Diese Leistungen stehen Ihnen f√ľr die h√§usliche Krankenpflege zu

Häusliche Krankenpflege kann in Anspruch genommen werden, auch ohne Pflegegrad
Häusliche Krankenpflege kann in Anspruch genommen werden, auch ohne Pflegegrad

Häusliche Krankenpflege kann in Anspruch genommen werden, ohne Pflegegrad Рgenauso aber auch mit einem Pflegegrad.

Leider zahlen viele Patienten Leistungen aus der häuslichen Krankenpflege noch immer selbst oder verrechnen diese unnötigerweise mit den Leistungen der Pflegestufe und lassen sich dadurch wertvolle Zusatzleistungen entgehen.

Wer bei einer Krankheit oder nach einem Krankenhausaufenthalt f√ľr die h√§usliche Pflege die Leistungen eines Pflegedienstes in Anspruch nehmen muss, um vor√ľbergehend oder auch l√§ngerfristig medizinisch versorgt zu werden, bekommt diese Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen vom Arzt verordnet.

Aber auch zum Beispiel das An- und Ausziehen von Kompressionsstr√ľmpfen ist eine Leistung der h√§uslichen Krankenpflege, die auf Verordnung erfolgt. Welche Leistungen in die h√§usliche Krankenpflege fallen, lesen Sie weiter unten in der Auflistung. Mehr dazu erfahren Sie hier Kompressionsstr√ľmpfe an- und ausziehen √ľber √§rztliche Verordnung erh√§ltlich.

Wer einen Pflegegrad hat und durch einen Pflegedienst betreut wird, muss die h√§usliche Krankenpflege jedoch nicht unbedingt mit den Pflegeleistungen des Pflegegrades verrechnen. Es ist m√∂glich, sowohl Leistungen aus der h√§uslichen Krankenpflege zu erhalten UND gleichzeitig Leistungen √ľber den Pflegegrad, wie nachfolgendes Beispiel zeigt. In diesem Beitrag habe ich Ihnen alles zusammengestellt, was Sie √ľber die ambulanten Pflegedienste wissen sollten.

Beispiel A: Herr Mustermann hat Pflegegrad 3 und wird morgens und abends von einem Pflegedienst betreut. Da er Kompressionsstr√ľmpfe tragen muss, √ľbernimmt der Pflegedienst das An- und Ausziehen der St√ľtzstr√ľmpfe. Prima. Diese Leistung sollte aber nicht mit den Leistungen des Pflegegrades / der Pflegestufe, sondern per Verordnung √ľber den Arzt mit der Krankenkasse separat abgerechnet werden.

Somit bekommt Herr Mustermann das An- und Ausziehen der Kompressionsstr√ľmpfe von der Krankenkasse bezahlt und hat mehr Geld f√ľr andere Pflegesachleistungen √ľbrig.

Beispiel B: Frau Mustermann hat keinen Pflegegrad / keine Pflegestufe, wohnt alleine und hat sich stark verletzt, ist aber nicht mehr in der Lage, die Wunde selbst zu versorgen. Um nicht t√§glich die Wunde vom Arzt im h√§uslichen Umfeld versorgen lassen zu m√ľssen, kann sie einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen, der die Wunde optimal versorgt.


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Wann kann eine häusliche Krankenpflege (HKP) in Anspruch genommen werden?


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Anspruch auf h√§usliche Krankenpflege besteht f√ľr gesetzlich Versicherte nur, wenn

  • eine station√§re Krankenhausbehandlung vermieden oder verk√ľrzt werden kann oder
  • eine Krankenhausbehandlung zwar erforderlich w√§re, diese aber nicht durchgef√ľhrt werden kann oder
  • das Ziel der √§rztlichen Behandlung gesichert werden soll und
  • keine andere Person die Versorgung und Pflege in erforderlichem Umfang √ľbernehmen kann.

Was kostet die häusliche Krankenpflege?

Die Kosten f√ľr die h√§usliche Krankenpflege werden ‚Äď bis auf Ihren Eigenanteil/Ihre Zuzahlung ‚Äď von der Krankenversicherung als Sachleistung √ľbernommen. Der Pflegedienst rechnet direkt mit der Krankenkasse ab, so dass Sie selbst nicht in Vorleistung gehen m√ľssen. Von der Krankenkasse erhalten Sie dann eine Abrechnung √ľber Ihren Eigenanteil.

Damit die Krankenkasse die Kosten √ľbernimmt, muss der Pflegedienst einen Versorgungsvertrag mit der Pflegeversicherung abgeschlossen haben.

TiPP: Unter Umst√§nden ist die Krankenkasse nicht in der Lage, ein geeignetes Pflegepersonal f√ľr die h√§usliche Krankenpflege (HKP) zu stellen, dann kann der Versicherte sich selbst eine Kraft beschaffen. Die Krankenkasse wird dann in angemessener H√∂he die Kosten √ľbernehmen. Gleiches gilt auch, wenn der Patient die Pflegekraft nicht akzeptiert (zum Beispiel bei dementen Menschen oder psychisch kranken Menschen). Dies ist jedoch unbedingt mit der Krankenkasse abzustimmen.

Wie hoch ist die Zuzahlung zur häuslichen Krankenpflege?

H√§usliche Krankenpflege wird auf Verordnung erbracht und bedarf einer Zuzahlung (√§hnlich wie zum Beispiel bei Krankengymnastik oder Massagen). Wer von der Zuzahlungspflicht befreit ist, muss selbstverst√§ndlich auch nichts zuzahlen.  Lesen Sie dazu meinen Beitrag „Geld sparen mit der Zuzahlungsbefreiung f√ľr Medikamente und Hilfsmittel

Folgende Zuzahlungen entstehen deshalb Versicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und nicht (oder noch nicht) von der Zuzahlung befreit sind:

  • Pro √§rztlicher Verordnung sind 10 Euro zu bezahlen sowie
  • 10 % der Kosten f√ľr l√§ngstens 28 Tage im Jahr.

Wie hoch Ihre Zuzahlungen sind, können Sie mit meinem kostenlosen Zuzahlungsrechner errechnen lassen.

TiPP: Menschen mit einer chronischen Krankheit k√∂nnen die Zuzahlung von regul√§r 2 % auf 1 % senken. Wie das geht, erfahren Sie hier: Chronisch krank? Dann Antrag auf verminderte Medikamenten-Zuzahlung stellen.


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Welche Leistungen umfasst die häusliche Krankenpflege?

Die Hauskrankenpflege umfaßt die Bereiche:

  • Grundpflege
  • Behandlungspflege
  • Hauswirtschaftliche Versorgung

Leistungen der Grundpflege

Zur Grundpflege gehören die Bereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität.

Im Bereich der K√∂rperpflege umfa√üt das zum Beispiel folgende Aufgaben: Hilfe beim Duschen und Baden, Hilfe beim Waschen des K√∂rpers, der Haare und des Gesichts ferner bei der Zahnpflege und Unterst√ľtzung bei der Entleerung von Blase und Darm, Kontinenztraining. In meiner Rubrik „Hilfsmittelberatung“ finden Sie √ľbrigens Tipps zum Vermeiden von Unf√§llen beim Duschen und Baden von pflegebed√ľrftigen Personen sowie einige empfehlenswerte Hilfsmittel, die Ihnen die K√∂rperpflege erleichtern – siehe Beitrag  Vermeiden von Unf√§llen beim Duschen von pflegebed√ľrftigen Menschen.

Im Bereich Ernährung geht es um die Hilfe beim Essen, das heißt die mundgerechte Zubereitung der Speisen und Hilfe beim Aufnehmen der Nahrung.

Der Bereich Mobilität deckt unter anderem ab: Hilfe beim An- und Ausziehen der Kleidung, beim Aufstehen und zu Bett gehen, beim Umlagern oder beim Umsetzen vom Rollstuhl ins Bett oder auf einen Stuhl, beim Gehen und Fortbewegen in der Wohnung (auch mit Hilfsmitteln wie Rollstuhl oder Rollator), beim Treppensteigen, usw.

TiPP: Je nach Pflegebed√ľrftigkeit kann eine entsprechende Pflegew√§sche wie zum Beispiel Pflegeoveralls oder Inkontinenzw√§sche die Pflege sehr erleichtern. Ausf√ľhrliche Informationen finden Sie bitte hier: So k√∂nnen Aktivoveralls, Pflegebodys & Co. die Krankenpflege erleichtern.

Leistungen der Behandlungspflege

Die Behandlungspflege wird von Fachkr√§ften des Pflegedienstes erbracht. Ziel ist es, dass vom Pflegedienst medizinische Hilfeleistungen √ľbernommen werden, die nicht vom Arzt erbracht werden m√ľssen. Dazu geh√∂ren zum Beispiel die Dekubitusversorgung, Verbandwechsel, Bedienung und √úberwachung eines Beatmungsger√§tes, Blutdruckmessung, Blutzuckermessung uvm. Die Leistungen im Bereich der Behandlungspflege sind sehr umfangreich. Die ganze Liste k√∂nnen Sie in diesem Beitrag unter dem unten aufgef√ľhrten Punkt ‚ÄěEinzelleistungen der h√§uslichen Krankenpflege‚Äú nachlesen:

Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung

Gerade allein lebende Personen k√∂nnen sich bei einer schweren Erkrankung nicht selbst versorgen. Oft ist dies der Grund, warum Sie deshalb l√§nger im Krankenhaus bleiben oder vor√ľbergehend zum Beispiel in Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim m√ľssen. Dann kommen die Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung der h√§uslichen Krankenpflege zum Tragen.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung geh√∂rt unter anderem das Zubereiten des Essens, Tisch decken und abr√§umen, sp√ľlen, einkaufen, M√ľll entsorgen, Besorgung von Arzneimitteln, reinigen der Wohnung, W√§sche wechseln, W√§sche waschen und b√ľgeln.

Die einzelnen Leistungen gliedern sich wie folgt auf: Die Liste (Quelle: GKV) hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit (Stand Juni 2014).

Arten der häuslichen Krankenpflege

Häusliche Pflege als Krankenhausvermeidungspflege

Die häusliche Krankenpflege muss immer von der Krankenkasse genehmigt werden. Bei Vorliegen der Zustimmung der Krankenkasse ist die Krankenhausvermeidungspflege dann möglich, wenn

  1. die stationäre Einweisung in ein Krankenhaus ganz vermieden, oder
  2. der Aufenthalt im Krankenhaus verk√ľrzt werden kann, oder
  3. eine Krankenhausbehandlung zwar n√∂tig w√§re, der Versicherte aber aus nachvollziehbaren Gr√ľnden nicht zustimmt (zum Beispiel bei Sterbenden, die sich einer weiteren Behandlung entziehen m√∂chten).

F√ľr die Krankenhausersatzpflege kann

  • die Behandlungspflege,
  • die Grundpflege und
  • die hauswirtschaftliche Versorgung

f√ľr max. 4 Wochen pro Krankheitsfall verordnet werden.

Häusliche Pflege als Sicherungspflege

Die Sicherungspflege sichert die ambulante vertrags√§rztliche Versorgung durch den Pflegedienst. Das bedeutet, dass Fachpersonal des Pflegedienstes Aufgaben √ľbernimmt, die sonst der Arzt machen m√ľ√üte, wie zum Beispiel Injektionen verabreichen.

In der Regel ist bei der Sicherungspflege

  • nur Behandlungspflege

möglich.

Die Sicherungspflege ist zeitlich nicht begrenzt.


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H√§usliche Pflege als Unterst√ľtzungspflege

Die Unterst√ľtzungspflege nach ¬ß 37 Abs. 1a SGB V (auch √úberleitungspflege genannt) wird meistens verordnet bei einer schweren Krankheit oder Verschlimmerung der Krankheit nach einem station√§ren oder ambulanten Aufenthalt in einem Krankenhaus.

Die Unterst√ľtzungspflege erhalten nur Menschen, die NICHT pflegebed√ľrftig sind und die KEINE Behandlungspflege ben√∂tigen

Bei der Unterst√ľtzungspflege kann

  • Grundpflege und
  • hauswirtschaftliche Versorgung

verordnet werden.

Häusliche psychiatrischen Krankenpflege

F√ľr Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ist es oft schwer, den Alltag zu gestalten und ein eigenst√§ndiges Leben zu f√ľhren. Die Patienten werden zu Hause von einem Pflegedienst mit Fachpersonal f√ľr die psychiatrische Krankenpflege pflegerisch betreut und angeleitet.

In Frage kommt die häusliche psychiatrische Krankenpflege häufig bei Menschen mit Demenz oder Alzheimer, Angstzuständen, Wahnvorstellungen, Persönlichkeitsstörungen, Depressionen usw.

Die ambulante psychiatrische Krankenpflege (APP) soll das famili√§re Umfeld mit einbinden und so dem Erkrankten die M√∂glichkeit geben, langfristig ein eigenst√§ndiges Leben im gewohnten Lebensumfeld f√ľhren zu k√∂nnen.

Zu den Aufgaben der Pflegefachkraft geh√∂ren das Erfassen des Hilfebedarfs und Umsetzen der ben√∂tigten Hilfe, Hilfe bei der Bew√§ltigung von Alltagsaufgaben, Erstellen und √ľberwachen einer Tagesstruktur, Information √ľber die eigene Erkrankung und das Erlernen eines sinnvollen Umgangs mit dieser Krankheit, Beobachtung des psychischen Gesundheitszustandes und der Entwicklung, f√∂rdern von Eigenst√§ndigkeit uvm.

Die ambulante psychiatrische Krankenpflege kann f√ľr die von der Krankenkasse genehmigten psychiatrischen Erkrankungen verordnet werden, vorausgesetzt, es liegt eine gesicherte fach√§rztliche Diagnose f√ľr den Patienten vor.

 


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Erweiterte Haushaltshilfe

Bis Ende 2015 war es nur m√∂glich eine Haushaltshilfe zu bekommen, wenn ein Kind unter 12 Jahren mit im Haushalt lebte. Seit dem 01.01.2016 ‚Äď mit Inkrafttreten des Karnkenhausstrukturgesetzes – ist das gl√ľcklicherweise anders.

Nun k√∂nnen Menschen die so schwer erkrankt sind, dass sie ihren Haushalt nicht mehr selbst f√ľhren k√∂nnen, bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen. Das gleiche gilt auch f√ľr Personen die aus dem Krankenhaus entlassen wurden und sich danach noch nicht selbst versorgen k√∂nnen.

F√ľr die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe fallen Zuzahlungen in H√∂he von 10 %, jedoch maximal begrenzt auf 10 Euro pro Tag an. Auch hier gilt wieder: Wer von der Zuzahlung befreit ist, dem werden nat√ľrlich keine Kosten mehr in Rechnung gestellt.

Häusliche Krankenpflege als Palliativversorgung

Mit der h√§uslichen Krankenpflege als Palliativversorgung sollen Menschen in der letzten Lebensphase die M√∂glichkeit haben, ad√§quat zu Hause betreut zu werden, ohne dazu zwingend in eine Klinik oder ein Hospiz zu m√ľssen und ihnen ein menschenw√ľrdiges Sterben im h√§uslichen Umfeld zu erm√∂glichen.

Mehr √ľber die Palliativpflege lesen Sie auch hier: Palliativpflege ‚Äď w√ľrdevoller Beistand bis zum Tod.

Auch hierf√ľr ist eine √§rztliche Verordnung notwendig.

Was sind die Ziele der häuslichen Krankenpflege?

Es gibt unterschiedliche Ziele und Formen f√ľr die Krankenpflege im h√§uslichen Umfeld. Abh√§ngig davon ist der Umfang und die Dauer der Leistungen.

Anmerkung: Die h√§usliche Krankenpflege ist im Sozialgesetzbuch „¬ß 37 SGB V H√§usliche Krankenpflege“ verankert. Das sind die Mindestleistungen f√ľr die gesetzliche Krankenversicherung. Aber gerade in der Krankenpflege kann es Unterschiede in den Leistungen der einzelnen Krankenversicherungen geben. Erkundigen Sie sich deshalb unbedingt, welche Leistungen Ihre Krankenkasse erbringt.

Wer verordnet die häusliche Krankenpflege?

Die h√§usliche Krankenpflege muss von einem Arzt, meistens dem Hausarzt, verordnet werden. Mittlerweile k√∂nnen aber auch Krankenh√§user schon bei der Entlassung die h√§usliche Krankenpflege verordnen. Das macht Sinn, da das Krankenhaus das Krankheitsbild kennt und auch die Verordnung entsprechend begr√ľnden kann und alles auch schneller in die Wege geleitet werden kann.

TiPP: Wenn abzusehen ist, dass nach der Entlassung eine h√§usliche Krankenpflege notwendig ist, sollten Sie sich so bald wie m√∂glich mit dem behandelnden Krankenhausarzt und der Sozialstation des Krankenhauses in Verbindung setzen, damit so fr√ľh wie m√∂glich alles Notwendige veranlasst werden kann. Denn: Die Verordnung muss von der Krankenkasse genehmigt werden und nimmt deshalb auch schon wieder einige Tage Bearbeitungszeit in Anspruch. Mehr √ľber die Verordnungsm√∂glichkeit √ľber das Krankenhaus lesen Sie hier: ‚ÄěVersorgungsl√ľcke geschlossen: Krankenh√§user m√ľssen bei Entlassung Medikamente, Hilfsmittel usw. verordnen‚Äú

F√ľr wie lange kann die h√§usliche Krankenpflege verordnet werden?

Die Erstverordnung f√ľr die h√§usliche Krankenpflege (HKP) soll 14 Tage nicht √ľberschreiten. Danach soll der Vertragsarzt pr√ľfen, ob noch weitere Betreuung notwendig ist. Er kann dann auch f√ľr eine l√§ngere Zeit Folgeverordnungen ausstellen (Sicherungspflege). Die Notwendigkeit der h√§uslichen Krankenpflege muss begr√ľndet und von der Krankenkasse genehmigt werden. Unter Umst√§nden l√§√üt die Krankenkasse die Notwendigkeit der Verordnung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) pr√ľfen. Das bedeutet also, eine Verordnung vom Arzt alleine ist nicht ausreichend, um Krankenpflege zu erhalten.

Die reine Krankenhausvermeidungspflege kann bis zu vier Wochen pro Krankheitsfall in Anspruch genommen werden. In Ausnahmef√§llen und mit einer entsprechenden Begr√ľndung kann die Krankenpflege auch l√§nger in Anspruch genommen werden. Mehr dazu auf der AOK-Internetseite.

Ist f√ľr die h√§usliche Krankenpflege ein Pflegegrad notwendig?

Nein, die h√§usliche Krankenpflege erhalten Sie ohne Pflegegrad. Die h√§usliche Krankenpflege (ohne Pflegegrad bzw. bis maximal Pflegegrad 1) greift dann, wenn Menschen aus dem Krankenhaus entlassen werden und zu Hause noch pflegerische Nachbetreuung oder hauswirtschaftliche Unterst√ľtzung ben√∂tigen. Somit ist die ambulante h√§usliche Krankenpflege quasi eine Art √úberbr√ľckung bis zur erwartenden Genesung.

Bei der Genehmigung eines Pflegegrades wird jedoch davon ausgegangen, dass eine l√§ngerfristige Beeintr√§chtigung vorliegen wird. Pflegebed√ľrftige Menschen mit einem Pflegegrad 2 bis 5 erhalten deshalb Pflegesachleistungen, mit denen ein Teil der Hauskrankenpflege sowieso schon abgedeckt ist.

Alternativ wäre auch eine Kurzzeitpflege mit oder ohne Pflegegrad möglich. Siehe dazu meine Lese-Empfehlungen:

Rechtliches

Die häusliche Krankenpflege ist im Sozialgesetzbuch § 37 SGB V festgeschrieben.


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Einzelleistungen aus der häuslichen Krankenpflege

A

  • Abfalls, Entsorgen des Haushalts-
  • Absaugen bei intubierten oder Tracheostoma-Patienten
  • Absaugen, Anleitung zum
  • Anus-Praeter-Versorgung
  • Anus-Praeter-Wechsel
  • Arzneien verabreichen und √ľberwachen
  • Augen- oder Ohrensp√ľlung
  • Augen, Gabe von Salben und Tropfen (auch bei postoperativen Zust√§nden)
  • Ausscheidung, Hilfe bei

B

  • Bad, Anleitung zum medizinischen
  • B√§der, medizinische (Hilfe beim Ein- und Aussteigen + Badezusatz)
  • Bandagen anlegen
  • Beatmungsger√§t √ľberwachen und warten
  • Beatmungsger√§t, Entw√∂hnung vom
  • Beatmungsger√§tes ,Anleitung zur Bedienung und √úberwachung des
  • Behandlung des Mundes, Anleitung zur
  • Behandlungspflege, Anleitung zur kleinen (mittleren oder gro√üen)
  • Beheizen
  • Besorgungen
  • Bewegungs√ľbungen
  • Blasensp√ľlung
  • Blasensp√ľlung, Anleitung zur
  • Blutdruck messen
  • Blutdruckmessung, Anleitung zur
  • Blutzucker messen
  • Blutzuckerkontrolle bei Fortsetzung der intensivierten Insulintherapie
  • Blutzuckermessung mit Blutzuckermessger√§t, Anleitung zur
  • Boteng√§nge
  • Bronchialtoilette, Anleitung zur
  • Bronchialtoilette/Versorgung der Atemwege
  • Bruchb√§nder anlegen

Pflegesessel in verschiedenen Varianten und Liegepositionen

D

  • Darmrohr legen
  • Dekubitusbehandlung und -versorgung
  • Dekubitusbehandlung, Anleitung zur
  • delegierte √§rztliche Leistungen
  • Desinfektion
  • Dialysepatienten versorgen und √ľberwachen
  • Digitalen Enddarmausr√§umung, Anleitung zur
  • Drainagen in schwerwiegenden und aufw√§ndigen F√§llen
  • Drainagen, √ľberpr√ľfen und versorgen, Anleitung zur
  • Drainagen, √úberwachung von

E

  • Einkaufen
  • Einlauf / Klistier / Klysma / Darmspiegelung sowie digitaler Enddarmausr√§umung, Anleitung zu
  • Einlauf/Klistier/Klysma/Darmsp√ľlung sowie digitale Enddarmausr√§umung
  • Einmalkatheterisierung, transurethral, Schulung zur
  • Einmalkatheters, Einbringen eines transurethalen
  • Einreibungen
  • Einreibungen, Anleitung zur
  • Eisbeutel (K√§ltetr√§ger / Kalt-Warm-Kompressen) verabreichen
  • Enddarmausr√§umung, Digitale
  • Entwickeln kompensatorischer Hilfen bei krankheitsbedingter Einschr√§nkung

F

G

  • Gastrostomie, Anleitung zur PEG, Versorgung einer perkutanen endoskopischen
  • Geh√ľbungen
  • Gewichtskontrolle
  • Grundpflege (K√∂rperpflege / Ern√§hrung / Ausscheidungen)
  • Grundpflege einschlie√ülich Hauswirtschaft, Anleitung

H

Kostenlose Pflegeberatung, Pflegeschulung oder verpflichtender Beratungseinsatz

I

  • Infusion Legen ,Anh√§ngen  und Abnehmen einer
  • Infusion Anleitung beim Abnehmen, Legen und Anh√§ngen einer
  • Infusion, i.V. – zur Fl√ľssigkeitssubstitution
  • Infusion, i.V. – zur parenteralen Ern√§hrung
  • Inhalationen
  • Injektion ‚Äď Insulin s.c., Anleitung zur
  • Injektion s.c. ‚Äď sonstige Medikamente, Anleitung zur
  • Injektion, Intramuskul√§re
  • Injektion, Subcutane
  • Injektionen, Anleitung zu intramuskul√§r und subcutan
  • Inkontinentenversorgung
  • Instillation
  • Instillation, Anleitung zur
  • Insulin ,Anleitung zum Aufziehen von
  • Insulin, Aufziehen von
  • Insulingabe
  • Insulininjektionen
  • Insulintherapie, Anleitung zur intensivierten
  • Insulintherapie, intensivierte
  • Intensivpflege, Behandlungspflege Einzelversorgung
  • Intensivpflege, Betreuungszeiten Einzelversorgung
  • Intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung
  • Intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung (ITEK), Anleitung zur

Bitte nicht vergessen!
Mit einem Pflegegrad haben Sie Anrecht auf monatliche Pflegehilfsmittel.

K

  • K√§ltetr√§gern, Anleitung zum Auflegen von
  • Kan√ľle, Wechseln der
  • Katheterisierung
  • Katheterisierung der Harnblase
  • Katheterisierung, Anleitung zur
  • Katheters, Anleitung zur Versorgung eines suprapubischen
  • Katheters, Versorgung eines suprapubischen
  • Kleidung, austauschen und waschen der
  • Klysma (Klistier: Darmeinlauf/Sp√ľlung)
  • Klysma, Anleitung zu
  • Kochen
  • Kompressionsstr√ľmpfe-/hose an- und Ausziehen, einschl. Versorgung von Ulcus
  • Kompressionstherapie einschl. Versorgung Ulcus cruris
  • Kompressionsverb√§nde anlegen einschl. Wundversorgung der Beine
  • Kompressionsverbandes, Anleitung zum Abwickleln, Anlegen und Abnehmen eines
  • K√∂rperpflege, Hilfe bei
  • K√∂rpertemperaturkontrolle mittels Fieberthermometer
  • Krankenbett/-zimmers, Reinigung und Desinfektion des
  • Krisensituationen, Bew√§ltigung / Intervention von

L

  • Lunge, absaugen der

M

  • Magensonde, Anleitung zum Legen und Wechseln einer
  • Magensonde, legen, √ľberwachen und wechseln einer
  • Medikamenten (Dosimed / Tagesdosette, Wochendosimed), Richten von
  • Medikamenten in Dosimed / Tagesdosette, Wochendosimed, Anleitung zum Richten von
  • Medikamentenabgabe mittels Herz-, Schmerz-, Hormonpflaster
  • Medikamentenabgabe mittels Herz-, Schmerz-, Hormonpflaster, Anleitung
  • Medikamentenabgabe mittels Salben, Tropfen, S√§fte, Tinkturen, Z√§pfchen, als Einreibung
  • Medikamentengabe mittels medizinischem Bad
  • Mikroklyst
  • Mikroklyst, Anleitung zu
  • Mischung mehrerer Infusionen bei parenteralem Zugang
  • Mobilisation, Hilfen bei der
  • MRSA begleitende Ma√ünahmen
  • MRSA Medikamentengabe + begleitende Ma√ünahmen
  • Mund, Medizinische Behandlung
  • Mundpflege

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Umbau Wanne zur Dusche in 1 Tag
Bis zu 4.000 Euro Zuschuss


N

  • Nahrungsaufnahme, Hilfen bei der
  • Nase ,Anleitung zu Gabe von Salben und Tropfen bzw. Sp√ľlung
  • Nase, Gabe von Salben und Tropfen bzw. Sp√ľlung
  • Neurologischen √úberwachungsbogens, F√ľhrung eines

O

  • Ohren, Anleitung zu Gabe von Salben und Tropfen
  • Ohren- oder/Augentropfen, Anleitung zum
  • Ohren, Gabe von Salben und Tropfen
  • Ohrsp√ľlung
  • Orthesen, Anlegen/Ablegen von

P

  • Palliative Behandlungspfleg
  • PEG-Erstanlage, Ersteinsatz nach
  • Pflege, Anleitung zur
  • Physikalische Ma√ünahmen
  • Pneumonieprophylaxe
  • Port-a-cath Sp√ľlung
  • Port-a-cath Versorgung anschlie√üen und abschlie√üen
  • Prothesen, Anlegen der
  • Psychiatrische H√§usliche Krankenpflege
  • Pulskontrolle

R

  • Reaktivierung

S

  • Sauerstoff, verabreichen von
  • Schleimhautkontrolle
  • Sitzwache
  • Sondennahrung, Verabreichung von
  • SPK-Erstanlage, Ersteinsatz nach
  • Sprech√ľbungen
  • Sp√ľlen des Geschirrs etc.
  • Stomabehandlung, Anleitung zur
  • Stomaversorgung
  • Stomawechsel
  • St√ľtzkorsett, Anlegen von

T

  • Trachealkan√ľle ,Anleitung zu Pflege und Wechsel der
  • Trachealkan√ľle, Wechsel und Pflege

U

  • Umschl√§ge, Verabreichen von
  • Urinals, Anlagen und Entfernen eines
  • Urinals, Anleitung zum Anlegen eines

V

  • Venendrucks, Messung des zentralen
  • Venenkatheter, Pflege des zentralen
  • Venenkatheter, √úberwachung von zentralen
  • Venenkatheters, Anleitung zur Pflege des zentralen
  • Verb√§nde anlegen, wechseln
  • Verb√§nden, Anleitung z. Anlegen v. st√ľtzenden u. stabilisierenden
  • Versorgung bei perkutaner edoskopischer Gastrostomie

W

  • W√§rmflaschen verabreichen
  • W√§sche, wechseln (austauschen) Reinigen der
  • Wickel verabreichen
  • Wohnung, Reinigung der
  • Wunde versorgen, Anleitung
  • Wunden, Behandlung und Pflege von
  • Wundreinigungsbad
  • Wundschnellverb√§nde (Pflaster) anlegen
  • Wundverb√§nde, Anlegen und Wechseln von
  • Wundverb√§nden, Anleitung zum Anlegen und Wechseln von

Z

  • Zuckertest einschlie√ülich Blutzucker-Teststreifen

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Quelle Bildmaterial: Fotolia #51452888 © Marco2811

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