilt auch fĂŒr pflegende Rentner, die einen Angehörigen pflegen. Pflegen Sie mehrere Personen (zum Beispiel den Vater und die Mutter, beide mit Pflegegrad) können Sie die Pflegezeiten addieren und erhalten dann die sogenannte Additionspflege.
  • Außerdem mĂŒssen Sie eintragen, wer noch ĂŒber den Termin zur MDK-Begutachtung benachrichtigt werden soll. Bei der MDK-Begutachtung sollte immer eine Pflegeperson dabei sein.

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Wie geht es weiter, wenn der Antrag auf PflegebedĂŒrftigkeit gestellt wurde?

  • Nachdem die Pflegekasse Ihren Antrag erhalten hat, wird sich der Medizinische Dienst der Krankenkasse mit Ihnen in Verbindung setzen und – in der Regel – schriftlich einen Termin fĂŒr die Begutachtung bei Ihnen zu Hause vereinbaren.
  • Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, vereinbaren Sie bitte einen Alternativtermin mit dem Gutachter.

Mein TiPP: Die MDK-Begutachtung ist der schwierigste Teil bei der Beantragung eines Pflegegrades. Gerade da kann sehr viel falsch gemacht werden. Ich empfehle Ihnen dazu meinen Beitrag „Tipps, wie Sie Fehler bei der MDK-Begutachtung vermeiden“. Außerdem sollten Sie unbedingt ein Pflegetagebuch fĂŒhren, damit Sie belegen können, wo Hilfe benötigt wird.


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4. Begutachtung des Antragstellers

Der Gutachter des MDKs kommt zum vereinbarten Zeitpunkt zu Ihnen nach Hause um die pflegebedĂŒrftige Person zu begutachten. Das nennt sich: Verfahren zur Feststellung der PflegebedĂŒrftigkeit. Stellen Sie dabei den Alltag so dar wie er tatsĂ€chlich ist. Beschönigen Sie nichts und dramatisieren Sie auch nicht Dinge, die so nicht vorhanden sind.

Die Begutachtung erfolgt nach dem Neuen Begutachtungsassessment (NBA) ĂŒber 6 Module des tĂ€glichen Lebens. Es wird die SelbststĂ€ndigkeit des Antragstellers bewertet. Das heißt, in das Gutachten fließt ein, was der Antragsteller noch selbst machen kann und wo und in welchem Umfang er Hilfe benötigt.

Folgende Lebensbereiche werden begutachtet

  • Modul 1 – MobilitĂ€t
  • Modul 2 – Kognitive und kommunikative FĂ€higkeiten
  • Modul 3 – Verhalten und psychische Problemlagen
  • Modul 4 – Selbstversorgung
  • Modul 5 – BewĂ€ltigung von und selbststĂ€ndiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Modul 6 – Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Noch ein paar Besonderheiten:

  • In der Regel wird die Begutachtung durch den MDK zu Hause durchgefĂŒhrt. Eine Ausnahme ist, wenn sich der Antragsteller im Krankenhaus, einer Kurzzeitpflege oder Reha befindet und davon auszugehen ist, dass er nicht mehr in die hĂ€usliche Umgebung zurĂŒck kann. Dann kann eine Begutachtung in der Einrichtung stattfinden.
  • Ist der Antragsteller jedoch zum Begutachtungstermin im Krankenhaus und es ist absehbar, dass er nach der Entlassung wieder ins hĂ€usliche Umfeld zurĂŒckkehrt, wird die Begutachtung bis nach der RĂŒckkehr aus dem Krankenhaus verschoben.
  • Lehnt eine pflegebedĂŒrftige Person die Begutachtung ab, wird der Gutachter die Unterlagen mit einem entsprechenden Vermerk an die Pflegekasse zurĂŒckgeben. Das bedeutet dann aber auch, dass kein Pflegegrad oder keine Höherstufung zugesprochen werden kann.
  • In AusnahmefĂ€llen ist es möglich, dass keine persönliche Begutachtung durch einen Gutachter stattfindet, sondern der Pflegegrad aufgrund der Aktenlage (Befunde vom Arzt, Krankenhaus, Rehaeinrichtung usw.) erteilt wird. Dies geschieht dann, wenn die Situation klar und eindeutig ist oder wenn sehr schnell – also im Eilverfahren – eine Pflegegradeinstufung erfolgen muss. Allerdings ist dieses Vorgehen eher die Ausnahme.


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5. Bescheid ĂŒber Erteilung oder Ablehnung eines Pflegegrades

Der Gutachter des Medizinischen Dienstes erstellt aufgrund seiner Befragungen und seiner Begutachtung ein Gutachten. Das Gutachten enthĂ€lt eine Empfehlung fĂŒr eine Einstufung in einen Pflegegrad.

  • Dieses Gutachten geht an die Pflegekasse. Die Pflegekasse kann sich an die Empfehlung des MDKs halten, muss aber nicht. Das bedeutet, dass letztendlich die Pflegekasse ĂŒber den Pflegegrad entscheidet.
  • Die Pflegekasse muss dem Antragsteller auf Pflegeleistungen innerhalb von 25 Arbeitstagen mitteilen, ob der Antrag genehmigt oder abgelehnt wurde. Erhalten Sie nicht innerhalb dieser Frist einen Bescheid von Ihrer Pflegekasse, muss die Kasse fĂŒr jede Woche nach Fristablauf 70 Euro an Sie bezahlen. Dies gilt sowohl wenn Sie zum erstenmal einen Pflegegrad beantragen als auch fĂŒr eine Pflegegrad-Höherstufung. FĂŒr Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung leben und mindestens Pflegegrad 2 haben, gilt diese Regelung nicht. Gesetzestext-Auszug: Â§ 18 Abs. 3b Satz 5 SGB XI.

6. Anerkennung oder Widerspruch ĂŒber die Einteilung in einen Pflegegrad

Sie haben von der Pflegekasse nun einen Bescheid ĂŒber die Einstufung in einen Pflegegrad (quasi einen Pflegegradnachweis”) – ODER eine Ablehnung fĂŒr einen Pflegegrad erhalten. Wichtig ist auf alle FĂ€lle, dass Sie mit dem Bescheid der Pflegekasse auch das Gutachten des MDKs erhalten. Auf Basis dieses Gutachtens können Sie (oder ein fachkundiger Berater wie zum Beispiel ein Mitarbeiter eines PflegestĂŒtzpunktes) erkennen, ob alle Werte richtig erfasst wurden. Sollten Sie das Gutachten nicht erhalten haben, fordern Sie es bitte umgehend an, denn Sie haben ein Recht auf das Gutachten.

In Deutschland werden jĂ€hrlich ca. 30 % der AntrĂ€ge auf Pflegeleistungen (bzw. Höherstufung) abgelehnt. Manche Ablehnungen sind mit Sicherheit berechtigt. Andererseits ist es jedoch so, dass es sehr schwer fĂŒr einen Gutachter ist, innerhalb von 1 Stunde die Gesamtsituation eines Antragstellers richtig zu erfassen. Die Begutachtung kann aufgrund des Zeitdrucks unter UmstĂ€nden deshalb zu oberflĂ€chlich und unzureichend erfolgen.

Eine falsche EinschÀtzung kann aber die Einstufung in einen Pflegegrad kosten.

Ab wann werden die Leistungen bezahlt?

Wurde der Pflegegrad bzw. die Höherstufung genehmigt, werden die Pflegeleistungen rĂŒckwirkend ab dem Tag der Antragstellung gewĂ€hrt und bezahlt.

Mein Tipp: Wenn Sie den Pflegegrad beantragen, machen Sie das am besten schriftlich. Damit vermeiden Sie unter UmstĂ€nden viel Ärger. Wird der Pflegegrad genehmigt, erhalten Sie ab dem Tag der Antragstellung Pflegeleistungen. Dies lĂ€sst sich am einfachsten mit einem schriftlichen Antrag belegen.

Ein Beispiel: Angenommen, Sie stellen den Antrag telefonisch und der zustÀndige Sachbearbeiter bei der Pflegekasse verliert aus irgend einem Grund die Telefonnotiz zu Ihrem Pflegegradantrag, dann haben Sie nichts in der Hand. Sie bekommen damit also erst Pflegeleistungen, wenn Sie den Antrag erneut gestellt haben. In der Zwischenzeit geht Ihnen aber einiges an Leistungen verloren. Das wÀre schade.


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Welche Leistungen erhalten PflegebedĂŒrftige?

Sobald der Pflegegrad genehmigt wurde, erhalten PflegebedĂŒrftige der Pflegegrade 2 bis 5 die nachfolgend aufgefĂŒhrten Pflege-Leistungen.

*Bei den Positionen 1 – 4 ist die Höhe der Pflegeleistung abhĂ€ngig vom Pflegegrad.


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Was ist, wenn schon vor Erteilung eines Pflegegrades Hilfe benötigt wird?

Es ist durchaus möglich, dass Sie bereits vor Erteilung und Genehmigung eines Pflegegrades Kurzzeitpflege, Pflege in einer vollstationĂ€ren Einrichtung oder einen Pflegedienst in Anspruch nehmen mĂŒssen. Oft tritt bei einem Unfall die PflegebedĂŒrftigkeit von einem auf den anderen Tag ein und es wird dann auch meist sehr schnell fremde Hilfe benötigt.

In diesem Fall mĂŒssen Sie in Vorleistung gehen und die Kosten fĂŒr die Pflege selbst ĂŒbernehmen. Nach Genehmigung des Pflegegrades ĂŒbernimmt die Pflegekasse rĂŒckwirkend die Kosten fĂŒr die Pflege ab dem Monat der Antragsstellung. Wird kein Pflegegrad genehmigt, werden auch keine Kosten ĂŒbernommen.

Können Sie aus finanziellen GrĂŒnden nicht in Vorleistung gehen, können Sie unter gewissen Voraussetzungen UnterstĂŒtzung beim Sozialamt beantragen.

Warum es wichtig ist, den richtigen Pflegegrad zu erhalten?

Was fĂŒr Vorteile hat ein Pflegegrad?

Bei PflegebedĂŒrftigkeit von Vorteilen zu sprechen, ist eigentlich sehr unpassend. Trotzdem ist es so: Wer tatsĂ€chlich pflegebedĂŒrftig ist, sollte auch einen Pflegegrad beantragen. Denn Pflege ist sehr teuer und mit dem genehmigten Pflegegrad erhalten Sie auch finanzielle Leistungen wie Pflegegeld, Pflegesachleistungen, ZuschĂŒsse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen usw.

Bei der hÀuslichen Pflege ist es besonders wichtig, in den richtigen Pflegegrad eingestuft zu werden, da zwischen einem höheren oder niedrigeren Pflegegrad sehr hohe finanzielle Unterschiede liegen können.

Wenn Ihnen der Pflegegrad (oder die Erhöhung des Pflegegrades) abgelehnt wird, fehlt Ihnen bares Geld, wie Sie am Beispiel – Vergleich Pflegegrad 1 zu Pflegegrad 2 – sehen:

Pflege-Leistungen
pro Jahr
Pflegegrad 1
Pflegegrad 2
bis 2021
Pflegegrad 2
ab 2022
Pflegegeld0 €3.792 €3.792 €
Tagespflege0 €8.268 €8.268 €
Kurzzeitpflege0 €1.612 €1.774 €
Verhinderungspflege0 €1.612 €1.612 €
Summe / Jahr0 €15.284 €15.446 €

Diese Differenz zeigt, wie wichtig es ist, den richtigen Pflegegrad zu bekommen oder auch mal einen Widerspruch einzulegen. Manchmal fehlt nur 1 Punkt in den nĂ€chst höheren Pflegegrad!!!

Bei der Pflege in einer Pflegeeinrichtung (Pflegeheim, Altenheim) spielt die Einordnung ab Pflegegrad 2 nicht mehr so eine große Rolle, da alle Bewohner eines Pflegeheimes einen einrichtungseinheitlichen Beitrag zahlen. Das heißt, jeder Bewohner zahlt den gleichen Betrag fĂŒr die Pflege, unabhĂ€ngig vom Pflegegrad.

Ein Fall aus meiner Familie:

Meiner Schwiegermutter wurde der Pflegegrad abgelehnt, weil sie dem Gutachter gegenĂŒber nicht zugegeben hatte, wie schlecht es ihr ging. Sie hatte eine schwere COPD IV (chronische Lungenerkrankung) im Endstadium und musste rund um die Uhr mit Sauerstoff beatmet werden. Sie war stĂ€ndig auf Hilfe angewiesen. Dem Gutachter erzĂ€hlte sie aber, dass sie noch alles selber machen kann. Wenn Sie wissen möchten, wie es weiter ging, können Sie das in meinem Beitrag “Über mich” nachlesen.


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Quelle Bildmaterial: Fotolia #83805671 © JackF

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5 Antworten auf „Pflegegrad beantragen – So vermeiden Sie Fehler“

Also wenn man 88 ist, kaum noch gehen kann und keine sozialen Kontakte mehr hat, sich nicht alleine waschen/duschen kann, Dauerschmerzen hat und nur mit dem Rollator in der Wohnung gehen kann bekommt man in diesem Land NICHTS. man wird von jemanden „begutachtet“ der nur darĂŒber redet, warum man nicht dement ist und nicht im Nachthemd durch die Gegend lĂ€uft, die dann entscheidet man ist nicht hilfsbedĂŒrftig genug. Das ist echt zum … hier in Deutschland. Andere kassieren immer weiter und wenn man mal was beantragt wird man noch dafĂŒr bestraft. Das sollte es nicht geben.

Ob ein Pflegegrad anerkannt wird oder nicht, bzw. in welcher Höhe, obliegt der Pflegekasse.
So wie Sie Ihre Probleme jedoch beschreiben, sehe ich es als dringend an, einen Pflegegrad zu beantragen. Außerdem sollten Sie unbedingt auch eine Einstufung fĂŒr eine Schwerbehinderung beantragen.
Aus unserer eigenen Erfahrung heraus kann ich Ihnen nur empfehlen, sich professionelle Hilfe fĂŒr das Beantragen eines Pflegegrades bzw. einer Einstufung fĂŒr Schwerbehinderung zu nehmen. Es kommt letztendlich auf die richtige Formulierung der AntrĂ€ge an. Gerne können Sie sich dazu an unseren Partner, eine Pflegeberatung die Sie kostenlos beraten darf, zu wenden.

Wie bekomme ich einen Pflegegrad? Habe starke Arthrose in Gelenken. Versteiftes Sprunggelenk rechts. Tep linkes Knie. Tep linke HĂŒfte und zuletzt noch Tep rechte HĂŒfte, die mir die Ärzte richtig verpfuscht haben – Nerv geschĂ€digt und Muskeln an der HĂŒfte… Die HĂŒfte um 1 cm. zu hoch eingebaut. So dass ich mich nur noch mit Gehhilfen oder Rollator fortbewegen kann. Bekommt man fĂŒr so was eine Pflegestufe?

Ich denke, dass bei Ihnen dann vieles abgeklĂ€rt oder evtl. auch ein Pflegegrad beantragt werden muss. Das kann und darf ich leider aus rechtlichen GrĂŒnden nicht leisten. Deshalb wĂ€re es gut, wenn Sie sich fĂŒr eine telefonische Rund-um-Beratung bei unserem Kooperationspartner, einer Pflegeberatung die Sie kostenlos beraten darf, melden wĂŒrden. Dort kann man Ihnen ganz individuell auf Ihre persönlichen Belange abgestimmt, Hilfe und UnterstĂŒtzung geben.
Hier geht es zur kostenlosen Pflegeberatung. Bitte scheuen Sie sich nicht, das Formular auszufĂŒllen.

Nachdem meine Frau verstorben ist, die ich drei Jahre gepflegt habe, schaffe ich meine tĂ€gliche HaushaltsfĂŒhrung nicht mehr. Ich vergesse vieles. Bin im Laufen bei 60 % mit G im Schwerbehindertenausweis sehr eingeschrĂ€nkt, so dass ich mich des Öfteren hinlegen muss um meine TĂ€tigkeit zu erledigen. Ich benötige dringend Hilfe.

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